{"id":35106,"date":"2022-12-22T08:23:09","date_gmt":"2022-12-22T07:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=35106"},"modified":"2022-12-21T17:24:07","modified_gmt":"2022-12-21T16:24:07","slug":"maschinen-und-anlagenbau-bleibt-in-schwerer-see-auf-kurs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=35106","title":{"rendered":"Maschinen- und Anlagenbau bleibt in schwerer See auf Kurs \u00a0"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>VDMA bekr\u00e4ftigt Produktionsprognosen f\u00fcr 2022 (real plus 1 Prozent) und 2023 (real minus 2 Prozent)<\/strong><\/li>\n<li><strong>Neue China-Position fordert St\u00e4rkung des Binnenmarkts, warnt aber vor einer \u201eFestung Europa\u201c<\/strong><\/li>\n<li><strong>US-amerikanischer Inflation Reduction Act hat f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau Licht- und Schattenseiten<\/strong><\/li>\n<li><strong>B\u00fcrokratie und Regulierungsflut von EU und Deutschland gef\u00e4hrden Wettbewerbsf\u00e4higkeit der mittelst\u00e4ndischen Industrie<\/strong><\/li>\n<li><strong>Projekt \u201eManufacturing-X\u201c ist gro\u00dfe Chance f\u00fcr die Daten\u00f6konomie<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit einer gro\u00dfen Kraftanstrengung in der unerwartet schweren See des Jahres 2022 auf Kurs geblieben und blickt mit einiger Zuversicht auf das kommende Jahr. \u201eDie hohe Inflation und der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen werden auch unsere Branche noch lange belasten. Materialengp\u00e4sse und Schwierigkeiten in der Lieferkette dauern an, zudem kehren immer mehr Staaten zu protektionistischen Ma\u00dfnahmen zur\u00fcck. Die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau haben einmal mehr mit ihrer unternehmerischen Freiheit ihre Innovationskraft und Anpassungsf\u00e4higkeit bewiesen\u201c, sagte VDMA-Pr\u00e4sident Karl Haeusgen auf der Jahres-Pressekonferenz des Verbands. \u201eDaher sind wir zuversichtlich, unser Ziel eines realen Produktionswachstums von 1 Prozent in diesem Jahr zu erreichen und halten auch an unserer Prognose f\u00fcr das kommende Jahr fest. Wir rechnen f\u00fcr 2023 weiterhin mit einem leichten realen Produktionsr\u00fcckgang von 2 Prozent. Das ist weit entfernt von den R\u00fcckschl\u00e4gen fr\u00fcherer Jahre und zeigt die Robustheit unserer Industrie.\u201c<\/p>\n<p>Insbesondere das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft sei f\u00fcr den mittelst\u00e4ndischen Maschinen- und Anlagenbau und seine innovativen Technologien eine gro\u00dfe Chance. \u201eVoraussetzung daf\u00fcr ist allerdings, dass die Unternehmen auf eine verl\u00e4ssliche und bezahlbare Material- und Energieversorgung bauen k\u00f6nnen. Hier sind die EU und die deutsche Regierung gefordert, die M\u00e4rkte offen zu halten und alle zur Versorgung notwendigen Ma\u00dfnahmen rasch und mit m\u00f6glichst wenig b\u00fcrokratischem Aufwand umzusetzen\u201c, mahnte Haeusgen.<\/p>\n<p><strong>Engp\u00e4sse in Lieferketten weiter gro\u00df, aber leichte Entspannung<\/strong><br \/>\nDie Produktion im Maschinen- und Anlagenbau wird weiterhin durch Schwierigkeiten in den Lieferketten und durch Materialengp\u00e4sse sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigt. Laut der j\u00fcngsten VDMA-Blitzumfrage von Anfang Dezember, an der mehr als 600 Mitgliedsfirmen teilnahmen, sehen 74 Prozent der Unternehmen ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit durch solche Engp\u00e4sse gravierend oder merklich beeintr\u00e4chtigt. Im Juni waren es allerdings noch 87 Prozent gewesen. Von einer merklichen Entspannung berichten