{"id":30942,"date":"2022-03-31T11:44:20","date_gmt":"2022-03-31T09:44:20","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=30942"},"modified":"2022-03-31T11:44:20","modified_gmt":"2022-03-31T09:44:20","slug":"terrassendielen-fuers-leben-aus-plastikmuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=30942","title":{"rendered":"Terrassendielen f\u00fcrs Leben \u2013 aus Plastikm\u00fcll"},"content":{"rendered":"<p>In Nordamerika wurden Reststoffe aus Kunststoff \u00fcber Jahrzehnte hinweg in gro\u00dfen Mengen exportiert. Dabei war und ist es meist effizienter, kosteng\u00fcnstiger und in jedem Fall nachhaltiger, sie im eigenen Land zu verwerten. Wie das im gro\u00dfen Stil funktionieren kann, beweist Fiberon Decking, ans\u00e4ssig in North Carolina, USA. F\u00fcr die Produktion von hochwertigen Terrassendielen aus Verbundwerkstoffen verwandeln sie Post-Consumer und Post-Industrial Kunststoffabf\u00e4lle zu Regranulat. Am Anfang ihrer Recyclinglinien stehen f\u00fcnf gro\u00dfe WEIMA Shredder, die den Plastikm\u00fcll auf eine homogene Flakegr\u00f6\u00dfe zerkleinern.<\/p>\n<p>Das Thema Recycling nimmt in den Vereinigten Staaten weiter Fahrt auf. L\u00e4ngst hat man verstanden, dass Wiederverwertung mehr bedeutet, als nur Abfalleimer am Stra\u00dfenrand zu platzieren. Man wei\u00df, dass Ressourcen endlich und teuer sind und der stetig wachsende industrielle Bedarf zunehmend abh\u00e4ngiger von m\u00f6glichst sortenreinen Abfallstr\u00f6men wird.<\/p>\n<p>Unternehmen, die ihre Produkte aus Recyclingmaterial herstellen wollen, k\u00f6nnen wiederverwertbare Stoffe von kommunalen Sammelzentren beziehen \u2013 sofern ausreichend vorhanden. Eine weitere Quelle stellen industrielle Produktionsabf\u00e4lle dar. Sie erg\u00e4nzen bzw. ersetzen bei hohen Mengen die Reststoffe aus dem Post-Consumer Bereich. Auch Fiberon Decking setzt bei der Rohstoffbeschaffung f\u00fcr ihre WPC (Wood Polymer Composites) Bretter auf ein hybrides Modell.<br \/>\nPotenziale des Recyclings nutzen<\/p>\n<p>Zur Wahrheit geh\u00f6rt aber auch, dass in den USA immer noch riesige Mengen an Abf\u00e4llen auf Deponien landen. Es gibt immer noch zu viele Einwegverpackungen, zu viel Einweggeschirr. Und keine ausgepr\u00e4gte Infrastruktur f\u00fcr Wiederverwertung. Oftmals fehlt es Firmen jedoch auch an Wissen, wie man eigene Produktionsabf\u00e4lle besser nutzbar macht. Und so landet bestens f\u00fcr Recycling geeigneter Kunststoff einfach unter der Erde.<br \/>\nDas Umdenken muss noch mehr in den K\u00f6pfen stattfinden. Statt Plastik als linearen Rohstoff zu begreifen, den man m\u00f6glichst schnell entsorgen muss, sollte man ihn innerhalb eines Kreislaufs begreifen. Ein Kreislauf, bei dem Neues entsteht. Inklusive neuer Ertrags- und Gesch\u00e4ftsmodelle.<\/p>\n<p><em>\u201cAls Land m\u00fcssen wir umdenken und das Thema Recycling noch st\u00e4rker in unseren Alltag verankern. Dazu geh\u00f6ren nicht nur Privathaushalte, sondern vor allem auch Unternehmen und dessen Produktionen. Wir wollen den Menschen mit unseren Maschinen das passende Werkzeug f\u00fcr den ersten Prozessschritt liefern, n\u00e4mlich die Zerkleinerung.\u201c<\/em><br \/>\n\u2013 Madison Burt, CEO bei WEIMA America, Inc.<\/p>\n<p>Musterbeispiel Fiberon Decking<br \/>\nIm beschaulichen New London, unweit der Metropole Charlotte in North Carolina, stellt Fiberon, gegr\u00fcndet im Jahr 1997, seine in ganz Nordamerika beliebten Compositebretter her. Daf\u00fcr verwendet das Unternehmen Kunststoffabf\u00e4lle aus Polypropylen (PP) und kombiniert diese mit Holzfasern \u2013 ebenfalls aus Reststoffquellen statt Prim\u00e4rmaterial. Das Ergebnis ist ein robustes Produkt, das nicht nur heute gut aussieht, sondern auch noch in Jahrzehnten seine Eigenschaften beh\u00e4lt. Eine regelm\u00e4\u00dfige Pflege, wie man es sonst von Holzterrassen kennt, entf\u00e4llt durch diese innovative Technologie.<\/p>\n<p><em>\u201eFiberon macht sich das Recycling zunutze. Wir vermischen recyceltes Holz und recycelte Polymere zu einem Produkt, welches ein Leben lang h\u00e4lt. Unsere Herstellungsprozesse ben\u00f6tigen zwar gro\u00dfe Mengen Wasser. Durch ein ausgekl\u00fcgeltes Kreislaufsystem k\u00f6nnen wir aber den Gro\u00dfteil filtern, s\u00e4ubern und erneut nutzen. Es geht uns hierbei nicht nur um die Kosten, sondern vor allem darum, die Umwelt nachhaltig zu sch\u00fctzen.\u201c<\/em><br \/>\n\u2013 Mike Huskey, VP of Operations bei Fiberon Decking<\/p>\n<p>WEIMA als verl\u00e4sslicher Partner<br \/>\nUm die gew\u00fcnschten Mengen an Verbundstoffen auch produzieren zu k\u00f6nnen, betreibt Fiberon in New London nicht nur eine, sondern gleich mehrere Recyclinglinien in ihren riesigen Fertigungshallen. Tagt\u00e4glich shreddern mittlerweile f\u00fcnf WEIMA Einwellen-Zerkleinerer unerm\u00fcdlich jegliche Arten von Kunststoffabf\u00e4llen, die angeliefert werden, auf eine homogene Flakegr\u00f6\u00dfe. Das zerkleinerte Material dient schlie\u00dflich als Grundlage f\u00fcr alle weiteren Prozessschritte, allen voran die Extrusion.<\/p>\n<p><em>\u201eHeutzutage wollen die meisten Unternehmen umweltbewusst agieren. Ich glaube aber, dass viele immer noch denken, dass die Erreichung nachhaltiger Ziele nur durch den Einsatz hoher Kosten m\u00f6glich ist \u2013 und das stimmt so einfach nicht. Fiberon ist das beste Beispiel daf\u00fcr, dass man gro\u00dfe Gewinne mit Abfall erzielen kann, der sonst ungenutzt bliebe.\u201c<\/em><br \/>\n\u2013 Audrey Brewer, North American Marketing Manager bei WEIMA America, Inc.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Nordamerika wurden Reststoffe aus Kunststoff \u00fcber Jahrzehnte hinweg in gro\u00dfen Mengen exportiert. 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