{"id":34773,"date":"2022-11-16T10:10:13","date_gmt":"2022-11-16T09:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=34773"},"modified":"2022-11-16T10:10:13","modified_gmt":"2022-11-16T09:10:13","slug":"sektor-industrie-mit-starker-performance-in-den-ersten-neun-monaten-wertminderung-im-sektor-medizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=34773","title":{"rendered":"Sektor Industrie mit starker Performance in den ersten neun Monaten \u2013 Wertminderung im Sektor Medizin"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u2022 Umsatzr\u00fcckgang auf Konzernebene um -10,4% auf 829,6 Mio. EUR im Q1-3 2022<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Umsatzanstieg im Sektor Industrie um 36,4% auf 558,4 Mio. EUR im Gegensatz zu erheblichem R\u00fcckgang im Sektor Medizin um 47,5% auf 271,2 Mio. EUR<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 EBITDA sank um -73,5% auf 85,9 Mio. EUR; EBITDA-Marge um -24,7 Prozentpunkte auf 10,3% (Q1-3 2021: 35,0%)<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Wertminderungen im Sektor Medizin (51,8 Mio. EUR) sowie im Segment Semperseal (2,1 Mio. EUR)<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 EBIT stark r\u00fcckl\u00e4ufig bei -9,0 Mio. EUR (Q1-3 2021: 290,0 Mio. EUR); EBIT-Marge ging auf -1,1% zur\u00fcck nach 31,3% im Vorjahr<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Um die Wertminderungen im Sektor Medizin und im Segment Semperseal bereinigtes EBIT be-trug 44,9 Mio. EUR, die bereinigte EBIT-Marge 5,4%<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Verringerung des Free Cashflows auf -19,6 Mio. EUR (Q1-3 2021: 160,1 Mio. EUR)<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zur pandemiebedingt au\u00dferordentlich positiven Vorjahresperiode verzeichnete die b\u00f6rsennotierte Semperit-Gruppe in den ersten neun Monaten 2022 den erwarteten Umsatz- und Ergebnisr\u00fcckgang. \u201eIm Sektor Industrie ist es uns jedoch auch in dieser Berichtsperiode gelungen, dem schwierigen Marktumfeld und der zunehmend abk\u00fchlenden Wirtschaftskonjunktur mit einer starken Performance zu trotzen. Das untermauert einmal mehr, dass die konsequente Weiterverfolgung der Transformation unserer Gruppe zum Industriegummispezialisten der richtige Weg ist\u201c, sagt CEO Karl Haider. \u201eDie Trennung vom Sektor Medizin steht nach dem Ende der pandemiebedingten Sonderkonjunktur und der nun gegebenen Marktdynamik am Markt f\u00fcr Untersuchungs- und Schutzhandschuhe seit diesem Sommer wieder im Vordergrund. Wir setzen sukzessive n\u00e4chste Schritte in Richtung einer zeitnahen Trennung und haben erste Gespr\u00e4che mit potenziellen Kaufinteressenten aufgenommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Umsatzanstieg im Sektor Industrie ma\u00dfgeblich durch h\u00f6here Verkaufspreise beeinflusst<\/strong><br \/>\nIn einem schwierig bleibenden Marktumfeld, das durch hohe Inflation und konjunkturelle Abk\u00fchlung gepr\u00e4gt ist, gelang es, rohstoff- und energiebedingte Preissteigerungen durch die Anhebung der durchschnittlichen Verkaufspreise in allen Segmenten des Sektors Industrie zeitnah weiterzugeben. Der Umsatz stieg im Sektor Industrie um 36,4% auf 558,4 Mio. EUR. Dadurch konnte dem starken Umsatzr\u00fcckgang im Sektor Medizin um -47,5% auf 271,2 Mio. EUR zumindest teilweise entgegengewirkt werden: Auf Konzernebene sank der Umsatz nur um -10,4% auf 829,6 Mio. EUR. Der Umsatzr\u00fcckgang im Sektor Medizin ist vor allem auf das r\u00fcckl\u00e4ufige Preisniveau zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Operatives Ergebnis durch Umsatzr\u00fcckgang und steigende Kosten belastet<\/strong><br \/>\nSowohl der deutliche Umsatzr\u00fcckgang im Sektor Medizin als auch steigende Kosten f\u00fcr Materialaufwand (inklusive Energie und bezogene Leistungen) von +17,5%, Personalaufwand von +9,1% und sonstige betriebliche Aufwendungen (speziell Ausgangsfrachten und nicht-produktionsbezogene Energiekosten) von +19,9% belasteten das operative Ergebnis. Das in den vergangenen zwei Jahren infolge der durch die pandemiebedingten Sonderkonjunktur im Sektor Medizin stark gestiegene EBITDA ist von 324,3 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2021 auf 85,9 Mio. EUR und damit um -73,5% gesunken. Die EBITDA-Marge lag bei 10,3% (Q1-3 2021: 35,0%). Das EBIT sank in den ersten neun Monaten 2022 auf -9,0 Mio. EUR nach 290,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge der Semperit-Gruppe ging von 31,3% im Vorjahr auf aktuell -1,1% zur\u00fcck. Bereinigt man das Ergebnis um die per Ende September gebuchten Wertminderungen, so ergeben sich f\u00fcr die ersten neun Monate 2022 ein bereinigtes EBIT von 44,9 Mio. EUR und eine bereinigte EBIT-Marge von 5,4%.