{"id":30921,"date":"2022-03-29T14:13:21","date_gmt":"2022-03-29T12:13:21","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=30921"},"modified":"2022-03-29T14:13:21","modified_gmt":"2022-03-29T12:13:21","slug":"basf-bestaetigt-anspruchsvolle-klimaziele-und-geht-reduzierung-produktbezogener-emissionen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=30921","title":{"rendered":"BASF best\u00e4tigt anspruchsvolle Klimaziele und geht Reduzierung produktbezogener Emissionen an"},"content":{"rendered":"<div class=\"text component aem-GridColumn--default--none aem-GridColumn--default--9 aem-GridColumn aem-GridColumn--offset--default--0\">\n<div class=\"text component textbody\">\n<div id=\"text-9312261c29\" class=\"cmp-text\">\n<ul>\n<li><b>25 % weniger CO<sub>2<\/sub>-Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2018 und Netto-Null-Emissionen bis 2050 angestrebt<sup>1<\/sup><\/b><\/li>\n<li><b>100 % des weltweiten BASF-Strombedarfs von 2021 sollen bis 2030 aus erneuerbaren Quellen stammen<\/b><\/li>\n<li><b>BASF kann Kunden erste Netto-Null-Produkte und Low-PCF-Produkte anbieten<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Jahr nach der ersten Ank\u00fcndigung hat BASF ihre anspruchsvollen Klimaziele best\u00e4tigt. Im Rahmen eines Updates f\u00fcr Investoren und Finanzanalysten zu ihrem Transformationsfahrplan best\u00e4tigte das Unternehmen, dass es seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 25 % im Vergleich zu 2018 reduzieren will und an seinem Ziel von Netto-Null-Emissionen bis zum Jahr 2050 festh\u00e4lt. Bis 2030 sollen die globalen Emissionen auf 16,4\u00a0Millionen Tonnen sinken. Auf dem Weg dahin ver\u00f6ffentlicht BASF im Rahmen ihres Ausblicks eine j\u00e4hrliche Prognose der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen f\u00fcr die BASF-Gruppe mit einem Korridor von plus\/minus 0,5 Millionen Tonnen.<\/p>\n<p>\u201eIn Europa tobt derzeit ein brutaler Krieg mit weitreichenden Folgen f\u00fcr Menschen und Wirtschaft. Dennoch d\u00fcrfen wir die gr\u00f6\u00dfte globale Herausforderung unserer Zeit \u2013 den Klimawandel \u2013 nicht aus den Augen verlieren\u201c, sagte Dr. Martin Bruderm\u00fcller, Vorstandsvorsitzender der BASF SE. \u201eWir arbeiten BASF-weit intensiv an der Umsetzung einer Vielzahl von Projekten, um unsere CO<sub>2<\/sub>-Emissionen weiter deutlich zu reduzieren und unsere anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen. Durch die Zusammenarbeit mit Rohstofflieferanten gehen wir auch die Reduzierung unserer produktbezogenen Emissionen an. Damit treiben wir unsere eigene Transformation voran und unterst\u00fctzen gleichzeitig unsere Kunden bei der Reduzierung von Emissionen in ihren Produktportfolios.\u201c<\/p>\n<p><b>Erneuerbare Energien als ein Haupttreiber f\u00fcr Emissionsminderung<\/b><\/p>\n<p>Im Jahr 2021 hat BASF die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen im Vergleich zu 2020 trotz deutlich h\u00f6herer Produktionsmengen um rund 3 % reduziert. Das ist zu einem gro\u00dfen Teil auf den vermehrten Einsatz von erneuerbaren Energien zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien wird bis 2025 der Haupttreiber f\u00fcr die Emissionsminderung sein. Im Jahr 2021 lag der Anteil erneuerbarer Energien am weltweiten Strombedarf der BASF-Gruppe bei 16\u00a0%. Bis 2030 rechnet das Unternehmen damit, dass 100\u00a0% des weltweiten Strombedarfs von 2021 aus erneuerbaren Quellen stammen werden.