{"id":37164,"date":"2023-08-03T12:01:23","date_gmt":"2023-08-03T10:01:23","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=37164"},"modified":"2023-08-03T12:01:23","modified_gmt":"2023-08-03T10:01:23","slug":"pauschales-pfas-verbot-gefaehrdet-die-klimaziele-des-european-green-deal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=37164","title":{"rendered":"Pauschales PFAS-Verbot gef\u00e4hrdet die Klimaziele des European Green Deal"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ohne PFAS droht der Energie- und Mobilit\u00e4tswende eine Vollbremsung<\/strong><\/li>\n<li><strong>VDA, VDMA und ZVEI fordern differenzierte Betrachtung der Stoffgruppe<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Kein Windrad, kein Energiespeicher, kein E-Auto, keine Halbleiter. Ohne per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) lassen sich die Schl\u00fcsseltechnologien der Transformation zur Klimaneutralit\u00e4t nicht produzieren und damit die Energie- und Mobilit\u00e4tswende nicht umsetzen, warnen die drei gro\u00dfen Industrieverb\u00e4nde VDA, VDMA und ZVEI. Gemeinsam wenden sie sich gegen das aktuell von der EU geplante pauschale PFAS-Verbot und pl\u00e4dieren f\u00fcr eine differenzierte Betrachtung der Gruppe mit \u00fcber 10.000 Stoffen. Sie fordern: Die Stoffe, f\u00fcr die es aktuell noch keinen Ersatz gibt und solche, von denen kein Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt ausgeht, sollen der Industrie weiterhin zur Verf\u00fcgung stehen. Es darf nicht zu unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Verboten kommen. PFAS, von denen Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt ausgehen, sollen demgegen\u00fcber kontinuierlich substituiert werden, wie es bereits heute g\u00e4ngige Praxis ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr die von den Verb\u00e4nden vertretenen Branchen \u2013 Automobilindustrie (VDA), Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) sowie Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) \u2013 sind viele PFAS aus der Stoffgruppe aktuell unverzichtbar. Die Stoffe werden umfassend in Querschnittstechnologien, beispielsweise als Dichtungen und Kabel, verbaut und in allen relevanten Schl\u00fcsseltechnologien eingesetzt, die ma\u00dfgeblich \u00fcber den Erfolg des Green Deal mitentscheiden werden. Auch Lithium-Ionen-Batterien oder Wasserstofftechnologien sind dringend auf PFAS angewiesen.<\/p>\n<p>VDA-Pr\u00e4sidentin Hildegard M\u00fcller: \u201eDie Elektromobilit\u00e4t ist die zentrale Technologie auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilit\u00e4t der Zukunft und zentraler Teil des European Green Deals der EU. Dabei ist klar: Um das Ziel klimaneutraler Mobilit\u00e4t erreichen zu k\u00f6nnen, ist und bleibt der Einsatz von PFAS unverzichtbar. Ohne sie sind heute weder die bestehenden Fahrzeuge noch zuk\u00fcnftige Fahrzeugtechnologien denkbar &#8211; das geplante pauschale PFAS-Verbot droht, zum Klimaschutz-Boomerang zu werden. Mit einer differenzierten Betrachtung dieser riesigen Stoffgruppe hingegen lassen sich Klima-, Umwelt und Gesundheitsschutz zusammenf\u00fchren. Sicher ist: Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie nehmen den verantwortungsvollen Umgang mit PFAS ernst und werden dies selbstverst\u00e4ndlich auch in Zukunft tun.&#8221;<\/p>\n<p>VDMA-Pr\u00e4sident Karl Haeusgen: \u201eKlimaschutz und Energiewende sind ohne die Technologien aus dem Maschinen- und Anlagenbau nicht m\u00f6glich. Ein umfassendes PFAS-Verbot gef\u00e4hrdet viele gr\u00fcne Technologien, von Windenergieanlagen \u00fcber die Wasserstofferzeugung bis hin zur Produktion von Brennstoffzellen. Komponenten aus PFAS sind f\u00fcr diese Produkte und auch f\u00fcr ihre industriellen Herstellungsprozesse unverzichtbar. Zugleich sind die PFAS tief im Inneren von Maschinen verbaut und haben keinen direkten Kontakt mit der Umwelt.\u201c<\/p>\n<p>ZVEI-Pr\u00e4sident Dr. Gunther Kegel: \u201eHalbleiter sind f\u00fcr ein klimaneutrales Europa bis 2050 unverzichtbar. Die EU f\u00f6rdert den Aufbau eines leistungsstarken Halbleiter-\u00d6kosystems unter anderem deshalb zurecht mit dem EU Chips Act und dem IPCEI Mikroelektronik. Ein pauschales PFAS-Verbot st\u00e4nde diesem Ziel entgegen. Um diesen Zielkonflikt zu l\u00f6sen, m\u00fcssen PFAS differenziert und risikobasiert betrachtet werden, nicht pauschal mit dem Holzhammer.\u201c<\/p>\n<p>Eine Pr\u00e4sentation mit interaktiver Grafik und vielen Hintergrundinformationen zeigt anschaulich, wie gr\u00fcne Technologien von einem pauschalen PFAS-Verbot betroffen w\u00e4ren. Sie finden diese im Anhang, sowie auf <a href=\"https:\/\/www.zvei.org\/presse-medien\/pressebereich\/pauschales-pfas-verbot-gefaehrdet-die-klimaziele-des-european-green-deal\">www.zvei.org<\/a>.\u00a0<em><br \/>\n<\/em>Hinweis: Durch Klick auf die Lupen auf der Grafik gelangen Sie zu den jeweiligen Informationsseiten der Pr\u00e4sentation.<\/p>\n<p><strong>Boilerplate<\/strong><\/p>\n<p>VDA, VDMA und ZVEI vertreten die Interessen ihrer Industrien auf nationaler sowie auf internationaler Ebene. Zusammen sind in den Verb\u00e4nden \u00fcber 5.300 Unternehmen organisiert. Die Branchen besch\u00e4ftigen etwa 2,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland. Im Jahr 2022 lag der aggregierte Umsatz bei rund 975 Milliarden Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Windrad, kein Energiespeicher, kein E-Auto, keine Halbleiter. 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