{"id":32662,"date":"2022-07-29T11:17:03","date_gmt":"2022-07-29T09:17:03","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=32662"},"modified":"2022-07-29T11:17:03","modified_gmt":"2022-07-29T09:17:03","slug":"wacker-hebt-nach-weiterem-starken-quartal-die-prognose-fuer-das-gesamtjahr-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=32662","title":{"rendered":"WACKER hebt nach weiterem starken Quartal die Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr an"},"content":{"rendered":"<p>KONZERNUMSATZ DES 2. QUARTALS 2022 LIEGT MIT 2,17 MRD. \u20ac UM 45 PROZENT \u00dcBER VORJAHR<br \/>\nEBITDA MIT 626 MIO. \u20ac AUF GRUND BESSERER PREISE UND POSITIVER PRODUKTMIXEFFEKTE IM JAHRESVERGLEICH NAHEZU VERDOPPELT<br \/>\nPERIODENERGEBNIS DES 2. QUARTALS 2022 BETR\u00c4GT 391 MIO. \u20ac<br \/>\nNETTO-CASHFLOW BEL\u00c4UFT SICH UNTER ANDEREM WEGEN GESTIEGENEM WORKING CAPITAL UND H\u00d6HEREN INVESTITIONEN AUF 96 MIO. \u20ac<br \/>\nJAHRESPROGNOSE ANGEHOBEN: KONZERNUMSATZ SOLL 2022 ZWISCHEN 8,0 UND 8,5 MRD. \u20ac LIEGEN, EBITDA WIRD ZWISCHEN 1,8 MRD. \u20ac UND 2,3 MRD. \u20ac ERWARTET<br \/>\nERGEBNISBELASTUNG AUS H\u00d6HEREN PREISEN F\u00dcR ENERGIE UND ROHSTOFFE IM GESAMTJAHR VORAUSSICHTLICH IN DER GR\u00d6SSENORDNUNG VON 1,5 MRD. \u20ac<\/p>\n<p>Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2022 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Der M\u00fcnchner Chemiekonzern erwirtschaftete im Berichtsquartal Umsatzerl\u00f6se in H\u00f6he von 2.174,2 Mio. \u20ac (Q2 2021: 1.501,0 Mio. \u20ac). Das ist ein Plus von 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (2.076,2 Mio. \u20ac) erh\u00f6hten sich die Erl\u00f6se um 5 Prozent. Effekte aus Produktmix und Absatzmengen sowie Wechselkursver\u00e4nderungen durch den im Jahresvergleich st\u00e4rkeren US-Dollar haben den Umsatz ebenfalls positiv beeinflusst. Dabei haben alle vier Gesch\u00e4ftsbereiche zum Umsatzwachstum beigetragen. Besonders kr\u00e4ftig fiel das Plus im Gesch\u00e4ft mit Polysilicium aus. Hier stieg der Umsatz auf Grund h\u00f6herer Preise im Jahresvergleich um 68 Prozent. Die beiden Chemiebereiche WACKER SILICONES und WACKER POLYMERS leg-ten jeweils um mehr als 40 Prozent zu. Besonders stark war hier bei-spielsweise die Nachfrage nach Produkten f\u00fcr Klebstoffe und industrielle Beschichtungen. Sehr solide entwickelte sich auch das Gesch\u00e4ft mit biotechnologisch hergestellten Produkten und Feinchemikalien. Hier stieg der Umsatz um 16 Prozent.<\/p>\n<p>Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) summierte sich im 2. Quartal 2022 auf 625,8 Mio. \u20ac. WACKER hat damit sein operatives Ergebnis gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum (320,9 Mio. \u20ac) nahezu verdoppelt. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr das Plus waren auch hier h\u00f6here Preise und Produktmixeffekte. Die sehr hohe Auslastung der Produktionsanlagen hat das EBITDA ebenfalls positiv beeinflusst. Negativ ausgewirkt haben sich dagegen die deutlich h\u00f6heren Preise f\u00fcr Energie und Rohstoffe. Sie waren auch der Grund daf\u00fcr, dass das EBITDA gegen\u00fcber dem Vorquartal (643,7 Mio. \u20ac) leicht zur\u00fcckgegangen ist. F\u00fcr das Berichtsquartal ergibt sich im WACKER-Konzern eine EBITDA-Marge von 28,8 Prozent (Q2 2021: 21,4 Prozent). Im Vorquartal hatte sie 31,0 Prozent betragen.