die Firmen in der j\u00fcngsten Umfrage mit Blick auf Chemikalien, Kunststoffen und Metallerzeugnissen. Nach wie vor angespannt ist die Lage dagegen bei Elektronikkomponenten, wenngleich mit r\u00fcckl\u00e4ufiger Tendenz. Diese Entwicklung kann sich nach Ansicht der VDMA-Volkswirte positiv auf die Produktion der Schlussmonate 2022 auswirken. Von Januar bis einschlie\u00dflich Oktober lag die reale Produktion im Maschinen- und Anlagenbau noch um real 0,4 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Der Auftragseingang blieb in den ersten zehn Monaten des Jahres real um 1 Prozent unter dem Vorjahr, die Auftragsreichweite betrug im September 2022 noch 11,9 Monate und ist damit unver\u00e4ndert sehr hoch.<\/p>\n<p><strong>VDMA-Umfrage: H\u00e4lfte der Unternehmen blickt optimistisch auf 2023<\/strong><br \/>\nF\u00fcr das kommende Jahr erwartet der Verband ein unver\u00e4ndert schwieriges Umfeld: Das Wachstum in China bleibt voraussichtlich schwach, der Krieg in der Ukraine bringt weiterhin hohe Energiepreise mit sich und nahezu weltweit antworten die Zentralbanken auf hohe Inflationsraten mit steigenden Zinsen. \u201eDas wird die Weltwirtschaft und damit auch die Investitionsg\u00fcterindustrien auf absehbare Zeit belasten\u201c, sagte Haeusgen. \u201eDennoch ist die Stimmung in vielen L\u00e4ndern der Erde in den vergangenen Wochen nicht mehr so negativ gewesen, wie in den ersten Monaten nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Daher rechnen wir f\u00fcr 2023 nur mit einem leichten realen Produktionsminus von 2 Prozent. Das ist, gemessen an fr\u00fcheren Wachstumseinbu\u00dfen, ein moderater R\u00fcckgang der Produktion und deutlich weniger als von vielen bef\u00fcrchtet\u201c, betonte der VDMA-Pr\u00e4sident. Diese Einsch\u00e4tzung teilt er mit zahlreichen Unternehmern aus der Branche: Laut Umfrage schaut nahezu die H\u00e4lfte der Befragten (48 Prozent) optimistisch oder verhalten optimistisch ins neue Jahr. 38 Prozent sind unentschieden, lediglich 14 Prozent zeigen sich pessimistisch oder verhalten pessimistisch.<\/p>\n<p><strong>Besch\u00e4ftigung soll ausgebaut werden \u2013 Fachkr\u00e4ftemangel bremst<\/strong><br \/>\nDiese Zuversicht spiegelt sich auch in der Besch\u00e4ftigungslage der Branche wider. Im September 2022 waren es 1,019 Millionen Menschen in den Stammbelegschaften (Unternehmen mit mehr als 50 Besch\u00e4ftigten) des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland &#8211; ein Plus von 1,0 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Damit bleibt die Branche der gr\u00f6\u00dfte industrielle Arbeitgeber im Land. Deutlich mehr als die H\u00e4lfte (54 Prozent) der vom VDMA im Herbst befragten Maschinenbaufirmen wollen ihren Personalstand im kommenden Jahr sogar ausbauen, gut 30 Prozent wollen ihn konstant halten. Allerdings haben die Unternehmen unver\u00e4ndert gro\u00dfe Schwierigkeiten, diese Stellen auch zu besetzen. Der allgemeine Fachkr\u00e4ftemangel f\u00fchrt dazu, dass nahezu alle befragten Firmen (97 Prozent) hier Engp\u00e4sse sp\u00fcren.<\/p>\n<p><strong>Preisbremsen f\u00fcr Energie: Zu komplex und b\u00fcrokratisch<\/strong><br \/>\nDie Risiken in der Energieversorgung hat der Maschinen- und Anlagenbau bisher gut gemeistert, \u201eallerdings auch, weil eine Gasmangellage verhindert wurde\u201c, sagte der VDMA-Pr\u00e4sident. \u201eEnergiekosten kommen in unserer Industrie vor allem durch energieintensiv hergestellte Vorprodukte an. Deshalb halten wir das Konzept der Preisbremsen f\u00fcr Strom, Gas und Fernw\u00e4rme in dieser kritischen Zeit f\u00fcr sinnvoll. Es sollte entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette wirken.