{"id":33497,"date":"2022-09-23T11:04:36","date_gmt":"2022-09-23T09:04:36","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33497"},"modified":"2022-09-23T11:04:36","modified_gmt":"2022-09-23T09:04:36","slug":"neue-biobasierte-und-zirkulaere-kunststoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33497","title":{"rendered":"Neue biobasierte und zirkul\u00e4re Kunststoffe"},"content":{"rendered":"<p><b>F\u00fcr den ressourceneffizienten Einsatz von Kunststoffen entwickelt Fraunhofer UMSICHT neue Werkstoffe. Im Fokus stehen dabei Biokunststoffe, eine zirkul\u00e4re Kunststoffwirtschaft sowie Strategien zur Reduzierung von Makro- und Mikroplastik in der Umwelt. Fraunhofer UMSICHT pr\u00e4sentiert auf der K 2022 neue biobasierte und zirkul\u00e4re Kunststoffe in Halle 6, D76: wertvolle chemische Zwischenprodukte aus Kaffeesatz, Folienwerkstoff auf Basis von TPU, PLA-Compounds f\u00fcr technische Bauteile mit erh\u00f6htem Brandrisiko und abbaubare Mulchfolien.<\/b><\/p>\n<p>Forschende des Fraunhofer UMSICHT gewinnen im Projekt \u00bbInKa\u00ab aus dem ungenie\u00dfbaren Kaffee\u00f6l ein wertvolles chemisches Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Additiven f\u00fcr Kunststoffe zum Einsatz kommt. Auch den ent\u00f6lten Kaffeesatz versuchen sie, als alternativen Rohstoff f\u00fcr die Papier- und Kartonindustrie zu nutzen. \u00bbEine besondere Herausforderung bei unserem Projekt ist das Scale-up der Verfahrensschritte vom Labor zur industriellen Fertigung. Das angestrebte Verfahren als Ganzes ist hoch innovativ und leistet einen wichtigen Beitrag bei der Nutzung von biobasierten Rohstoffen im Rahmen der Bio\u00f6konomie. Im Laborma\u00dfstab sehen wir bereits, dass unser Konzept aufgeht: Wir konnten die entwickelten Additive bereits in neuen Werkstoffrezepturen testen\u00ab, erkl\u00e4rt Inna Bretz, Abteilungsleiterin Zirkul\u00e4re und Biobasierte Kunststoffe des Fraunhofer UMSICHT.<\/p>\n<h4>R\u00f6ntgendetektierbare Mehrwegschutzbekleidung<\/h4>\n<p>Die Entwicklung eines Folienwerkstoffs auf Basis von thermoplastischen Polyurethanen (TPU) und r\u00f6ntgendetektierbaren Additiven war das Ziel des Projekts \u00bbDetekTPU\u00ab. Bei der Produktion von Nahrungsmitteln ist \u00fcblich Einwegschutzbekleidung zu tragen, um Sicherheits- und Hygienevorschriften einzuhalten. Neben einer gro\u00dfen Mengen Plastikm\u00fcll ergibt sich dabei zus\u00e4tzlich das Problem, dass Teile der Schutzbekleidung in den Nahrungsmitteln landen k\u00f6nnen und dort nicht detektiert werden. Der entwickelte Werkstoff soll f\u00fcr zuverl\u00e4ssig r\u00f6ntgendetektierbare Mehrwegschutzbekleidung eingesetzt werden. Dies ist f\u00fcr d\u00fcnne Kunststofffolien eine bisher nicht gel\u00f6ste Herausforderung. \u00bbDie bisherigen Projektergebnisse sind vielversprechend, aktuell planen wir weitere Entwicklungsschritte mit unserem Projektpartner. Hierzu soll das Team um Experten aus dem Bereich Folienherstellung erweitert werden.\u00ab\u00a0 berichtet Christina Eloo, Gruppenleiterin Kunststoffentwicklung.<\/p>\n<h4>Biobasierte Kunststoffe f\u00fcr technische Bauteile mit erh\u00f6htem Brandrisiko<\/h4>\n<p>Technische Bauteile mit erh\u00f6htem Brandrisiko, etwa in der Elektronikindustrie, erfordern flammgesch\u00fctzte, w\u00e4rmeformbest\u00e4ndige und schlagz\u00e4he Kunststoffe. Ein Gro\u00dfteil davon wird auf Erd\u00f6lbasis hergestellt, dessen Vorr\u00e4te begrenzt sind. Biokunststoffe erreichen jedoch oftmals noch nicht im vollen Umfang das vom Markt geforderte Eigenschaftsniveau konventioneller technischer Kunststoffe. Die Grenzen liegen insbesondere beim Brandverhalten, einer ausreichenden Temperaturbest\u00e4ndigkeit oder Schlagz\u00e4higkeit. Hier setzt \u00bbTechPLAstic\u00ab an: Es werden PLA-Compounds f\u00fcr langlebige Produkte anwendungs- und marktnah entwickelt &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung der jeweiligen Anforderungen und Kosten. Der Anwendungsfokus liegt zun\u00e4chst auf technischen Produkten des Elektronik- und Bausektors wie beispielsweise Leuchten oder Schalter und Tasten in der Geb\u00e4udetechnik.<\/p>\n<h4>Mulchfolien mit angepasster Abbaubarkeit<\/h4>\n<p>Biologisch abbaubare Kunststoffe sind in umweltoffenen Anwendungen sinnvoll, bei denen ein Recyclingprozess nicht m\u00f6glich oder mit einem zu hohen Aufwand verbunden ist. Beispiele hierf\u00fcr sind Geotextilien oder Mulchfolien. Fraunhofer UMSICHT forscht an Kunststoffen mit angepasster Abbaubarkeit, die w\u00e4hrend der Nutzungsdauer die gew\u00fcnschten Eigenschaften erf\u00fcllen. Zur Untersuchung und Bewertung der Eigenschafts\u00e4nderungen von Kunststoffen w\u00e4hrend der Alterung durch Umwelteinfl\u00fcsse werden durch die Forschenden im Labor die Bedingungen so anwendungsnah wie m\u00f6glich eingestellt. Dazu k\u00f6nnen je nach Produkt verschiedene Substrate (Kompost, Erde, Wasser), verschiedene Temperaturen und UV-Licht eingesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den ressourceneffizienten Einsatz von Kunststoffen entwickelt Fraunhofer UMSICHT neue Werkstoffe. 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