{"id":33638,"date":"2022-09-30T08:37:17","date_gmt":"2022-09-30T06:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33638"},"modified":"2022-09-29T11:39:34","modified_gmt":"2022-09-29T09:39:34","slug":"horvath-studie-unternehmen-in-europa-arbeiten-mit-hochdruck-an-der-lokalisierung-ihrer-wertschoepfungsketten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33638","title":{"rendered":"Horv\u00e1th-Studie: Unternehmen in Europa arbeiten mit Hochdruck an der Lokalisierung ihrer Wertsch\u00f6pfungsketten"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 85 Prozent aller befragten Unternehmen wollen Wertsch\u00f6pfungsketten bis 2025 in den jeweiligen Absatzm\u00e4rkten b\u00fcndeln (\u201elocal for local\u201c)<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Erschlie\u00dfung neuer M\u00e4rkte \u00fcberwiegend innerhalb Europas geplant<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Klarer Trend zu mehr Unabh\u00e4ngigkeit von China \u2013 kein dominanter asiatischer Ersatzmarkt zu erkennen<\/strong><\/p>\n<p>Wie eine aktuelle Horv\u00e1th-Studie zu Deglobalisierungstendenzen zeigt, plant eine gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen in Europa, ihre Wertsch\u00f6pfungsketten in den jeweiligen Absatzm\u00e4rkten st\u00e4rker zu lokalisieren. Branchen\u00fcbergreifend geben 85 Prozent der befragten Unternehmen an, ihre Strukturen von Produktion bis Vertrieb k\u00fcnftig st\u00e4rker in den jeweiligen Absatzm\u00e4rkten b\u00fcndeln zu wollen (\u201clocal for local\u201c). Von Unternehmen mit Standorten in China arbeiten mehr als 60 Prozent konkret daran, diese Aktivit\u00e4ten schrittweise beziehungsweise teilweise zu verlagern. Als m\u00f6gliche neue asiatische Fokusm\u00e4rkte werden vor allem Indien und Japan gesehen, gefolgt von Singapur und S\u00fcdkorea. F\u00fcr die Studie wurden im August europaweit und branchen\u00fcbergreifend 150 Topf\u00fchrungskr\u00e4fte aus Unternehmen mit mindestens 200 Millionen Euro Jahresumsatz befragt.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsstrukturen im au\u00dfereurop\u00e4ischen Ausland stehen bei vielen Unternehmen aktuell auf dem Pr\u00fcfstand. Als Hauptgr\u00fcnde daf\u00fcr nennen die in der Studie befragten europ\u00e4ischen F\u00fchrungskr\u00e4fte stark zunehmende geopolitische Unsicherheiten und die damit einhergehenden Risiken sowie Supply-Chain-Probleme. Hohe Aufw\u00e4nde zur Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien und regulatorischen Vorgaben im Ausland spielen hier ebenfalls eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>\u201eDie europ\u00e4ische Wirtschaft reagiert mit einer Anpassung ihrer Strukturen. Die meisten Unternehmen werden ihre Wertsch\u00f6pfungsketten zuk\u00fcnftig st\u00e4rker lokalisieren. Europa gewinnt als Beschaffungs- und Produktionsmarkt in vielen Branchen wieder an Bedeutung, zum Beispiel bei der Herstellung von Batteriezellen f\u00fcr den lokalen Absatzmarkt von E-Fahrzeugen\u201c, sagt Helmut Ahr, Vorstandssprecher der Managementberatung Horv\u00e1th. \u201eDas bedeutet allerdings keine Abschottung gegen\u00fcber au\u00dfereurop\u00e4ischen M\u00e4rkten. Branchen, die auf Rohstoffe und Energietr\u00e4ger au\u00dferhalb Europas angewiesen sind, k\u00f6nnen auf Bezugsl\u00e4nder anderer Wirtschaftsr\u00e4ume nicht verzichten. Auch f\u00fcr wichtige Zulieferteile k\u00f6nnen Beschaffungswege und Produktionsstrukturen nicht von heute auf morgen verlagert werden. Das wird in vielen F\u00e4llen mehrere Jahre dauern.\u201c<\/p>\n<p>Mehrheit setzt parallel auf neue Marktpotenziale au\u00dferhalb Europas<\/p>\n<p>Von den Unternehmen, die in den kommenden drei Jahren neue M\u00e4rkte erschlie\u00dfen wollen \u2013 das sind sieben von zehn \u2013 will eine gro\u00dfe Mehrheit auch Potenziale au\u00dferhalb Europas heben (85 Prozent). Hier wird es aber zu Anpassungen in den Internationalisierungsstrategien und den \u201eglobal Footprints\u201c kommen. Zwar steht Europa auf der Liste der interessantesten Potenzialm\u00e4rkte mit 66 Prozent ganz oben. Doch fast die H\u00e4lfte orientiert sich (weiter) Richtung Asien (47 Prozent), gefolgt von Nord- und S\u00fcdamerika mit 37 beziehungsweise 33 Prozent. Den Schluss der interessantesten Potenzialm\u00e4rkte bilden der Mittlere Osten (26 Prozent), Afrika (17 Prozent) und Ozeanien (11 Prozent).<\/p>\n<p>Kein klarer Ersatzmarkt f\u00fcr China \u2013 Trend geht zu Diversifikation<\/p>\n<p>Wie die Studie weiter zeigt, plant eine Mehrheit der befragten Unternehmen mit Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten in China einen schrittweisen beziehungsweise teilweisen R\u00fcckzug aus der Volksrepublik. 62 Prozent wollen ihre Aktivit\u00e4ten dort in andere L\u00e4nder verlagern. \u201eBei der Frage nach Alternativen zu China als Produktionsstandort zeigt sich allerdings keine klare Dominanz eines bestimmten Landes\u201c, so Horv\u00e1th CEO Helmut Ahr. Als m\u00f6gliche alternative Produktionsstandorte werden von den befragten europ\u00e4ischen F\u00fchrungskr\u00e4ften vor allem Indien und Japan gesehen, gefolgt von Singapur, S\u00fcdkorea, Taiwan und Indonesien. \u201eIn unserer Beratungspraxis sehen wir in zunehmendem Ma\u00dfe auch Verlagerungen von China in Richtung Vietnam und Kambodscha, in der Textilindustrie in Richtung Bangladesch oder Pakistan. Dieser Trend wird sich fortsetzen\u201c, so Ahr. \u201eF\u00fcr eine resiliente Aufstellung ist es ohnehin ratsam, k\u00fcnftig nicht alles auf eine Karte setzen und stattdessen eine Diversifikation vorzunehmen.\u201c Vor einer langfristigen und vollst\u00e4ndigen Abkehr von China warnen zudem auch Top\u00f6konomen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Studie<\/p>\n<p>F\u00fcr die aktuelle Horv\u00e1th-Studie zu Deglobalisierungstendenzen wurden insgesamt 150 Topmanager und -managerinnen aus sechs europ\u00e4ischen Kernm\u00e4rkten befragt, davon 100 aus Deutschland. Die F\u00fchrungskr\u00e4fte stammen aus Unternehmen mit mindestens 200 Millionen Euro Jahresumsatz, branchen\u00fcbergreifend. Die Interviews wurden im August 2022 durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie eine aktuelle Horv\u00e1th-Studie zu Deglobalisierungstendenzen zeigt, plant eine gro\u00dfe Mehrheit der Unternehmen in Europa, ihre Wertsch\u00f6pfungsketten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":33639,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-33638","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33638"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33640,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33638\/revisions\/33640"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/33639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33638"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=33638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}