{"id":32065,"date":"2022-06-09T09:12:46","date_gmt":"2022-06-09T07:12:46","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=32065"},"modified":"2022-06-09T09:12:46","modified_gmt":"2022-06-09T07:12:46","slug":"oechsler-gruppe-schliesst-geschaeftsjahr-2021-trotz-zahlreicher-krisen-zufriedenstellend-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=32065","title":{"rendered":"OECHSLER-Gruppe schlie\u00dft Gesch\u00e4ftsjahr 2021 trotz zahlreicher Krisen zufriedenstellend ab"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Wachstum in den Bereichen Automotive und Innovative Solutions, Umsatzr\u00fcckgang bei Sporting Goods \u2013 Konzernumsatz sinkt leicht um 2,4 Prozent auf 369 Millionen Euro<\/strong><\/li>\n<li><strong>OECHSLER investiert 2022 insgesamt 55 Millionen Euro und stellt damit Weichen f\u00fcr nachhaltiges Wachstum in den kommenden Jahren<\/strong><\/li>\n<li><strong>Bereits 2022 leichtes Umsatzplus erwartet dank Wachstumsimpulsen aus den Produktportfolien Additive Manufacturing, Aktuatorik und Healthcare<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der OECHSLER-Konzern, eine f\u00fchrende Unternehmensgruppe der Kunststofftechnik mit globaler Pr\u00e4senz und Hauptsitz in Ansbach\/Mittelfranken, hat das stark von der anhaltenden Corona-Pandemie sowie von rasant gestiegenen Rohstoffpreisen gepr\u00e4gte Gesch\u00e4ftsjahr 2021 zufriedenstellend abgeschlossen. Weitere signifikante Fortschritte erzielte der fr\u00e4nkische Mittelst\u00e4ndler beim Ausbau des Additive Manufacturing als zweiter Fertigungstechnologie neben dem Kunststoff-Pr\u00e4zisionsspritzguss. Unter anderem mit Specialized hat OECHSLER in dem wachsenden Produktsegment weitere renommierte Kunden neben der bestehenden Partnerschaft mit einem f\u00fchrenden Sportartikelhersteller gewonnen. Der Konzernumsatz sank insbesondere aufgrund des mehrw\u00f6chigen pandemiebedingten Lockdowns in S\u00fcdostasien und des daraus resultierenden R\u00fcckgangs im Gesch\u00e4ft mit Sporting Goods leicht um 2,4 Prozent auf 369 (2020: 378) Millionen Euro.<\/p>\n<p>Trotz eines von \u00fcberregionalen Krisen gepr\u00e4gten Marktumfelds sieht das Management erneut signifikante Wachstumschancen f\u00fcr OECHSLER als marktgetriebener Entwickler und Hersteller technologisch komplexer Baugruppen sowie durch die Erschlie\u00dfung neuer Produkt- und Kundensegmente. Insbesondere durch die wachsende Bedeutung von Marktsegmenten wie dem autonomen Fahren und die Akquise von Neuprojekten erwartet das Unternehmen 2022 wieder steigende Ums\u00e4tze und bereits 2023 wieder zweistellige Wachstumsraten erreichen zu k\u00f6nnen. Im Bereich des autonomen Fahrens hat OECHSLER vor Kurzem einen Entwicklungsauftrag f\u00fcr die Aktuatorik einfahrbarer PKW-Lenkr\u00e4der erhalten, welche f\u00fcr Level 4 zum Einsatz kommen sollen.<\/p>\n<p><strong>Umsatz im Bereich Automotive steigt trotz weltweiter Krisen zweistellig<\/strong><\/p>\n<p>Die Gruppe ist in den Gesch\u00e4ftsbereichen Automotive, Sporting Goods und Innovative Solutions an drei deutschen und weltweit sieben Produktionsstandorten aktiv. Im zur\u00fcckliegenden Jahr hat sich der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Bereich Automotive mit einem Umsatzplus von 10 Prozent auf 257 Millionen Euro am besten entwickelt. Hier produziert OECHSLER vor allem elektronische Parkbremsen (EPB) und Assistenzsysteme f\u00fcr autonomes Fahren. Grund f\u00fcr das zweistellige Wachstum war insbesondere ein dynamisches Umsatzwachstum im ersten Halbjahr. F\u00fcr positive Wachstumsimpulse sorgte zudem ein neuer Gro\u00dfauftrag eines f\u00fchrenden Automobilzulieferers f\u00fcr die Serienfertigung von Komponenten im Metallspritzgussverfahren. OECHSLER erweitert damit sein Materialportfolio \u00fcber Kunststoff- und Keramik- hinaus um Metallspritzguss. Die zweite Jahresh\u00e4lfte verlief durch den Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie nicht so gut wie erwartet. Insbesondere der Mangel an Halbleitern und Rohstoffen stellte die Branche und somit auch OECHSLER vor gro\u00dfe Herausforderungen.