{"id":36294,"date":"2023-05-02T09:31:21","date_gmt":"2023-05-02T07:31:21","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=36294"},"modified":"2023-05-01T20:38:34","modified_gmt":"2023-05-01T18:38:34","slug":"wacker-bleibt-wegen-geringerer-absatzmengen-im-1-quartal-2023-unter-den-vorjahreswerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36294","title":{"rendered":"WACKER bleibt wegen geringerer Absatzmengen im 1. Quartal 2023 unter den Vorjahreswerten"},"content":{"rendered":"<p>\uf077 KONZERNUMSATZ IM 1. QUARTAL 2023 LIEGT MIT 1,74 MRD. \u20ac UM 16 PROZENT UNTER VORJAHR<br \/>\n\uf077 EBITDA GEHT MIT 281 MIO. \u20ac WEGEN NIEDRIGERER ABSATZMENGEN UND PREISE GEGEN\u00dcBER DEM VORJAHR UM 56 PROZENT ZUR\u00dcCK<br \/>\n\uf077 PERIODENERGEBNIS DES 1. QUARTALS BETR\u00c4GT 147 MIO. \u20ac<br \/>\n\uf077 KONZERNCHEF CHRISTIAN HARTEL: \u201eDIE BESTANDS-KORREKTUREN UNSERER KUNDEN LASSEN ZWAR NACH, JEDOCH FEHLT BISLANG EIN KLARES SIGNAL F\u00dcR EINE ST\u00c4RKERE MARKTNACHFRAGE\u201c<br \/>\n\uf077 JAHRESPROGNOSE BEST\u00c4TIGT: DER KONZERNUMSATZ SOLL 2023 IN DER GR\u00d6SSENORDNUNG ZWISCHEN 7 MRD. \u20ac UND 7,5 MRD. \u20ac LIEGEN, DAS EBITDA WIRD ZWISCHEN 1,1 MRD. \u20ac UND 1,4 MRD. \u20ac ERWARTET<\/p>\n<p>Die Wacker Chemie AG hat das 1. Quartal 2023 mit niedrigeren Werten bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der M\u00fcnchner Chemiekonzern Umsatzerl\u00f6se in H\u00f6he von 1,74 Mrd. \u20ac. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr (2,08 Mrd. \u20ac). Ausschlaggebend f\u00fcr den R\u00fcckgang waren in erster Linie niedrigere Absatzmengen. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (1,83 Mrd. \u20ac) sank der Umsatz um 5 Prozent.<\/p>\n<p>WACKER hat im 1. Quartal 2023 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in H\u00f6he von 281 Mio. \u20ac erwirtschaftet. Das sind 56 Prozent weniger als im Vorjahr (644 Mio. \u20ac). Im Vergleich zum Vorquartal (355 Mio. \u20ac) ist das EBITDA um 21 Prozent zur\u00fcckgegangen. Verantwortlich f\u00fcr das niedrigere operative Ergebnis waren neben den geringeren Absatzmengen auch die im Jahresvergleich gestiegenen Energiepreise. Durch die gegen\u00fcber dem 1. Quartal 2022 insgesamt niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen stiegen au\u00dferdem die Herstellungskosten, was die Ergebnisentwicklung gebremst hat. F\u00fcr die drei Monate Januar bis M\u00e4rz 2023 ergibt sich eine EBITDA-Marge von 16,1 Prozent (Vorjahr: 31,0 Prozent). Im Vorquartal lag sie bei 19,4 Prozent.<\/p>\n<p>Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist auf Grund der genannten Faktoren deutlich zur\u00fcckgegangen. Es summiert sich im Berichtsquartal auf 178 Mio. \u20ac. Das sind 68 Prozent weniger als vor einem Jahr (550 Mio. \u20ac) und entspricht einer EBIT-Marge von 10,2 Prozent (Q1 2022: 26,5 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals summiert sich auf 147 Mio. \u20ac (Q1 2022: 403 Mio. \u20ac). Das Ergebnis je Aktie bel\u00e4uft sich damit auf 2,90 \u20ac (Q1 2022: 7,92 \u20ac).