{"id":33115,"date":"2022-09-01T10:41:11","date_gmt":"2022-09-01T08:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33115"},"modified":"2022-09-01T10:41:11","modified_gmt":"2022-09-01T08:41:11","slug":"eingetruebte-investitionslaune-bremst-neuauftraege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33115","title":{"rendered":"Eingetr\u00fcbte Investitionslaune bremst Neuauftr\u00e4ge"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auftragseingang Juli sowie Produktionsprognose 2022 und 2023<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Auftragseingang im Juli real minus 14 Prozent zum Vorjahreszeitraum<\/li>\n<li>Reale Produktion soll 2022 um 1 Prozent wachsen<\/li>\n<li>2023 muss mit einem Produktionsr\u00fcckgang von<br \/>\nreal 2 Prozent gerechnet werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Juli zeigt nun deutliche Bremsspuren. Preisbereinigt steht ein Minus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aus dem Inland kamen 17 Prozent weniger Auftr\u00e4ge, die Auslandsorders gingen um 12 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Nachfrage aus den Euro-Partnerl\u00e4ndern mit einem Minus von 7 Prozent zeigte, sank der Bestelleingang aus den Nicht-Euro-L\u00e4ndern deutlich um minus 14 Prozent. \u201eDie Investitionslaune hat sich weltweit eingetr\u00fcbt, was bei den geopolitischen und wirtschaftlichen Bedingungen nicht verwundert\u201c, erl\u00e4utert Dr. Ralph Wiechers, VDMA-Chefvolkswirt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Zeitraum von Januar bis Juli 2022 ergibt sich in realer Betrachtung eine Stagnation im Auftragseingang, nominal gesehen steht f\u00fcr diesen Zeitraum ein Plus von 8 Prozent in den B\u00fcchern.<\/p>\n<p><strong>2022 Produktionswachstum von plus 1 Prozent<\/strong><br \/>\nF\u00fcr 2022 rechnet der VDMA f\u00fcr die reale Produktion nach wie vor mit einem Wachstum von 1 Prozent. Da die Produktion ihr Vorjahresniveau im ersten Halbjahr 2022 allerdings um 1,2 Prozent verfehlt hat, muss sie dazu im laufenden 2. Halbjahr leicht wachsen. Diese Annahme ist angesichts des historisch weiterhin hohen Auftragsbestandes in den Unternehmen (Stand Juni: Reichweite 12,1 Monate) und einer zuletzt wieder besseren Auslastung der Kapazit\u00e4ten durchaus berechtigt.<\/p>\n<p>Aktuell erschweren Knappheiten bei Materialien und Zulieferungen sowie der Fachkr\u00e4ftemangel das zeitnahe Abarbeiten der Auftragspolster. Hinzu kommen die unsichere Versorgungslage und deutlich steigende Preise von Energieerzeugnissen. Es bleibt also ein nicht unerhebliches Restrisiko f\u00fcr diese Sch\u00e4tzung.<\/p>\n<p><strong>Prognose f\u00fcr 2023: Belastungen lassen Minus erwarten<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das kommende Jahr lautet die VDMA-Prognose f\u00fcr die reale Produktion auf ein Minus von 2 Prozent. \u201eDer Wind bl\u00e4st der Weltwirtschaft und damit dem Maschinen- und Anlagenbau ins Gesicht\u201d, sagt Wiechers.<\/p>\n<p>Ein deutlich schw\u00e4cheres Wachstum in China, der Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten und die daraus resultierenden Bremsman\u00f6ver der Notenbanken lassen auf eine Zur\u00fcckhaltung bei den Investitionen schlie\u00dfen. Doch unter der Annahme, dass es keine Eskalation dieser Belastungsfaktoren gibt, sollte ein gr\u00f6\u00dferes Minus vermieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Auftragsb\u00fccher sind sehr gut gef\u00fcllt, und noch immer geben diverse nationale und supranationale F\u00f6rderprogramme positive Konjunkturimpulse, von denen die Branche profitiert. Nicht zuletzt ist der Maschinen- und Anlagenbau technisch hervorragend aufgestellt, um die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen zur Transformation der Wirtschaft selbst zu bew\u00e4ltigen und seine Kunden weltweit hierbei zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>\u201eDie vielf\u00e4ltigen, ernst zu nehmenden Belastungen und Risiken sollten deshalb den Blick auf die Chancen nicht verstellen\u201c, sagt der VDMA-Chefvolkswirt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Juli zeigt nun deutliche Bremsspuren. 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