<\/p>\n<p>Im Gesch\u00e4ftsbereich Innovative Solutions erreichte OECHSLER ebenfalls Wachstum. Die Ums\u00e4tze des Bereichs legten um 14 Prozent auf 41 Millionen Euro zu. Treiber der positiven Entwicklung war insbesondere die anziehende Nachfrage nach Komponenten f\u00fcr Solaranlagen. Nicht mehr enthalten sind in den Ums\u00e4tzen die Erl\u00f6se aus dem Gesch\u00e4ft mit Sporting Goods. Diese werden seit 2021 gesondert ausgewiesen.<\/p>\n<p><strong>Lockdown in S\u00fcdostasien belastet Gesch\u00e4ftsbereich Sporting Goods<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz des Gesch\u00e4ftsbereichs Sporting Goods ging im Vorjahresvergleich um 35 Prozent auf 71 Millionen Euro zur\u00fcck. Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang ist unter anderem der Corona-bedingte Lockdown in S\u00fcdostasien im dritten Quartal, in dessen Folge OECHSLER sein Werk in Long An (Vietnam) zwei Monate schlie\u00dfen musste. Neue und erfolgreiche Produktpartnerschaften im 3D-Druck, wie etwa mit einem f\u00fchrenden Outdoor-Spezialisten bei der Entwicklung und Serienfertigung von R\u00fcckenpolstern f\u00fcr ein neues Rucksack-Modell sowie mit dem Fahrradhersteller Specialized bei der Entwicklung und Serienfertigung eines neuen Premium-Sattels, haben die Folgen der tempor\u00e4ren Werksschlie\u00dfung im Berichtsjahr nicht kompensieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>OECHSLER investiert massiv in den Ausbau der additiven Fertigung<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt hat die Bedeutung der additiven Fertigung innerhalb der OECHSLER-Gruppe in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Der Anteil des Produktportfolios am Gruppen-Umsatz liegt weiterhin bei \u00fcber 10 Prozent. OECHSLER investiert zudem massiv in den Ausbau der Produktionskapazit\u00e4ten des Gesch\u00e4ftsbereichs: Die Standorte Ansbach-Brodswinden sowie Taicang (China) werden im Laufe des Jahres mit Investitionen in H\u00f6he eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags erweitert.<\/p>\n<p>F\u00fcr 2022 plant OECHSLER insgesamt Investitionen in H\u00f6he von rund 55 Mio. Euro, davon hat das Unternehmen im ersten Quartal bereits 20 Millionen Euro und damit bereits mehr als im gesamten Berichtsjahr 2021 investiert. Trotz sich weltweit \u00fcberlagernder politischer und makro\u00f6konomischer Krisen weitet das Unternehmen seine Investitionst\u00e4tigkeit gegen\u00fcber dem Vorjahr damit deutlich aus. Bei einer sehr soliden Eigenkapitalquote in H\u00f6he von 60 Prozent belief sich das Gesamtinvestitionsvolumen in 2021 auf knapp 20 (2020: 16) Millionen Euro, hiervon entfielen 13 (2020: 11) Millionen Euro auf das Inland.<\/p>\n<p><strong>OECHSLER investiert in Projekte zur Reduzierung seiner CO\u00b2-Emissionen <\/strong><\/p>\n<p>Ein Schwerpunkt der get\u00e4tigten Investitionen lag in Projekten zur Reduzierung der CO\u00b2-Emissionen des Unternehmens. Soweit m\u00f6glich bezieht OECHSLER an allen Standorten nur noch Strom aus regenerativen Quellen. Wo das &#8211; wie an den Standorten in China, Vietnam und Mexiko &#8211; nicht m\u00f6glich ist, hat das Unternehmen in die Errichtung eigener Photovoltaik-Anlagen investiert. Vorreiter in der Nachhaltigkeitsoffensive von OECHSLER ist der Standort Wei\u00dfenburg. Dort wird der Mittelst\u00e4ndler rund anderthalb Millionen Euro in eine eigene Solar-Anlage investieren. Der Bau ist ein Ergebnis eines gemeinsam mit Bosch Climate Solutions (BCS) durchgef\u00fchrten Pilotprojekts. Im Jahr 2022 werden in diesem Zusammenhang die weltweiten Scope-3-Emissionen erfasst: Sie umfassen neben dem eigenen Aussto\u00df (Scope 1) auch die CO\u00b2-Emissionen durch eingekaufte Energie (Scope 2) sowie die Emissionen in der vor- und nachgelagerten Lieferkette.