{"id":35696,"date":"2023-03-07T08:57:38","date_gmt":"2023-03-07T07:57:38","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=35696"},"modified":"2023-03-06T13:01:20","modified_gmt":"2023-03-06T12:01:20","slug":"projekt-materialloop-testet-kreislaufwirtschaftspotenziale-von-altfahrzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=35696","title":{"rendered":"Projekt MaterialLoop testet Kreislaufwirtschaftspotenziale von Altfahrzeugen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Audi sammelt Erkenntnisse, um perspektivisch Materialkreisl\u00e4ufe f\u00fcr Wertstoffe wie Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Glas zu schlie\u00dfen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Markus Duesmann: \u201eUnser Ziel ist es, so viele Materialien wie m\u00f6glich auf einem hohen Qualit\u00e4tsniveau zur\u00fcckzugewinnen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erste Projekterfolge: Der wiederverwertete Stahl soll in bis zu 15.000\u00a0T\u00fcrinnenteilen f\u00fcr den Audi A4 eingesetzt werden<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mit dem Kooperationsprojekt \u201eMaterialLoop\u201c geht Audi den n\u00e4chsten Schritt, um perspektivisch Materialkreisl\u00e4ufe innerhalb der Automobilwirtschaft zu schlie\u00dfen. Gemeinsam mit 15 Partnerunternehmen aus Forschung, Recyclingbranche und Zulieferindustrie pr\u00fcfen die Vier Ringe den Wiedereinsatz sogenannter Post-Consumer-Materialien aus Kundenfahrzeugen, die am Ende ihres Lebenszyklus stehen, f\u00fcr die Produktion von Neufahrzeugen. Das Projekt ist Teil der Audi Kreislaufwirtschaftsstrategie und liefert wertvolle Erkenntnisse zur Umsetzung einer Circular Economy (CE) in der Praxis. <\/strong><\/p>\n<p>Bislang werden nur wenige der f\u00fcr die Fertigung von Neufahrzeugen verbauten Materialien aus Altfahrzeugen gewonnen. So endet beispielsweise Stahl nach dem Altfahrzeugrecyclingprozess meist als Baustahl. Das will Audi \u00e4ndern und Sekund\u00e4rmaterialien, die aus Altfahrzeugen stammen, erneut in eine automobile Produktion zur\u00fcckf\u00fchren. Downcycling, also der Qualit\u00e4tsverlust der Materialien im Wiederverwertungsprozess, soll dabei verhindert werden. \u201eDas Projekt MaterialLoop unterstreicht unsere ambitionierte Vision, ein h\u00f6chst effizientes Kreislaufwirtschaftskonzept f\u00fcr Altfahrzeuge zu betreiben\u201c, sagt Audi Chef Markus Duesmann. \u201eUnser Ziel ist es, so viele Materialien wie m\u00f6glich auf einem hohen Qualit\u00e4tsniveau zur\u00fcckzugewinnen, um sie in unserer Produktion erneut verwenden zu k\u00f6nnen. Das spart wertvolle Prim\u00e4rmaterialien und kann den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck der Produkte reduzieren. Gleichzeitig kann der direkte Zugriff auf Sekund\u00e4rmaterialien perspektivisch zu einer verbesserten Versorgungssicherheit beitragen. Rohstoffe m\u00fcssten nicht erst neu gewonnen werden.\u201c<\/p>\n<p>100 Fahrzeuge, darunter auch ehemalige Erprobungsfahrzeuge, wurden f\u00fcr MaterialLoop im Oktober 2022 demontiert. Durch die gezielte Demontage von einzelnen Komponenten lie\u00dfen sich bereits hochwertige Sekund\u00e4rmaterialien wie gr\u00f6\u00dfere Kunststoffbauteile f\u00fcr das weitere Recycling sichern. Nach der Demontage wurden die verbliebenen Fahrzeugkarossen geschreddert und gemeinsam mit den beteiligten Partnerunternehmen in verschiedene Materialgruppen wie Stahl, Aluminium und Kunststoff separiert.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, den Wiedereinsatz f\u00fcr die Produktion von Neufahrzeugen zu pr\u00fcfen, definierte und pilotiert Audi gemeinsam mit den Projektpartnern aus der Recyclingbranche, der Audi Lieferkette und der Wissenschaft den weiteren Recyclingprozess. \u201eIm Projekt fokussieren wir uns auf Kreisl\u00e4ufe innerhalb unserer Industrie, um unsere Produkte und die Materialien, die darin verarbeitet worden sind, so lange wie m\u00f6glich nutzen zu k\u00f6nnen. Unsere Vision ist, uns k\u00fcnftig bei dem Einsatz von Sekund\u00e4rmaterialien weniger aus anderen Branchen bedienen zu m\u00fcssen\u201c, erkl\u00e4rt Johanna\u00a0Klewitz, Leiterin Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Neben der technischen Machbarkeit der Materialr\u00fcckf\u00fchrung in die Audi Lieferkette steht auch die Verbesserung der Recyclingf\u00e4higkeit neuer Fahrzeuggenerationen im Fokus. Das Projekt ist Teil der Audi <a href=\"https:\/\/www.audi-communications.com\/audi\/rd\/email\/0001\/20230303080228\/6304f7798e9ecd0dc7ea9aa6fedaec0\">Kreislaufwirtschaftsstrategie<\/a> und liefert wertvolle Erkenntnisse zur Umsetzung einer Circular Economy in der Praxis. Dennis Meinen, Experte Circular Economy bei Audi: \u201eIm Kern geht es bei Circular Economy um einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Im Fokus stehen dabei Langlebigkeit, Reparaturf\u00e4higkeit und eben auch die Recyclingf\u00e4higkeit unserer Produkte.