{"id":35620,"date":"2023-03-01T08:34:04","date_gmt":"2023-03-01T07:34:04","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=35620"},"modified":"2023-02-28T15:37:24","modified_gmt":"2023-02-28T14:37:24","slug":"labor-fuer-kunststofftechnologie-nimmt-anlage-zur-filament-herstellung-in-betrieb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=35620","title":{"rendered":"Labor f\u00fcr Kunststofftechnologie nimmt Anlage zur Filament-Herstellung in Betrieb"},"content":{"rendered":"<h3>Einrichtung auf Steinfurter Campus der FH M\u00fcnster produziert Ausgangsmaterial f\u00fcr 3-D-Drucker<\/h3>\n<p>Ein 3-D-Drucker kann dreidimensionale Objekte erschaffen, zum Beispiel aus Kunststoff. Doch daf\u00fcr ben\u00f6tigt das Ger\u00e4t auch das entsprechende Ausgangsmaterial \u2013 das sogenannte Filament. Dies stellt die FH M\u00fcnster f\u00fcr ihre Forschung und Lehre k\u00fcnftig selbst her und kann damit Spezialanfertigungen herstellen, den stofflichen Kreislauf schlie\u00dfen und Kosten einsparen: Im Labor f\u00fcr Kunststofftechnologie und Makromolekulare Chemie auf dem Steinfurter Campus hat Labormeister Martin Althoff nun eine Anlage zur Filament-Herstellung in Betrieb genommen, die er gemeinsam mit der studentischen Hilfskraft Alexander Biermann sowie dem auszubildenden Verfahrensmechaniker Philipp Bischoff im vergangenen Jahr geplant hat.<\/p>\n<p>Durch Aufschmelzen, F\u00f6rdern und anschlie\u00dfendes Komprimieren, Homogenisieren und Abk\u00fchlen formt die Anlage Kunststoffgranulat zu einem 1,75 Millimeter d\u00fcnnen Strang, der schlie\u00dflich auf eine Rolle gewickelt wird, die in einen 3-D-Drucker eingelegt werden kann. Sie schafft zurzeit circa f\u00fcnf Kilogramm Filament in der Stunde. \u201eIch habe mich im vergangenen Jahr auf Fachmessen und bei Unternehmen \u00fcber die Komponenten f\u00fcr die Anlage informiert\u201c, sagt Althoff. \u201eDie Teile mussten zu unserem Doppelschnecken-Extruder passen, mit dem wir im Labor den Kunststoff verarbeiten. Die weiteren Applikationen haben wir dann entweder eingekauft oder selbst angefertigt.\u201c<\/p>\n<p>Mit der Anlage kann das von Prof. Dr. Reinhard Lorenz geleitete Labor nun die Labore und Werkst\u00e4tten der FH M\u00fcnster auf Nachfrage mit Filamenten versorgen \u2013 und das f\u00fcr viel weniger als den aktuellen Marktpreis, wie Althoff sagt. \u201eWenn an den 3-D-Druckern Fehldrucke entstehen, k\u00f6nnen wir diese au\u00dferdem zu einem neuen Filament verarbeiten, solang sie sortenrein getrennt werden. So schaffen wir eine Kreislaufwirtschaft.\u201c<\/p>\n<p>Eine weitere Besonderheit: Mit der Anlage ist das Labor imstande, Filamente mit bestimmten Eigenschaftsprofilen anzufertigen, die es auf dem Markt nicht zu kaufen gibt, aber f\u00fcr Forschungsprojekte ben\u00f6tigt werden. \u201eWenn zum Beispiel jemand ein magnetisches Filament ben\u00f6tigt, k\u00f6nnen wir hier eine ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sung finden\u201c, so Althoff.<\/p>\n<p>\u201eAls Labor f\u00fcr Kunststofftechnologie m\u00f6chten wir der Hochschule unser Know-How verf\u00fcgbar machen und die Kolleginnen und Kollegen unterst\u00fctzen\u201c, sagt Laborleiter Lorenz. \u201eIch freue mich sehr, dass wir die Anlage nun in Betrieb genommen haben. Sie bietet sich nat\u00fcrlich auch f\u00fcr unsere eigene Forschung in der Kunststofftechnologie an und ist geeignet f\u00fcr Kooperationen mit der Industrie.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein 3-D-Drucker kann dreidimensionale Objekte erschaffen, zum Beispiel aus Kunststoff. 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