\u201c Insbesondere durch die europ\u00e4ischen Beihilferegelungen seien diese Preisbremsen nun aber zu komplex geworden. Erste Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau wollen trotz hoher Kosten davon absehen, die Hilfen in Anspruch zu nehmen, erl\u00e4uterte Haeusgen. \u201eWenn man ein wirksames Instrument schaffen will, das nicht nur einen Rettungsschirm darstellt, dann muss es einfach und unb\u00fcrokratisch sein\u201c, forderte er.<\/p>\n<p><strong>Exportf\u00f6rderinstrumente erhalten und ausbauen<\/strong><br \/>\nChina ist f\u00fcr den deutschen und europ\u00e4ischen Maschinen- und Anlagenbau ein enorm wichtiger Markt und wird dies auf absehbare Zeit bleiben. Die Volksrepublik ist der zweitwichtigste Exportmarkt und ausl\u00e4ndische Investitionsstandort f\u00fcr den Maschinenbau aus Deutschland. Doch die aggressive Wirtschaftspolitik der chinesischen Regierung stellt die mittelst\u00e4ndische Industrie vor neue, gro\u00dfe Herausforderungen. Der VDMA hat daher eine umfassende China-Position erarbeitet, die sich mit den Zielen der Regierung in Peking und ihren Mitteln zur Durchsetzung besch\u00e4ftigt, ebenso wie mit den Handlungsoptionen der Unternehmen. \u201eChina will sich wirtschaftlich weiterentwickeln und die Innovationskraft der eigenen Wirtschaft st\u00e4rken. Dazu wird strategisch in das Wirtschaftsgeschehen eingegriffen, zum Nachteil ausl\u00e4ndischer Unternehmen\u201c, erl\u00e4uterte Haeusgen.<\/p>\n<p>Deshalb sei es richtig und wichtig, dass die Bundesregierung nun eine Neubewertung des Verh\u00e4ltnisses zu China vornimmt und eine entsprechende Strategie erarbeitet. \u201eDer Markt China ist aber kurz- und mittelfristig nicht ersetzbar und deshalb sollten die Exportf\u00f6rderinstrumente nicht abgebaut werden. Die Exporte nach China sorgen in Deutschland f\u00fcr gut bezahlte und hoch qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze\u201c, mahnte der VDMA-Pr\u00e4sident. \u201eVielmehr kann die deutsche Politik mit ihren F\u00f6rderinstrumenten helfen, neue Absatzm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen. So brauchen wir zum Beispiel endlich ein funktionierendes Exportkreditversicherungssystem f\u00fcr kleine Auftragswerte.\u201c<\/p>\n<p>Zudem m\u00fcsse die EU weitere Freihandelsabkommen mit Partnerl\u00e4ndern in Asien abschlie\u00dfen und das Mercosur-Abkommen endlich umsetzen. \u201eDar\u00fcber hinaus gilt es, den EU-Binnenmarkt vor unfairen Handelspraktiken aus Drittstaaten zu sch\u00fctzen, vor allem aus China. Dabei muss es aber immer eine Balance zwischen offensiven und defensiven Handelsinstrumenten geben. Eine \u201eFestung Europa\u201c darf es nicht wieder geben!\u201c, betonte Haeusgen.<\/p>\n<p><strong>Inflation Reduction Act mit begrenzten Auswirkungen<\/strong><br \/>\nAuch die aktuellen Belastungen im Verh\u00e4ltnis der EU zu ihrem wichtigsten Handelspartner USA bereiten dem Maschinen- und Anlagenbau Sorgen. \u201eWir erleben eine intensive Debatte zum amerikanischen Inflation Reduction Act (IRA) und damit zur Frage, ob Europa eine signifikante Verlagerung von Industriewertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tzen in die USA droht\u201c, sagte der VDMA-Pr\u00e4sident. Im Maschinen- und Anlagenbau sei damit nicht zu rechnen, \u201edie Auswirkungen des IRA auf unsere Industrie sind begrenzt\u201c, betonte er. Denn die neuen amerikanischen Steuergutschriften stehen ausschlie\u00dflich f\u00fcr Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zur Verf\u00fcgung und wirken sich daher vornehmlich auf die Sektoren aus, die Teil dieser Wertsch\u00f6pfungsketten sind. Viele andere wichtige Branchen im Maschinen- und Anlagenbau &#8211; zum Beispiel Verpackungsmaschinen, Baumaschinen, Landtechnik oder Robotik &#8211; sind allenfalls indirekt betroffen und k\u00f6nnen von den erh\u00f6hten amerikanischen Investitionen sogar profitieren.