{"id":36892,"date":"2023-07-13T10:15:20","date_gmt":"2023-07-13T08:15:20","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=36892"},"modified":"2023-07-13T10:15:20","modified_gmt":"2023-07-13T08:15:20","slug":"zweites-quartal-nur-leicht-ueber-erstem-wirtschaftliches-umfeld-bleibt-schwierig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=36892","title":{"rendered":"Zweites Quartal nur leicht \u00fcber erstem \u2013 wirtschaftliches Umfeld bleibt schwierig"},"content":{"rendered":"<section class=\"beo-areamain\">\n<header class=\"beo-article-header\"><\/header>\n<section class=\"beocms-section\">\n<div class=\"beocms-section__text\">\n<div class=\"beocms-text\">\n<ul>\n<li>Bereinigtes EBITDA im 2. Quartal mit 430 bis 450 Millionen \u20ac leicht \u00fcber Vorquartal<\/li>\n<li>Erholung langsamer als erwartet bei unver\u00e4ndert sehr schwacher Nachfrage<\/li>\n<li>Angepasste Prognose f\u00fcr 2023 unterstellt keine Belebung im zweiten Halbjahr mehr<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Essen.\u00a0<\/strong>Evonik hat vorab vorl\u00e4ufige Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal ver\u00f6ffentlicht. Das Unternehmen erwartet ein bereinigtes EBITDA zwischen 430 und 450 Millionen \u20ac. Damit hat sich das Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal (409 Millionen \u20ac) leicht verbessert. Ergebnisst\u00fctzend wirkten sich dabei die strikten Einsparma\u00dfnahmen aus. Durch die ausgebliebene wirtschaftliche Belebung blieb die Entwicklung aber hinter den eigenen Erwartungen zur\u00fcck. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das bereinigte EBITDA um etwa 40 Prozent.<\/p>\n<p>\u201eIm Laufe des ersten Quartals hatte es in unseren Gesch\u00e4ften Anzeichen f\u00fcr eine Erholung im weiteren Jahresverlauf gegeben\u201c, sagt Christian Kullmann, Vorsitzender des Vorstands. \u201eLeider ist diese Erholung im Mai und Juni um einiges schw\u00e4cher ausgefallen, als wir erwartet hatten. Unsere eingeleiteten Sparma\u00dfnahmen konnten zwar einen deutlicheren R\u00fcckgang verhindern. Aber die Weltwirtschaft lahmt, und das bekommen auch wir zu sp\u00fcren.\u201c<\/p>\n<p>Die Nachfrage blieb im zweiten Quartal \u00fcber alle Endm\u00e4rkte hinweg sehr schwach, der Lagerabbau bei den Kunden setzte sich fort. Insgesamt verharrten die verkauften Mengen auf dem sehr niedrigen Niveau des Vorquartals. Vor allem in den Spezialchemie-Gesch\u00e4ften gelang es Evonik gleichwohl, die Preise gr\u00f6\u00dftenteils stabil zu halten.<\/p>\n<p>Die konjunkturelle Entwicklung schlug sich auch im Konzernumsatz nieder. Dieser wird im zweiten Quartal bei knapp 4 Milliarden\u00a0\u20ac erwartet.<\/p>\n<p>Bereits in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2022 hatte Evonik fr\u00fchzeitig begonnen, ergebnissichernde Ma\u00dfnahmen zu implementieren. Durch Nicht-Nachbesetzung freiwerdender Stellen, Disziplin beim Einsatz von externen Dienstleistern und Einschr\u00e4nkungen bei Reisekosten wird das Unternehmen im laufenden Jahr 250 Millionen\u00a0\u20ac einsparen. Die Effekte aus diesen Ma\u00dfnahmen werden im zweiten Halbjahr weiter hochlaufen.<\/p>\n<p>\u201eAuch beim Free Cashflow m\u00fcssen wir zus\u00e4tzliche Anstrengungen unternehmen. Unsere Investitionsauszahlungen und das Nettoumlaufverm\u00f6gen werden wir noch weiter reduzieren\u201c, sagt Finanzvorstand Maike Schuh.<\/p>\n<p>Bei den Investitionsauszahlungen hat Evonik angesichts der anhaltend schwachen Nachfrage weitere Verschiebungen und K\u00fcrzungen bei kleineren Kapazit\u00e4tserweiterungen und Projekten vorgenommen und erwartet nun f\u00fcr das Gesamtjahr 2023 ein Niveau von etwa 850 Millionen\u00a0\u20ac. Bereits zu Beginn des Jahres hatte Evonik das Investitionsbudget von 975 auf 900\u00a0Millionen \u20ac gek\u00fcrzt.<\/p>\n<p>\u201eDerart schwache Absatzmengen haben wir lange nicht erlebt, \u00fcber solch einen langen Zeitraum vielleicht noch nie\u201c, sagt Kullmann. \u201eWir haben uns fr\u00fchzeitig vorbereitet und setzen entsprechende Ma\u00dfnahmen nun noch konsequenter um. Unseren bisherigen Ausblick werden wir dennoch nicht mehr erreichen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Evonik unterstellt nun eine anhaltend schwache Nachfrage ohne jegliche Erholung \u00fcber das gesamte zweite Halbjahr hinweg und erwartet damit f\u00fcr das Gesamtjahr 2023 ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden\u00a0\u20ac. Bislang lag die Spanne bei 2,1 bis 2,4 Milliarden\u00a0\u20ac, wobei das Unternehmen zuletzt lediglich das untere Ende anvisiert hatte.