{"id":32075,"date":"2022-06-09T09:50:59","date_gmt":"2022-06-09T07:50:59","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=32075"},"modified":"2022-06-09T09:50:59","modified_gmt":"2022-06-09T07:50:59","slug":"innonet-work-additive-fertigung-von-der-individuellen-zur-industriellen-anwendung-mit-live-vorfuehrung-holimaker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=32075","title":{"rendered":"INNONET work \u201eAdditive Fertigung \u2013 von der individuellen zur industriellen Anwendung mit Live-Vorf\u00fchrung HoliMaker&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\nINNONET Kunststoff setzt nach Coronapause erfolgreiche 3D-Serie fort. F\u00fcnf interessante Pr\u00e4sentationen unter Moderation von INNONET Steuerkreismitglied Prof. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen zogen knapp 40 Teilnehmer in die INNONET Heimat Plastics InnoCentre im Horber Innovationspark. Die Additive Fertigung &#8211; von der individuellen zur industriellen Anwendung sollte einen \u00dcberblick \u00fcber den aktuellen internationalen Stand anhand konkreter Beispiele von &#8220;Trendsettern&#8221; aus der Industrie geben und Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine freundschaftlich-kontroverse Diskussion geben. Neben den INNONET Partnern Borgware GmbH, cirp GmbH und dem internationalen Player 3D Formtech Oy aus Finnland pr\u00e4sentierte sich auch das netzwerkexterne Unternehmen 3D Industrie GmbH. Besonderes Highlight war die Live-Pr\u00e4sentation des HoliMaker, bei der nostalgische Gedanken in Richtung der Arburg C4 aufkamen &#8211; die 1960 Grundlage des gesch\u00e4ftlichen Erfolges des Unternehmens war.<\/strong><\/p>\n<p>Additive Fertigung ist einer der Megatrends in der Industrie. Binnen k\u00fcrzester Zeit haben sich neue Technologien und Prozesse entwickelt, die an der Schwelle zur Massenfertigung stehen. Prof. Steffen Ritter lieferte einen einleitenden \u00dcberblick und stellte die einzelnen 3D-Verfahrenstechniken mit dem von ihm entwickelten Field Guide vor. &#8220;Die Technologie steht im Vergleich zu anderen Produktionsverfahren noch am Anfang. Hinsichtlich der m\u00f6glichen Materialien und Prozessen, insbesondere f\u00fcr qualitativ hochwertig reproduzierbare Teile, wird die Zukunft noch viel bringen&#8221;, so Ritter.<\/p>\n<p>Als erster Referent stellte Toni J\u00e4rvitalo von 3D Formtech Oy aus Finnland dar, dass Metall- und Kunststoffdruck immer n\u00e4her aneinanderr\u00fccken und dass gerade in dieser Hinsicht \u00fcbergreifende Dienstleistungsangebote notwendig sind. &#8220;Eine vorausschauende Planung von Design und Material kann zu signifikanten Kosteneinsparungen f\u00fchren&#8221;, so J\u00e4rvitalo, der zudem \u00fcberzeugende Anwendungsbeispiele pr\u00e4sentierte.<\/p>\n<p>Unisono best\u00e4tigten alle Referenten, dass die 3D-Welt gegen\u00fcber den herk\u00f6mmlichen Herstellprozessen wie Blechbearbeitung, spanende Metallverarbeitung sowie Metallguss und der sp\u00e4ter entstandenen Kunststoff-Spritzgusstechnik ein relativ junges &#8220;Technikkind&#8221; sei, bei der ein enormes Zukunftspotential in den H\u00e4nden der aktuellen und k\u00fcnftigen Anwender liegt!