{"id":34646,"date":"2022-11-10T10:38:41","date_gmt":"2022-11-10T09:38:41","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=34646"},"modified":"2022-11-10T11:20:50","modified_gmt":"2022-11-10T10:20:50","slug":"mehr-platz-fuer-innovative-kunststoff-und-leichtbautechnologien-das-fraunhofer-iwu-verdreifacht-die-gesamtflaeche-seines-forschungszentrums-in-zittau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=34646","title":{"rendered":"Das Fraunhofer IWU verdreifacht die Gesamtfl\u00e4che seines Forschungszentrums in Zittau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Mehr Platz f\u00fcr innovative Kunststoff- und Leichtbautechnologien<\/strong><\/p>\n<p><b>Gemeinsam mit den Unternehmen der Region hat das Kunststoffzentrum Oberlausitz, der Zittauer Institutsteil des Fraunhofer IWU, seit seiner Er\u00f6ffnung 2016 zahlreiche anwendungsreife Technologie- und Produktinnovationen in den Be-reichen Kunststoffverarbeitung, additive Fertigung, Leichtbau, Biocomposites und Wasserstofftechnologien geschaffen. Den steigenden Bedarf an Forschungsleistungen in diesen Bereichen beantwortet das Fraunhofer IWU mit der Erweiterung seines Forschungszentrums in Zittau auf eine Gesamtfl\u00e4che von ca. 2.000 m\u00b2. Zum hochmodernen Maschinenpark z\u00e4hlen nun innovative Anlagen zur additiven Fertigung gro\u00dfer Metall- und Kunststoffbauteile etwa f\u00fcr die Luft-fahrt, den Energieanlagenbau oder das Bauwesen, aber auch Maschinen zur wirtschaftlichen Herstellung naturfaserverst\u00e4rkter Leichtbaustrukturen &#8211; beispielsweise f\u00fcr Verkleidungsteile in PKW und Schienenfahrzeugen. Im Beisein von Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer und Prof. Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft, hat das Fraunhofer IWU heute in Zittau Erweiterungsbau und neues Technikum feierlich in Betrieb genommen. <\/b><\/p>\n<p>Das Kunststoffzentrum Oberlausitz als Institutsteil des Fraunhofer IWU besteht seit 2016, zuvor arbeiteten ab 2011 Forscherinnen und Forscher des Instituts bereits in einer kleinen Projektgruppe in Zittau an Kunststoff- und Leichtbautechnologien. Seither kooperieren die Wissenschaftler im Dreil\u00e4ndereck erfolgreich mit den vorwiegend kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen der Oberlausitz, aber auch mit Gro\u00dfunternehmen im gesamten Bundesgebiet.<\/p>\n<p>\u00bbDie Erweiterung des Fraunhofer-Kunststoffzentrums in Zittau ist ein gro\u00dfer Gewinn f\u00fcr das gesamte Dreil\u00e4ndereck. Gemeinsam mit Betrieben und Hochschulen aus der Region entstehen hier zukunftstr\u00e4chtige Spitzentechnologien f\u00fcr die Kunststoffverarbeitung und den Leichtbau. Wissenschaft und Produktion greifen so ineinander, was die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Wirtschaft vor Ort st\u00e4rkt und Arbeitspl\u00e4tze schafft. Forschung und Innovationen sind der Schl\u00fcssel, um den Strukturwandel in der Oberlausitz weiter erfolgreich voranzutreiben. Die engen Partnerschaften und der Ausbau des Kunststoffzentrums sind das beste Beispiel daf\u00fcr\u00ab, betont Sachsens Ministerpr\u00e4sident Michael Kretschmer.<\/p>\n<p>Prof. Reimund Neugebauer, Pr\u00e4sident der Fraunhofer-Gesellschaft, erg\u00e4nzt: \u00bbIch bin \u00fcberzeugt, dass sich die Lausitz zu einem nachhaltigen Forschungs- und Innovationsstandort entwickeln wird. Das Strukturst\u00e4rkungsgesetz Kohleregionen bietet hier einen guten Rahmen f\u00fcr eine Vielzahl innovativer und interdisziplin\u00e4rer Vorhaben mit kurz- bis langfristigen Wirtschafts- und Arbeitsmarkteffekten. Der Erweiterungsbau des Fraunhofer-Kunststoffzentrums Oberlausitz ist ein sehr gutes Beispiel daf\u00fcr, wie die Fraunhofer-Gesellschaft den Strukturwandel in der Lausitz aktiv vorantreibt und Industrie und Mittelstand bei der Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle zur Seite steht. Insbesondere bei der St\u00e4rkung der Innovationsf\u00e4higkeit von KMU und der praxisnahen Erprobung neuartiger Produktionstechnologien nimmt das Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz inzwischen eine wichtige Rolle im regionalen Strukturwandel-Prozess ein.