{"id":29712,"date":"2022-01-24T10:46:37","date_gmt":"2022-01-24T09:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=29712"},"modified":"2022-01-24T10:46:37","modified_gmt":"2022-01-24T09:46:37","slug":"aachener-konsortium-startet-mit-avk-wegweisendes-technologieprojekt-teilnahme-erwuenscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=29712","title":{"rendered":"Aachener Konsortium startet mit AVK wegweisendes Technologieprojekt, Teilnahme erw\u00fcnscht"},"content":{"rendered":"<p><strong>T3-Hub f\u00fcr spritzgegossene Standardbauteile mit reduziertem CO2-Footprint<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Lastgerechte FVK-Tapestrukturen k\u00f6nnen dazu beitragen, den CO2-Footprint von preissensitiven Spritzgie\u00dfbauteilen zu reduzieren\u201c, ist Fabian Becker, Projektverantwortlicher bei der AZL Aachen GmbH, sicher.<br \/>\nTape Technologie Transfer-Hub (T3-Hub) lautet der Titel eines gerade durch AZL und IKV initiierten Verbundprojekts mit insgesamt sechs Partnern, das sich mit einem Paradigmenwechsel besch\u00e4ftigt: Statt extrem leichter und teurer Bauteile, beispielsweise f\u00fcr die Luft- und Raumfahrttechnologie, sollen durch die Technologie des Tapelegens Standardbauteile f\u00fcr kostengetriebene Massenanwendungen entstehen. So k\u00f6nnten unter anderem Formteile f\u00fcr Industrieanwendungen, E+E, Haushaltsger\u00e4te oder das Transportwesen zu wettbewerbsf\u00e4higen Kosten und mit deutlich reduziertem CO2-Footprint entstehen \u2013 statt des Bauteilgewichts steht die Materialeinsparung hier an erster Stelle.<\/p>\n<p>Tapes sind wenige zehntel Millimeter dicke, zwischen 5 und 25 mm breite bandf\u00f6rmige Halbzeuge, die aus unidirektional orientierten Verst\u00e4rkungsfasern, meist Glas oder Carbon, bestehen und in eine thermoplastische Matrix eingebettet sind. Herk\u00f6mmlich finden diese als fl\u00e4chige Laminate ihren Einsatz f\u00fcr hochbelastete Strukturbauteile in der Luft- und Raumfahrt, dem Automobilbau oder werden durch Wickeln zu Rohren oder Beh\u00e4ltern verarbeitet. Derartige Bauteile sind sehr leicht, verf\u00fcgen \u00fcber exzellente mechanische Eigenschaften, sind aber im Vergleich zu Spritzgie\u00dfbauteilen kostenintensiv und in den St\u00fcckzahlen limitiert.<\/p>\n<p>Der T3-Hub verfolgt einen neuen Ansatz: Bionische Tape Strukturen sollen gezielt in \u201eklassische\u201c Spritzgie\u00dfbauteile eingebettet werden, um so Kosten einzusparen und den CO2-Fu\u00dfabdruck in der Produktions- und Nutzungsphase zu reduzieren. Aufgrund der verst\u00e4rkenden Wirkung der Tapes lassen sich unter Anderem Wanddicken reduzieren und Verrippungen einsparen. Weitere Einsparpotentiale ergeben sich dadurch, dass durch die hohen mechanischen Tapeeigenschaften auch neue Anwendungen f\u00fcr alternative Compounds mit geringerem CO2-Fu\u00dfabdruck, Recyclingmaterial oder auch bio-basierte Polymer und Faserwerkstoffe erschlossen werden. \u201eEinsparungen beim Materialverbrauch sind der gr\u00f6\u00dfte Stellhebel zur Senkung der Produktionskosten im Spritzgie\u00dfprozess und des CO2-Fu\u00dfabdrucks\u201c, so Fabian Becker. \u201eDurch die Integration von geringen Anteilen von Tape in typische Spritzgie\u00dfbauteile soll der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck bei mindestens Kostenneutralit\u00e4t reduziert werden.\u201c<\/p>\n<p>Kernidee hinter dem 30-monatigen, vom BMWi gef\u00f6rderten Projekt, ist der Transfer der Nischen-Technologie f\u00fcr Hochleistungsbauteile auf die Massenproduktion von Standard-Formteilen durch Materialreduktion und -substitution mittels lastgerechter Verst\u00e4rkungseinleger. Mit der Zielsetzung Leichtbautechnologien in Massenanwendungen zu etablieren, passt das Forschungsvorhaben hervorragend in die Leichtbau-Strategie der Bundesregierung.<\/p>\n<p>In dem Projekt wird die gesamte Entwicklungs- und Herstellungskette betrachtet. Als Ergebnis stehen alle Methoden zur effizienten Identifikation von geeigneten Produkten und deren virtueller Entwicklung, Know-how \u00fcber die Produktionstechniken und eine Plattform zur Vorentwicklung von Bauteilen f\u00fcr Anwender zur Verf\u00fcgung. Die digitale Entwicklungskette wird zwischen Simcon, IKV und AZL auf Basis der Software CADMOULD umgesetzt. Conbility und IKV steigern die Effizienz der Herstellung und Verarbeitung der Tapes im laserunterst\u00fctzten Tapelegen, alle Produktionsdaten werden von Conbility zu einem Digitalen Zwilling der Bauteile zusammengef\u00fchrt. Am Aachener Zentrum f\u00fcr integrativen Leichtbau (AZL) der RWTH Aachen entsteht eine Demonstrations- und Entwicklungsplattform zur Fertigung von full-scale Spritzgie\u00dfbauteilen mit Tapeverst\u00e4rkung. Eng eingebunden ist auch die Industrievereinigung verst\u00e4rkte Kunststoffe (AVK), die das Konsortium bei der Identifikation von Anwendungsszenarien und der Technologiebewertung unterst\u00fctzt.