<\/p>\n<p>Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtsquartal bei 528,5 Mio. \u20ac und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (Q2 2021: 228,0 Mio. \u20ac) mehr als verdoppelt. Daraus ergibt sich eine EBIT-Marge von 24,3 Prozent (Q2 2021: 15,2 Prozent). Gegen\u00fcber dem 1. Quartal 2022 (549,5 Mio. \u20ac) ist das EBIT leicht zur\u00fcckgegangen. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtsquartal auf 97,3 Mio. \u20ac (Q2 2021: 92,9 Mio. \u20ac). Das Periodenergebnis summierte sich auf 390,9 Mio. \u20ac (Q2 2021: 173,2 Mio. \u20ac). Das Ergebnis je Aktie lag bei 7,67 \u20ac (Q2 2021: 3,39 \u20ac).<\/p>\n<p>Trotz der erheblichen Risiken f\u00fcr die Weltkonjunktur, die sich vor allem aus den Folgen des Kriegs in der Ukraine, aber auch aus der nach wie vor nicht \u00fcberwundenen Corona-Pandemie ergeben, erwar-tet WACKER weiteres Wachstum. Das Unternehmen hat die Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr 2022 angehoben und rechnet nun mit einem Umsatz zwischen 8,0 und 8,5 Mrd. \u20ac (bisherige Prognose: 7,5 Mrd. \u20ac). Das EBITDA wird im Gesamtjahr 2022 voraussichtlich zwischen 1,8 Mrd. \u20ac und 2,3 Mrd. \u20ac liegen (bisherige Prognose: zwischen 1,2 Mrd. \u20ac und 1,5 Mrd. \u20ac). Dabei belasten h\u00f6here Kosten f\u00fcr Energie und Rohstoffe die Ergebnisentwicklung voraussichtlich in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 1,5 Mrd. \u20ac (bisherige Prognose: 1,1 Mrd. \u20ac), was in der aktuellen Prognose ber\u00fccksichtigt ist.<br \/>\nK\u00e4me es im weiteren Jahresverlauf zu gr\u00f6\u00dferen Versorgungseinschr\u00e4nkungen beim Erdgas, so sind \u2013 wie bei vielen anderen Industrieunternehmen auch \u2013 Auswirkungen auf die Produktion von WACKER nicht auszuschlie\u00dfen. In Anbetracht dessen hat WACKER beim unteren Ende der EBITDA-Prognose vorsorglich eine Mehrbelastung von 200 Mio. \u20ac bis 250 Mio. \u20ac zus\u00e4tzlich zu den bereits erwarteten Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen ber\u00fccksichtigt. Ohne diese zus\u00e4tzliche Belastung ist im Gesamtjahr 2022 ein EBITDA zwischen 2,0 Mrd. \u20ac und 2,3 Mrd. \u20ac m\u00f6glich.<br \/>\n\u201eIn einem zunehmend herausfordernden Umfeld hat WACKER im zweiten Quartal seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Wir haben den h\u00f6chsten Quartalsumsatz in der Firmengeschichte erzielt. Das Ergebnis haben wir im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Dabei konnten wir die stark gestiegenen Kosten f\u00fcr Energie und Rohstoffe zu einem wesentlichen Teil \u00fcber h\u00f6here Preise ausgleichen\u201c, sagte Konzernchef Christian Hartel am Donnerstag in M\u00fcnchen. \u201eDie weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreise bereiten uns jedoch zunehmend Sorgen. Dazu kommen Unsicherheiten bez\u00fcglich der k\u00fcnftigen Versorgung mit Erdgas\u201c, so