{"id":36591,"date":"2023-06-28T10:15:34","date_gmt":"2023-06-28T08:15:34","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=36591"},"modified":"2023-06-28T10:15:34","modified_gmt":"2023-06-28T08:15:34","slug":"maschinen-und-anlagenbau-erfolgreiche-transformation-braucht-wettbewerbsfaehigen-standort-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36591","title":{"rendered":"Maschinen- und Anlagenbau: Erfolgreiche Transformation braucht wettbewerbsf\u00e4higen Standort Europa \u00a0"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>VDMA-Blitzumfrage: Standortattraktivit\u00e4t in Deutschland, Gro\u00dfbritannien und China l\u00e4sst sp\u00fcrbar nach<\/strong><\/li>\n<li><strong>USA, Indien und ASEAN-Staaten werden besser beurteilt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schwerpunkt beim Aufbau neuer Kapazit\u00e4ten liegt weiterhin in Europa, USA und Indien st\u00e4rker im Fokus<\/strong><\/li>\n<li><strong>Versorgungssituation entlang der Lieferketten verbessert sich weiter, Arbeitskr\u00e4ftemangel bleibt gr\u00f6\u00dfte Sorge<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Drei von vier Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau (77 Prozent) sind der Auffassung, dass sich die Standortattraktivit\u00e4t in Deutschland in den vergangenen Jahren verschlechtert hat. Eine \u00e4hnlich unerfreuliche Entwicklung (75 Prozent) schreiben die Mitglieder des VDMA nur noch dem Vereinigten K\u00f6nigreich zu. Aber auch ein zuvor in der Standortwahl weit oben angesiedeltes Land kommt nicht ungeschoren davon: Mehr als jeder zweite Unternehmer (55 Prozent) meldet zur\u00fcck, dass sich die Standortattraktivit\u00e4t in China verschlechtert hat. Dies geht aus aktuellen Zahlen der j\u00fcngsten Blitzumfrage des VDMA hervor, an der 667 Mitgliedsunternehmen vom 20. bis 23. Juni 2023 teilnahmen.<\/p>\n<p>Der zunehmend kritische Blick auf Deutschland und andere europ\u00e4ische Standorte steht im auff\u00e4lligen Gegensatz zur Einsch\u00e4tzung der eigenen Leistungsf\u00e4higkeit. Die Firmen im Maschinen- und Anlagenbau sehen in der Transformation \u2013 besonders bei der Digitalisierung und Automatisierung \u2013 \u00fcberwiegend mehr Chancen als Risiken. \u201eDer Maschinenbau sieht sich gut aufgestellt, mittels Innovation und Flexibilit\u00e4t zentrale Herausforderungen wie den Klimawandel zu bew\u00e4ltigen. Doch zus\u00e4tzlich zur technologischen Wettbewerbsf\u00e4higkeit bedarf es guter Rahmenbedingungen, damit unsere Unternehmen auch in Zukunft Maschinen und Anlagen am Standort Deutschland und in Europa entwickeln und herstellen \u2013 und nicht in anderen Teilen der Welt. Politische Vers\u00e4umnisse k\u00f6nnen wir, wenn \u00fcberhaupt, nur begrenzt ausgleichen. Kontraproduktive, den Standort sch\u00e4digende Entscheidungen werfen uns weiter zur\u00fcck\u201c, sagt VDMA-Pr\u00e4sident Karl Haeusgen.<\/p>\n<p><strong>Niederlande, Schweiz und \u00d6sterreich positiv bewertet<\/strong><br \/>\nNur 20 Prozent der Unternehmen bewerten die aktuellen Standortbedingungen in Deutschland als gut oder sehr gut, rund 40 Prozent attestieren ein lediglich befriedigendes Zeugnis. Dass es selbst in Europa besser gehen kann, zeigen die Niederlande, die Schweiz und \u00d6sterreich, die eine deutlich bessere Beurteilung erhalten. Im au\u00dfereurop\u00e4ischen Umfeld ragen die Standorte USA, Indien und die ASEAN-Staaten heraus. \u201eDie amerikanische Regierung hat mit dem Inflation Reduction Act ein Programm auf den Weg gebracht, von dem die Industrie in den n\u00e4chsten Jahren stark profitieren wird. In Deutschland vermisse ich diese Aufbruchsstimmung. Zu oft wird auf neue Regulierungen gesetzt, statt auf die Innovationskraft des Markts und der mittelst\u00e4ndischen Unternehmen zu vertrauen. Selbst beim Fachkr\u00e4fteeinwanderungsgesetz traut sich die Bundesregierung nicht, wirklich mutige Weichenstellungen vorzunehmen\u201c, sagt Haeusgen.