{"id":31992,"date":"2022-05-27T11:17:07","date_gmt":"2022-05-27T09:17:07","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=31992"},"modified":"2022-05-27T11:17:07","modified_gmt":"2022-05-27T09:17:07","slug":"das-dutzend-ist-voll-arburgxvision-sendung-ueber-kunststoffe-und-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=31992","title":{"rendered":"Das Dutzend ist voll! arburgXvision-Sendung \u00fcber Kunststoffe und Recycling"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Topthema: Experten diskutieren das Thema \u201eInnovationstreiber Kunststoff \u2013 neue Materialien und was sie bringen!\u201c<\/strong><\/li>\n<li><strong>Live-Chat: Spannende Fragen rund um Recycling, <\/strong><strong>Nachhaltigkeit und Energiekosten<\/strong><\/li>\n<li><strong>Tolle Resonanz: \u00dcber 1.000 Zuschauer live, weitere 1.600 im Follow-up<\/strong><em><br \/>\n<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Spannend, informativ, ein wenig \u00fcberraschend: So l\u00e4sst sich die zw\u00f6lfte arburgXvision-Sendung kurz beschreiben. In deren Rahmen diskutierten am 19. Mai 2022 Peter Barlog, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Barlog Plastics GmbH, Gerhard B\u00f6hm, Arburg-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Vertrieb und Service, und Dr.-Ing. Philipp Kloke, Application and Process Development bei Arburg, das Thema \u201eInnovationstreiber Kunststoff \u2013 neue Materialien und was sie bringen!\u201c. In dem Zusammenhang wurde auch viel \u00fcber Recycling, Nachhaltigkeit und Energieprobleme gesprochen. Aber weil ja alles mit allem zusammenh\u00e4ngt, sind diese Themen so eng miteinander verkn\u00fcpft, dass man sie schwerlich voneinander trennen kann.\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>In den sozialen Medien verfolgten \u00fcber 1.000 Zuschauer die Live-Sendung, die bereits kurz nach Ausstrahlung in der Mediathek abgerufen werden konnte. Im Follow-up (Stand 23.05.2022) nutzten rund 1.600 Interessierte die Gelegenheit, sich auf der Event-Website oder in den Social-Media-Kan\u00e4len die Sendung im Nachgang anzuschauen. Die Zahlen zusammen mit den spannenden Zuschauerfragen belegen, dass es auch bei dieser arburgXvision-Sendung wieder um ein Top-Thema ging, das die Kunststoffwelt bewegt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Wie umgehen mit neuen Materialien?<\/strong><\/p>\n<p>Dass eine Welt ohne Kunststoff nicht mehr denkbar ist, ist unstrittig. Aber, und darin waren sich alle Teilnehmer einig, es m\u00fcsse weiterhin einiges getan werden, um in Zukunft trotzdem noch vern\u00fcnftiger und sparsamer mit dem Wertstoff Kunststoff umzugehen. Gerhard B\u00f6hm brachte es auf den Punkt: \u201eKunststoffe verrotten nun mal nicht.\u201c Sein L\u00f6sungsansatz ist, dass ein Kunststoff nur so viel k\u00f6nnen soll wie er f\u00fcr das entsprechende Produkt k\u00f6nnen muss. Erg\u00e4nzend f\u00fcgte Dr.-Ing. Philipp Kloke hinzu, dass man Kunststoff gezielt dort einsetzen soll, wo er wirklich gebraucht wird.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Im Brennpunkt: Rezyklate und Energie<\/strong><\/p>\n<p>Und schon war man beim Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt und mittlerweile, so die \u00dcberzeugung der Diskutierenden, bei Politik, Gesellschaft und Industrie angekommen ist.<\/p>\n<p>Eine Live-Umfrage im Rahmen der Sendung zeigte, dass bei 32 Prozent der Betrieb Rezyklate, bei 40 Prozent Mahlgut und bei zehn Prozent Biokunststoffe eingesetzt werden. Inzwischen, so Peter Barlog, \u00fcbertreffe die Nachfrage nach Rezyklaten das Angebot bei weitem. Grund daf\u00fcr sind nat\u00fcrlich auch die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage. Die knapper werdenden Rohstoffe gekoppelt mit den steigenden Rohstoff- und Energiepreisen w\u00fcrden Recycling momentan attraktiv machen. Die Krise also als Chance? Nur bedingt. Denn immer noch kostet das Post-Consumer-Material fast doppelt so viel wie Virgin-Material. Und das bezahle kaum jemand.