{"id":30929,"date":"2022-03-31T10:26:36","date_gmt":"2022-03-31T08:26:36","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=30929"},"modified":"2022-03-31T11:48:09","modified_gmt":"2022-03-31T09:48:09","slug":"nationales-testzentrum-ntcp-vertraut-auf-modulare-wasch-komponenten-von-lindner-washtech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=30929","title":{"rendered":"Nationales Testzentrum NTCP vertraut auf modulare Wasch-Komponenten von Lindner Washtech"},"content":{"rendered":"<p>Als erstes unabh\u00e4ngiges Test- und Forschungszentrum Europas mit Anlagen nach industriellem Ma\u00dfstab hat sich das in 2018 gegr\u00fcndete NTCP (National Test centre Circular Plastics) in den Niederlanden zur Aufgabe gemacht, das Verhalten der unterschiedlichen Kunststoffe w\u00e4hrend des Sortierens und Waschens zu untersuchen. Dies mit dem klaren Ziel, die Prozesse quantitativ, qualitativ und in Bezug auf den Energieeinsatz zu optimieren, um so das Kunststoffrecycling ganz im Zeichen der Circular Economy voranzutreiben. Kunden im In- und Ausland zeigen bereits gro\u00dfes Interesse an den Testm\u00f6glichkeiten. \u201eDie Kunststoff-Waschanlage, welche Lindner Washtech Mitte 2022 installiert, wird mit seiner modularen Bauweise einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung und Optimierung der unterschiedlichen Kunststoffstr\u00f6me erm\u00f6glichen\u201c, so Martine Brandsma, Direktorin des NTCP.<br \/>\nIm Norden der Niederlande, eingebettet in der Provinz Friesland, liegt die 50.000 Seelengemeinde Heerenveen. Seit 2018 ist dies auch die Heimat des Nationalen Testzentrums f\u00fcr Kunststoffrecycling, kurz NTCP. Es ist seines Zeichens das erste unabh\u00e4ngige Test- und Forschungszentrum Europas, welches heterogene Kunststoffabfallstr\u00f6me bis auf das Pixel genau analysieren kann. Und das nicht mit den sonst oft in Forschungseinrichtungen auffindbaren Versuchslaboren, sondern mit hochmodernen Anlagen: roh, industriell, laut und&#8230; mit echtem Abfall.<\/p>\n<p><strong>Das Spiel mit den Einstellungen<\/strong><br \/>\nDie Idee hinter dem NTCP ist eigentlich ganz einfach: Je mehr Kunststoffe in den richtigen Sortierstrom gelangen und den richtigen Weg zu den mechanischen und chemischen Recyclern nehmen, desto h\u00f6her ist der Prozentsatz an Kunststoffen, die im Kreislauf verbleiben. Aber so einfach das auch klingt, so komplex ist dies in der Realit\u00e4t. Brandsma: \u201eIch vergleiche es manchmal mit einem Schachspiel, das auf sieben Brettern gleichzeitig stattfindet \u2013 und auf jedem werden Z\u00fcge gemacht\u201c. Umgem\u00fcnzt auf das Recycling bedeutet das: Alle, die am Recyclingprozess teilnehmen, die Wertstoffsammler, Sortierer und Recycler, entwickeln sich stetig weiter. Dadurch befindet sich das System in einem stetigen Wandel. Um einzelne oder gr\u00f6\u00dfere Prozessschritte zu untersuchen, verf\u00fcgt das NTCP \u00fcber eine 25 mal 20 Meter lange und 9 Meter hohe Industrie-Sortieranlage, mit welcher der gesamte Sortierprozess (bis zu 2 t\/h) simuliert werden kann. Der modulare Aufbau erlaubt es, die Einstellungen an die unterschiedlichen Testanforderungen anzupassen und genauestens zu analysieren. Auch das Zusammenspiel verschiedener Sortiertechniken kann so getestet und optimiert werden.