Hartel weiter. Inzwischen habe die Bundesregierung die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen. \u201eGegenw\u00e4rtig hat das noch keine Auswirkung auf unsere Produktion. Wir arbeiten aber schon seit Februar an L\u00f6sungen f\u00fcr unterschiedliche Szenarien\u201c, erl\u00e4uterte Hartel. Erhebliche Risiken w\u00fcrden sich zudem derzeit aus geopolitischen Krisen, insbesondere dem Krieg in der Uk-raine, und dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ergeben. Hinzu komme die steigende Inflation, so Hartel. \u201eSie erh\u00f6ht zum einen unsere eigenen Herstellungskosten und kann zum anderen deutliche Auswirkungen auf das Verbraucherverhalten haben \u2013 und damit auch auf unser Gesch\u00e4ft.\u201c Dennoch zeigte sich Hartel zuversichtlich, was den weiteren Gesch\u00e4ftsverlauf angeht: \u201eDie positive Entwicklung der Verkaufspreise und die hohe Nachfrage, die wir derzeit in unseren Abnehmerindustrien sehen, lassen uns trotz der gegenw\u00e4rtigen Unsicherheiten zuversichtlich in die zweite Jahresh\u00e4lfte blicken.\u201c<\/p>\n<p>Auch mit Blick auf die mittelfristigen Perspektiven von WACKER \u00e4u\u00dferte sich Hartel optimistisch: \u201eDer gute Gesch\u00e4ftsverlauf spiegelt das Vertrauen unserer Kunden in die Produkte und Technologien von WACKER. Das zeigt: Wir sind auf einem sehr guten Weg, unsere Wachstumsziele zu erreichen.\u201c Im Rahmen seiner Wachstumsstrate-gie fokussiert sich WACKER in den Chemiebereichen auf Spezialprodukte und forciert den Ausbau seiner Aktivit\u00e4ten im Bereich Biotechnologie. Im Gesch\u00e4ft mit Polysilicium erh\u00f6ht das Unternehmen gezielt den Anteil von hochreinem Polysilicium f\u00fcr die Halbleiterindustrie. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 den Umsatz des Konzerns auf mehr als 10 Mrd. \u20ac zu steigern, bei gleichzeitig hoher Ertragskraft.<\/p>\n<p>\u201eUm unser Wachstum zu beschleunigen, investieren wir verst\u00e4rkt in den Ausbau unserer Kapazit\u00e4ten und in die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen\u201c, erl\u00e4uterte Hartel. \u201eIn den vergangenen Monaten haben wir hier eine ganze Reihe von Projekten auf den Weg gebracht: An unserem norwegischen Standort Holla bereiten wir den Ausbau unserer Produktionskapazit\u00e4t f\u00fcr Siliciummetall vor. Im indischen Panagarh haben wir einen neuen Produktionsstandort er\u00f6ffnet, um die steigende Nachfrage nach Siliconkautschuk zu bedienen. Auch am Standort Burghausen bauen wir Silicon-Kapazit\u00e4ten aus. In den USA wurde ein regionales Innovationszentrum er\u00f6ffnet, in dem k\u00fcnftig Biotech- und Siliconspezialit\u00e4ten f\u00fcr High-Tech-Anwendungen entwickelt werden. In M\u00fcnchen hat der Bau eines Forschungszentrums f\u00fcr unsere Aktivit\u00e4ten im Bereich Biotechnologie begonnen. An unserem Standort in Halle entsteht ein mRNA-Kompetenzzentrum, in dem wir ab 2024 unter anderem mRNA-Impfstoffe herstellen werden. Allein hier investieren wir mehr als 100 Millionen Euro.