{"id":33954,"date":"2022-10-13T11:43:50","date_gmt":"2022-10-13T09:43:50","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=33954"},"modified":"2022-10-13T11:43:50","modified_gmt":"2022-10-13T09:43:50","slug":"presseinformation-igus-partner-mura-technology-plant-erste-anlage-fuer-chemisches-recycling-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=33954","title":{"rendered":"Presseinformation: igus Partner Mura Technology plant erste Anlage f\u00fcr chemisches Recycling in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im s\u00e4chsischen B\u00f6hlen sollen bis zu 120.000 Tonnen Kunststoffabfall pro Jahr wieder zu Roh\u00f6l recycelt werden<\/strong><\/p>\n<p>Ein neues Kapitel im modernen Kunststoff-Recycling schl\u00e4gt das britische Unternehmen Mura Technology in Sachsen auf. In B\u00f6hlen soll die erste Anlage in Deutschland f\u00fcr chemisches Recycling mit einer Kapazit\u00e4t von bis zu 120.000 Tonnen pro Jahr entstehen. Das Besondere: Sie verwandelt auch mehrschichtige Mischkunststoffe, die bislang als nicht trennbar gelten und in der Verbrennung landen, in Roh\u00f6l f\u00fcr die Herstellung neuer Produkte. Ein wichtiger Schritt, um wertvolle Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft zu halten und die Umwelt zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zwar sind die Deutschen Weltmeister im Recyceln. Doch jedes Jahr landen laut Naturschutzorganisation WWF immer noch 1,6 Millionen Tonnen Kunststoffabfall im Wert von 3,8 Milliarden Euro in der Verbrennung. Der Grund: Ein sortenreines Recycling ist bislang kaum m\u00f6glich. Denn viele Produkte, etwa Folien von Lebensmittelverpackungen, bestehen aus mehreren Kunststoffen, die sich mechanisch nicht mehr trennen lassen. \u00c4ndern soll das eine neuartige Recyclinganlage, die das britische Recyclingunternehmen Mura Technology errichten wird \u2013 gemeinsam mit dem US-Chemiekonzern und Kunststoffhersteller Dow an dessen Standort in B\u00f6hlen im Landkreis Leipzig. Sie wird die erste Anlage ihrer Art in Deutschland sein.<\/p>\n<p><strong>HydroPRS verwandelt Kunststoff zur\u00fcck in Roh\u00f6l<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Die Besonderheit der Anlage in B\u00f6hlen: ein neuartiges chemisches Recycling namens Hydrothermal Plastic Recycling Solution (HydroPRS). Allein mit Wasser, Hitze und Druck verwandelt HydroPRS Kunststoffe in Roh\u00f6l. In nur 30 Minuten. Aus diesem \u00d6l l\u00e4sst sich dann wieder qualitativ hochwertiges Kunststoffgranulat f\u00fcr die Herstellung fabrikneuer Kunststoffprodukte herstellen. Dabei l\u00e4sst sich dasselbe Material sogar wiederholt recyceln. \u201eDie Erfindung von Mura Technology geht \u00fcber die Grenzen des bekannten chemischen Recyclings hinaus\u201c, sagt Frank Blase, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von igus. \u201eDie HydroPRS-Technologie er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten, Kunststoffabf\u00e4lle energieschonend und mit hohem Ertrag in Roh\u00f6l umzuwandeln.\u201d igus hatte Anfang 2020 als erster Investor aus der Industrie rund f\u00fcnf Millionen Euro in das Start-up Mura Technology investiert, um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen. Rund anderthalb Jahre sp\u00e4ter kam KBR, ein f\u00fchrender internationaler Anbieter von wissenschaftlichen, technologischen und Engineering-L\u00f6sungen, als weiterer Partner hinzu. Inzwischen sind weitere Partner wie Dow, Chevron Phillips Chemical und LG Chemical hinzugekommen. Erst vor kurzem erhielt Mura zudem ein zus\u00e4tzliches, strategisches Investment von Dow, um die Entwicklung weiterer HydroPRS-Anlagen in den USA und Europa weiter voranzutreiben. Ziel der Partnerschaft ist es, bis 2030 zus\u00e4tzlich 600.000 Tonnen Recyclingkapazit\u00e4t zu schaffen.<\/p>\n<p><strong>Kunststoffrecycling-Anlage mit Kapazit\u00e4t von 120.000 Tonnen pro Jahr<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>2023 soll der Bau der Kunststoffrecycling-Anlage in B\u00f6hlen beginnen. 2025 wird sie voraussichtlich ihren Betrieb aufnehmen. Ihre Recyclingkapazit\u00e4t: rund 120.000 Tonnen Kunststoff pro Jahr. Weitere Anlagen entstehen zuk\u00fcnftig weltweit, in Asien, den USA und in England. Im nord\u00f6stlichen Teesside, England, errichtet Mura Technology derzeit die erste kommerzielle HydroPRS-Anlage, die in der ersten Jahresh\u00e4lfte 2023 in Betrieb geht. Sie wird j\u00e4hrlich mehr als 24.000 Tonnen Kunststoff recyceln. Alle Anlagen weltweit sollen bis 2030 eine Jahreskapazit\u00e4t von mehr als 100.000.000 Tonnen erreichen.<\/p>\n<p><strong>igus treibt Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe voran<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>igus unterst\u00fctzt die Recycling-Innovation von Mura Technology bereits seit der Anfangsphase, denn erkl\u00e4rtes Ziel des motion plastics Spezialisten ist es, eine Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Kunststoffe voranzutreiben. Das mechanische Recycling ist bereits seit \u00fcber 50 Jahren etabliert. So nutzt das Unternehmen 99 Prozent des in der Produktion anfallenden Kunststoffabfalls als neues Granulat f\u00fcr die Spritzgussmaschinen. 2019 hat igus zudem Chainge ins Leben gerufen \u2013 ein Recyclingprogramm f\u00fcr ausgediente Energieketten. 2022 ist die welterste Energiekette aus 100 Prozent recyceltem Material entstanden sowie ein Gleitlagerprogramm aus regranulierten Produktionsabf\u00e4llen. Dar\u00fcber hinaus realisiert igus gemeinsam mit dem Partner mtrl ein Vollkunststoff-Fahrrad f\u00fcr die urbane Mobilit\u00e4t, dessen Rahmen und R\u00e4der sich aus Kunststoffabf\u00e4llen herstellen lassen. So verwandeln sich Plastikabf\u00e4lle auf den M\u00fclldeponien dieser Welt in eine wertvolle Ressource.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues Kapitel im modernen Kunststoff-Recycling schl\u00e4gt das britische Unternehmen Mura Technology in Sachsen auf. 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