<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr eine erfolgreiche Integration von 3D-Druck-Verfahren in die Unternehmenskonstellation ist jedoch die Kenntnis der verschiedenen Verfahren und deren Vor- und Nachteile untereinander und gegen\u00fcber herk\u00f6mmlicher Produktionsverfahren. Aktuelle Technologien und Ger\u00e4te sind funktionsf\u00e4hig und k\u00f6nnen die Anspr\u00fcche an 3D-gedruckte Produkte durchgehend erf\u00fcllen. &#8220;Die Herausforderung wird die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit mit Schwerpunkt Produktionsgeschwindigkeit, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Ressourceneffizienz sein&#8221;, so Alexander Brock von der cirp GmbH, der die Ergebnisse der langj\u00e4hrigen Forschungsarbeit seines Unternehmens anhand anschaulicher Anwendungsbeispiele darstellen konnte.<\/p>\n<p>Unternehmen, die in ihrer Produktion und Produktentwicklung 3D-Technologien aufzunehmen planen, ist dringend anzuraten, sich auf Spezialisten zu konzentrieren, die die bisherigen Prozesse mit aktuellen Materialien beherrschen und zu einer kontinuierlichen Qualit\u00e4t bringen k\u00f6nnen. \u201eAlleine k\u00f6nnen Anwender ohne tiefgreifende Kenntnisse an den M\u00f6glichkeiten des 3D-Druckes schnell scheiter&#8221;, betonte Johannes Lutz von der 3D Industrie GmbH.<\/p>\n<p>Wichtig ist insbesondere, den vollst\u00e4ndigen Prozess von &#8220;Design-for-3D&#8221;, Auswahl der Drucktechnologie, Integration von Konstruktionsparametern wie Produktfunktionalit\u00e4t, Leichtbau sowie nachgelagerte Veredlungsprozesse wie Reinigen, Schleifen, W\u00e4rmebehandeln, Refining- und Oberfl\u00e4chentechnik in eine Gesamtbetrachtung zu integrieren. Gerade bei den nachgelagerten Prozessen k\u00f6nnen mehr als 60% der Teilekosten entstehen. Klar ist, dass es f\u00fcr erfahrene 3D-Druckanwender heute Komplettl\u00f6sungen f\u00fcr Design, Drucktechnologie, Nachbereitung und Finishing gibt. Die Ausf\u00fchrungen konnte Rudolf Kurz von der Borgware GmbH mit einschl\u00e4gigen Beispielen verdeutlichen.<\/p>\n<p>Zum Schluss der Veranstaltung und beim gemeinsamen Networking wurde erstmals in Deutschland eine Live-Vorf\u00fchrung des HoliMaker im Plastics InnoCentre durchgef\u00fchrt. Vivien Salamone, Miterfinder und -gr\u00fcnder des franz\u00f6sischen Start-ups &#8220;HoliMaker&#8221;, begeisterte die Teilnehmer mit einer professionellen Demonstration der technischen M\u00f6glichkeiten seines manuellen Spritzguss- und Recyclingger\u00e4tes &#8211; mit Unterst\u00fctzung von Udo Eckloff, der die Projektberatung und Import der Ger\u00e4te in Deutschland \u00fcbernimmt. Dabei waren die anwesenden Unternehmen angetan von den M\u00f6glichkeiten des Systems in Produkt- und Prozessentwicklung zu integrieren. Automatische Temperatursteuerung, manuelle Einspritz- und Nachdruck der Schmelze sowie einfache Handhabung des Systems \u00fcberzeugten die Audienz insbesondere auch im Bereich der Kleinfertigung.<\/p>\n<p><strong>Hintergrund INNONET Kunststoff<\/strong><\/p>\n<p>Mit \u00fcber 100 Mitgliedern z\u00e4hlt das INNONET Kunststoff l\u00e4ngst zu den mitgliederst\u00e4rksten und am schnellsten wachsenden Unternehmensnetzwerken im S\u00fcden Deutschlands. Es vernetzt nicht nur die Unternehmen entlang der gesamten Kunststoff-Werkstoffkette, sondern b\u00fcndelt auch die Kompetenzen seiner Mitglieder f\u00fcr gemeinsame und zukunftsweisende Projekte: Mit dem Plastics InnoCentre im Horber Innovationspark organisiert das Netzwerk dar\u00fcber hinaus ein kunststoffaffines Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum f\u00fcr alle denkbaren Veranstaltungsformate.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>INNONET Kunststoff setzt nach Coronapause erfolgreiche 3D-Serie fort. 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