\u201c<\/p>\n<p>Regionen<br \/>\nIm 2. Quartal 2022 ist der Konzernumsatz vor allem preisbedingt in allen Regionen gewachsen. In Asien stiegen die Erl\u00f6se auf 944 Mio. \u20ac. Das sind rund 52 Prozent mehr als im Vorjahr (Q2 2021: 620 Mio. \u20ac). In Amerika summierten sich die Erl\u00f6se auf 348 Mio. \u20ac (Q2 2021: 211 Mio. \u20ac), ein kr\u00e4ftiger Zuwachs von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Europa belief sich der Konzernumsatz im Berichtsquartal auf 767 Mio. \u20ac (Q2 2021: 595 Mio. \u20ac) Das entspricht einem Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<\/p>\n<p>Investitionen und Netto-Cashflow<br \/>\nDie Investitionen des Konzerns beliefen sich im 2. Quartal 2022 auf 99,7 Mio. \u20ac (Q2 2021: 68,2 Mio. \u20ac). Das sind 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mittel gingen schwerpunktm\u00e4\u00dfig in den Kapazit\u00e4tsausbau f\u00fcr Silicone, weitere Investitionen flossen unter anderem in Erweiterungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Polymerprodukte und Biopharmazeutika.<br \/>\nDer Netto-Cashflow des 2. Quartals 2022 lag bei 96,4 Mio. \u20ac nach 208,2 Mio. \u20ac im Vorjahreszeitraum. Hier wirken sich unter anderem das umsatzbedingt gestiegene Working Capital sowie die h\u00f6heren Investitionen aus.<\/p>\n<p>Mitarbeiter<br \/>\nDie Zahl der bei WACKER weltweit Besch\u00e4ftigten ist im Berichtsquartal gestiegen. Zum Stichtag 30. Juni 2022 waren im Konzern 15.250 (31.03.2022: 14.595) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter t\u00e4tig. An den WACKER-Standorten in Deutschland arbeiteten zum Ende des Berichtsquartals 10.151 (31.03.2022: 10.111) Besch\u00e4ftigte, an den internationalen Standorten waren es 5.099 (31.03.2022: 4.484) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsbereiche<br \/>\nWACKER SILICONES hat im 2. Quartal 2022 einen Gesamtumsatz von 936,3 Mio. \u20ac erzielt. Das sind 44 Prozent mehr als im Vorjahr (648,7 Mio. \u20ac). Vor allem h\u00f6here Preise und ein verbesserter Produktmix durch einen h\u00f6heren Anteil an margenstarken Spezialsiliconen haben die Umsatzentwicklung beg\u00fcnstigt. In nahezu allen Anwendungsfeldern sind die Ums\u00e4tze im Jahresvergleich deutlich gewachsen. Besonders ausgepr\u00e4gt war das Plus beispielsweise bei Siliconen f\u00fcr Klebstoffanwendungen, f\u00fcr Beschichtungen und f\u00fcr verbrauchernahe Anwendungen. W\u00e4hrungsver\u00e4nderungen haben den Umsatz zus\u00e4tzlich positiv beeinflusst. Im Vergleich zum Vorquartal (920,9 Mio. \u20ac) stieg der Umsatz um 2 Prozent. Das EBITDA von WACKER SILICONES hat sich im Berichtsquartal mit 276,5 Mio. \u20ac gegen\u00fcber dem Vorjahr (133,6 Mio. \u20ac) mehr als verdoppelt. Es liegt damit auf dem Niveau des Vorquartals (279,3 Mio. \u20ac). Die EBITDA-Marge belief sich im 2. Quartal 2022 auf 29,5 Prozent nach 20,6 Prozent im 2. Quartal 2021 und 30,3 Prozent im Vorquartal.