<\/p>\n<p>Um den Bedarf an erneuerbarer Energie zu decken, verfolgt BASF eine Make-and-Buy-Strategie. Dazu geh\u00f6ren Investitionen in eigene Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und der Kauf von Gr\u00fcnstrom von Dritten. Im Jahr 2021 erwarb BASF einen Anteil am Windpark Hollandse Kust Zuid (HKZ) von Vattenfall. Sobald dieser vollst\u00e4ndig in Betrieb ist, wird er mit einer installierten Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt der gr\u00f6\u00dfte Offshore-Windpark der Welt sein. Der Windpark wird voraussichtlich im Jahr 2023 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Dar\u00fcber hinaus hat BASF mit den Energieunternehmen ENGIE und \u00d8rsted Stromabnahmevertr\u00e4ge mit einer Laufzeit von jeweils 25 Jahren f\u00fcr die Lieferung gro\u00dfer Mengen an erneuerbarem Strom aus Wind- und Sonnenenergie in Europa unterzeichnet. In den USA hat BASF langfristige Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr Wind- und Solarstrom f\u00fcr die Standorte Freeport und Pasadena abgeschlossen. In China hat BASF mit Lieferanten Vertr\u00e4ge \u00fcber den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien f\u00fcr ihren neuen Verbundstandort in Zhanjiang unterzeichnet.<\/p>\n<p>Bei ihrer Investor-Update-Veranstaltung gab BASF einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Ma\u00dfnahmen, die sich an den verschiedenen Standorten in der Umsetzung befinden. Die unterschiedlichen Herangehensweisen h\u00e4ngen in hohem Ma\u00dfe von den spezifischen lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Standorts ab.<\/p>\n<p><b>Ludwigshafen: Entwicklung neuer Technologien und Umsetzung eines neuen Dampfversorgungskonzepts<\/b><\/p>\n<p>Derzeit basieren etwa 50 % des Dampfbedarfs am Standort Ludwigshafen auf Prozessen, die bei der Dampferzeugung CO<sub>2<\/sub>-Emissionen verursachen. Ein neuer Ansatz ist hier die Dampferzeugung mit Strom. BASF arbeitet mit Siemens Energy an einem ersten Projekt in der Acetylenanlage, bei dem durch den Einsatz von W\u00e4rmepumpen und Dampfrekompression die Abw\u00e4rme so aufbereitet wird, dass sie als Dampf f\u00fcr das Dampfnetz des Standorts genutzt werden kann. Die Integration dieses W\u00e4rmepumpen-Projekts erm\u00f6glicht nicht nur die Erzeugung von rund 60 Tonnen Dampf pro Stunde, sondern vermeidet auch rund 160.000 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen pro Jahr und reduziert den j\u00e4hrlichen K\u00fchlwasserverbrauch um mehr als 20\u00a0Millionen Kubikmeter. Die Inbetriebnahme dieser Technologie ist f\u00fcr das zweite Quartal 2024 vorgesehen. Das Projekt dient auch dazu, Erfahrungen im t\u00e4glichen Betrieb zu sammeln, um die Einf\u00fchrung an anderen Standorten in der Zukunft zu vereinfachen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt, das am Standort Ludwigshafen vorangetrieben wird, ist die Entwicklung eines elektrisch beheizten Steamcrackers. Derzeit werden die Cracker\u00f6fen mit Gas beheizt und produzieren dabei etwa eine Tonne CO<sub>2<\/sub> pro Tonne Olefin. BASF hat mit SABIC und Linde die Entwicklung und Pilotierung von elektrisch beheizten Steamcracker-\u00d6fen vereinbart. Das Projekt f\u00fcr den Bau einer Multi-Megawatt-Pilotanlage in Ludwigshafen schreitet planm\u00e4\u00dfig voran und soll \u2013 vorbehaltlich eines positiven \u00f6ffentlichen F\u00f6rderbescheids \u2013 im Jahr 2023 in Betrieb gehen. F\u00fcr die CO<sub>2<\/sub>-freie Erzeugung von Wasserstoff entwickelt BASF neue Verfahren wie die Methanpyrolyse.