{"id":33688,"date":"2022-10-04T11:39:53","date_gmt":"2022-10-04T09:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33688"},"modified":"2022-10-04T11:39:53","modified_gmt":"2022-10-04T09:39:53","slug":"simultan-zum-digitalen-prozess-zwilling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33688","title":{"rendered":"Simultan zum digitalen Prozess-Zwilling"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Abmustern in der Flie\u00dfsimulation<\/strong><\/p>\n<p><strong>In der Flie\u00dfsimulation ermittelte Daten k\u00f6nnen die Zeit bis zur realen Bemusterung eines Werkzeugs erheblich reduzieren und teure Werkzeug\u00e4nderungen vermeiden. Voraussetzung ist, dass die Entwicklungspartner in einem zentralisierten, simultanen Workflow statt sequenziell am Projekt arbeiten und ihr Know-how gleichzeitig einbringen. Dies ist das Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts, in dem Borealis, Oerlikon HRSflow und ENGEL am Beispiel eines anspruchsvollen Werkzeugs gezeigt haben, wie erfolgreich man die Spritzgie\u00dfparameter in der Simulation optimieren und als Ersteinstellvorschlag direkt auf die Maschine \u00fcbertragen kann, wenn alle relevanten Daten der Spritzgie\u00dfmaschine, des verarbeiteten Materials sowie des Hei\u00dfkanalsystems und weiterer Komponenten verf\u00fcgbar sind. Die Erfahrungen dieser engen Zusammenarbeit, die Pr\u00e4zision der damit erreichten Punktlandung und m\u00f6gliche Folgerungen f\u00fcr die Praxis stellen die Partner im Rahmen einer online abrufbaren und auf der K2022 pr\u00e4sentierten Dokumentation vor.<\/strong><\/p>\n<p>Die Simulation erfolgte mit Hilfe des Moldflow<sup>\u00ae<\/sup> Programms am Beispiel eines Familienwerkzeugs mit drei Kavit\u00e4ten und einem Gewichtsunterschied von 1:11 vom kleinsten zum gr\u00f6\u00dften Bauteil. ENGEL stellte die Spritzgie\u00dfmaschine des Typs duo, detaillierte Kenndaten, beispielsweise zu den Geometrien der verwendeten D\u00fcse sowie die Datenschnittstelle sim link f\u00fcr die direkte Anbindung von Moldflow<sup>\u00ae<\/sup> an die CC300 Steuerung der Spritzgie\u00dfmaschine bereit. Von Borealis kamen die umfassenden, sehr pr\u00e4zisen Daten zum Flie\u00dfverhalten des verwendeten Polypropylens Daplen\u2122 EE001AI, und Oerlikon HRSflow steuerte ein servo-angetriebenes 8-fach-Hei\u00dfkanalsystem bei, das es erlaubt, den Volumenstrom zu steuern und so jede Kavit\u00e4t individuell zu bef\u00fcllen.<\/p>\n<p>Im traditionellen Ablaufschema tauschen sich die Beteiligten erst nach erfolgter Abmusterung \u00fcber m\u00f6gliche Fehlerursachen und Abhilfema\u00dfnahmen aus. In dem hier beschriebenen Projekt startete die Optimierung hinsichtlich Temperierung, Einspritzcharakteristik und aller weiteren druck- und zeitbezogenen Spritzgie\u00dfparameter gemeinschaftlich und sofort bei Beginn der Simulation. Die in mehreren Iterationsschritten ermittelten Parameter wurden anschlie\u00dfend per sim link auf die Maschine \u00fcbertragen. Dieser Datentransfer zwischen Simulationssoftware und Spritzgie\u00dfmaschine kann in beide Richtungen erfolgen. Somit erm\u00f6glicht er auch die Analyse von Prozessdaten, die wiederum Potenziale f\u00fcr Prozessoptimierungen liefert. Ein Zugriff auf konstruktive Daten ist dabei nicht erforderlich.<\/p>\n<p>Der reale Anlauf der Fertigung unterstrich die hohe Pr\u00e4zision der per Moldflow<sup>\u00ae<\/sup> gefundenen Einstellungen. So stimmten das reale F\u00fcllverhalten und die Positionierung der Binden\u00e4hte zu 100\u00a0% mit der Simulation \u00fcberein. Das Verzugsverhalten des gr\u00f6\u00dften Teils, der rund 600\u00a0mm x 400\u00a0mm messenden T\u00fcrverkleidung, war auf \u00b12 mm genau vorausgesagt, und die Ma\u00dfe \u00fcber die Diagonale mit \u00fcber 650\u00a0mm wurden mit maximalen Abweichungen von nur 0,04\u00a0% eingehalten. Nach wenigen Optimierungsschritten und ohne gr\u00f6\u00dfere manuelle Nachjustierung erf\u00fcllten alle drei Formteile die Qualit\u00e4tsanforderungen.<\/p>\n<p>Das Gemeinschaftsprojekt hat nicht nur gezeigt, dass die reale Produktion fast identisch zur Simulation abgelaufen ist, dar\u00fcber hinaus er\u00f6ffnet das Ergebnis auch Potenzial f\u00fcr eine nachhaltigere Produktion. So l\u00e4sst sich in der Designphase erkennen, ob sich eine Maschine f\u00fcr das vorgesehene Produkt eignet, oder ob sich durch den Einsatz einer kleineren Maschine Energie einsparen und die Effizienz in der Produktion steigern l\u00e4sst. Zus\u00e4tzlich reduziert der in der Simulation erarbeitete Einstelldaten-Vorschlag die Anzahl der notwendigen Einstellzyklen. Das f\u00fchrt zu weniger Ausschuss und einem niedrigeren Energieverbrauch bei der Bemusterung.<\/p>\n<p>\u00dcber das Projekt selbst und viele zus\u00e4tzliche Details berichten Markus Kralicek, Business Development Manager bei Borealis, Michael Fischer, Head of Business Development Automotive Technologies bei ENGEL, und Stephan Berz, Vice President Sales bei Oerlikon HRSflow und General Manager DACH in einem kostenlosen, off-line zug\u00e4nglichen Webinar. Dieses erfordert lediglich eine Registrierung unter <a href=\"https:\/\/www.hrsflow.com\/ww\/en\/events\/borealis-engel-oerlikon-hrsflow-webinar\">https:\/\/www.hrsflow.com\/ww\/en\/events\/borealis-engel-oerlikon-hrsflow-webinar<\/a>. Dar\u00fcber hinaus werden die Vortragenden die Ergebnisse w\u00e4hrend der K 2022, am Donnerstag, den 20.10.2022 um 16:30\u00a0Uhr und am Dienstag, den 25.10.2022 um 16:00\u00a0Uhr, am Stand von Oerlikon HRSflow (Halle 1, Stand D10) pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><strong>\u00dcber Oerlikon HRSflow<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Flie\u00dfsimulation ermittelte Daten k\u00f6nnen die Zeit bis zur realen Bemusterung eines Werkzeugs erheblich reduzieren und teure&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":33689,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-33688","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33688"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33690,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33688\/revisions\/33690"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/33689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33688"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=33688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}