{"id":37642,"date":"2023-09-26T08:06:31","date_gmt":"2023-09-26T06:06:31","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=37642"},"modified":"2023-09-25T10:08:53","modified_gmt":"2023-09-25T08:08:53","slug":"arburg-auf-der-formnext-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=37642","title":{"rendered":"Arburg auf der Formnext 2023"},"content":{"rendered":"<p><strong>Additive Verarbeitung von Hochtemperatur-Kunststoff, Carbonfasern und Fl\u00fcssigsilikon<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Freeformer 750-3X: Hochtemperaturausf\u00fchrung f\u00fcr Bauteile aus zertifiziertem Ultem-Originalgranulat<\/strong><\/li>\n<li><strong>TiQ: Kompakte 3D-Drucker fertigen Robotgreifer aus verst\u00e4rktem Filament<\/strong><\/li>\n<li><strong>LiQ: Prozesssichere Verarbeitung von Fl\u00fcssigsilikon<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Auf der Formnext 2023 in Frankfurt a. M., Deutschland, pr\u00e4sentiert ARBURGadditive auf dem Stand D79 in Halle 12.1 sein komplettes Spektrum f\u00fcr die industrielle additive Fertigung auf Basis von Granulaten, Filamenten und Fl\u00fcssigsilikon (LSR). Ein Highlight ist der neue Hochtemperatur-Freeformer 750-3X von ARBURGadditive, der belastbare Luftverteiler aus Ultem-Originalgranulat produziert. 3D-Drucker der Baureihen TiQ und LiQ von innovatiQ demonstrieren die Verarbeitung von faserverst\u00e4rkten Filamenten und zertifiziertem LSR. Zudem sind zahlreiche Bauteilbeispiele zu sehen, darunter ganz neu AKF-Bauteile aus kurzfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie Formnext ist unbestritten die Weltleitmesse f\u00fcr additive Fertigungstechnologie und 3D-Druck und f\u00fcr uns und unsere M\u00e4rkte eine der wichtigsten Fachmessen \u00fcberhaupt\u201c, betont Dr. Victor Roman, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von ARBURGadditive. Hier haben wir die M\u00f6glichkeit, unsere technischen Errungenschaften zu pr\u00e4sentieren, aber auch die Weiterentwicklungen in diesem hochdynamischen Markt der Zukunft zu beobachten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Freeformer f\u00fcr Hochtemperatur- und Weichmaterialien<\/strong><\/p>\n<p>Mit den Freeformern lassen sich im Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) voll funktionsf\u00e4hige Bauteile und Kleinserien auf Basis von originalen Kunststoffgranulaten industriell additiv fertigen, auch aus sehr weichen Materialien (bis H\u00e4rte 28 Shore A) oder in Hart-Weich-Verbindung. Sie eignen sich generell f\u00fcr anspruchsvolle Anwendungen in der Medizintechnik, Automobilindustrie oder Luft- und Raumfahrt.<\/p>\n<p>Auf der Formnext 2023 fertigt der neue Freeformer 750-3X in Hochtemperatur-Ausf\u00fchrung aus dem Originalmaterial Ultem 9085 geometrisch anspruchsvolle Luftverteiler. Die High-end-Maschine verf\u00fcgt \u00fcber drei Austragseinheiten und ist \u00e4u\u00dferlich nicht vom Freeformer 300-3X zu unterscheiden. Mit rund 750 Quadratzentimetern ist jedoch der Bauteiltr\u00e4ger rund 2,5 Mal gr\u00f6\u00dfer. Zudem ist die Datenaufbereitung und die von Arburg selbst entwickelte und gefertigte Gestica-Steuerung hinsichtlich Prozessstabilit\u00e4t und Bauteilqualit\u00e4t optimiert sowie die Bauzeit deutlich verk\u00fcrzt. Ergebnis sind signifikant reduzierte Kosten pro Bauteil und ein geringerer Materialeinsatz. Der Bauraum l\u00e4sst sich auf 200 Grad Celsius temperieren, die Plastifizierung des Granulats erfolgt bei bis zu 450 Grad Celsius.<\/p>\n<p>Ein zweiter Freeformer 750-3X produziert orthop\u00e4dische Einlagen bis Schuhgr\u00f6\u00dfe 50. Dank des AKF-Verfahrens lassen sich bestimmte Stellen des Fu\u00dfbettes individuell verst\u00e4rken und andere gezielt weich auslegen \u2013 entweder durch eine Multimaterial-Kombination z. B. von hartem PP und weichem TPE oder \u00fcber eine Anpassung der F\u00fclldichte. Anhand dieses Musterteils wird auch gezeigt, wie sich die Bauzeit z. B. aufgrund von weiterentwickelten Software-Features und gitterf\u00f6rmigen St\u00fctzstrukturen signifikant reduzieren l\u00e4sst. Das dritte AKF-Exponat, ein Freeformer 200-3X, ist speziell f\u00fcr die Verarbeitung von Weichmaterialien ausgelegt.