<\/p>\n<p>Dr. Claudius M. Kozlik, Vorstandsvorsitzender (CEO) der OECHSLER AG, betonte anl\u00e4sslich der Vorlage des Jahresergebnisses: \u201eDie H\u00f6he der CO\u00b2-Emissionen ist f\u00fcr OECHSLER mittlerweile eine erfolgskritische Kennzahl. Die Emissionen pro gefertigter Komponente spielen im Wettbewerb um Gro\u00dfauftr\u00e4ge eine immer entscheidendere Rolle. Neben unserer gesellschaftlichen Verantwortung bekommt die Reduktion der Treibhausgase somit auch f\u00fcr den unternehmerischen Erfolg von OECHSLER eine immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Mit dem Verlauf unseres Gesch\u00e4ftsjahres 2021 sind wir angesichts der zahlreichen weltweiten Krisen zufrieden. Dank unseres diversifizierten Kundenportfolios sowie unserer breiten geographischen Pr\u00e4senz in Europa, Asien und in der nordamerikanischen Freihandelszone USMCA sind unsere Ums\u00e4tze 2021 stabil geblieben. Bereits 2022 erwarten wir insgesamt wieder steigende Konzernums\u00e4tze und sehen mittelfristig erhebliche Wachstumschancen \u2013 nicht zuletzt aufgrund vielversprechender Neuprojekte im 3D-Druck.\u201c<\/p>\n<p>Auf dem Gesundheitsmarkt sieht OECHSLER in Zukunft relevante Wachstumschancen. Neben dem Aufbau von Fachpersonal hat das Unternehmen 2021 den Ausbau der Healthcare-Kapazit\u00e4ten am Standort Ansbach beschlossen. In Ansbach entstehen in den kommenden Jahren neue Reinraumkapazit\u00e4ten im Umfang von 2.500 m\u00b2 der ISO Klassen 7 und 8. Sie erm\u00f6glichen OECHSLER in Zukunft bei der Entwicklung und Produktion von Medizinprojekten h\u00f6chste Anforderungen zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><strong>Steigende Energie- und Rohstoffkosten sorgen f\u00fcr Belastung<\/strong><\/p>\n<p>Der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten hat OECHSLER im Gesch\u00e4ftsjahr 2021 belastet und diese Entwicklung setzt sich fort: Der Spritzgussspezialist ben\u00f6tigte f\u00fcr die Produktion im Inland im Jahr 2021 \u00fcber 21 Gigawattstunden Strom. Der Anstieg der Strompreise wirkt sich entsprechend negativ auf die Profitabilit\u00e4t von OECHSLER aus.<\/p>\n<p>Michael Meyer, Vorstand Finanzen (CFO) der OECHSLER AG, sagte: \u201eOECHSLER ist aktuell mit gro\u00dfen Herausforderungen auf seinen globalen M\u00e4rkten konfrontiert. Die Rohstoff- und Energiekosten sind im Rahmen des Ukraine-Kriegs sowie der Corona-Pandemie in den vergangenen Jahren regelrecht explodiert. Gleichzeitig ist die globale Automobilproduktion seit 2019 erheblich gesunken und befindet sich im technologischen Wandel. Angesichts dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen gilt es, unsere eigene Kostenbasis st\u00e4ndig zu optimieren und dabei gleichzeitig unserer gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund sind unsere Besch\u00e4ftigtenzahlen im vergangenen Jahr moderat r\u00fcckl\u00e4ufig gewesen. Wir haben dabei ganz bewusst ausschlie\u00dflich auf nat\u00fcrliche Fluktuation und einvernehmliche L\u00f6sungen gesetzt und werden das auch k\u00fcnftig im Sinne eines Transformationsprozesses so handhaben. Unter Transformation verstehen wir, dass wir auch in vielen Bereichen Mitarbeiter suchen oder bevorzugt intern weiterqualifizieren \u2013 wie beispielsweise in Entwicklung, Vertrieb und Einkauf.\u201c<\/p>\n<p>Der OECHSLER-Konzern geh\u00f6rt mit der OECHSLER AG im Bereich der produzierenden Industrie zu den 15 gr\u00f6\u00dften Arbeitgebern in Mittelfranken. Im Jahresmittel waren 2.965 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei OECHSLER besch\u00e4ftigt, das sind 35 weniger als im Vorjahr. Hiervon waren rund 1.360, darunter mehr als 70 Auszubildende (Vorjahr: 80), an den Standorten von OECHSLER in Ansbach, Wei\u00dfenburg (OECHSLER AG) sowie Ansbach-Brodswinden (OECHSLER Motion GmbH) t\u00e4tig \u2013 und damit rund 35 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der OECHSLER-Konzern, eine f\u00fchrende Unternehmensgruppe der Kunststofftechnik mit globaler Pr\u00e4senz und Hauptsitz in Ansbach\/Mittelfranken&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":31536,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-32065","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32065"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32066,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32065\/revisions\/32066"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/31536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32065"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=32065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}