<\/p>\n<p>\u201eIn bestimmten Bereichen wie Windenergie oder Wasserstoff jedoch, die auch f\u00fcr die nachhaltige Transformation wichtig sind, k\u00f6nnten Investoren amerikanische Projekte den europ\u00e4ischen vorziehen. Hier muss die EU eine Antwort finden, wenn man im Technologiehochlauf und der damit verbundenen Wertsch\u00f6pfung mithalten will. Es geht dabei nicht um noch h\u00f6here Milliardensummen, sondern um die Einfachheit und Verl\u00e4sslichkeit der F\u00f6rderung. Hier k\u00f6nnen wir von den USA sogar lernen\u201c, erl\u00e4uterte Haeusgen.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich bedeute der Inflation Reduction Act in Teilen jedoch einen Bruch mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO. \u201eEr ist damit ein bedauerlicher weiterer Schritt der USA weg vom Freihandel\u201c, bem\u00e4ngelte Haeusgen. \u201eAnstatt reflexartig nach einem ,Buy European\u2018-Programm zu rufen, w\u00e4re es viel sinnvoller, eine Offensive f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Industrie zu starten. Das hei\u00dft konkret: das regulatorische Umfeld durchforsten, Innovationshemmnisse beseitigen und in den bereits zahlreich vorhandenen F\u00f6rderprogrammen die Prozesse vereinfachen\u201c, forderte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><strong>Geplantes EU-Lieferkettengesetz f\u00fcr Mittelstand nicht machbar<\/strong><br \/>\nNach Ansicht des VDMA werden Rahmenbedingungen und Regulierung in Europa derzeit jedoch so konzipiert, dass sie dem Industriestandort Europa mehr schaden als nutzen. \u201eDie politischen Absichten und Ziele der EU, die gr\u00fcne und nachhaltige Transformation zu gestalten, wird von uns unterst\u00fctzt. Doch lassen viele Gesetzesvorschl\u00e4ge die Realit\u00e4ten im industriellen Mittelstand unber\u00fccksichtigt\u201c, beklagte Haeusgen. Als Beispiele nannte er die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung oder das EU-Lieferkettengesetz: Beide Regelwerke werden nicht nur unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige, sondern auch unn\u00f6tige Belastungen f\u00fcr den international vernetzten europ\u00e4ischen Mittelstand mit sich bringen, seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit sp\u00fcrbar schw\u00e4chen und sind damit kontraproduktiv mit Blick auf die verfolgten Ziele.<\/p>\n<p>\u201eDie Politik glaubt zum Beispiel, ein Mittelst\u00e4ndler k\u00f6nnte in allen Stufen seiner Lieferkette in fernen L\u00e4ndern daf\u00fcr sorgen, dass nicht nur Kinderarbeit verhindert wird, sondern auch europ\u00e4ische Umweltstandards eingehalten werden, Religionsfreiheit gew\u00e4hrleistet ist und Gewerkschaften gebildet werden d\u00fcrfen. Wer das nicht nachweisen kann, riskiert, k\u00fcnftig verklagt zu werden, wenn das EU-Lieferkettengesetz wie vom EU-Parlament vorgesehen kommt. In Summe scheint es leider so zu sein, dass bei vielen politischen Entscheidungstr\u00e4gern die Wettbewerbsf\u00e4higkeit eines f\u00fcr Europa und auch die gr\u00fcne und digitale Transformation entscheidenden Sektors v\u00f6llig nachrangig ist\u201c, bilanzierte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><strong>Ampel-Regierung muss Weichen f\u00fcr Transformation stellen<\/strong><br \/>\nZum \u201eJahrestag\u201c der Ampel-Koalition in Berlin forderte Haeusgen, dass die Regierung ihre abgegebenen Versprechen nun auch umsetze. Es gehe insbesondere darum, Wachstumsbremsen zu l\u00f6sen durch B\u00fcrokratieabbau und ein Belastungsmoratorium, sowie die ehrgeizige Verk\u00fcrzung von Planungs- und Genehmigungsverfahren endlich umsetzen.