{"id":38006,"date":"2023-11-20T14:53:02","date_gmt":"2023-11-20T13:53:02","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38006"},"modified":"2023-11-20T14:53:31","modified_gmt":"2023-11-20T13:53:31","slug":"maschinenbaufirmen-in-china-zeichnen-ein-truebes-bild-der-lage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38006","title":{"rendered":"Maschinenbaufirmen in China zeichnen ein tr\u00fcbes Bild der Lage"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Schlechteste Stimmung seit Beginn der VDMA-Umfragen im Jahr 2016<\/strong><\/li>\n<li><strong>Mangelnde Auftragslage versch\u00e4rft sich<\/strong><\/li>\n<li><strong>Nur 10 Prozent der Unternehmen in China sehen positive Gesch\u00e4ftslage<\/strong><\/li>\n<li><strong>Umsatzstagnation f\u00fcr 2023 erwartet, leichte Besserung im kommenden Jahr<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die aktuelle Gesch\u00e4ftsklimaumfrage des VDMA unter seinen in China aktiven Mitgliedsunternehmen zeigt eine deutliche Belastung der Gesch\u00e4fte vor Ort. War die Stimmung der Unternehmen im Fr\u00fchjahr noch ausgeglichen, so hat sich die Situation nun merklich verd\u00fcstert: Nur noch 10 Prozent der befragten Firmen beurteilen die derzeitige Gesch\u00e4ftslage als gut. Fast die H\u00e4lfte, 47 Prozent, beschreiben ihre Situation als zufriedenstellend und 43 Prozent als schlecht, was zu einer stark negativen Gesamtbewertung von minus 33 Prozentpunkten f\u00fchrt. Zum Vergleich: Im Fr\u00fchjahr betrug dieser Wert minus 12 Prozentpunkte und vor einem Jahr, w\u00e4hrend strikter Covid-Restriktionen in China, lag er bei null.<\/p>\n<p>Obwohl bestimmte Sektoren wie Kunststoff- und Gummimaschinen, Textilmaschinen, Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sowie Landmaschinen leicht \u00fcber dem Maschinenbau-Durchschnitt liegen, ist die Bilanz der positiven und negativen Antworten auch in diesen Bereichen negativ. \u00a0Die Nachfrage in China f\u00fcr Roboter und Automationsl\u00f6sungen war in den vergangen drei Jahren sehr hoch, aber auch hier hat inzwischen eine deutliche Abk\u00fchlung stattgefunden. \u201eDas ist die schlechteste Stimmung, die wir seit dem Beginn der Umfrage im Jahr 2016 verzeichnet haben. Das Jahr 2023, eigentlich ein Jahr der \u00d6ffnung und Normalisierung, stellt unsere vor Ort ans\u00e4ssigen Unternehmen vor enorme Herausforderungen\u201c, erkl\u00e4rt Claudia Barkowsky, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des VDMA in China.<\/p>\n<p><strong>Geringe Aussicht auf Besserung in den n\u00e4chsten sechs Monaten<\/strong><br \/>\nDie Aussichten f\u00fcr die n\u00e4chsten sechs Monate bleiben tr\u00fcb. Nur 30 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung, w\u00e4hrend die H\u00e4lfte von einer unver\u00e4nderten und 20 Prozent sogar von einer sich verschlechternden Gesch\u00e4ftslage ausgehen. \u201eDer Immobilienmarkt, bis vor zwei Jahren noch einer der Haupttreiber des Wachstums, zeigt bis heute keine signifikante Erholung. Zudem stagnieren die Exporte, der lokale Konsum verh\u00e4lt sich zur\u00fcckhaltend und auch die ausl\u00e4ndischen Investitionen lassen nach. Es d\u00fcrfte noch eine Weile dauern, bis wir hier eine sp\u00fcrbare Besserung der Gesch\u00e4ftssituation erleben\u201c, sagt Barkowsky.<\/p>\n<p><strong>Kapazit\u00e4tsauslastung auf neuem Tiefstand<\/strong><br \/>\nDie Kapazit\u00e4tsauslastung der Unternehmen hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Lediglich 8 Prozent berichten von einer \u00fcberdurchschnittlichen Auslastung, 44 Prozent befinden sich im normalen Bereich und 48 Prozent liegen unter dem normalen Wert.<\/p>\n<p><strong>Bremsfaktor Auftragsmangel<\/strong><br \/>\nDer Mangel an Auftr\u00e4gen ist ein zentrales Problem f\u00fcr viele Unternehmen: 38 Prozent sehen ihn als den prim\u00e4ren Bremsfaktor. Andere Herausforderungen, wie Rohstoffmangel, Fachkr\u00e4fteknappheit oder Einschr\u00e4nkungen durch Local-Content-Vorschriften scheinen aktuell nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Mehr als die H\u00e4lfte der Unternehmen (51 Prozent) bewerten ihren aktuellen Auftragsbestand als unterdurchschnittlich, lediglich 11 Prozent verzeichnen \u00fcberdurchschnittliche Werte.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Erwartungen f\u00fcr die kommenden drei Monate herrscht ein ausbalanciertes Bild, jeweils 26 Prozent der Befragten prognostizieren eine Zunahme bzw. Abnahme des Gesamtauftragsvolumens. 48 Prozent erwarten keine Ver\u00e4nderungen. \u201eDies verdeutlicht die Volatilit\u00e4t des Marktes und die gegenw\u00e4rtige Unsicherheit der Unternehmen. Es gibt Bewegung und alle sind besch\u00e4ftigt mit Messen, Besuchern aus dem Headquarter oder mit Kundenbesuchen. Aber nichts l\u00e4uft wirklich gut, was Hoffnung machen k\u00f6nnte\u201c, f\u00fcgt Barkowsky hinzu.<\/p>\n<p>Die Daten zu den Auftr\u00e4gen aus dem Ausland zeigen eine etwas positivere Tendenz mit 28 Prozent der Unternehmen, die mit \u00fcberdurchschnittlichen Zahlen rechnen, was auf Vertrauen in die Nachfrage ausl\u00e4ndischer M\u00e4rkte schlie\u00dfen l\u00e4sst. Aber auch hier rechnet jeder Zweite (50 Prozent) mit einer stagnierenden Entwicklung ohne bedeutendes Wachstum, w\u00e4hrend 22 Prozent eine Verschlechterung voraussehen.<\/p>\n<p><strong>Gesamtausblick: Vorsichtiger Optimismus f\u00fcr die Zukunft<\/strong><br \/>\nNach vorn geblickt halten sich die optimistischen Erwartungen in Grenzen. Die VDMA-Mitgliedsunternehmen in China rechnen f\u00fcr 2023 im Durchschnitt mit stagnierenden Ums\u00e4tzen vor Ort. F\u00fcr das Jahr 2024 sieht es etwas besser aus, es wird ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 4 Prozent erwartet. Langfristiger Optimismus zeigt sich in den Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei bis drei Jahre: 49 Prozent der Befragten erwarten Wachstum, 38 Prozent rechnen mit Stagnation und nur 13 Prozent bef\u00fcrchten einen weiteren R\u00fcckgang. Diese Prognosen deuten auf eine gewisse Zuversicht hinsichtlich der mittel- bis langfristigen Entwicklung des Marktes hin. Trotz der aktuellen Herausforderungen besteht die Hoffnung, dass China ein Wachstumsmarkt bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle Gesch\u00e4ftsklimaumfrage des VDMA unter seinen in China aktiven Mitgliedsunternehmen zeigt eine&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-38006","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38006","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38006"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38006\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38008,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38006\/revisions\/38008"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38006"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38006"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38006"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=38006"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}