<br \/>\nDie zahlungswirksamen Investitionen in immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen lagen in den ersten neun Monaten 2022 mit 41,8 Mio. EUR \u00fcber jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres in H\u00f6he von 31,2 Mio. EUR und werden sich auch in Zukunft zunehmend auf wachstumsorientierte Investitionen konzentrieren.<br \/>\nIn den ersten neun Monaten des Jahres 2022 betrug der Free Cashflow belastet durch regelkonforme Steuerzahlungen im Zusammenhang mit der Sonderkonjunktur 2021 insgesamt -19,6 Mio. EUR gegen\u00fcber 160,1 Mio. EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nNach einem erfolgreichen ersten Halbjahr und einem wie erwartet schw\u00e4cheren dritten Quartal 2022 rechnet die Semperit-Gruppe mit einem weiteren R\u00fcckgang f\u00fcr den Rest des Gesch\u00e4ftsjahres und best\u00e4tigt daher den im M\u00e4rz 2022 ver\u00f6ffentlichten Ausblick.<br \/>\nDem liegt ma\u00dfgeblich die Annahme zugrunde, dass die letzten drei Monate des Jahres in der Regel \u2013 sowohl saisonal wie auch durch Betriebsurlaube zu Weihnachten bedingt \u2013 das deutlich schw\u00e4chste Quartal im Jahresverlauf sind. Nach dem Auslaufen der pandemiebedingten Sonderkonjunktur wird nach dem negativen Ergebnis im dritten Quartal auch im vierten Quartal 2022 mit einer Belastung des Ergebnisses auf Gruppenebene durch den Sektor Medizin gerechnet. Hinzu kommt die anlaufende Abk\u00fchlung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die auch den Sektor Industrie beeinflussen wird.<\/p>\n<p>Absatzseitig bestehen Unsicherheiten, da sowohl im Sektor Medizin als auch zum Teil im Sektor Industrie kundenseitige Bestandsoptimierungsprogramme zu einem Bestellverhalten der Kunden abseits des U\u0308blichen f\u00fchren k\u00f6nnen. Dies ist unter anderem durch die Kostensteigerungen bedingt, da die M\u00f6glichkeiten zur Preisweitergabe von der Preissensitivit\u00e4t der jeweiligen Kunden und den Dynamiken an den segmentspezifischen Produktm\u00e4rkten abh\u00e4ngen werden.<br \/>\nUnklar und damit auch unsicher sind die noch nicht absehbaren weiteren Entwicklungen geopolitischer Krisenherde, wie zum Beispiel aktuell Taiwan. Hinzu kommen die negativen Effekte von Inflation und Fremdw\u00e4hrungsentwicklungen.<br \/>\nDer Vorstand der Semperit AG Holding verfolgt die Transformation der Gruppe zum Industriegummispezialisten konsequent weiter, wiewohl diese durch die Corona-Pandemie verz\u00f6gert wurde. Nach dem Ende der pandemiebedingten Sonderkonjunktur und der nun gegebenen Marktdynamik am Markt f\u00fcr Untersuchungs- und Schutzhandschuhe ist die Trennung vom Sektor Medizin seit dem Sommer 2022 wieder in den Vordergrund ger\u00fcckt: Der Vorstand setzt sukzessive die n\u00e4chsten Schritte in Richtung Trennung und hat erste Gespr\u00e4che mit potenziellen Kaufinteressenten aufgenommen. Die Trennung vom Segment Sempermed soll zeitnah erfolgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vergleich zur pandemiebedingt au\u00dferordentlich positiven Vorjahresperiode verzeichnete die b\u00f6rsennotierte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6982,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-34773","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=34773"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34775,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/34773\/revisions\/34775"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6982"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=34773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=34773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=34773"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=34773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}