<\/p>\n<p>Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS liegt im Berichtsquartal mit 553,3 Mio. \u20ac um 37 Prozent \u00fcber Vorjahr (403,5 Mio. \u20ac). Ausschlaggebend f\u00fcr diesen Anstieg waren vor allem h\u00f6here Preise. Etwas gestiegene Absatzmengen, ein besserer Produktmix sowie Wechselkurseffekte haben die Umsatzentwicklung ebenfalls positiv beeinflusst. Im Vergleich zum Vorquartal (517,5 Mio. \u20ac) ist der Umsatz um 7 Prozent gewachsen. Das EBITDA von WACKER POLYMERS summierte sich im 2. Quartal 2022 auf 91,2 Mio. \u20ac. Das ist ein Plus von 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (52,2 Mio. \u20ac). Neben den h\u00f6heren Preisen hat auch die sehr hohe Anlagenauslastung das EBITDA positiv beeinflusst. Dagegen haben die stark gestiegenen Preise f\u00fcr Energie und Rohstoffe sowie deutlich h\u00f6here Frachtkosten die Ergebnisentwicklung ganz erheblich gebremst. Im Vergleich zum Vorquartal (92,6 Mio. \u20ac) ist das EBITDA leicht zur\u00fcckgegangen. Die EBITDA-Marge lag im Berichtsquartal bei 16,5 Pro-zent nach 12,9 Prozent im Vorjahr und 17,9 Prozent im Vorquartal.<\/p>\n<p>WACKER BIOSOLUTIONS erzielte im 2. Quartal 2022 einen Gesamtumsatz von 84,1 Mio. \u20ac. Das sind 19 Prozent mehr als im Vor-jahr (71,0 Mio. \u20ac). Die wesentlichen Ursachen f\u00fcr das Umsatzplus sind bessere Preise und h\u00f6here Absatzmengen. Besonders gut hat sich im Berichtszeitraum beispielsweise das Gesch\u00e4ft mit Cyclodextrinen entwickelt. W\u00e4hrungseinfl\u00fcsse wirkten sich ebenfalls positiv auf die Erl\u00f6se aus. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (77,0 Mio. \u20ac) ist der Um-satz des Gesch\u00e4ftsbereichs um 9 Prozent gewachsen. Das EBITDA von WACKER BIOSOLUTIONS lag im Berichtsquartal bei 8,1 Mio. \u20ac und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (11,2 Mio. \u20ac) zur\u00fcckgegangen. Verantwortlich f\u00fcr das Minus waren unter anderem der zeitweise Ausfall einer Produktionsanlage am Standort Burghausen sowie h\u00f6here Energie- und Rohstoffkosten. Im Vergleich zum Vorquartal (-0,4 Mio. \u20ac) ist das EBITDA gestiegen. Die EBITDAMarge belief sich auf 9,6 Prozent nach 15,8 Prozent im Vorjahr und -0,5 Prozent im 1. Quartal 2022.<\/p>\n<p>WACKER POLYSILICON hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 568,2 Mio. \u20ac erzielt und damit seine Erl\u00f6se gegen\u00fcber dem Vorjahr (352,9 Mio. \u20ac) um 61 Prozent gesteigert. Vor allem die deutlich h\u00f6heren Durchschnittspreise f\u00fcr Solarsilicium sind f\u00fcr dieses Plus verantwortlich. Etwas geringere Absatzmengen als im Vorjahr haben die Umsatzentwicklung dagegen leicht gebremst. Die Preise f\u00fcr Halbleitersilicium sind im Jahresvergleich ebenfalls gestiegen. Gleichzeitig hat sich der Anteil von Silicium f\u00fcr Halbleiteranwendungen an den gesamten Absatzmengen weiter erh\u00f6ht. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (525,3 Mio. \u20ac) ist der Umsatz um 8 Prozent gewachsen. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON belief sich im Berichtsquartal auf 213,8 Mio. \u20ac. Das entspricht einem Plus von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (148,7 Mio. \u20ac). Ausschlaggebend f\u00fcr diesen starken Anstieg waren in erster Linie h\u00f6here Preise. Effizienzma\u00dfnahmen in der Produktion und weitere Fortschritte bei der Senkung der Herstellungskosten haben das EBITDA ebenfalls positiv beeinflusst. Negativ ausgewirkt haben sich dagegen h\u00f6here Energie- und Rohstoffpreise. Im Vergleich zum Vorquartal (224,5 Mio. \u20ac) ist das EBITDA um 5 Prozent zur\u00fcckgegangen. Von April bis Juni 2022 errechnet sich f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich eine EBITDAMarge von 37,6 Prozent nach 42,1 Prozent im 2. Quartal 2021 und 42,7 Prozent im 1. Quartal 2022.