<\/p>\n<p>Seine Prognose f\u00fcr das Jahr 2023 hat WACKER best\u00e4tigt. Demnach rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr mit einem Umsatz in der Bandbreite von 7 Mrd. \u20ac bis 7,5 Mrd. \u20ac. Verantwortlich daf\u00fcr ist eine Kombination von deutlich niedrigeren Absatzpreisen, im Jahresverlauf steigenden Absatzmengen und positiven Produktmixeffekten in den Chemiebereichen. Das EBITDA erwartet der M\u00fcnchner Chemiekonzern zwischen 1,1 Mrd. \u20ac und 1,4 Mrd. \u20ac.<br \/>\n\u201eWie erwartet haben sich der Bestandsabbau unserer Kunden und das zur\u00fcckhaltende Bestellverhalten im 1. Quartal in unseren Zahlen niedergeschlagen\u201c, sagte Konzernchef Christian Hartel am Freitag in M\u00fcnchen. \u201eIn allen Gesch\u00e4ftsbereichen haben wir daher weniger verkauft als vor einem Jahr.\u201c<\/p>\n<p>Gleichzeitig zeigte sich Hartel aber zuversichtlich, dass beim Bestandsabbau der Kunden die Talsohle nun durchschritten sein k\u00f6nnte. \u201eIm M\u00e4rz haben alle unsere Gesch\u00e4ftsbereiche h\u00f6here Ums\u00e4tze erzielt als noch zu Jahresbeginn\u201c, erl\u00e4uterte der Vorstandschef. \u201eEin klares Signal f\u00fcr ein deutlich st\u00e4rkeres zweites Quartal ist jedoch noch nicht im Markt abzulesen, auch nicht aus China. Unsere Kunden erwarten, dass das Gesch\u00e4ft im Jahresverlauf weiter anziehen wird, bestellen aber weiterhin sehr kurzfristig.\u201c Auf dieser Basis, so Hartel, werde das 2. Halbjahr 2023 insgesamt besser ausfallen als die erste Jahresh\u00e4lfte.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die mittelfristigen Perspektiven von WACKER zeigte sich Hartel ebenfalls optimistisch: \u201eMit unserer Strategie 2030 haben wir ein klares Ziel im Blick: Mehr Tempo beim Wachstum, eine hohe Profitabilit\u00e4t und eine erh\u00f6hte Widerstandskraft in Zeiten des permanenten Wandels.\u201c Bis zum Jahr 2030, so der Vorstandsvorsitzende, peile WACKER einen Umsatz von mehr als 10 Mrd. \u20ac an. Die EBITDA-Marge soll dann bei \u00fcber 20 Prozent liegen. Ein wesentlicher Baustein, um diese Ziele zu erreichen, seien h\u00f6here Investitionen, die sich weltweit auf mehr als 40 verschiedene Projekte verteilen, sagte Hartel. Im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 steigen diese auf rund 650 Millionen Euro.<\/p>\n<p><strong>Regionen<\/strong><br \/>\nIm 1. Quartal 2023 war der Umsatz in allen Regionen niedriger als im Vorjahr. In Asien summierten sich die Erl\u00f6se auf 733 Mio. \u20ac. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr (887 Mio. \u20ac). In Amerika sank der Konzernumsatz im Berichtsquartal um 9 Prozent auf 278 Mio. \u20ac (Q1 2022: 305 Mio. \u20ac). In Europa beliefen sich die Erl\u00f6se auf 649 Mio. \u20ac (Q1 2022: 790 Mio. \u20ac). Das ist ein R\u00fcckgang um 18 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Investitionen und Netto-Cashflow<\/strong><br \/>\nDie Investitionen des Konzerns sind im 1. Quartal 2023 weiter gewachsen. Mit 104 Mio. \u20ac erh\u00f6hten sie sich gegen\u00fcber dem Vorjahr (84 Mio. \u20ac) um 24 Prozent. Die Mittel flossen in Ausbauprojekte aller vier Gesch\u00e4ftsbereiche in Europa, Asien und den USA.