{"id":31502,"date":"2022-05-02T10:52:21","date_gmt":"2022-05-02T08:52:21","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=31502"},"modified":"2022-05-02T10:52:21","modified_gmt":"2022-05-02T08:52:21","slug":"plastics-europe-veroeffentlicht-neuen-report-zur-kreislaufwirtschaft-fuer-kunststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=31502","title":{"rendered":"Plastics Europe ver\u00f6ffentlicht neuen Report zur Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe"},"content":{"rendered":"<p>Der europ\u00e4ische Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe hat nun die zweite Auflage des Reports \u201eCircular Economy for Plastics \u2013 A European Overview\u201c ver\u00f6ffentlicht. Darin enthalten ist ein detaillierter Bericht zu den Kunststoffstr\u00f6men in Europa, konkret zu Erzeugung, Verarbeitung, Verbrauch, Abfallbewirtschaftung und Wiederverwertung sowie dem Einsatz von recycelten Kunststoffen in Europa im Jahr 2020.<br \/>\nDie Ergebnisse dienen als Grundlage f\u00fcr den weiteren Dialog mit wichtigen Partnern und Beteiligten. Zugleich sind sie wertvolle Datenbasis f\u00fcr das Vorantreiben einer zirkul\u00e4ren, klimaneutralen Kunststoffindustrie. Trotz positiver Entwicklungen weist der Bericht auf die Notwendigkeit hin, den Fortschritt zum Erreichen einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen.<br \/>\nNach der j\u00fcngsten Ver\u00f6ffentlichung des Berichts \u201cReShaping Plastics\u201d von SYSTEMIQ und den von Plastics Europe angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen zur Beschleunigung des \u00dcbergangs des europ\u00e4ischen Kunststoffsystems in eine zirkul\u00e4re und CO2-neutrale Zukunft bietet dieser neue Report den Status quo in Europa in Bezug auf den Lebenszyklus von Kunststoffen und die aktuelle Situation beim Recyclingniveau und Rezyklatanteil.<\/p>\n<p><strong>Die Ergebnisse im Detail<\/strong><br \/>\nIn Anbetracht der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Bedingungen im Jahr 2020, Stichwort Corona, stieg die Erzeugung von Post-Consumer-Recycling-Kunststoffen um zw\u00f6lf Prozent im Vergleich zu 2018. Ihre Verwendung in neuen Produkten nahm um 15 Prozent zu und erreichte einen Wert von 4,6 Millionen Tonnen \u2013 und setzte damit den Trend zu mehr Kreislauff\u00fchrung bei Kunststoffen. Der Report stellt heraus, dass die Menge an Kunststoffabf\u00e4llen, die Recycling-Einrichtungen zugef\u00fchrt wurden, um bis zu acht Prozent im Vergleich zu 2018 stieg und eine Recyclingrate von 35 Prozent erreicht wurde. Dennoch landeten europaweit immer noch 65 Prozent der Kunststoffabf\u00e4lle auf Deponien oder wurden f\u00fcr die Energier\u00fcckgewinnung genutzt.<\/p>\n<p><strong>Spotlight Verpackung<\/strong><br \/>\nDem Bericht zufolge liegt bei den Kunststoffverpackungen die Recyclingquote f\u00fcr Europa bei 46 Prozent (nach der fr\u00fcheren Berechnungsmethode der Richtlinie \u00fcber Verpackungen und Verpackungsabf\u00e4lle), verglichen mit 42 Prozent im Jahr 2018. Gleichsam ermutigend sind die Zahlen f\u00fcr den Rezyklatanteil: Hier ist die Menge an recycelten Kunststoffen, die in Kunststoffverpackungen eingesetzt werden, zwischen 2018 bis 2020 um 43 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p><strong>Es braucht den Turbo<\/strong><br \/>\nDie Daten aus dem Jahr 2020 weisen in eine positive Richtung. Zugleich zeigt der Bericht, dass k\u00fcnftige Fortschritte noch schneller erzielt werden m\u00fcssen, um die mittel- und langfristigen Ziele zur Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Die Kunststoffindustrie unterst\u00fctzt einen schnellen Systemwandel, etwa durch hohe Investitionen in neue Technologien. So planen die europ\u00e4ischen Kunststofferzeuger bis zum Jahr 2030 rund 7,2 Milliarden Euro in die F\u00f6rderung des Chemischen Recyclings als Komplement\u00e4roption zum mechanischen Recycling zu stecken.<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen anpacken<\/strong><br \/>\nZus\u00e4tzlich wird im Bericht die Datenl\u00fccke zwischen den Zahlen zum Kunststoffverbrauch und zur Abfallsammlung hervorgehoben. Sie erkl\u00e4rt sich unter anderem durch die noch im Gebrauch befindlichen, langlebigen Kunststoffprodukte. Plastics Europe und seine Mitglieder arbeiten eng mit der Wertsch\u00f6pfungskette zusammen, um weitere Gr\u00fcnde zu untersuchen und Abfallstr\u00f6me noch zielgenauer zu analysieren.<br \/>\nAbschlie\u00dfend best\u00e4tigt der Bericht die Ergebnisse des \u201eReShaping Plastics\u201c-Reports, dass zur schnelleren Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft die enge Zusammenarbeit mit den Partnern der Wertsch\u00f6pfungskette und ein neuer politischer Rahmen, der einen st\u00e4rkeren Anreiz f\u00fcr Investitionen und Innovationen setzt, essenziell sind.<\/p>\n<p>Virginia Janssens, Managing Director von Plastics Europe, erkl\u00e4rt: \u201eDer neue Report ist ein wertvoller Beitrag, um die Dynamik der Kunststoffstr\u00f6me in Europa besser zu verstehen. Wir glauben, dass er eine solide Grundlage f\u00fcr einen intensiveren Dialog mit unseren Partnern sein wird. Unsere Industrie erkennt an, dass ein schnellerer Systemwandel erforderlich ist, um mehr Kreislauff\u00e4higkeit zu erreichen \u2013 insbesondere da die Kreislaufwirtschaft selbst der wirksamste Hebel f\u00fcr eine kurz- und mittelfristige Reduzierung der Emissionen ist.\u201c<br \/>\nDr. Markus Steilemann, Pr\u00e4sident von Plastics Europe, erg\u00e4nzt: \u201eUm die Reise unserer Industrie hin zu einer umfassenden Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen, brauchen wir ein ganzheitliches Instrumentarium. So erfordert ein effizienteres Recycling eine Verbesserung bei der Sammlung und Sortierung von gebrauchten Kunststoffen. Und bevor Kunststoffe zu einem Produkt verarbeitet werden, m\u00fcssen sie bestm\u00f6glich f\u00fcr das Recycling gestaltet sein, w\u00e4hrend f\u00fcr ihre Herstellung kohlenstoffarme Rohstoffe ben\u00f6tigt werden. So k\u00f6nnen wir eine tiefgreifende Systemver\u00e4nderung mit Dominoeffekten in unserer gesamten Wertsch\u00f6pfungskette erreichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der europ\u00e4ische Verband der Kunststofferzeuger Plastics Europe hat nun die zweite Auflage des Reports \u201eCircular Economy for Plastics \u2013 A European Overview\u201c&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31503,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-31502","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=31502"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31502\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31504,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/31502\/revisions\/31504"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/31503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=31502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=31502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=31502"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=31502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}