<\/p>\n<p><b>Antwerpen: Bestreben bis 2030 der erste Netto-Null-Verbundstandort zu werden<\/b><\/p>\n<p>Der BASF-Verbundstandort in Antwerpen ist der gr\u00f6\u00dfte Chemieproduktionsstandort in Belgien und der zweitgr\u00f6\u00dfte Verbundstandort der BASF nach Ludwigshafen. BASF ist bestrebt, die Emissionen am Standort Antwerpen von 3,8 Millionen Tonnen im Jahr 2021 auf nahe Null im Jahr 2030 zu reduzieren. Dies k\u00f6nnte durch eine Kombination aus dem Import von Gr\u00fcnstrom aus Offshore-Windparks, dem Einsatz neuer, emissionsarmer Technologien und einem geplanten CCS-Gro\u00dfprojekt im Hafen von Antwerpen m\u00f6glich werden. Im Erfolgsfall w\u00e4re der Standort Antwerpen im Jahr 2030 der erste petrochemische Standort, der sich Netto-Null-Emissionen n\u00e4hert. In Anbetracht der K\u00fcrze des Zeitraums ist das aber eine Herausforderung, die der Unterst\u00fctzung durch die Politik bedarf, um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.<\/p>\n<p><b>Zhanjiang: Von Anfang an als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit geplant<\/b><\/p>\n<p>Zhanjiang soll der drittgr\u00f6\u00dfte Verbundstandort von BASF werden. Ein fortschrittliches Verbundkonzept und die Nutzung erneuerbarer Energien werden entscheidend dazu beitragen, die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen des Standorts im Vergleich zu einem gasbetriebenen Petrochemiestandort deutlich zu senken. Der Ersatz von fossiler Energie durch Strom aus erneuerbaren Quellen ist ein wesentlicher Hebel.<\/p>\n<p>Vor wenigen Tagen hat BASF mit State Power Investment Corporation Limited (SPIC) nach den neuen Regeln f\u00fcr den Handel mit erneuerbaren Energien in der chinesischen Provinz Guangdong einen zweiten Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 25 Jahren unterzeichnet. Damit soll die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien f\u00fcr die n\u00e4chsten Phasen des Verbundstandorts Zhanjiang in der Provinz Guangdong sichergestellt werden. Diese Vereinbarung ist die umfangreichste und l\u00e4ngste Rahmenvereinbarung zum Bezug von Gr\u00fcnstrom, die in China unterzeichnet wurde. Mit diesem Vertrag und den Partnerschaften mit anderen Energieversorgern treibt BASF ihren Plan weiter voran, den gesamten Verbundstandort Zhanjiang mit erneuerbarem Strom zu versorgen und bis 2025, und damit fr\u00fcher als urspr\u00fcnglich geplant, einen Anteil von 100 % zu erreichen. Bei der Nutzung von erneuerbarem Strom hat BASF eine Vorreiterrolle in der verarbeitenden Industrie in China.<\/p>\n<p><b>Schwarzheide: Prototyp f\u00fcr die Transformation an mittelgro\u00dfen Standorten<\/b><\/p>\n<p>Im Februar 2022 haben BASF Schwarzheide GmbH und enviaM ein Gemeinschaftsunternehmen f\u00fcr den Bau eines Solarparks gegr\u00fcndet. Die erwartete Stromproduktion liegt bei 25 Gigawattstunden pro Jahr; dies entspricht etwa 10 % des derzeitigen Jahresstrombedarfs des Standorts. Es wird der erste gr\u00f6\u00dfere Solarpark sein, an dem BASF direkt beteiligt ist. Der Solarstrom kann f\u00fcr die Produktion von Batteriematerialien f\u00fcr die Elektromobilit\u00e4t genutzt werden, die ab Ende 2022 in Schwarzheide hergestellt werden. Die Modernisierung des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks am Standort ist nahezu abgeschlossen. Wenn es Ende 2022 in Betrieb geht, wird es dank einer effizienteren Brennstoffausnutzung 10\u00a0% mehr Strom bei 16 % weniger CO<sub>2<\/sub>-Emissionen produzieren.