\u00ab<\/p>\n<p>In Folge der zunehmenden Digitalisierung sowie der Umstrukturierungen im Zuge einer nachhaltigen Wertsch\u00f6pfung und der damit verbundenen \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und gesellschaftlichen Transformation, stehen zahlreiche Regionen wie auch das Lausitzer Revier vor gro\u00dfen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Die Fraunhofer-Gesellschaft unterst\u00fctzt den innovationsgetriebenen Strukturwandel aktiv durch Vernetzung und den strukturierten Aufbau neuer Wertsch\u00f6pfungsketten. Ziel ist es, die vom Strukturwandel betroffenen Regionen durch innovationsf\u00f6rdernde Ma\u00dfnahmen auf einen dynamischen Wachstumspfad zu heben und damit zur Verringerung regionaler Disparit\u00e4ten beizutragen.<\/p>\n<p>Der sich in der Lausitz dynamisch entwickelnde Branchenschwerpunkt mit Kunststoffprodukten findet im Zittauer Technikum des Fraunhofer IWU einen idealen Forschungs- und Entwicklungspartner. \u00bbMit der Erweiterung unseres Forschungszentrums in Zittau bleiben wir Vorreiter und Impulsgeber auf dem Gebiet der Kunststoff- und Leichtbautechnik im Dreil\u00e4ndereck. Wir werden auch k\u00fcnftig den Transfer von Forschungsergebnissen in innovative Anwendungen und Produkte eng begleiten. Genau hier sehen wir unseren Beitrag f\u00fcr einen erfolgreichen Strukturwandel in der Oberlausitz\u00ab, unterstreicht Prof. Welf-Guntram Drossel, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Institutsleiter des Fraunhofer IWU.<\/p>\n<p>Prof. Sebastian Scholz, Leiter des nunmehr deutlich vergr\u00f6\u00dferten Forschungszentrums, freut sich: \u00bbMit der Erweiterung k\u00f6nnen wir nun 44 statt bisher 20 Wissenschaftlern attraktive Arbeitspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stellen. Damit haben wir auch buchst\u00e4blich erweiterte M\u00f6glichkeiten in der angewandten Forschung f\u00fcr und mit Unternehmen, aber auch in der Grundlagenforschung und in der praktischen Ausbildung der Studierenden der benachbarten Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz. Mit den neuen Anlagen insbesondere in der additiven Fertigung und zur Verarbeitung nachhaltiger Leichtbaustrukturen bietet das Kunststoffzentrum eine hervorragende Technologiebasis zur Erforschung wirtschaftlicher und nachhaltiger Fertigungsprozesse und Bauteile.\u00ab.<\/p>\n<h4>Partnerschaft mit der Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz auf neuem Niveau<\/h4>\n<p>Zwischen dem Fraunhofer Kunststoffzentrum Oberlausitz und der Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Partnerschaft entwickelt. Das Fraunhofer IWU ist \u00fcber den Lehrstuhl Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien von Prof. Scholz auch personell mit der Hochschule verlinkt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Fraunhofer und Lehrstuhl arbeiten im selben Geb\u00e4ude und kooperieren in gemeinsamen FuE-Projekten. Die Zusammenarbeit und gegenseitige Nutzung von Infrastruktur sind \u00fcber einen Kooperationsvertrag geregelt. Ein Beispiel: zwei neue gro\u00dfe Kunststoffverarbeitungsmaschinen der Hochschule finden in der neuen Forschungshalle des IWU Platz und k\u00f6nnen so von beiden Partnern genutzt werden.<\/p>\n<p>Die neue hydraulische Hei\u00dfpresse mit verfahrbarem Tisch und 2.000 Tonnen Presskraft dient zur Herstellung von Faserverbundbauteilen, zum Beispiel mit Naturfasern oder biobasierten Carbonfasern. Gemeinsam mit Kunden k\u00f6nnen die Forscher nun reale Bauteile herstellen und diese mit Blick auf eine sp\u00e4tere Serienfertigung beurteilen, statt auf Versuchsteile im Laborma\u00dfstab beschr\u00e4nkt zu sein.<\/p>\n<p>Den Maschinenpark erg\u00e4nzt auch das auf einer CNC gesteuerten Portalfr\u00e4sanlage aufbauende, neue Hybrid-Bearbeitungszentrum. Dieses Bearbeitungszentrum erlaubt sowohl die additive Bauteilfertigung auf Basis eines mit Standard-Kunststoffgranulat arbeitenden Extruders, als auch eine (subtraktive) Fr\u00e4sbearbeitung. Beide Verfahren werden automatisiert miteinander kombiniert. Die Portalanlage kann Bauteile mit bis zu 60 m\u00b3 Gr\u00f6\u00dfe drucken und nachgelagert bearbeiten. Dieses neue 3D-Druck-Fr\u00e4szentrum erlaubt durch seine Dimensionierung beispielsweise die Herstellung gro\u00dfvolumiger Formwerkzeuge, aber auch Architekturelemente wie individuelle Fassaden, M\u00f6bel etc.