{"id":36834,"date":"2023-07-12T12:28:11","date_gmt":"2023-07-12T10:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=36834"},"modified":"2023-07-12T12:28:11","modified_gmt":"2023-07-12T10:28:11","slug":"es-kommt-auf-die-laenge-an-faserlaengenverteilung-mit-skz-software-fiver","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36834","title":{"rendered":"Es kommt auf die L\u00e4nge an &#8211; Faserl\u00e4ngenverteilung mit SKZ-Software FiVer"},"content":{"rendered":"<p>FiVer erh\u00e4lt nach 10 Jahren eine innovative Erweiterung und macht die Faserl\u00e4ngenbestimmung kinderleicht.<\/p>\n<p><strong>Seit dem Launch von FiVer sind 10 Jahre vergangen. Innerhalb dieser Zeit ist die SKZ-Software zum Standard der Faserl\u00e4ngenanalyse geworden. In diesem Jahr erfolgt das Release von FiVer V2, das erneut Ma\u00dfst\u00e4be setzten wird.<\/strong><\/p>\n<p>Die Weiterentwicklung von FiVer zu \u201eV2\u201c erfolgte am SKZ in enger Zusammenarbeit mit der Industrie und auf Basis unz\u00e4hliger Messungen. Die systematische Sammlung von Fragen und Anregungen seit dem Launch vor zehn Jahren erm\u00f6glichte es au\u00dferdem, Verbesserungspotentiale zur Erh\u00f6hung der Pr\u00e4zision bei gleichzeitiger Reduzierung von Streuungen zu erarbeiten. Lange, gebogene und \u00fcberkreuzt liegende Fasern werden nun dank verbesserter Algorithmen noch zuverl\u00e4ssiger automatisch erkannt. Die Pr\u00e4zision der Ergebnisse steigt durch erweiterte Bildaufbereitungs- und Kalibrierm\u00f6glichkeiten deutlich. Die entscheidendste Neuerung ist jedoch der Analyse-Autopilot, der sogenannte \u201eFiVer 1, 2, 3 \u2013 Assistent\u201c, mit dem die notwendigen Auswertungsschritte f\u00fcr eine Liste von Probenscans automatisiert abgearbeitet werden k\u00f6nnen. Dabei kommt eine maximal vereinfachte, alternative Benutzeroberfl\u00e4che zum Einsatz, die mit lediglich drei schnellen Klicks zum Ziel f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Die Entwicklung von FiVer<\/strong><br \/>\nFiVer wurde urspr\u00fcnglich f\u00fcr ein Kooperationsprojekt entwickelt, bei dem sehr viele langglasfaserverst\u00e4rkete Materialproben kurzfristig hinsichtlich Ihrer Faserl\u00e4ngenverteilung zu analysieren waren. Verf\u00fcgbare Systeme lieferten jedoch keine hinreichend genauen Ergebnisse, da Fasern, die von der thermoplastischen Matrix durch Veraschen befreit wurden, ab einer gewissen L\u00e4nge verfilzt, gebogen und vor allem \u00fcberkreuzt vorliegen. Hinzu kam, dass in einer Probe mehrere 100.000 Einzelfasern enthalten waren. Die damalige Praxis war, die Faserprobe durch unterschiedlich feine Siebe und Messung der \u201eMasseanteile\u201c zu fraktionieren oder die Probe auf wenige 100 Einzelfasern zu verd\u00fcnnen. G\u00e4ngige Softwareprodukte ben\u00f6tigten zudem Unterst\u00fctzung durch den Nutzer, der die Fasern in den aufgenommenen Bildern mit Mikroskop oder Scanner h\u00e4ndisch nachverfolgen musste.<br \/>\nDiese langsame, statistisch ungenaue und personalintensive Methode war daher nicht f\u00fcr pr\u00e4zise Analysen geeignet und es entstanden vor zehn Jahren die ersten intelligenten Faser-Erkennungsalgorithmen im SKZ. Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern verbreitete sich die Kenntnis \u00fcber FiVer schnell und aus der urspr\u00fcnglich internen L\u00f6sung entwickelte sich ein neuer Standard f\u00fcr die Analyse der Faserl\u00e4ngenverteilung. Aufgrund der einfachen Handhabung, der hohen statistischen Sicherheit und der schnellen Verf\u00fcgbarkeit der Ergebnisse, ist FiVer mittlerweile nicht nur in Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sondern auch bei Rohstoffherstellern und in Spritzgie\u00dfbetrieben weltweit vertreten.<\/p>\n<p><strong>Vorteile langfaserverst\u00e4rkter Bauteile<\/strong><br \/>\nFaserverst\u00e4rkte Kunststoffe sind heute aus vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Dabei kommen immer mehr langgfaserverst\u00e4rkte Materialien bei hochbeanspruchten Produkten zum Einsatz, um entscheidende Bauteileigenschaften nochmals deutlich zu verbessern. F\u00fcr die Beurteilung der Qualit\u00e4t und Wirksamkeit der Faserverst\u00e4rkung ist die genaue Kenntnis der im Bauteil vorhandenen Faseranteile, der Faserorientierung und der Faserl\u00e4ngenverteilung zwingend erforderlich. Die resultierende Faserl\u00e4ngenverteilung beeinflusst die thermischen und mechanischen Bauteileigenschaften sowie Schwindung und Verzug. Vor allem l\u00e4ngere Fasern k\u00f6nnen signifikant die Bauteilfestigkeit und -z\u00e4higkeit steigern. Die exakte Information \u00fcber die Faserl\u00e4ngen im realen Bauteil oder an definierten Schnittstellen wird beispielsweise genutzt<\/p>\n<ul>\n<li>um Korrelationen zu mechanischen und thermischen Eigenschaften bzw. Bauteileigenschaften herzustellen,<\/li>\n<li>zur Optimierung von Verarbeitungsprozessen bzw. Prozessparametern,<\/li>\n<li>zur Optimierung des Anguss- bzw. Hei\u00dfkanalsystems,<\/li>\n<li>zur Qualit\u00e4tssicherung von Bauteilen,<\/li>\n<li>f\u00fcr pr\u00e4zisere Simulationsergebnisse,<\/li>\n<li>f\u00fcr Verfahrens- und\/oder Materialvergleiche.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das SKZ beantwortet gerne Anfragen zu Faserl\u00e4ngenmessungen und allgemeine Fragen zur Software FiVer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Launch von FiVer sind 10 Jahre vergangen. 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