<\/p>\n<p><b>N\u00e4chster Schritt: BASF kann Kunden erste Netto-Null-Produkte und Low-PCF-Produkte anbieten<\/b><\/p>\n<p>\u201eBASF kommt auf dem Weg, ihre Emissionsminderungsziele zu erreichen, gut voran. Und wir sind bereit, noch einen Schritt weiterzugehen \u2013 in Richtung nachhaltiges Wachstum durch Produkte mit reduziertem CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck\u201c, sagte Bruderm\u00fcller. Durch den Einsatz von Gr\u00fcnstrom, kohlenstoffarm erzeugtem Dampf, nachwachsenden Rohstoffen und hocheffizienten Prozessen ist BASF in der Lage, ihren Kunden Netto-Null-Produkte und Produkte mit einem geringen Product Carbon Footprint (PCF) anzubieten. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachfrage nach solchen Produkten mittelfristig das Angebot \u00fcbersteigen wird und dass ihr Marktwert die h\u00f6heren Produktionskosten mehr als ausgleichen wird. BASF geht davon aus, dass die Endverbraucher den Wandel hin zu Netto-Null- und PCF-armen Konsumg\u00fctern vorantreiben werden, da sie zunehmend Alternativen zu herk\u00f6mmlichen Konsumg\u00fctern nachfragen und einen pers\u00f6nlichen Beitrag zur Emissionsminderung leisten wollen. BASF will daher zu den ersten Unternehmen geh\u00f6ren, die m\u00f6glichst viele Produkte mit reduziertem CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck in gro\u00dfen Mengen anbieten.<\/p>\n<p>Um ihre eigenen Emissionsziele zu erreichen, sind viele BASF-Kunden bestrebt, den Carbon Footprint ihrer Produkte zu reduzieren. Daf\u00fcr ist ein neues Ma\u00df an Transparenz gefragt. Deshalb hat BASF eine eigene digitale L\u00f6sung entwickelt, um die PCFs f\u00fcr rund 45.000 Verkaufsprodukte zu berechnen. Bei dieser Methode muss BASF derzeit industrielle Durchschnittswerte und Werte aus kommerziellen Datenbanken als Basis f\u00fcr die Berechnung der vorgelagerten Scope-3-Emissionen verwenden. Um mehr Transparenz bei den Scope-3-Emissionen zu schaffen, arbeitet BASF daher gemeinsam mit ihren Lieferanten intensiv an einer Verbesserung der Daten f\u00fcr die bezogenen Rohstoffe. BASF unterst\u00fctzt ihre Lieferanten dabei, indem sie Wissen \u00fcber Bewertungs- und Berechnungsmethoden weitergibt. Auf diese Weise tr\u00e4gt das Unternehmen zur Standardisierung der PCF-Berechnungen bei.<\/p>\n<p><b>Strukturierter Ansatz f\u00fcr Investitionsausgaben<\/b><\/p>\n<p>Um die emissionsarmen Technologien zu entwickeln und in Pilotanlagen zu erproben, rechnet BASF f\u00fcr den Zeitraum von 2021 bis 2025 weiterhin mit Investitionen von weniger als 1 Milliarde Euro. Dieser Betrag ist im Sachinvestitions-Budget von BASF enthalten. F\u00fcr einige Projekte wurden bereits \u00f6ffentliche F\u00f6rdermittel bewilligt, f\u00fcr andere wird eine Entscheidung dar\u00fcber in K\u00fcrze erwartet. Im F\u00fcnf-Jahres-Zeitraum von 2026 bis 2030 werden die Investitionen voraussichtlich auf rund 2 bis 3 Milliarden Euro ansteigen. In diesem Zeitraum will BASF die ersten neuen Carbon-Management-Technologien im industriellen Ma\u00dfstab einsetzen und den Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigen. Deutlich h\u00f6here Investitionen erwartet das Unternehmen dann nach 2030 f\u00fcr den Bau von Produktionsanlagen im Weltma\u00dfstab, in denen die neuen Technologien zum Einsatz kommen, sowie f\u00fcr den weiteren Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Investor-Update-Veranstaltung finden Sie unter:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.basf.com\/investor-update-2022\">www.basf.com\/investor-update-2022<\/a> (nur in englischer Sprache)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr nach der ersten Ank\u00fcndigung hat BASF ihre anspruchsvollen Klimaziele best\u00e4tigt. 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