<\/p>\n<p>Neu f\u00fcr den Standort sind zudem die metallischen 3D-Druck Verfahren, an denen das Technikum k\u00fcnftig in enger Abstimmung mit dem Fraunhofer IWU-Standort Dresden forscht. Den Forschenden in Zittau steht nun insbesondere eines der aktuell gr\u00f6\u00dften und leistungsf\u00e4higsten Drucksysteme zur Verf\u00fcgung. Das Ziel: gro\u00dfe, industrierelevante Bauteile und Werkzeuge erforschen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dank des erweiterten Maschinenparks kann das Kunststoffzentrum nicht zuletzt seine Forschungen an industriellen Prozessen zur Herstellung komplexer Leichtbauteile aus faserverst\u00e4rkten Kunststoffen beispielsweise mit Rezyklatanteilen, Naturfasern und anderweitigen biogenen F\u00fcllstoffen intensivieren. Ein wichtiger Inkubator f\u00fcr die Erforschung wirtschaftlicher Herstellungsverfahren f\u00fcr naturfaserverst\u00e4rkte Kunststoffe (NFK) am Standort Zittau ist das mit ca. 12 Millionen Euro durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung und die Industrie finanzierte Gro\u00dfforschungsprojekt LANDER\u00b3 (Lausitzer Naturfaserverbundwerkstoffe Dezentrale Energie, Rohstoffe, Ressourcen, Recycling) der Hochschule Zittau\/G\u00f6rlitz.<b><\/b><\/p>\n<p><strong>Noch mehr Schlagkraft f\u00fcr internationale Kooperationen in Leistungszentren<\/strong><\/p>\n<p>Mit den neuen technischen M\u00f6glichkeiten in seinem Zittauer Forschungszentrum st\u00e4rkt das Fraunhofer IWU zudem seine internationalen Kooperationen. Insbesondere die Lage im Dreil\u00e4ndereck bietet eine gute Basis f\u00fcr die Zusammenarbeit mit Universit\u00e4ten und Unternehmen in Tschechien und Polen. Eine langj\u00e4hrige und enge Kooperation besteht mit der TU Liberec seit den Anf\u00e4ngen des Fraunhofer IWU in Zittau. R\u00e4umliche und fachliche N\u00e4he sind dabei ein entscheidender Vorteil. Aktuell arbeiten die Wissenschaftler auf deutscher und tschechischer Seite gemeinsam im so genannten Internationalen Leistungszentrum f\u00fcr transdisziplin\u00e4re Systemforschung und Transfer (\u00bbTransTech\u00ab) an L\u00f6sungen in den Bereichen Industrie 4.0, Automatisierung, Leichtbau, Kunststofftechnik und additive Fertigung. Ein gemeinsam bei der Europ\u00e4ischen Union eingereichter F\u00f6rder-Antrag mit dem Titel \u00bbIDm\u00b2\u00ab und einem Volumen von insgesamt ca. 36 Millionen Euro, befindet sich derzeit in der entscheidenden Auswahlrunde. Sollte sich IDm\u00b2 durchsetzen, wird sich die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Zittau und Liberec nochmals deutlich intensivieren.<\/p>\n<p>Die Fraunhofer-Institute f\u00fcr Werkstoff- und Strahltechnik IWS sowie f\u00fcr Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU arbeiten in ATeM (Additive Technology f\u00fcr Medicine and Health) mit der Fakult\u00e4t Maschinenbau, dem Center for Advanced Manufacturing Technologies (CAMT) der Technischen Universit\u00e4t Breslau sowie den Universit\u00e4tskliniken in Dresden und Leipzig an innovativen 3D-Druck Verfahren in der Medizintechnik. Das Ziel sind individuelle, auf den Patienten zugeschnittene und dabei kosteng\u00fcnstige L\u00f6sungen f\u00fcr Therapien und Behandlungsans\u00e4tze.<\/p>\n<h4>Fokusreise Strukturwandel<\/h4>\n<p>Im Rahmen der \u00bbFokusreise Strukturwandel\u00ab vom 1. bis 7. November 2022 demonstrieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der regional verankerten Institute richtungsweisende L\u00f6sungsans\u00e4tze, die geeignet sind, einen Beitrag zur Zukunftsf\u00e4higkeit und Innovationskraft in vom Strukturwandel betroffenen Regionen zu leisten. Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden die Themenfelder Versorgungssicherheit, nachhaltige Fertigungsprozesse und Agrarwirtschaft diskutiert sowie k\u00fcnftige Technologiepfade ermittelt.<\/p>\n<p>Folgen Sie der \u00bbFokusreise Strukturwandel\u00ab<b> <\/b>auch in den Sozialen Medien, \u00fcber den LinkedIN-Kanal von Fraunhofer-Pr\u00e4sident Professor Reimund Neugebauer [LINK: https:\/\/www.linkedin.com\/in\/reimund-neugebauer\/] sowie unter dem Hashtag #WeKnowChange.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam mit den Unternehmen der Region hat das Kunststoffzentrum Oberlausitz, der Zittauer Institutsteil des Fraunhofer IWU&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":34647,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-34646","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34646","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34646"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34646\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34652,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34646\/revisions\/34652"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/34647"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34646"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34646"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34646"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=34646"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}