{"id":33025,"date":"2022-08-27T09:14:00","date_gmt":"2022-08-27T07:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33025"},"modified":"2022-08-26T11:22:25","modified_gmt":"2022-08-26T09:22:25","slug":"akro-plastic-bio-fed-und-af-color-haben-nachhaltige-produkte-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33025","title":{"rendered":"AKRO-PLASTIC, BIO-FED und AF-COLOR haben nachhaltige Produkte im Fokus"},"content":{"rendered":"<p>Auf der K 2022 in D\u00fcsseldorf werden die AKRO-PLASTIC GmbH, BIO-FED, AF-COLOR und die K.D. Feddersen Ueberseegesellschaft mbH auf einem Gemeinschaftsstand am neuen Standort in Halle 6, C52 ihre Produktpaletten pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>\u201eUm dem menschengemachten Klimawandel entgegenzuwirken und die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Ziele zu erreichen, ist eine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen erforderlich. Dabei kann und muss auch die Kunststoffindustrie einen wichtigen Beitrag leisten. Unseren Beitrag stellen wir auf der K 2022 dem Fachpublikum vor\u201c, so Thilo Stier, Global Sales Director &amp; Innovation Manager bei AKRO-PLASTIC. Die Unternehmen der Feddersen-Gruppe sind sich der Verantwortung bewusst und haben das Ziel ausgegeben, bis sp\u00e4testens Ende 2025 an allen deutschen Standorten klimaneutral nach Scope 1 und Scope 2 zu arbeiten. \u201eZus\u00e4tzlich haben sich viele Firmen der Feddersen-Gruppe nach ISCC PLUS zertifizieren lassen, die AKRO-PLASTIC GmbH zus\u00e4tzlich nach REDcert\u00b2.\u201c erg\u00e4nzt Thilo Stier.<\/p>\n<p>Zur CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung bieten sich in der Kunststoffindustrie verschiedene Ansatzpunkte. Neben der Auswahl der Materialien selbst, kann auch \u00fcber die Verarbeitungsverfahren (z. B. Sch\u00e4umen, 3D-Druck) oder das Bauteildesign (z. B. \u201eDesign for End of Life\u201c) Einfluss auf die Nachhaltigkeit von Kunststoffbauteilen, sowohl in der Produktions- und der Nutzungsphase als auch am Lebensende der Bauteile, genommen werden. In all diesen Bereichen kann AKRO-PLASTIC seine Kunden unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mit der AKROMID\u00ae NEXT-Produktlinie bietet der Compoundeur ein breites Portfolio biobasierter und biomassenbilanzierter Compounds. Entscheidender Vorteil der NEXT-Materialien gegen\u00fcber vielen Rezyklaten ist nach Unternehmensangaben das konstante Eigenschaftsniveau. Dar\u00fcber hinaus bieten Biokunststoffe wie PA 6.9 oder PA 5.10 eine bessere chemische Best\u00e4ndigkeit und eine geringere Wasseraufnahme gegen\u00fcber dem klassischen PA 6 oder PA 6.6.<\/p>\n<p>Als weiteres Highlight zeigt das Unternehmen sein AKROLEN \u00ae NEXT PP LGF, basierend auf zirkularem \u201eFritten-Fett\u201c Polypropylen.<\/p>\n<p>Der Einsatz von biomassenbilanziertem PP (auf Basis von Speise\u00f6lresten) im langglasfaserverst\u00e4rkten AKROLEN\u00ae NEXT PP-H LGF 40 2 CI schwarz (8569) bietet eine einzigartige Kombination aus Nachhaltigkeit und technischer Performance. In einem gemeinsam realisierten Projekt hat die Firma Ziehl-Abegg ein L\u00fcfterrad basierend auf dieser neuen Baureihe entwickelt, um den Anforderungen an Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Das verwendete Basispolymer weist noch einen negativen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck aus. Als fertiges Compound AKROLEN\u00ae NEXT PP-H LGF 40 2 CI schwarz (8569) liegt der Wert bei 0,5 kg CO<sub>2<\/sub>eqv\/kg. Aktuell handelt es sich um einen Prototyp dieser Baureihe. Weitere Tests sind in Arbeit.<\/p>\n<p>Ein Blickfang auf dem Messestand ist die neue Husqvarna FE 350 Rockstar Edition 2022 aus dem Hause KTM. Hier werden nachhaltige Produktl\u00f6sungen, wie ein hybrider Bremsscheibenschutz basierend auf einem biobasierten Polyamid, hergestellt mit der innovativen CONEXUS-F\u00fcgetechnologie und ein Sitzbankboden mit einem biozirkul\u00e4rem langglasfaserverst\u00e4rktem PP pr\u00e4sentiert. Damit \u00fcbernimmt KTM eine Vorreiterrolle und zeigt auf, dass Nachhaltigkeit und Leistungsf\u00e4higkeit kein Wiederspruch mehr sind. Gleich dem Motto: Hightech trifft Nachhaltigkeit (Siehe Bild 1). Neben Biokunststoffen gibt es weitere interessante M\u00f6glichkeiten den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck von Kunststoffbauteilen zu reduzieren. Aliphatisches Polyketon (AKROTEK\u00ae PK) eignet sich nach Angaben des Compoundeurs hervorragend f\u00fcr den Einsatz in hochbelasteten K\u00fchlkreisl\u00e4ufen mit Wasser und Glykol und hat im Vergleich zu den eingesetzten Materialien PA 6.6 oder PPA zudem einen deutlich geringeren CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck.