{"id":36049,"date":"2023-04-04T09:35:57","date_gmt":"2023-04-04T07:35:57","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=36049"},"modified":"2023-04-03T12:38:08","modified_gmt":"2023-04-03T10:38:08","slug":"innovations-pressekonferenz-plastics-europe-deutschland-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36049","title":{"rendered":"Innovations-Pressekonferenz Plastics Europe Deutschland 2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rohstoffunabh\u00e4ngig und klimaneutral \u2013 Innovationen f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Am 30. M\u00e4rz 2023 fand die erste Innovations-Pressekonferenz von Plastics Europe Deutschland<br \/>\nstatt. Ein vielseitiger Mix von Unternehmen zeigte mit Input-Vortr\u00e4gen zu Praxisbeispielen gelebte<br \/>\nZirkularit\u00e4t auf. Und sie machten deutlich: Rohstoffunabh\u00e4ngigkeit und ein nachhaltiges Wirtschaften<br \/>\nmit Wertkunststoffen, die konsequent im Kreislauf gef\u00fchrt werden, ist m\u00f6glich. Damit die<br \/>\nInvestitionen in gro\u00dftechnische Anlagen und Serienproduktion in Deutschland stattfinden, gilt es<br \/>\nnun, gemeinsam mit der Politik entscheidende H\u00fcrden aus dem Weg zu r\u00e4umen.<br \/>\nDie Kreislauwirtschaft ist langfristig die einzige nachhaltige Art zu wirtschaften. Denn das lineare<br \/>\nWirtschaften, das auf fossilen Ressourcen und dem Verbrauch von G\u00fctern beruht, belastet das<br \/>\nKlima, f\u00fchrt zu Rohstoffknappheit und sprengt die planetaren Grenzen unseres \u00d6kosystems.<br \/>\nDeshalb ist die Transformation zu einer fossilfreien Kreislaufwirtschaft laut Ingemar B\u00fchler,<br \/>\nHauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Plastics Europe Deutschland (PED) \u201eGrundlage daf\u00fcr, dass wir<br \/>\nrohstoffunabh\u00e4ngig und ressourceneffizient werden \u2013 nur so erhalten wir unsere<br \/>\nWettbewerbsf\u00e4higkeit und werden z\u00fcgig klimaneutral\u201c.<\/p>\n<p>Auf der Pressekonferenz skizzierten Prof. Dr. Christian Bonten (Universit\u00e4t Stuttgart) und Dr.<br \/>\nAlexander Kronimus (PED) mit dem Konzept einer KreislaufwirtschaftPLUS die Pfade und<br \/>\nSchl\u00fcsseltechnologien einer Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen. Diese Zielvorstellung wurde<br \/>\nzugleich durch konkrete Projekte mit Leben gef\u00fcllt: Vier Referenten zeigten, wie ihre Unternehmen<br \/>\nKunststoffe konsequent im Kreislauf f\u00fchren wollen.<\/p>\n<p>Dr. Nina Fechler (Evonik) und Matthias Schulz (Otto Krahn New Business) pr\u00e4sentierten, wie<br \/>\nProdukte zirkul\u00e4rer werden k\u00f6nnen. Dr. Fechler stellte vor, wie Additive f\u00fcr das mechanische und<br \/>\nchemische Recycling die Effizienz von Recyclingprozessen und die Rezyklat-Qualit\u00e4t erh\u00f6hen oder<br \/>\nwie bereits in der Designphase eine Reduzierung der Materialkomplexit\u00e4t beim Recycling hilft, etwa<br \/>\nmit einem Autositz aus nur einem Kunststoff. Schulz stellte vor, wie hochwertige Kunststoff-<br \/>\nCompounds aus mechanischem Recycling zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Eines der Highlights:<br \/>\nDas \u201eFairphone\u201c mit 100 Prozent Post-Consumer-Rezyklat f\u00fcr die hintere Geh\u00e4useabdeckung und<br \/>\n80 Prozent Reduktion des Global Warming Potentials (GWP) der Smartphone-H\u00fclle.<\/p>\n<p>Dr. Peter Sandk\u00fchler (Dow) betonte die Wichtigkeit mechanischer und chemischer<br \/>\nRecyclingverfahren als komplement\u00e4re Technologien f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer Kreislaufwirtschaft<br \/>\nmit h\u00f6herem Rezyklateinsatz in breiten Anwendungsfeldern. Er gab Einblicke in Partnerschaften, mit<br \/>\ndenen Dow chemische Recyclingtechnologien in Europa etablieren will, unter anderem mit Mura<br \/>\nTechnology. Dabei unterstrich Dr. Sandk\u00fchler die besondere Rolle des chemischen Recyclings als<br \/>\nbisher einzig verf\u00fcgbare skalierbare Methode, um in gro\u00dfem Ma\u00dfstab das Qualit\u00e4tsniveau f\u00fcr<br \/>\nrecycelte Kunststoffe zu erreichen, die etwa f\u00fcr Lebensmittelkontakt oder medizinische<br \/>\nAnwendungen verwendet werden. Auch Markus Klatte (ARCUS Greencycling) fokussierte sich auf<br \/>\ndas chemische Recycling. Er stellte sein Startup ARCUS Greencycling vor, das den Beweis antritt:<br \/>\nChemisches Recycling funktioniert und liefert hohe Qualit\u00e4t. In der chemischen Recyclinganlage von<br \/>\nARCUS Greencycling wird eine breite Palette \u2013 auch schwer zu verarbeitender und gemischter \u2013<br \/>\nKunststoffe erfolgreich chemisch recycelt.<\/p>\n<p>Die Branche liefert und erreicht bei Produktdesign und Recycling v\u00f6llig neue Stufen. Nun kommt es<br \/>\ndarauf an, dass Unternehmen ihre Innovationen auch skalieren k\u00f6nnen und die Produktion mit<br \/>\ngro\u00dftechnischen Anlagen in den kommerziellen Ma\u00dfstab geht. Immer \u00f6fter findet diese Skalierung<br \/>\naber nicht mehr in Deutschland, sondern im Ausland statt, obwohl die Innovationen hier ihren<br \/>\nUrsprung haben. Damit diese Investitionen in Deutschland get\u00e4tigt werden und ein fossilfreies,<br \/>\nklimaneutrales Wirtschaften m\u00f6glich wird, ist auch die Politik gefordert. \u201eDie Transformation gelingt<br \/>\nnur mit bezahlbarer (gr\u00fcner) Energie, schnelleren Genehmigungsverfahren und, das hat die<br \/>\nInnovations-Pressekonferenz deutlich gemacht: Vertrauen in die ambitionierten Innovationen der<br \/>\nBranche\u201c, so Ingemar B\u00fchler, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Plastics Europe Deutschland.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentationen der Referenten sowie weitere Informationen finden sich auf der Unterseite zur<br \/>\nInnovations-Pressekonferenz auf der Webseite von Plastics Europe Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 30. M\u00e4rz 2023 fand die erste Innovations-Pressekonferenz von Plastics Europe Deutschland statt. 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