<\/p>\n<p>Der Umsatz wird nun zwischen 14 und 16 Milliarden\u00a0\u20ac erwartet (bisher: 17 bis 19 Milliarden\u00a0\u20ac). Evonik h\u00e4lt daran fest, dass sich die Cash Conversion Rate in diesem Jahr in Richtung des Zielwertes von etwa 40\u00a0Prozent entwickeln wird (2022: 32\u00a0Prozent). Der urspr\u00fcnglich angepeilte absolut h\u00f6here Free Cashflow wird mit dem niedrigeren operativen Ergebnis jedoch nicht zu erreichen sein.<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndige Zahlen ver\u00f6ffentlicht Evonik wie geplant am 10. August 2023.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<section class=\"beocms-section\">\n<h3 class=\"beocms-headline\">ENTWICKLUNG IN DEN DIVISIONEN<\/h3>\n<div class=\"beocms-section__text\">\n<div class=\"beocms-text\">\n<p>Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2023 konnte Specialty Additives leicht zulegen (erwartetes EBITDA Q2 2023: etwa 200 Millionen\u00a0\u20ac). Die Endkundennachfrage ist zwar weiterhin auf einem schwachen Niveau, das erste Quartal war aber zus\u00e4tzlich gepr\u00e4gt von einem starken Lagerabbau bei Kunden insbesondere aus der Coatings-Industrie.<\/p>\n<p>Auch Performance Materials konnte das Ergebnis durch eine verbesserte Ergebnislage in den Produkten MTBE und Superabsorber sequenziell leicht steigern (EBITDA Q2 2023: etwa 45 Millionen\u00a0\u20ac).<\/p>\n<p>Nutrition &amp; Care verzeichnete ein gegen\u00fcber dem Vorquartal erneut niedrigeres Ergebnis (EBITDA Q2 2023: etwa 70 Millionen\u00a0\u20ac). W\u00e4hrend die Nachfrage anzog, fiel der Methioninpreis noch einmal leicht, f\u00fcr das dritte Quartal ist nun aber eine Stabilisierung erkennbar. Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Anpassung des Betriebsmodells f\u00fcr Aminos\u00e4uren wird bereits in diesem Jahr erste positive Effekte in H\u00f6he von etwa 30 Millionen\u00a0\u20ac liefern. Insgesamt sind Einsparungen von etwa 200 Millionen\u00a0\u20ac bis 2025 geplant.<\/p>\n<p>Das Ergebnis von Smart Materials (EBITDA Q2 2023: etwa 120 Millionen\u00a0\u20ac) wurde vor allem durch einen geplanten Wartungsstillstand beim Hochleistungskunststoff Polyamid 12 belastet. Die Kosten f\u00fcr die Anlagenrevision sowie die durch den Stillstand fehlenden Mengen hatten einen negativen Effekt in H\u00f6he von 40 Millionen\u00a0\u20ac im Vergleich zum ersten Quartal. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Wartungsarbeiten stehen ab Juli nun sowohl die erste als auch die neue, zweite Anlage f\u00fcr den weiteren Hochlauf zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Bereiche Technology &amp; Infrastructure\/Other wiesen im Vergleich zum Vorquartal ein deutlich verbessertes Ergebnis aus (EBITDA Q2 2023: etwa +5 Millionen\u00a0\u20ac). In diesen mitarbeiterst\u00e4rksten Bereichen hatten die Sparma\u00dfnahmen sowie die Aufl\u00f6sung von Bonusr\u00fcckstellungen den gr\u00f6\u00dften Effekt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/section>\n<section class=\"beo-areadisclaimer\">\n<section class=\"beocms-section\">\n<h3 class=\"beocms-headline\">INFORMATIONEN ZUM KONZERN<\/h3>\n<div class=\"beocms-section__text\">\n<div class=\"beocms-text\">\n<p>Evonik ist ein weltweit f\u00fchrendes Unternehmen der Spezialchemie. Der Konzern ist in \u00fcber 100 L\u00e4ndern aktiv und erwirtschaftete 2022 einen Umsatz von 18,5 Mrd. \u20ac und ein Ergebnis (bereinigtes EBITDA) von 2,49 Mrd. \u20ac. Dabei geht Evonik weit \u00fcber die Chemie hinaus, um den Kunden innovative, wertbringende und nachhaltige L\u00f6sungen zu schaffen. Rund 34.000 Mitarbeiter verbindet dabei ein gemeinsamer Antrieb: Wir wollen das Leben besser machen, Tag f\u00fcr Tag.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evonik hat vorab vorl\u00e4ufige Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal ver\u00f6ffentlicht. 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