\u00a0 \u201eWir m\u00fcssen den notwendigen Transformationsturbo z\u00fcnden, f\u00fcr Investitionen in Klimaschutz, Effizienz und Digitalisierung. Der Maschinen- und Anlagenbau steht hierf\u00fcr mit einem breiten Angebotsportfolio bereit\u201c, sagte er. Der VDMA forderte die Regierung zudem auf, die Staatsfinanzen auf tragf\u00e4hige Grundlage zu stellen. Dies bedeute, die Schuldenbremse verfassungskonform einzuhalten und die Staatsquote perspektivisch auf maximal 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu deckeln. \u201eWir brauche eine zukunftsorientierte Umschichtung der Staatsausgaben: Weniger konsumtive und daf\u00fcr mehr investive Ausgaben, etwa in Verkehrswege, Digitalisierung und Bildung\u201c, betonte Haeusgen.<\/p>\n<p>Deutschland hinkt in der Forschungsf\u00f6rderung anderen L\u00e4ndern immer noch hinterher: Nur gut 3 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der Unternehmen kommen hierzulande vom Staat, w\u00e4hrend in Gro\u00dfbritannien und Frankreich 7 Prozent und mehr erreicht werden. \u201eDeshalb braucht es themenoffene und breitenwirksame F\u00f6rderinstrumente. Die Einf\u00fchrung einer steuerlichen Forschungsf\u00f6rderung war richtig, und sie ist wichtiger denn je. Sie sollte deshalb ausgeweitet und die Industrielle Gemeinschaftsforschung gest\u00e4rkt werden. Vor allem aber darf die notwendige Krisenintervention sich nicht zur kleinteiligen, \u00fcberregulierten Industriepolitik verstetigen\u201c, mahnte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><strong>Transformationschance Manufacturing-X<\/strong><br \/>\nEine gro\u00dfe Chance f\u00fcr den Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der mittelst\u00e4ndischen Industrie sowie der technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t in Deutschland und Europa sieht der VDMA im Ausbau der Digitalisierung. Hierbei kann das Projekt Manufacturing-X eine entscheidende Rolle spielen. Es geht dabei um die Schaffung eines f\u00f6derativen Daten\u00f6kosystems f\u00fcr die Industrie, in dem Unternehmen ihre Daten untereinander sicher teilen k\u00f6nnen, ohne diese abgeben zu m\u00fcssen. \u201eF\u00fcr die Entwicklung von digitalen Gesch\u00e4ftsmodellen und f\u00fcr die europ\u00e4ische Daten\u00f6konomie ist das eine extrem wichtige Entwicklung\u201c, erl\u00e4uterte Haeusgen. Der VDMA hat sich von Beginn an stark f\u00fcr das Thema Manufacturing-X engagiert, gemeinsam mit dem ZVEI und anderen Akteuren. \u00a0\u201eWir gehen davon aus, dass im Fr\u00fchjahr die Initiative in eine konkrete Umsetzungsform kommt. Hier ist die Politik nun am Zug\u201c, res\u00fcmierte Haeusgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maschinen- und Anlagenbau ist mit einer gro\u00dfen Kraftanstrengung in der unerwartet schweren See des Jahres 2022&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-35106","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35106","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35106"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35107,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35106\/revisions\/35107"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35106"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=35106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}