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Praxisbeispiel aus Lo\u00dfburg: FDC-Verfahren<\/strong><\/p>\n<p>Wie man mit neuen Verfahren wirtschaftlich und nachhaltig produzieren kann, erl\u00e4uterte Manuel W\u00f6hrle, Gruppenleiter Industries, eindrucksvoll bei der Schalte in die Arburg-Zentrale nach Lo\u00dfburg. Er stellte das FDC-Verfahren (Faser-Direkt-Compoundieren) vor, bei dem Fasern individuell zugeschnitten und direkt der Schmelze zugef\u00fchrt werden. Damit lie\u00dfen sich nicht nur CO<sub>2<\/sub>-Emmisionen und Logistikaufwand reduzieren, die Bauteile werden auch um bis zu 30 Prozent leichter und, je nach Anwendung, k\u00f6nnen bei den Materialkosten 40 bis 60 Prozent eingespart werden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>M\u00e4chtig was los im Live- Chat\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Thema und Diskussion trafen wohl exakt den Nerv der Zuschauenden. \u201eIm Chat ist die H\u00f6lle los\u201c, stellte Moderator Guido Marschall begeistert fest, um Fragen an die G\u00e4ste weiterzugeben.<\/p>\n<p>In erster Linie besch\u00e4ftige die Teilnehmenden Versorgungs- und Kostenfragen. In Sachen Lieferketten, so Peter Barlog, m\u00fcsse jeder Betrieb f\u00fcr sich selbst die beste L\u00f6sung finden. Dr.-Ing. Philipp Kloke brachte den regionalen und damit auch preisg\u00fcnstigeren Aspekt ins Spiel: \u201eRegional denken beim Einsammeln und Verwerten.\u201c Hierbei k\u00f6nne ein digitaler Produktpass helfen. Viele Fragen sind aber noch ungel\u00f6st. Auch die, was man mit Kunststoffen machen soll, die nicht recycelbar sind. \u201eAuf keinen Fall ins Meer oder die Fl\u00fcsse kippen und nicht verbuddeln\u201c, bezog Gerhard B\u00f6hm klar Stellung. Es gibt, das wurde klar, beim Thema Recycling keine einfachen und schon gar keine pauschalen Antworten. \u201eNat\u00fcrlich\u201c, so Peter Barlog \u201ew\u00e4re es ideal, wenn man aus jeder PET-Flasche auch wieder eine PET-Flasche machen k\u00f6nnte.\u201c Es ist ein langer Weg bis dahin.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Nachhaltigkeit nicht nur f\u00fcr Besserverdiener<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr eine wirkliche Ver\u00e4nderung brauche es Geduld, politische Unterst\u00fctzung und die Bereitschaft der Verbraucher. Aber, bei all den aktuell noch hohen Kosten: \u201eNachhaltigkeit darf kein Privileg f\u00fcr Besserverdiener sein\u201c, mahnte Peter Barlog. Die Akzeptanz in der Gesellschaft zu mehr Recycling sei da und auch die Industrie sei bereiter als je zuvor. Es bleibt dennoch eine Mammutaufgabe.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Ausblick und eine \u00fcberraschende Ank\u00fcndigung<\/strong><\/p>\n<p>Zum Ende der kurzweiligen 60 Minuten gab Gerhard B\u00f6hm noch einen kurzen Ausblick auf die Arburg Technologie-Tage in Lo\u00dfburg vom\u00a022. bis\u00a025. Juni 2022, bei denen Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und auch Digitalisierung zentrale Themen sein werden. Mit einer echten \u00dcberraschung sorgte schlie\u00dflich noch Peter Barlog f\u00fcr ein \u201eAha\u201c-Erlebnis in der Studiorunde. F\u00fcr die K 2022 in D\u00fcsseldorf (19.- 26.10.) hat sich Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Gr\u00fcne) schon jetzt angesagt. Er sei der erste hochrangige und namhafte deutsche Politiker, der die gr\u00f6\u00dfte Kunststoffmesse besuchen will.<\/p>\n<p><strong>Die n\u00e4chste Sendung kommt bestimmt<\/strong><\/p>\n<p>Mit illustren G\u00e4sten wird schon knapp vier Wochen vor der K 2022 Guido Marschall wieder auf Sendung sein. Genauer Termin ist der 22. September 2022. Wer die bisherigen Sendungen noch nicht gesehen hat, sie sind jederzeit in der Mediathek der Website \u201e<a href=\"http:\/\/www.arburgxvision.com\">www.arburgxvision.com<\/a> abrufbar. Es lohnt sich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spannend, informativ, ein wenig \u00fcberraschend: So l\u00e4sst sich die zw\u00f6lfte arburgXvision-Sendung kurz beschreiben. 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