<\/p>\n<p>Ausblick<br \/>\nWACKER hat seine Einsch\u00e4tzungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr im Prognosebericht des Gesch\u00e4ftsberichts 2021 ausf\u00fchrlich dargestellt.<br \/>\nMit Blick auf die gute Gesch\u00e4ftsentwicklung hatte der M\u00fcnchner Chemiekonzern bereits bei der Vorlage der Zahlen des 1. Quartals 2022 seine Umsatzerwartungen nach oben angepasst. Am 13. Juni 2022 hat WACKER bekanntgegeben, dass das Unternehmen nach aktuellen Absch\u00e4tzungen f\u00fcr das 2. Quartal 2022 ein EBITDA von etwa 600 Mio. \u20ac bei einem Umsatz von etwa 2,1 Mrd. \u20ac erwarten. Gleichzeitig hat WACKER angek\u00fcndigt, seine Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr zu \u00fcberarbeiten und nach oben anzupassen.<br \/>\nDas Unternehmen erwartet nun im Gesamtjahr 2022 einen Umsatz zwischen 8,0 und 8,5 Mrd. \u20ac (bisherige Prognose: 7,5 Mrd. \u20ac). Das EBITDA wird im Gesamtjahr 2022 voraussichtlich zwischen 1,8 Mrd. \u20ac und 2,3 Mrd. \u20ac liegen (bisherige Prognose: zwischen 1,2 Mrd. \u20ac und 1,5 Mrd. \u20ac). Die weiterhin positive Entwicklung der Verkaufspreise sowie die anhaltend gute Nachfrage in zahlreichen Abnehmerindustrien sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die h\u00f6heren Erwartungen. Dabei belasten h\u00f6here Preise f\u00fcr Energie und Rohstoffe die Ergebnisentwicklung voraussichtlich in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 1,5 Mrd. \u20ac (bisherige Prognose: 1,1 Mrd. \u20ac), was in der aktuellen Prognose abgebildet ist. In Anbetracht der Unsicherheiten bez\u00fcglich der k\u00fcnftigen Versorgung mit Erdgas hat WACKER zudem beim unteren Ende der EBITDA-Prognose vorsorglich eine Mehrbelastung von 200 Mio. \u20ac bis 250 Mio. \u20ac zus\u00e4tzlich zu den bereits erwarteten Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen ber\u00fccksichtigt. Ohne diese zus\u00e4tzliche Belastung ist im Gesamtjahr 2022 ein EBITDA zwischen 2,0 Mrd. \u20ac und 2,3 Mrd. \u20ac m\u00f6glich.<br \/>\nDurch die neue Prognose f\u00fcr das EBITDA \u00e4ndern sich auch die Einsch\u00e4tzungen f\u00fcr die EBITDA-Marge im Gesamtjahr. Die EBITDA-Marge erwartet WACKER nun in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (bisherige Prognose: deutlich unter Vorjahr). Der Konzernjahres\u00fcberschuss wird nun voraussichtlich deutlich \u00fcber Vorjahr liegen (bisherige Prognose: deutlich unter Vorjahr). F\u00fcr die restlichen finanziellen Steuerungskennzahlen bleibt die Prognose gegen\u00fcber den Aussagen im Gesch\u00e4ftsbericht 2021 unver\u00e4ndert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2022 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. 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