<br \/>\nDer Netto-Cashflow des 1. Quartals 2023 bel\u00e4uft sich auf 49 Mio. \u20ac und hat sich damit gegen\u00fcber dem Vorjahreswert mehr als verdoppelt (18 Mio. \u20ac). Neben den im Jahresvergleich deutlich geringeren Effekten aus der Entwicklung des Working Capital kommt hier zum Tragen, dass WACKER im 1. Quartal 2022 eine Zahlung im Zusammenhang mit dem Erwerb einer 60-prozentigen Beteiligung am chinesischen Spezialsilanhersteller SICO Performance Material geleistet hatte.<\/p>\n<p><strong>Mitarbeiter<\/strong><br \/>\nDie Zahl der bei WACKER weltweit Besch\u00e4ftigten ist im Berichtsquartal leicht gestiegen. Zum Stichtag 31. M\u00e4rz 2023 waren im Konzern 15.877 (31.12.2022: 15.725) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter t\u00e4tig. An den WACKER-Standorten in Deutschland arbeiteten zum Ende des Berichtsquartals 10.490 (31.12.2022: 10.424) Besch\u00e4ftigte, an den internationalen Standorten waren es 5.387 (31.12.2022: 5.301).<\/p>\n<p><strong>Gesch\u00e4ftsbereiche<\/strong><br \/>\nWACKER SILICONES hat im 1. Quartal 2023 einen Gesamtumsatz von 760 Mio. \u20ac erzielt. Das sind 17 Prozent weniger als im Vorjahr (921 Mio. \u20ac). Die Hauptursachen f\u00fcr diesen R\u00fcckgang sind niedrigere Preise f\u00fcr Silicone und geringere Absatzmengen. Im Vergleich zum Vorquartal (706 Mio. \u20ac) ist der Umsatz des Gesch\u00e4ftsbereichs dagegen um 8 Prozent gewachsen. Das EBITDA von WACKER SILICONES ist mit 96 Mio. \u20ac gegen\u00fcber dem Vorjahr (279 Mio. \u20ac) um 66 Prozent zur\u00fcckgegangen. Im Vergleich zum Vorquartal (123 Mio. \u20ac) lag der R\u00fcckgang bei 22 Prozent. Im 4. Quartal 2022 hatte eine Zuschreibung auf eine at-Equity-konsolidierte Beteilung in China das EBITDA um 72 Mio. EUR erh\u00f6ht. Operativ ist das EBITDA im Vergleich zum Vorquartal um 88 Prozent angestiegen. Neben dem niedrigeren Umsatz haben auch die im Jahresvergleich h\u00f6heren Energiepreise und die geringere Auslastung der Produktionsanlagen die Entwicklung des EBITDA gebremst. Die EBITDA-Marge belief sich im 1. Quartal 2023 auf 12,6 Prozent nach 30,3 Prozent im 1. Quartal 2022 und 17,4 Prozent im Vorquartal.<\/p>\n<p>Der Gesamtumsatz von WACKER POLYMERS lag im Berichtsquartal mit 428 Mio. \u20ac um 17 Prozent unter Vorjahr (518 Mio. \u20ac). Vor allem niedrigere Absatzmengen, aber auch geringere Preise sind die Ursachen f\u00fcr diesen R\u00fcckgang. Im Vergleich zum Vorquartal (421 Mio. \u20ac) sind die Erl\u00f6se dagegen um 2 Prozent gewachsen. Das EBITDA von WACKER POLYMERS summierte sich im 1. Quartal 2023 auf 71 Mio. \u20ac (Vorjahr 93 Mio. \u20ac). Das sind 24 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zus\u00e4tzlich zum geringeren Umsatz haben die im Jahresvergleich niedrigere Auslastung der Produktionsanlagen sowie die h\u00f6heren Energiepreise das EBITDA gemindert. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (45 Mio. \u20ac) ist das EBITDA dagegen um 58 Prozent gewachsen. Die EBITDA-Marge lag im 1. Quartal 2023 bei 16,6 Prozent nach 17,9 Prozent im Vorjahr und 10,6 Prozent im Vorquartal.