<br \/>\nDas Projekt ist die Fortf\u00fchrung einer mit 20 Firmen durchgef\u00fchrten Markt- und Technologieanalyse zur Tapeintegration in Spritzgie\u00dfbauteile. Neben der Entwicklung der technologischen Bausteine verfolgt das Projekt insbesondere das Ziel des Technologietransfers in die Praxis. Von hoher Bedeutung ist hierf\u00fcr die Demonstration des Potenzials zur kostenneutralen Verbesserung des CO2-Fu\u00dfabdrucks und die Anwendbarkeit f\u00fcr den \u201eklassischen\u201c Spritzgie\u00dfverarbeiter. Um m\u00f6glichst viele interessante Anwendungen zu identifizieren bietet das Konsortium interessierten Firmen die M\u00f6glichkeit ihre Bauteile zu analysieren. F\u00fcr den 27.01.2022 l\u00e4dt das Konsortium zu einer Informationsveranstaltung ein, bei der das Projekt und die M\u00f6glichkeit zur Beteiligung erl\u00e4utert werden.<\/p>\n<p>Informationsveranstaltung f\u00fcr Unternehmen im Technologieanwenderausschuss: 27.01.21, 13:00 \u2013 15:00 Uhr (virtuell)<\/p>\n<p>Kontakt: Fabian Becker, AZL Aachen GmbH, E-Mail: fabian.becker@azl-aachen-gmbh.de, Telefon: +49 (0) 241 475 735 \u2013 22<\/p>\n<p>Finden Sie hier Informationen zur urspr\u00fcnglichen Markt- und Technologieanalyse \u201ePotentials and Challenges of Thermoplastic Tapes for SME Injection Molders\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber AZL Aachen GmbH<\/strong><br \/>\nAZL steht f\u00fcr Exzellenz in der Leichtbauproduktion. Als One-Stop-Shop f\u00fcr Markt- und Technologie-Know-how bringt das AZL Experten und Entscheidungstr\u00e4ger aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um die Gesch\u00e4fts- und Technologieentwicklung in der Leichtbauindustrie zu unterst\u00fctzen. AZL unterst\u00fctzt Unternehmen, unabh\u00e4ngig ihrer Position in der Wertsch\u00f6pfungskette, bei der Entwicklung, dem Benchmarking und der Verbesserung von Designmethoden, Fertigungstechniken und Produkte. AZL bietet Innovationsworkshops, Markt- und Technologieanalysen, Trenderkennung und Technologiemonitoring, Machbarkeitsstudien, Konzeptentwicklung, CAE-Design\/Optimierung und Produktionslayout-Planung. Angesiedelt im Mittelpunkt eines der f\u00fchrenden Hightech-\u00d6kosysteme, der RWTH Aachen, unterst\u00fctzt AZL bei der experimentellen Bewertung aller relevanten Technologien rund um die Composite-basierten Multimaterialtechnologien mit jahrzehntelanger Technologiekompetenz und modernster Infrastruktur f\u00fcr die Entwicklung von Produkten und Produktionssystemen. Neben individuellen Kooperationen bieten die AZL Business-, Business-Plus- und Premium Partnership-Rahmenvertr\u00e4ge Zugang zu Dienstleistungsangeboten und einem Open-Innovation-Netzwerk von mehr als 80 internationalen Unternehmen entlang der Leichtbau-Wertsch\u00f6pfungskette. Mit den drei S\u00e4ulen Engineering, Beratung und Partnerschaft entwickelt das AZL als Dienstleister wettbewerbsf\u00e4hige Innovationen f\u00fcr wirtschaftlich hoch relevante Marktsegmente und findet geeignete Partner f\u00fcr die industrielle Umsetzung und Markteinf\u00fchrung.<br \/>\nwww.azl-lightweight-production.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Lastgerechte FVK-Tapestrukturen k\u00f6nnen dazu beitragen, den CO2-Footprint von preissensitiven Spritzgie\u00dfbauteilen zu reduzieren\u201c, ist Fabian Becker&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":29713,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-29712","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29712","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=29712"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29714,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/29712\/revisions\/29714"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/29713"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=29712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=29712"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=29712"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=29712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}