{"id":37850,"date":"2023-10-16T11:09:31","date_gmt":"2023-10-16T09:09:31","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=37850"},"modified":"2023-10-16T11:09:31","modified_gmt":"2023-10-16T09:09:31","slug":"maschinen-und-anlagenbau-setzt-grosse-stuecke-auf-indien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=37850","title":{"rendered":"Maschinen- und Anlagenbau setzt gro\u00dfe St\u00fccke auf Indien"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Bilateraler Maschinenhandel w\u00e4chst dynamisch<\/strong><\/li>\n<li><strong>VDMA-Pr\u00e4sident Haeusgen: L\u00f6sungen f\u00fcr Indiens gr\u00fcne Ziele sind vorhanden<\/strong><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen w\u00e4re ein dringend ben\u00f6tigtes positives Zeichen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Maschinenexporte aus Deutschland nach Indien sind in den Jahren 2021 und 2022 sprunghaft gestiegen und erzielten jeweils einen Rekordwert. Dieser positive Trend setzt sich auch 2023 weiter fort. \u201eDie Entwicklung ist sehr dynamisch und wir setzen weiter auf Wachstum im indischen Markt\u201c, sagte VDMA-Pr\u00e4sident Karl Haeusgen vor Medienvertretern in Delhi. Die Maschinen- und Anlagenbauer in Deutschland und Europa seien unver\u00e4ndert von der Bedeutung des indischen Marktes \u00fcberzeugt, f\u00fcgte er hinzu. \u201eDerzeit steht Indien nicht nur im Fokus der Investitionsg\u00fcterindustrie. Insbesondere wichtige Kundenbranchen investieren umfangreich im Land und ausl\u00e4ndische Investitionen steigen ebenfalls stark an. Hier sehen wir noch viel Potenzial\u201c, sagte Haeusgen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr exportierten die Maschinenbauer aus Deutschland G\u00fcter f\u00fcr nahezu 4 Milliarden Euro nach Indien (plus 28 Prozent), im ersten Halbjahr 2023 erreichten die Ausfuhren bereits rund 2 Milliarden Euro (plus 7,5 Prozent). Fachzweige wie zum Beispiel Antriebstechnik, Textilmaschinen, Kunststoff- und Gummimaschinen, Armaturen, Werkzeugmaschinen und Verfahrenstechnik verbuchten eine h\u00f6here Nachfrage. Auch die Importe Deutschlands aus Indien im Maschinenbau nahmen 2022 um rund 37 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro stark zu. \u201eBeide Seiten profitieren also von der dynamischen Entwicklung und dem damit verbundenen Wachstum\u201c, betonte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p><strong>Maschinenbauer bauen Engagement aus<\/strong><br \/>\nZahlreiche Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland und Europa treiben ihr Engagement in Indien derzeit deutlich voran. Rund 600 VDMA-Mitgliedsunternehmen sind bereits mit Niederlassungen im Land vertreten, davon rund 170 mit Produktion und\/oder Montage.<\/p>\n<p>2021 erreichte der Bestand an Direktinvestitionen in Indien aus dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau 1,9 Milliarden Euro \u2013 50 Prozent mehr als f\u00fcnf Jahre zuvor. Der VDMA hat bereits 2000 eine eigene Repr\u00e4sentanz in Kolkata er\u00f6ffnet. Inzwischen ist der Verband auch in Delhi, Mumbai und Bangalore pr\u00e4sent. \u201eIndien profitiert derzeit auch von den zunehmenden Sorgenfalten mit Blick auf die zuk\u00fcnftige Entwicklung in China. Die Themen Resilienz, Risikominderung und Diversifizierung lassen den Subkontinent immer attraktiver werden\u201c, erl\u00e4uterte Haeusgen.<\/p>\n<p><strong>Indien setzt auf Zukunftsthemen<\/strong><br \/>\nAuch in Indien spielen die Themen Nachhaltigkeit und gr\u00fcne Transformation eine zunehmende Rolle. Die Regierung hat diesbez\u00fcglich ambitionierte Ziele verk\u00fcndet und unterst\u00fctzt entsprechende Aktivit\u00e4ten. So richtet sich der Blick zum Beispiel auf die Herstellung von \u201egr\u00fcnem\u201c Wasserstoff. In diesem Kontext spielt auch der Aspekt \u201esmart manufacturing\u201c eine wichtige Rolle. \u201eHier kann unsere Industrie mit ihren umfangreichen technischen L\u00f6sungen ein entscheidender Partner sein, um die genannten Ziele umzusetzen\u201c, betonte der VDMA-Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Je besser daf\u00fcr die Rahmenbedingungen in Indien sind, umso zielgerichteter k\u00f6nnen deutsche und europ\u00e4ische Maschinenbauer ihr Engagement vor Ort ausbauen. In diesem Zusammenhang berichten Unternehmen, die in Indien neu investieren wollen oder einen neuen Standort in der N\u00e4he der alten Produktionsst\u00e4tte suchen \u00fcber gro\u00dfe Schwierigkeiten, zum Beispiel geeignete Fl\u00e4chen zu finden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus spielt das Thema \u201equalifiziertes Personal\u201c eine gewichtige Rolle. Deutsche und europ\u00e4ische Maschinebauer erzielen ihre wirtschaftlichen Erfolge in der Regel \u00fcber kundenspezifische, nachhaltige High-Tech L\u00f6sungen f\u00fcr ihre Kunden. Daf\u00fcr braucht es gut ausgebildetes Personal. \u201eUnsere Mitglieder in Indien haben teilweise umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen auf Firmenebene etabliert, um dem Bedarf an Know-how gerecht zu werden. Es w\u00e4re wichtig, dass Indien weiterhin sein Augenmerk auf diesen wichtigen Aspekt legt und die Ausbildungsquote entsprechend erh\u00f6ht\u201c, sagte Haeusgen.<\/p>\n<p><strong>Freihandelsabkommen abschlie\u00dfen<\/strong><br \/>\nIn diesem Jahr haben die Gespr\u00e4che \u00fcber ein bilaterales Freihandelsabkommen zwischen Indien und der Europ\u00e4ischen Union wieder Fahrt aufgenommen. Beide Seiten haben entsprechende Verhandlungsangebote ausgetauscht und treffen sich nun regelm\u00e4\u00dfig, um \u00fcber die aufgezeigten Aspekte zu sprechen. Der VDMA bef\u00fcrwortet dieses Abkommen ausdr\u00fccklich. Damit w\u00fcrde den Investitionsg\u00fcterindustrien beider Seiten die M\u00f6glichkeit geboten, im bilateralen Handel weiter zu prosperieren und zus\u00e4tzlichen gesellschaftlichen Wohlstand zu schaffen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden beide Partner in Zeiten eines global zunehmenden Protektionismus ein deutliches Zeichen f\u00fcr den freien Handel in der Welt setzen. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Welthandelsorganisation derzeit in Schwierigkeiten steckt und als Garant f\u00fcr eine \u201erules based\u201c-Welt teilweise ausf\u00e4llt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Maschinenexporte aus Deutschland nach Indien sind in den Jahren 2021 und 2022 sprunghaft gestiegen und erzielten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-37850","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=37850"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":37851,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/37850\/revisions\/37851"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=37850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=37850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=37850"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=37850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}