<\/p>\n<p>WACKER BIOSOLUTIONS erzielte im 1. Quartal 2023 mit 77 Mio. \u20ac einen Gesamtumsatz auf dem Niveau des Vorjahres (77 Mio. \u20ac). Im Vergleich zum Vorquartal (81 Mio. \u20ac) ist der Umsatz unter anderem wegen geringerer Absatzmengen um 5 Prozent zur\u00fcckgegangen. Das EBITDA von WACKER BIOSOLUTIONS lag im Berichtsquartal mit -1,6 Mio. \u20ac um 1,2 Mio. \u20ac unter Vorjahr (-0,4 Mio. \u20ac) und um 6,4 Mio. \u20ac unter dem Wert des Vorquartals (4,8 Mio. \u20ac). Vor allem die Vorleistungen f\u00fcr den Aufbau des mRNA-Kompetenzzentrums in Halle haben das EBITDA geschm\u00e4lert. Die EBITDA-Marge belief sich auf -1,6 Prozent nach -0,5 Prozent im Vorjahr und 5,9 Prozent im 4. Quartal 2022.<\/p>\n<p>WACKER POLYSILICON hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 441 Mio. \u20ac erzielt. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr (525 Mio. \u20ac) und 23 Prozent weniger als im Vorquartal (574 Mio. \u20ac). Ursache f\u00fcr diesen R\u00fcckgang waren die deutlich geringeren Absatzmengen bei Solarsilicium. Dazu beigetragen haben ein zu Beginn des Jahres zur\u00fcckhaltender Start auf Kundenseite wegen der volatilen Polysiliciumpreise sowie eine wartungsbedingte Anlagenabstellung. Die gegen\u00fcber dem Vorjahr h\u00f6heren Preise konnten das nicht vollst\u00e4ndig ausgleichen. Bei Polysilicium f\u00fcr Halbleiteranwendungen sind die Absatzmengen sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich weiter gewachsen. Das EBITDA von WACKER POLYSILICON belief sich im Berichtsquartal auf 98 Mio. \u20ac und ging damit gegen\u00fcber dem Vorjahr (225 Mio. \u20ac) um 56 Prozent zur\u00fcck. Neben dem deutlichen Mengenr\u00fcckgang haben auch die im Jahresvergleich h\u00f6heren Energiepreise und eine niedrigere Anlagenauslastung das EBITDA gemindert. Gegen\u00fcber dem Vorquartal (197 Mio. \u20ac) ist das EBITDA um 50 Prozent gesunken. Von Januar bis M\u00e4rz 2023 errechnet sich f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich eine EBITDA-Marge von 22,2 Prozent nach 42,7 Prozent im 1. Quartal 2022 und 34,3 Prozent im 4. Quartal 2022.<\/p>\n<p><strong>Ausblick<\/strong><br \/>\nWACKER hat seine Einsch\u00e4tzungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im laufenden Jahr im Prognosebericht des Gesch\u00e4ftsberichts 2022 ausf\u00fchrlich dargestellt. Aktuelle Konjunkturprognosen gehen davon aus, dass die weltweite Wirtschaftsleistung 2023 niedriger sein wird als im Vorjahr.<br \/>\nSeine Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr 2023 hat WACKER best\u00e4tigt. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz in der Bandbreite von 7 Mrd. \u20ac bis 7,5 Mrd. \u20ac. Das EBITDA wird zwischen 1,1 Mrd. \u20ac und 1,4 Mrd. \u20ac erwartet. Die EBITDA-Marge wird voraussichtlich deutlich unter Vorjahr liegen. Die Investitionen werden mit 650 Mio. \u20ac deutlich h\u00f6her sein als im Vorjahr. Sie liegen damit auch deutlich \u00fcber den Abschreibungen, die sich auf rund 450 Mio. \u20ac belaufen. Der Konzernjahres\u00fcberschuss wird deutlich unter dem Vorjahr liegen. Der Netto-Cashflow soll positiv, aber deutlich niedriger als im Vorjahr sein. F\u00fcr das Jahr 2023 wird eine geringe Nettoverschuldung erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wacker Chemie AG hat das 1. Quartal 2023 mit niedrigeren Werten bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. 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