<\/p>\n<p>\u201eEin weiterer Ansatz zur Senkung des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruckes bietet unsere PRECITE\u00ae-E-Reihe. So kann ein 50% glasfaserverst\u00e4rktes PET nicht nur eine g\u00fcnstigere Alternative zu PPA oder PA 6.6 sein, sondern mit 1,8 kg CO<sub>2<\/sub>eq\/kg bietet unser PRECITE\u00ae E GF 50 (7300) einen fast 50% gesenkten CO2-Fu\u00dfabdruck zum vergleichbaren PA 6.6 GF 50\u201c erl\u00e4utert Thilo Stier.<\/p>\n<p>Zudem stellt der Compoundeur auf der K Messe sein neues PPS-Portfolio vor.<\/p>\n<p><u>BIO-FED<\/u><\/p>\n<p>Auch die K\u00f6lner BIO-FED liefert L\u00f6sungen f\u00fcr die Reduzierung des CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdrucks sowie zur Abfallreduzierung mit bioabbaubaren und biobasierten Produkten. Hierzu geh\u00f6ren auch Biokunststoffe mit nachhaltigen organischen F\u00fcllstoffen, wie z. B. Cellulose, Lignin oder St\u00e4rke. Ebenfalls leisten die biomassenbilanzierten M\u00b7VERA\u00ae Polypropylen-Compounds, die nach REDcert<sup>2 <\/sup>und ISCC PLUS zertifiziert sind, sowie die passenden Masterbatches AF-CirColor\u00ae, AF-CirCarbon\u00ae und AF-CirComplex\u00ae, hergestellt von der Schwesterfirma AF-COLOR und ebenso \u00fcber BIO-FED erh\u00e4ltlich, hierzu einen wichtigen Beitrag.<\/p>\n<p>Die meisten der M\u00b7VERA\u00ae-Biokunststoffe sind biologisch abbaubare Compounds, von denen viele auch teilweise bis vollst\u00e4ndig biobasiert sind. Sie eignen sich f\u00fcr diverse Verarbeitungstechnologien wie zum Beispiel f\u00fcr Blasfolien, Spritzguss, Extrusion und Tiefziehen. Zudem befindet sich eine Mulchfolien-Type im Programm, die nach EN 17033 bodenabbaubar zertifiziert ist. F\u00fcr alle abbaubaren Compounds werden ebenfalls passende nachhaltige AF-Eco\u00ae Farb-, Schwarz- und Additiv-Masterbatches angeboten.<\/p>\n<p>Spritzguss<\/p>\n<p>Das BIO-FED-Spritzgussportfolio umfasst Produkte, die einen gro\u00dfen Bereich von mechanischen Eigenschaften abdecken und damit f\u00fcr ein breites Spektrum von Anwendungen eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Produkte mit unterschiedlichen Steifigkeiten von bis zu 8.300 MPa<\/li>\n<li>Z\u00e4he Compounds mit einer Kerbschlagz\u00e4higkeit von bis zu 65kj\/m<sup>2<\/sup><\/li>\n<li>Elastische Kunststoffe mit Dehnwerten von 30-300 %<\/li>\n<li>Zugfestigkeit bis zu 70 MPa<\/li>\n<li>HDT (B) bis nahezu 100 \u00b0C<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eZus\u00e4tzlich bietet BIO-FED Produkte mit kurzen Verarbeitungszeiten an, die nach OK compost HOME oder OK biodegradable SOIL zertifiziert sind. Diese Compounds f\u00fcr den Spritzguss besitzen \u00e4hnliche Zykluszeiten wie kommerzielle Polyolefine wie PP oder PE, ohne dass spezielle Maschinen oder Werkzeuge ben\u00f6tigt werden. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie in Werkzeugen mit konventionellen Technologien wie Hei\u00df- und Kaltkan\u00e4len mit der gleichen Leistung und Effizienz wie bei Standardkunststoffen verarbeitet werden\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Stanislaw Haftka, Sales Director bei BIO-FED. \u201eUnsere High-HDT-Materialien k\u00f6nnen auch in Anwendungen mit hoher W\u00e4rmebest\u00e4ndigkeit, z. B. f\u00fcr Kaffeekapseln, Mehrweg-Besteck, sp\u00fclmaschinenfestes Geschirr usw. verwendet werden, ohne dass das Endprodukt einer thermischen Behandlung unterzogen werden muss\u201c, so Haftka weiter.<\/p>\n<p>Extrusion und Thermoforming<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bereiche Extrusion und Thermoforming werden OK compost INDUSTRIAL zertifizierte Produkte mit verschiedenen Anteilen an erneuerbaren Rohstoffen angeboten. Sie besitzen unterschiedliche mechanische Eigenschaften, die individuell auf den spezifischen Anwendungsfall zugeschnitten sind. Zudem k\u00f6nnen sie mit Standardequipment verarbeitet werden. Die Produkte k\u00f6nnen zu Platten, Folien, Profilen o. \u00e4. verarbeitet werden.