<\/p>\n<p><strong>Neue Waschanlage<\/strong><br \/>\nDie von NTCP betriebene Sortieranlage f\u00fcllt derzeit die H\u00e4lfte der zur Verf\u00fcgung stehenden tausend Quadratmeter der Produktionsfl\u00e4che aus. Die andere H\u00e4lfte ist f\u00fcr eine neue Waschanlage reserviert, welche im August 2022 vom Kunststoffrecycling-Spezialisten Lindner Washtech installiert und in Betrieb genommen wird. Das modulare System der Anlage erm\u00f6glicht es, dass der Waschprozess in jedem einzelnen Schritt genau untersucht und quantifiziert werden kann. Freek Van Rhijn, technischer Leiter des NTCP: \u201eBald werden wir hier den gesamten Waschprozess f\u00fcr alle Materialien simulieren und optimieren k\u00f6nnen. Von der Zerkleinerung, der Trockenw\u00e4sche, der Kalt- und Hei\u00dfw\u00e4sche, der Dichtetrennung, der mechanischen und thermischen Trocknung bis hin zur Trennung mit einem Flakesortierer. Wir achten auch auf die ben\u00f6tigten Waschmittel und die Umweltauswirkungen von mehr oder weniger Wasser. Wie wirkt sich f\u00fcnf oder zehn Grad k\u00fchleres Waschen auf den Energieverbrauch aus? Was ist im Abwasser und was kostet dessen Entsorgung? Mit der neuen Waschanlage \u00fcbernehmen wir den letzten Schritt vom Sortieren bis hin zur sauberen Kunststoffflocke.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Entwicklung der neuen Kunststoff-Waschanlage arbeitete Van Rhijn mehrere Monate lang mit den Ingenieuren von Lindner Washtech eng zusammen. Harald Hoffmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Unternehmens aus Gro\u00dfbottwar (Deutschland), zeigt sich sehr erfreut, dieses Leitprojekt aktiv mitgestalten zu k\u00f6nnen. Er ist davon \u00fcberzeugt, dass die Testlinie in ihrer Gesamtheit die Recyclingindustrie enorm beeinflussen und f\u00fcr einen gro\u00dfen Entwicklungssprung sorgen wird. \u201eDas modulare System wird es bald erm\u00f6glichen, verschiedene Kunststoffarten unterschiedlichen Waschtests zu unterziehen. Das ist realisierbar, da die Module unabh\u00e4ngig voneinander in den Prozess integriert werden k\u00f6nnen. Au\u00dferdem kann jedes Waschmodul separat an die Bed\u00fcrfnisse der jeweiligen Kunststoffart und deren Verschmutzungsgrad angepasst werden. Diese Flexibilit\u00e4t schafft vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten, die es erlauben, den Prozess in jedem Schritt zu optimieren und gleichzeitig die Produktion eines hochwertigen Rezyklats zu gew\u00e4hrleisten. Forschungen und Tests wie diese leisten einen aktiven Beitrag zur Recycling-Rentabilit\u00e4t, zur Erh\u00f6hung der Recyclingquote und dem Umweltschutz\u201c, so Hoffmann.<\/p>\n<p>Zu den von Lindner Washtech gelieferten flexiblen und hoch spezialisierten Systemkomponenten z\u00e4hlen nebst der komplexen Waschanlage ein universeller Kunststoffschredder der Baureihe Antares sowie eine Nassschneidm\u00fchle. Der eigentliche Waschprozess kann mit den unterschiedlichen Waschkomponenten punktgenau auf das Inputmaterial und dessen Verschmutzungsgrad angepasst werden. Dazu stehen ein Trockenreiniger, Vorw\u00e4scher, Friktionsw\u00e4scher oder diverse Hot-Wash-Komponenten zur Verf\u00fcgung. Auch im Bereich der Trennung und Trocknung kann der Kunde auf diverse Optionen zur\u00fcckgreifen. Bei der Materialtrennung und -trocknung k\u00f6nnen verschiedene Optionen gew\u00e4hlt werden, um den optimalen Prozess f\u00fcr das jeweilige Material zu entwickeln und zu gestalten. So wird die NTCP Anlage \u00fcber einen mechanischen Trockner, einen Stufentrockner, aber auch \u00fcber eine thermische Trocknung speziell f\u00fcr Folien verf\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Unabh\u00e4ngige Beratung<\/strong><br \/>\nDa es sich beim NTCP um eine unabh\u00e4ngige Not-For-Profit-Organisation handelt, die ihre Gewinne wieder reinvestiert, werden unterschiedliche Organisationen und Interessensgruppen innerhalb der Wertsch\u00f6pfungskette des Kunststoffrecyclings gleicherma\u00dfen angesprochen. Viele nationale und auch internationale Unternehmen haben bereits ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Freek van Rhijn, der im Oktober 2019 als technischer Leiter an Bord kam, ist nicht \u00fcberrascht, dass die Auftragsb\u00fccher von NTCP von Beginn an mit Projekten gef\u00fcllt waren: \u201eWenn die Leute hierherkommen, trauen sie ihren Augen nicht. Sie stellen sich eine Art Labor mit kleinen Maschinen vor. Aber wir haben hier echte Industrieanlagen. Jeder, mit dem wir sprechen, sieht die Vorteile, die wir in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung haben.