{"id":32988,"date":"2022-08-26T08:38:54","date_gmt":"2022-08-26T06:38:54","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=32988"},"modified":"2022-08-25T11:40:50","modified_gmt":"2022-08-25T09:40:50","slug":"umfrage-deutsche-vermissen-wertschaetzung-von-fachberufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=32988","title":{"rendered":"Umfrage: Deutsche vermissen Wertsch\u00e4tzung von Fachberufen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Umfrage im Auftrag von Continental: 60 Prozent der Deutschen empfinden Anerkennung von Fachberufen als nicht angemessen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Bessere Bezahlung und mehr Flexibilit\u00e4t bei Arbeitsbedingungen als wirksamste Ma\u00dfnahme f\u00fcr mehr Wertsch\u00e4tzung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Ursachen f\u00fcr unbesetzte Lehrstellen: schlechte Bezahlung und mangelnde Anerkennung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Klarer Trend: J\u00fcngere wollen lieber studieren als Ausbildung machen<\/strong><\/li>\n<li><strong>Dr. Ariane Reinhart, Continental-Vorst\u00e4ndin f\u00fcr Personal und Nachhaltigkeit: \u201eWir m\u00fcssen das Image von Facharbeiterinnen und Facharbeitern unbedingt verbessern. Nur so k\u00f6nnen wir die Zahl der Auszubildenden in den Betrieben erh\u00f6hen und damit wirklich dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegensteuern\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Mehrheit der Deutschen empfindet die Anerkennung von Facharbeiterinnen und Facharbeitern in der Gesellschaft als nicht angemessen. Dies ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Continental unter rund 2.000 Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrgern im Mai 2022 durchgef\u00fchrt hat. Danach vermissen 59 Prozent der Befragten eine angemessene Wertsch\u00e4tzung von Fachberufen auf Basis einer betrieblichen Ausbildung. Nur knapp ein Drittel der Befragten (32 Prozent) sieht Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit entsprechender Qualifikation als ausreichend wertgesch\u00e4tzt an. \u201eDie Ergebnisse der Umfrage sind alarmierend. Wir m\u00fcssen das Image von Fachberufen unbedingt verbessern. Nur so k\u00f6nnen wir die Zahl der Auszubildenden in den Betrieben erh\u00f6hen und damit dem Fachkr\u00e4ftemangel entgegensteuern. Dieser ist bereits heute eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Wirtschaft\u201c, sagt Dr. Ariane Reinhart, Vorst\u00e4ndin f\u00fcr Personal und Nachhaltigkeit bei Continental. \u201eDie deutschen Ausbildungsberufe, wie zum Beispiel im Bereich Handwerk, genie\u00dfen international ein hohes Ansehen. Auch in Deutschland verdienen sie eine angemessene gesellschaftliche Wertsch\u00e4tzung.\u201c<\/p>\n<p>Der Umfrage zufolge sieht mehr als ein Drittel der Befragten (37 Prozent) eine bessere Bezahlung als wirksamste Ma\u00dfnahme an, um die Wertsch\u00e4tzung von Facharbeiterinnen und Facharbeitern zu erh\u00f6hen. F\u00fcr 23 Prozent liegt der Schl\u00fcssel in einer verbesserten Flexibilit\u00e4t der Arbeitsbedingungen in Fachberufen \u2013 beispielsweise bei den Arbeitszeiten.<\/p>\n<p><strong>Klarer Trend: J\u00fcngere wollen lieber studieren als Ausbildung machen<\/strong><\/p>\n<p>Laut Umfrage geht der Trend bei der jungen Generation weiter in Richtung Studium. So gaben in der Gruppe der Jugendlichen 42 Prozent der Befragten an, dass sie einen Studienabschluss anstreben. Nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) m\u00f6chte eine betriebliche Ausbildung machen.<\/p>\n<p>Als Ursache daf\u00fcr, dass so viele der derzeit angebotenen Ausbildungspl\u00e4tze unbesetzt bleiben, f\u00fchren die Befragen aus dieser Altersgruppe vor allem die schlechte Bezahlung (38 Prozent) und die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung der Facharbeiterberufe an (27 Prozent). Dagegen geben diejenigen, f\u00fcr die ein Studium nicht infrage kommt, mehrheitlich an, dass sie nach der Schule sofort Geld verdienen m\u00f6chten (23 Prozent), sie nicht \u00fcber die notwendige Qualifikation verf\u00fcgen oder ein Studium nicht zu ihrer Lebensplanung passt (jeweils 20 Prozent).<\/p>\n<p>Fast ein F\u00fcnftel (17 Prozent) der 16- bis 22-J\u00e4hrigen hat keinen Abschluss bzw. strebt diesen nicht an. Weitere 17 Prozent sind hinsichtlich der Berufsausbildung noch unentschlossen. \u201eIn der aktuellen Situation d\u00fcrfen wir niemanden f\u00fcr den Arbeitsmarkt verlieren. Das Ziel muss sein, jedem Menschen im arbeitsf\u00e4higen Alter eine berufliche Perspektive zu bieten\u201c, so Reinhart. \u201eDiejenigen, die nicht \u00fcber die notwendige Qualifikation f\u00fcr eine betriebliche Ausbildung verf\u00fcgen, m\u00fcssen wir fit daf\u00fcr machen. Bei Continental bieten wir daf\u00fcr Jugendlichen genauso wie \u00e4lteren Besch\u00e4ftigten, Gefl\u00fcchteten und Menschen ohne formale Qualifikation eine sogenannte Einstiegsqualifizierung an. Damit k\u00f6nnen sie im n\u00e4chsten Schritt durch eine Ausbildung in den Fachkr\u00e4ftearbeitsmarkt integriert werden.\u201c Die einj\u00e4hrige Einstiegsqualifizierung ist vergleichbar mit einem betrieblichen Langzeitpraktikum von mindestens 6 bis maximal 12 Monaten. In dieser Zeit lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Grundlagen des Ausbildungsberufes und auch das Unternehmen Continental kennen. Bei entsprechenden Leistungen k\u00f6nnen sie anschlie\u00dfend in eine der insgesamt 19 Berufsausbildungen \u00fcbernommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mehrheit der Deutschen empfindet die Anerkennung von Facharbeiterinnen und Facharbeitern in der Gesellschaft als nicht angemessen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7228,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-32988","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32988"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32989,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32988\/revisions\/32989"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7228"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32988"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=32988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}