<\/p>\n<p><strong>Kurzfaserverst\u00e4rkte Bauteile und Kleinserien<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir verzeichnen eine hohe Nachfrage nach additiv gefertigten Bauteilen aus kurzfaserverst\u00e4rkten Thermoplasten\u201c, betont Simon Leitl, Abteilungsleiter Entwicklung bei ARBURGadditive. \u201eAuf der Formnext demonstrieren wir hierzu an ersten Musterbauteilen f\u00fcr verschiedene Branchen gerne die aktuellen Fortschritte im AKF-Verfahren mit dem Freeformer. Dazu z\u00e4hlt z. B. die Entwicklung eines modifizierten Austragssystems.<\/p>\n<p>Dass sich das AKF-Verfahren auch f\u00fcr die effiziente Fertigung von Kleinserien eignet, ist exemplarisch an einer Bauplatte, eng best\u00fcckt mit 3D-gedruckten Haltern aus PA zu sehen. Hierzu teilen die Experten mit Interessenten aus den Bereichen Spritzgie\u00dfen und additive Fertigung gerne ebenfalls die gesammelten Erfahrungen.<\/p>\n<p><strong>Baureihe TiQ f\u00fcr faserverst\u00e4rkte Filamente<\/strong><\/p>\n<p>Die kompakten 3D-Drucker der Baureihe TiQ verf\u00fcgen \u00fcber eine CNC-Steuerung und verarbeiten Filamente im Verfahren Fused Filament Fabrication (FFF). Der TiQ 2 ist besonders wirtschaftlich und auch wegen des offenen Materialsystems pr\u00e4destiniert f\u00fcr den erfolgreichen Einstieg in die Welt der additiven Fertigung. Gezeigt werden in Frankfurt belastbare Sauggreifer und mechanische Greifer aus faserverst\u00e4rktem PA und PP mit individualisierten Fingern zur Bauteilaufnahme, real montiert an Roboter-Armen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Exponat, ein TiQ 5 \u201epro\u201c, verf\u00fcgt \u00fcber eine integrierte Materialtrocknung und aktive Bauraumtemperierung. Ein Bauteil- Highlight ist ein mit diesem Hochleistungsdrucker aus faser\u00adverst\u00e4rktem Filament 3D-gedrucktes \u201eHighspeed Water Scooter Board\u201c. Dessen Einzelteile sind zu einem funktionsf\u00e4higen Prototy laminiert.<\/p>\n<p><strong>3D-Druck von Automationskomponenten aus LSR<\/strong><\/p>\n<p>Alle 3D-Drucker von innovatiQ werden \u00fcber die intuitive Industriesteuerung GestiQ-Pro bedient. Das optional verf\u00fcgbare SmartMonitoring-System erlaubt eine Produktions\u00fcberwachung mehrerer Drucker gleichzeitig. Mit der LAM-Technologie (Liquid Additive Manufacturing) k\u00f6nnen z. B. Faltenbalge, Softgreifer oder End-of-Arm-Toolings (EoAT) f\u00fcr die Automation, aber auch industrielle Dichtungen und Membrane prozesssicher in verschiedenen Shore-H\u00e4rten gedruckt werden.<\/p>\n<p>Auf der Formnext 2023 wird erstmals die Verarbeitung des umfangreich medizinisch und FDA-zertifizierten Standard-LSR KEG-2003H-30A\/B von Shin-Etsu demonstriert. Damit lassen sich z. B. Implantate oder Produkte f\u00fcr den Lebensmittelbereich herstellen. Die 3D-gedruckten Bauteile haben praktisch die gleichen flammhemmenden, UV- und temperaturbest\u00e4ndigen Eigenschaften wie Spritzteile.<\/p>\n<p><strong>ProcessLog<\/strong><br \/>\nAn zwei PC-Arbeitspl\u00e4tzen wird erg\u00e4nzend gezeigt, wie mit der Kundenportal-App \u201eProcessLog\u201c jedes einzelne AKF-Bauteil l\u00fcckenlos dokumentiert und r\u00fcckverfolgt werden kann. Damit lassen sich vielf\u00e4ltige Prozess- und Bauauftragsdaten \u00fcbersichtlich grafisch darstellen und dokumentieren. Das sorgt f\u00fcr Transparenz, hohe Teilequalit\u00e4t und kann Ausschuss und Fehlerquoten deutlich reduzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Formnext 2023 in Frankfurt a. 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