\u201c Die Auftr\u00e4ge kommen von einer Vielzahl gro\u00dfer und kleiner Parteien, darunter Sortierer, Recycler, Markeneigent\u00fcmer, Einzelh\u00e4ndler, Verpackungsunternehmen und anderen Akteuren des Kunststoffrecyclings und auch internationale Markenunternehmen haben sich bereits mit Forschungs- und Testanfragen an das NTCP gewandt.<\/p>\n<p>Auch die Lindner Washtech beabsichtigt, diese Einrichtung f\u00fcr die Weiterentwicklung ihrer Waschkomponenten und f\u00fcr die Prototyptestung zu nutzen. \u201eWir wollen die Versuchsm\u00f6glichkeiten im NTCP k\u00fcnftig auch f\u00fcr eigene Neuentwicklungen nutzen. Weiters werden wir auch daf\u00fcr sorgen, dass unsere j\u00fcngsten Innovationen f\u00fcr NTCP-Testl\u00e4ufe zur Verf\u00fcgung stehen. Letztlich profitiert die gesamte Kunststoffindustrie von Testm\u00f6glichkeiten und Anlagen in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung\u201c, meint Georg Krenn, technischer Leiter von Lindner Washtech.<\/p>\n<p>Bevorzugter Partner f\u00fcr Tests und Forschung<br \/>\nAusgehend von dem festen Ziel, die Menge an recyceltem Material zu erh\u00f6hen und die Innovation in den verschiedenen Wertsch\u00f6pfungsketten zu beschleunigen, wird das NTCP den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Direktorin Martine Brandsma sieht sogar eine herausragende Rolle f\u00fcr nachhaltige Kunststoffe auf dem europ\u00e4ischen Spielfeld voraus. \u201eWir wollen der bevorzugte Partner f\u00fcr Tests und Forschung im Bereich der Haushaltsabfallstr\u00f6me werden. Wir sind zu achtzig Prozent auf dem richtigen Weg, um das f\u00fcr 2022 gesetzte Ziel zu erreichen. In kurzer Zeit sind wir als unabh\u00e4ngiger Partner anerkannt worden und die Ergebnisse wurden auf nationaler und internationaler Ebene best\u00e4tigt und gesch\u00e4tzt. Das zeigt zum einen, dass ein enormer Bedarf vorhanden ist. Andererseits ist es eine Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass wir das Gesch\u00e4ftsmodell richtig aufgestellt haben und mit den Projekten gute Ergebnisse erzielen. Wir arbeiten hier mit einer kleinen Gruppe von Menschen. Darauf k\u00f6nnen wir also sehr stolz sein.&#8221;<br \/>\nDie komplexe und hochmoderne modulare Waschanlage von Lindner Washtech wird im August 2022 installiert und erm\u00f6glicht, jeden einzelnen Schritt des Waschprozesses im Detail zu analysieren und zu quantifizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als erstes unabh\u00e4ngiges Test- und Forschungszentrum Europas mit Anlagen nach industriellem Ma\u00dfstab hat sich das in 2018 gegr\u00fcndete NTCP&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30945,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-30929","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=30929"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30930,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/30929\/revisions\/30930"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30945"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=30929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=30929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=30929"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=30929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}