{"id":38212,"date":"2023-12-14T08:56:46","date_gmt":"2023-12-14T07:56:46","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38212"},"modified":"2023-12-13T14:00:18","modified_gmt":"2023-12-13T13:00:18","slug":"kraussmaffei-bietet-additive-fertigung-und-oberflaechenfinish-aus-einer-hand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38212","title":{"rendered":"KraussMaffei bietet Additive Fertigung und Oberfl\u00e4chenfinish aus einer Hand"},"content":{"rendered":"<p><strong>3D-gedruckt und spiegelglatt<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Unikate per 3D-Druck<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Nahtlose Kombination von Additiver Fertigung und Oberfl\u00e4chenveredelung<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8211; Von gro\u00dfformatigen Bauteilen bis hin zu spiegelglatten Oberfl\u00e4chen<\/strong><\/p>\n<p>Unikate in industrieller Fertigungsqualit\u00e4t \u2013 am besten geht das per 3D-Druck. Um die bei diesem Verfahren entstehende Strangstruktur zu begradigen, werden Objekte nachbearbeitet, beispielsweise gefr\u00e4st. Bei KraussMaffei arbeiten hierf\u00fcr die Standorte in Parsdorf (Additive Fertigung) und Harderberg\/ Georgsmarienh\u00fctte (Werkzeugbau) zusammen. Der Kunde erh\u00e4lt sein komplettes Bauteil aus einer Hand.\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Gro\u00dfformatdrucker powerPrint lassen sich Bauteile mit Dimensionen von bis zu 2 x 2,5 x 2 Meter fertigen \u2013 entweder indem man selbst einen solchen Drucker erwirbt oder mittels Print on Demand. Bei diesem Service \u00fcbernimmt KraussMaffei die gesamte Projektabwicklung, von der Datenoptimierung bis zur perfekten Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Als Kunden bei Ender Murat Ferat (Projektingenieur Additive Fertigung) in Parsdorf erstmals diese Dienstleistung nachfragten, hatte er die Werkzeugbau-Kollegen in Harderberg gar nicht sofort im Sinn. Kein Wunder, denn diese arbeiten vor allem f\u00fcr die Reaktionstechniksparte des Unternehmens und fertigen unter anderem Formen f\u00fcr die PUR-Verarbeitung. \u201eSo haben wir zun\u00e4chst Versuche mit externen Fr\u00e4sfirmen unternommen, aber inhouse ist die Zusammenarbeit nat\u00fcrlich viel effizienter und man beh\u00e4lt auch das Know-how\u201c, erkl\u00e4rt Ender Murat Ferat.<\/p>\n<p>Als der Kontakt zwischen den Standorten hergestellt war, begann die gemeinsame Entwicklung. In Harderberg fr\u00e4ste man zwar schon vorher neben Metall auch Kunststoff, aber meist Material aus Ureol, einem mit F\u00fcllstoffen ges\u00e4ttigten Polyurethan oder Epoxidharz in Platten- und Blockform. Dazu Fertigungsleiter Stefan Springrose: \u201eUnsere Produkte sind beispielsweise Prototypen und Belederungsmodelle f\u00fcr die Automobilindustrie.\u201c F\u00fcr den 3D-Druck wird nun recyceltes PETG mit 30-prozentiger Glasfaserverst\u00e4rkung verwendet werden.<\/p>\n<p>Das Fr\u00e4sen von Kunststoffen verlangt andere Maschinen als bei Metall, weil die Zerspanung einfacher und mit mehr Abtrag vonstattengeht. Deshalb verwendet man leistungsschw\u00e4chere, aber hochdynamische Exemplare, um m\u00f6glichst hohe Schnittgeschwindigkeiten und schnelle Fertigungszeiten zu erreichen. Die verwendeten Werkzeuge m\u00fcssen extrem scharf geschliffen sein und es braucht eine optimale Spanabfuhr. Bei Tests mit dem glasfaserverst\u00e4rkten PET stellte Thorsten Richter, Teamleiter Fr\u00e4serei in Harderberg, sogar fest, \u201edass diamantbesetzte Fr\u00e4ser n\u00f6tig sind, um dem abrasiven Material standzuhalten. Der Verschlei\u00df ist dadurch deutlich geringer.\u201c<\/p>\n<p>Die von der Additiven Fertigung vertraute Randstruktur l\u00e4sst sich so vollst\u00e4ndig gl\u00e4tten. Um Kunden f\u00fchlen zu lassen, wie fein die Oberfl\u00e4chen werden k\u00f6nnen, hat Ender Murat Ferat immer entsprechende Musterplatten dabei. Bislang reichen sie bis Rautiefe RZ 12, aber Thorsten Richter betont, dass es durchaus noch glatter geht: \u201eEs dauert dann nur l\u00e4nger.\u201c<\/p>\n<p>Ein Projekt, das die Kollegen in Bayern und Niedersachsen bereits gemeinsam umgesetzt haben, ist eine Sandgussform f\u00fcr Druckkissen. F\u00fcr dieses Verfahren fertigt man zun\u00e4chst eine Negativform, mit der die eigentliche Sandform hergestellt wird, die dann wiederum das fl\u00fcssige Metall (Eisen, Alu, etc.) aufnimmt. Die Sandform wird beim Entformen jeweils zerst\u00f6rt, der gefr\u00e4ste 3D-K\u00f6rper kann immer wieder verwendet werden. Bislang wurde daf\u00fcr meist Ureol genutzt. Die Additive Fertigung bietet aber trotz h\u00f6herer Kosten pro Kilo Rohmaterial zwei entscheidende Vorteile: Zum einen sind die Modelle deutlich bruchfester, zum anderen ist man\u00a0unabh\u00e4ngig von den Standardma\u00dfen der Ureolbl\u00f6cke- und platten. Diese entsprechen meist nicht den f\u00fcr das Projekt gew\u00fcnschten Dimensionen, sodass man sie h\u00e4ndisch bis zur ben\u00f6tigten Gr\u00f6\u00dfe miteinander verkleben muss. Der damit verbundene Personaleinsatz l\u00e4sst sich sparen, wenn der 3D-Drucker einen Rohling fertigt, der nur an den Stellen aufgebaut sein muss, wo das Endprodukt Material verlangt. Dadurch wird die 3D-Form, trotz h\u00f6herem Grundpreis f\u00fcr das PETG, letztlich g\u00fcnstiger als ihr Ureol-Pendant.<\/p>\n<p>Die Kooperation zwischen Additiver Fertigung und Werkzeugbau n\u00fctzt beiden Seiten, weil jeder Bereich nun zus\u00e4tzliche Services anbieten kann. Print on Demand-Kunden erhalten ihre Werkst\u00fccke aus einer Hand mit perfektem Finish, die bisherigen Auftraggeber von Ureol-Modellen k\u00f6nnen das bruchfestere PET GF30 nutzen.<\/p>\n<p>KraussMaffei ist branchenweit das einzige Unternehmen, das Maschinen f\u00fcr alle Arten der Kunststoffverarbeitung \u2013 Additive Fertigung, Reaktionstechnik, Extrusion, Spritzgie\u00dfen \u2013 herstellt. Im Know-how-Verbund treibt man technische Entwicklungen voran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unikate in industrieller Fertigungsqualit\u00e4t \u2013 am besten geht das per 3D-Druck. 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