\u201c<\/p>\n<h2>Neues Leben f\u00fcr recycelten Stahl in der Audi A4-Produktion<\/h2>\n<p>Das Pilotprojekt l\u00e4uft noch bis Ende April. Trotzdem konnte Audi bereits wertvolle Erkenntnisse in der Praxis anwenden: Erste Materialien f\u00fchren die Projektbeteiligten bereits in die automobile Produktion zur\u00fcck. So l\u00e4sst sich ein Gro\u00dfteil des im Projekt recycelten Stahls f\u00fcr die Produktion neuer Modelle nutzen. In einem ersten Versuch wurden sechs Stahlcoils mit einem MaterialLoop-Sekund\u00e4ranteil von etwa 12 Prozent hergestellt, die den hohen Audi Qualit\u00e4tsanforderungen entsprechen und sich deshalb auch f\u00fcr anspruchsvollste Strukturteile nutzen lassen. Audi will daraus bis zu 15.000 T\u00fcrinnenteile f\u00fcr den Audi A4 im Presswerk Ingolstadt herstellen. Untersuchungen im Rahmen des Projekts zeigen, dass der Anteil des aus Fahrzeugen recycelten Stahls am Coil k\u00fcnftig sogar noch weiter erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gewinnen die Vier Ringe gemeinsam mit den Projektpartnerunternehmen Informationen f\u00fcr die Produktentwicklung und Konstruktion k\u00fcnftiger Modelle. Um die Recyclingf\u00e4higkeit neuer Fahrzeuggenerationen zu optimieren, spielt das so genannte Design for Circularity neben einer Verbesserung der Sortiertechnologie eine entscheidende Rolle. Dabei sollen Bauteile und deren Komponenten hinsichtlich der Materialauswahl, der Materialzusammensetzung und der Modularit\u00e4t so gestaltet werden, dass sie am Lebensende der Fahrzeuge im Verwertungsprozess sortenrein getrennt werden k\u00f6nnen. Als weiteres Ergebnis des Pilotprojekts MaterialLoop hat Audi in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen Konzern einen Leitfaden f\u00fcr seine Lieferanten entwickelt, der erl\u00e4utert, nach welchen Pr\u00e4missen sich Kunststoffbauteile so gestalten lassen, dass sich die Wiederverwertung in der Automobilproduktion weiter steigern l\u00e4sst.<\/p>\n<h2>Erfahrungen mit Glas-, Kunststoff- und Aluminiumrecycling<\/h2>\n<p>Audi will den Anteil an eingesetzten Rezyklaten in der Audi Flotte in den n\u00e4chsten Jahren best\u00e4ndig erh\u00f6hen. Deshalb verfolgt die Audi Beschaffung das Ziel, Materialkreisl\u00e4ufe f\u00fcr den automobilen Einsatz \u00fcberall dort zu etablieren, wo es technisch m\u00f6glich sowie wirtschaftlich und \u00f6kologisch sinnvoll ist.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sammelt Audi bereits seit dem Fr\u00fchjahr 2022 im Rahmen eines\u00a0<a href=\"https:\/\/www.audi-communications.com\/audi\/rd\/email\/0001\/20230303080228\/5eef6e2d84d1f8a0e3f89ed714bf10f2\">Pilotprojekts<\/a> \u00a0Erfahrungen in der Wiederaufbereitung von automobilem Altglas. Nicht mehr reparierbare Autoscheiben werden mittels eines innovativen Recyclingprozesses zun\u00e4chst zerkleinert und sortiert. Das so gewonnene Glasgranulat wird eingeschmolzen und zu neuem Flachglas f\u00fcr die Automobilindustrie verarbeitet und bereits in der Produktion des Q4 e-tron\u00a0eingesetzt.<\/p>\n<p>Daneben besch\u00e4ftigen sich die Vier Ringe auch intensiv mit der Wiederverwertung von Kunststoffen. Dank des Projekts\u00a0<a href=\"https:\/\/www.audi-communications.com\/audi\/rd\/email\/0001\/20230303080228\/1f967ab300b70d82c1ad3b34afac63dd\">PlasticLoop<\/a>, eines von drei Kunststoffrecyclingprojekten, hat Audi gemeinsam mit dem Kunststoffhersteller LyondellBasell einen Prozess etabliert, bei dem erstmals chemisches Recycling f\u00fcr gemischte automobile Kunststoffabf\u00e4lle in der Serienproduktion des Audi Q8 e-tron \u00a0angewandt wird. Seit 2017 wird zudem Aluminium an den Audi Standorten Ingolstadt, Neckarsulm und Gy\u0151r sowie am Volkswagen Konzern-Standort Bratislava einem Recyclingkreislauf zugef\u00fchrt. Die Aluminiumblechverschnitte, die im Presswerk anfallen, gehen direkt an den Lieferanten zur\u00fcck. Dieser recycelt sie wieder zu Aluminiumblechen gleicher Qualit\u00e4t, die Audi anschlie\u00dfend wieder in der Fertigung verwendet. Dies spart kostbare Prim\u00e4rrohstoffe und tr\u00e4gt dazu bei, dass die Fahrzeuge mit einer besseren Umweltbilanz in ihre Nutzungsphase starten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Kooperationsprojekt \u201eMaterialLoop\u201c geht Audi den n\u00e4chsten Schritt, um perspektivisch Materialkreisl\u00e4ufe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":35697,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-35696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35696"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35698,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/35696\/revisions\/35698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/35697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=35696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=35696"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=35696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}