<\/p>\n<p><u>AF-COLOR<\/u><\/p>\n<p>Durch ihr umfassendes Know-how und den kontinuierlichen Ausbau von Produktionskapazit\u00e4ten z\u00e4hlt AF-COLOR zu den f\u00fchrenden Herstellern f\u00fcr technisch hochwertige Masterbatches, Ru\u00df- und Additivkonzentrate. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Masterbatches f\u00fcr zukunftsorientierte und nachhaltige Anwendungen, die die Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eAls Masterbatch-Hersteller besteht die M\u00f6glichkeit, die Kreislaufwirtschaft auf verschiedene Weise zu beeinflussen. An erster Stelle steht der Vorsatz, Kunststoffabf\u00e4lle zu vermeiden, d. h. die Kunststoffe m\u00f6glichst lange im Kreislauf zu halten, dem Sustainable-Design-Ansatz folgend\u201c, so Dirk Sch\u00f6ning, Sustainability Director bei AF-COLOR. \u201eDas Recycling von Kunststoffen ist als Ma\u00dfnahme zu ergreifen, wenn der beschriebene Re-Use-Ansatz nicht mehr anwendbar ist. Im Verpackungsbereich ist dieses Ziel zun\u00e4chst nicht umsetzbar, sodass hier die Entwicklung und Herstellung von Produkten gefragt ist, die das Recycling vor, w\u00e4hrend und nach dem Prozess optimal unterst\u00fctzen\u201c, erg\u00e4nzt Dirk Sch\u00f6ning.<\/p>\n<p>Die AF-COLOR stellt ihre einschl\u00e4gigsten Probleml\u00f6sungen auf der K 2022 vor:<\/p>\n<p>Den Anfang macht AF-Carbon\u00ae IR \u2013 ru\u00dffreie Masterbatches f\u00fcr verbesserte Infrarotdetektierbarkeit. Der bisher h\u00e4ufig verwendete Ru\u00df (nicht nur in schwarzen Anwendungen) f\u00fchrt zu einer fehlerhaften Erkennung der zu sortierenden Verpackungen im Recyclingprozess. Ru\u00dffreie Rezepturen erh\u00f6hen demnach den Prozentsatz der Recyclingf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Die AF-Complex\u00ae-Reihe bietet mit unterschiedlichen Additivbatches gleich mehrere Probleml\u00f6sungen an. Zum Beispiel ein Trocknungsbatch f\u00fcr einen verbesserten Recyclingprozess in verschiedenen Versionen (Standard und Premium), geeignet f\u00fcr Folien- und Spritzgussteile mit einem Trocknungsgrad von bis zu 80 %, sowie einen hochwirksamen Geruchsabsorber z. B. bei Schwefel- und Stickstoffkomponenten in recyceltem Material; der besonders f\u00fcr recyceltes Polyamid (PA) sowie Polyolefine (PE und PP) geeignet ist.<\/p>\n<p>Effektive Vernetzer, die insbesondere die Verarbeitbarkeit von recyceltem PE und PA durch Anpassung des Flie\u00dfverhaltens deutlich verbessern, erg\u00e4nzen das Portfolio zus\u00e4tzlich. Auch das Ein- oder \u00dcberf\u00e4rben von PCR-Material hat an Bedeutung gewonnen. Durch neu eingestellte Rezepturen und ausgew\u00e4hlte Farbmittel schafft es der Masterbatchhersteller, die teils starke Eigenfarbe und neue Textur der Rezyklattr\u00e4ger zu \u00fcberdecken, sodass fast jedes Farbziel erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Passend zu den massenbilanzierten Compounds und den Ansatzpunkten der Kunststoffindustrie zur CO<sub>2<\/sub>-Reduzierung, stellt AF-COLOR, die nach ISCC PLUS zertifizierten Farb- und Schwarz-Masterbatches unter den Namen AF-CirColor\u00ae und AF-CirCarbon\u00ae vor.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr den Fall, dass sich Kunststoffe nicht an das Konzept der Kreislaufwirtschaft halten k\u00f6nnen, ist es wichtig, eine Alternative zu haben, um die Umwelt zu entlasten\u201c, so Dirk Sch\u00f6ning. \u201eDie Masterbatch-Reihe AF-Eco\u00ae bietet hier die perfekte L\u00f6sung mit biologisch abbaubaren Farb- und Additiv-Masterbatches\u201c.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, kann nach Angaben der AKRO-PLASTIC auch Polyketon (PK) eine interessante M\u00f6glichkeit sein, neben den Biokunststoffen, den CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck zu reduzieren. Auch hier bietet die AF-COLOR ein passendes, technisch hochwertiges Produktportfolio an. Beispielsweise ein farbstabiles und brillantes Masterbatch nach RAL 2003.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der K 2022 in D\u00fcsseldorf werden die AKRO-PLASTIC GmbH, BIO-FED, AF-COLOR und die K.D. 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