<\/p>\n<p>Dabei ist und bleibt Europa der wichtigste Markt f\u00fcr den Maschinen- und Anlagenbau. In den kommenden f\u00fcnf Jahren planen rund ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) den Aufbau neuer Produktionskapazit\u00e4ten in Europa. Ein weiteres knappes Zehntel (9 Prozent) verlagert seine Produktion innerhalb Europas, 8 Prozent der Befragten verfolgen hier beide Ziele, also Neuaufbau und Verlagerung. Das entspricht weitgehen dem Status Quo der letzten drei Jahre. Mehr Investitionen als bisher gehen dagegen nach \u00dcbersee. Etwa jedes f\u00fcnfte Unternehmen plant Produktionsneugr\u00fcndungen oder -erweiterungen in den USA, jedes sechste in Indien. In den \u00dcberlegungen spielen insbesondere Marktgr\u00f6\u00dfe, Marktwachstum, N\u00e4he zum Kunden sowie Kostenvorteile eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p><strong>Entspannung in Lieferketten setzt sich fort<\/strong><br \/>\nZugleich hat sich die Entspannung in den Lieferketten weiter fortgesetzt. Zwar melden noch immer 42 Prozent der Unternehmen merkliche oder gravierende Engp\u00e4sse in ihrer Versorgungssituation. Die Knappheiten liegen nun jedoch vorrangig bei den Elektronikkomponenten. \u201eRund zwei Drittel der Unternehmen haben noch Schwierigkeiten, gen\u00fcgend Elektronikteile zu erhalten. Doch nahezu alle Unternehmen sind zuversichtlich, dass die verbesserte Versorgungssituation in den n\u00e4chsten Monaten anh\u00e4lt oder sich sogar weiter entspannt\u201c, erl\u00e4utert Haeusgen. \u201eIn den letzten drei Monaten konnten auf diese Weise 57 Prozent der Unternehmen ihre teils \u00fcppigen Auftragsbest\u00e4nde reduzieren.\u201d Dennoch sind in vielen Unternehmen die Orderb\u00fccher noch gut gef\u00fcllt. In 71 Prozent der Unternehmen liegen die Auftragsbest\u00e4nde mindestens auf dem Niveau des langj\u00e4hrigen Durchschnitts. In einem Viertel der Unternehmen sind die Best\u00e4nde sogar um mindestens drei Monate erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><strong>Arbeitskr\u00e4ftemangel wird zum zentralen Engpassfaktor<\/strong><br \/>\nKehrseite der Medaille: Der ohnehin schon deutlich sp\u00fcrbare Arbeitskr\u00e4ftemangel wird zum dominierenden Engpassfaktor. 98 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihnen Personal fehlt. Knapp 40 Prozent erwarten sogar eine weitere Versch\u00e4rfung der angespannten Lage. \u201eZwar haben sich die Einstellungsabsichten im laufenden Jahr aufgrund der konjunkturellen Eintr\u00fcbung etwas abgeschw\u00e4cht. Doch etwa die H\u00e4lfte der Unternehmen m\u00f6chte die Stammbelegschaft im laufenden Jahr ausbauen, gerade weil man um die demografische Entwicklung wei\u00df. Die Personalsuche wird auf Jahre eine, wenn nicht die zentrale Herausforderung\u201c, res\u00fcmiert Haeusgen.<\/p>\n<p>Doch auch durch die tats\u00e4chlichen und absehbaren Belastungen in einem ohnehin schon schwierigen wirtschaftlichen und (geo-)politischen Umfeld lassen sich die Maschinen- und Anlagenbauer ihre Zuversicht nicht nehmen. Knapp 40 Prozent der Unternehmer blickt optimistisch auf die zweite Jahresh\u00e4lfte, 61 Prozent erwarten f\u00fcr das Gesamtjahr 2023 ein nominales Umsatzwachstum, jeder Zweite (52 Prozent) plant eine Ausweitung der nominalen Investitionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei von vier Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau (77 Prozent) sind der Auffassung, dass sich die Standortattraktivit\u00e4t&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-36591","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=36591"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":36594,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/36591\/revisions\/36594"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=36591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=36591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=36591"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=36591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}