{"id":36199,"date":"2023-04-20T11:08:26","date_gmt":"2023-04-20T09:08:26","guid":{"rendered":"https:\/\/php8.plastv.de\/?p=36199"},"modified":"2023-04-20T11:08:26","modified_gmt":"2023-04-20T09:08:26","slug":"kunststoffverpackungen-besser-wiederverwerten-neues-verfahren-entzieht-duftstoffe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36199","title":{"rendered":"Kunststoffverpackungen besser wiederverwerten: Neues Verfahren entzieht Duftstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Was nicht gut riecht, ist schlecht wiederzuverwerten. Diese einfache Regel gilt auch f\u00fcr die weltweit wachsenden Kunststoffabf\u00e4lle. Ein Weg zu ihrer umweltvertr\u00e4glichen und klimaschonenden Verwertung als hochwertiges \u00bbPost-Consumer\u00ab-Rezyklat f\u00fchrt \u00fcber eine verbesserte Sortierung und Wiederaufbereitung.<\/p>\n<p>Bislang schr\u00e4nkt die verringerte Materialqualit\u00e4t die Wiederverwendung der Kunststoffrezyklate erheblich ein, und das liegt vor allem an ihrem Geruch. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Systemzuverl\u00e4ssigkeit LBF haben einen neuen umweltfreundlichen Prozess im Laborma\u00dfstab entwickelt, um Duftstoffe aus Kunststoffverpackungen zu entfernen. Das Fraunhofer LBF stellt die Ergebnisse des Forschungsprojektes auf der Plastics Recycling Show Europe PRSE, Amsterdam (10. bis 11. Mai 2023, Halle 11, Stand P3) und auf der Plastics World Expo Europe, Essen (14. bis 15. Juni 2023 am Stand C834) vor.<\/p>\n<p>Das neue Verfahren basiert auf der Druckwasser-Extraktion. Es entfernt den Tracer Duftstoff Limonen aus kommerziellen HDPE-Verpackungen und kommt ohne organische L\u00f6semittel aus. Das senkt die Kosten und schont die Umwelt. Auf diese Weise l\u00e4sst sich die Materialqualit\u00e4t aufbereiteter Kunststoffabf\u00e4lle innerhalb einer Stunde<br \/>\nsteigern.<\/p>\n<p>Prozessbegleitende Analysen mit Infrarotspektroskopie und Massenspektrometrie liefern dem Forscherteam Daten zur chemischen Zusammensetzung der Proben in Abh\u00e4ngigkeit unterschiedlicher Extraktionsbedingungen. Diese analytischen Daten zeigen, dass nach der Extraktion wesentlich weniger Limonen in den Proben vorhanden ist.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus werden neben dem Duftstoff noch weitere Verunreinigungen und kurzkettiges HDPE aus den Proben entfernt, die urspr\u00fcnglich in der Verpackung enthalten sind. Mit dieser Datenbasis als Grundlage ermittelten die Darmst\u00e4dter Experten optimale Verfahrensparameter f\u00fcr die Druckwasserextraktion von Duftstoffen aus HDPE Verpackungen. \u00bbDie Projektergebnisse zeigen den Nutzen einer systemischen Herangehensweise zur L\u00f6sung aktueller kunststofftechnischer Fragestellungen mit gro\u00dfer gesellschaftlicher Relevanz\u00ab, betont Dr.-Ing. Guru Geertz, der das Projekt am Fraunhofer LBF betreut.<\/p>\n<p><strong>Materialanalytik mit Machine-Learning-Methoden optimiert Extraktionsprozess<\/strong><\/p>\n<p>Zur Entwicklung des Verfahrens waren detaillierte Einblicke in die chemische Kinetik des Extraktionsprozesses notwendig, die mithilfe eines innovativen Ansatzes zur prozessbegleitenden Analytik erm\u00f6glicht wurden: Durch die Auswertung der Daten mit Hilfe von Machine-Learning-Methoden konnten die Extraktionsparameter im Sinne eier wirtschaftlichen Prozessf\u00fchrung optimiert werden. In dem derzeitigen Entwicklungsstadium zeichnet sich f\u00fcr den neuen Prozess ein Anwendungsszenario zur verbesserten Aufbereitung von Kunststoffabf\u00e4llen ab. \u00bbDas von uns entwickelte Extraktionsverfahren zeigt einen Weg zu aufbereiteten Einwegkunststoffen mit vergr\u00f6\u00dfertem Anwendungsspektrum, und das dient dem Umweltschutz\u00ab, sagt Dr. Geertz. Aufgrund des zugrundeliegenden Konzepts eigne sich der Prozess f\u00fcr Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder gleicherma\u00dfen, so dass potenziell alle Marktteilnehmer davon profitieren, die Kunststoffprodukte in den Handel bringen.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert wurde das Projekt im Rahmen der Internen Programme der Fraunhofer-Gesellschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was nicht gut riecht, ist schlecht wiederzuverwerten. Diese einfache Regel gilt auch f\u00fcr die weltweit wachsenden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":36200,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-36199","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36199"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36199\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36201,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36199\/revisions\/36201"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/36200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36199"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=36199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}