{"id":32312,"date":"2022-06-29T14:05:16","date_gmt":"2022-06-29T12:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=32312"},"modified":"2022-06-29T14:05:16","modified_gmt":"2022-06-29T12:05:16","slug":"lieferketten-des-maschinen-und-anlagenbaus-zum-zerreissen-angespannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=32312","title":{"rendered":"Lieferketten des Maschinen- und Anlagenbaus zum Zerrei\u00dfen angespannt"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>VDMA-Blitzumfrage: Bessere Versorgung mit Elektronikkomponenten erst ab Mitte 2023 erwartet<\/strong><\/li>\n<li><strong>Unternehmen bereiten sich auf Gasknappheit vor<\/strong><\/li>\n<li><strong>Fachkr\u00e4ftemangel wird zu einer immer gr\u00f6\u00dferen Herausforderung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Produktion und die Lieferf\u00e4higkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland werden immer st\u00e4rker durch Materialengp\u00e4sse und Fachkr\u00e4ftemangel behindert. Dies geht aus aktuellen Zahlen einer Blitzumfrage des VDMA hervor, an der 520 Mitgliedsunternehmen vom 21. bis 23. Juni teilnahmen. \u201e87 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau sehen ihre Lieferketten derzeit merklich oder gravierend beeintr\u00e4chtigt\u201d, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. \u201eDer Maschinenbau ist nicht nur mit seinen eigenen Produkten global pr\u00e4sent. Er greift auch auf ein weltweites Netz von Zulieferern zur\u00fcck. Krieg in der Ukraine, Lockdowns in China, Staus in zentralen Umschlagpl\u00e4tzen mit deutlich verl\u00e4ngerten Abfertigungszeiten von Containern und Personalmangel bei der Auslieferung sowie in der eigenen Produktion \u2013 die Liste der negativen Einflussfaktoren auf die Versorgungssituation ist lang\u201c, erl\u00e4utert Wiechers.<\/p>\n<p>Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung hat sich die Lage nochmals versch\u00e4rft, und die Hoffnung auf baldige Besserung schwindet. Im April meldeten bereits 79 Prozent, also fast acht von zehn der Befragten aus dem Maschinen- und Anlagenbau, merkliche oder gravierende Knappheiten bei der Materialversorgung. Nun sind es sogar fast neun von zehn Firmen, die dies melden. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit den Aussichten. Mit einer Entsch\u00e4rfung der Lage innerhalb der n\u00e4chsten 3 Monate rechnet kaum noch jemand. \u201eBei Elektronikkomponenten zeigen sich die Engp\u00e4sse besonders hartn\u00e4ckig. 44 Prozent sehen eine bessere Versorgungslage hier erst ab dem zweiten Halbjahr 2023\u201c, erl\u00e4utert Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Versorgungssicherheit zunehmend im Fokus<\/strong><br \/>\nAngesichts der Hartn\u00e4ckigkeit der Zulieferprobleme hat schon mehr als jedes zweite Unternehmen seine Beschaffungsstrategie kritischer Rohstoffe ver\u00e4ndert oder plant dies in absehbarer Zeit zu tun. \u201eInsgesamt legen die Unternehmen einen st\u00e4rkeren Fokus auf die Versorgungssicherheit. Daf\u00fcr erweitern 83 Prozent der Unternehmen, die Ma\u00dfnahmen initiieren oder bereits umgesetzt haben, gezielt ihr Lieferantennetzwerk. 77 Prozent erh\u00f6hen die Lagerhaltung und 58 Prozent sehen sich nach alternativen Materialien um \u2013 wo immer dies m\u00f6glich ist\u201c, sagt VDMA-Chefvolkswirt Wiechers. Auch auf die absehbare Verknappung der Gaslieferungen bereiten sich bereits 30 Prozent der Unternehmen konkret vor. \u201eEtwa drei Viertel der sich auf den Ernstfall vorbereitenden Unternehmen pr\u00fcfen zun\u00e4chst einmal, welche M\u00f6glichkeiten sie im eigenen Unternehmen haben, beispielsweise die Installation elektrischer oder \u00d6l-befeuerter Back-up-Systeme. Etwa die H\u00e4lfte der Unternehmen sieht eine engere Abstimmung mit dem hauseigenen Netzbetreiber als ad\u00e4quate Vorbereitungsma\u00dfnahme an. Und ein Drittel hat gestaffelte Notfallpl\u00e4ne je nach Reduktionsgrad der Gaslieferungen mit den Lieferanten vorbereitet\u201c, erg\u00e4nzt Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4fteengp\u00e4sse spitzen sich zu \u2013 und werden zum Risiko<\/strong><br \/>\nAuch die Fachkr\u00e4fteengp\u00e4sse haben sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. 78 Prozent der Unternehmen haben einen merklichen oder gravierenden Mangel an Personal. Und lediglich 3 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Entsch\u00e4rfung der Personalsituation in den n\u00e4chsten 3 Monaten. \u201e60 Prozent der Unternehmen sehen die Demografie und den Fachkr\u00e4ftemangel als gro\u00dfes Risiko an\u201c, erl\u00e4utert Wiechers. Damit wurde der Fachkr\u00e4ftemangel unter acht zentralen aktuellen Themen des Maschinenbaus als gr\u00f6\u00dftes Risiko eingestuft und sogar noch vor der Antwortkategorie \u201eInflation\/restriktive Geldpolitik\u201c genannt. \u201eUm die vielen Facharbeiter, die in den n\u00e4chsten Jahren in den Ruhestand gehen, ad\u00e4quat zu ersetzen, m\u00fcssen junge Nachwuchskr\u00e4fte eine attraktive Ausbildung im Maschinenbau und eine gute Perspektive geboten bekommen. Dies wird aber allein nicht ausreichend sein, um den Bedarf zu decken. Auch gezielte Zuwanderung wird notwendig sein, um die Arbeitskr\u00e4ftel\u00fccke zu reduzieren\u201c, fordert Wiechers.<\/p>\n<p>Als gro\u00dfe Chance sehen dagegen viele Unternehmen die Digitalisierung und die Automatisierung sowie den Aufbau resilienter Lieferketten an. Hier kommt dem Maschinen- und Anlagenbau als weltweitem Ausr\u00fcster eine zentrale Rolle zu, der er sich proaktiv und optimistisch stellt. Wie \u00fcberhaupt das laufende Jahr trotz all der Belastungen f\u00fcr die meisten Betriebe ein Wachstumsjahr werden soll. 79 Prozent der Unternehmen erwarten ein Umsatzwachstum, das aber auch durch die Inflation getrieben wird. Und auch der mittelfristige Blick in die Zukunft ist positiv: 82 Prozent wollen Ihre Investitionen im Vergleich zum Vorjahr steigern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Produktion und die Lieferf\u00e4higkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland werden immer st\u00e4rker durch Materialengp\u00e4sse und Fachkr\u00e4ftemangel&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-32312","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32312","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32312"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32313,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32312\/revisions\/32313"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32312"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32312"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32312"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=32312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}