{"id":38572,"date":"2024-02-14T08:01:16","date_gmt":"2024-02-14T07:01:16","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38572"},"modified":"2024-02-12T13:02:21","modified_gmt":"2024-02-12T12:02:21","slug":"fahrradpedale-fuer-mehr-nachhaltigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38572","title":{"rendered":"Fahrradpedale f\u00fcr mehr Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Industriekonsortium entwickelt gemeinsam mit dem SKZ Recycling-L\u00f6sungen f\u00fcr Faserverbund-Verschnitte<\/strong><\/h4>\n<p><strong><em>Faserverbundbauteile aus Carbonfasern und Epoxidharz verf\u00fcgen \u00fcber hervorragende Materialeigenschaften. Leider entstehen bei der Herstellung von Bauteilen bis zu einem Drittel an Verschnitt. Ein Forschungskonsortium will das mit dem Projekt \u201ePreCycle\u201c jetzt \u00e4ndern \u2013 auch das Kunststoff-Zentrum SKZ ist daran beteiligt. Die L\u00f6sung: Fahrradpedale.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Innovative Leichtbaul\u00f6sungen in der Luftfahrt und der Automobil- oder der Sportindustrie zeichnen sich durch gute mechanische Eigenschaften bei gleichzeitig geringem Gewicht aus. Hier sind faserverst\u00e4rkte Kunststoffe, insbesondere Prepregs \u2013 mit Epoxidharz getr\u00e4nkte Carbongewebe \u2013 ein oft genutzter Ansatz. Doch gibt es bei deren Herstellung auch einen Nachteil: Beim Zuschnitt der bahnf\u00f6rmigen Halbzeuge kann bis zu 35 Prozent Verschnitt an nicht ausgeh\u00e4rtetem Material entstehen. Dieser Verschnitt muss \u00fcblicherweise als Gewerbeabfall entsorgt werden. Derzeit m\u00f6gliche Recyclingans\u00e4tze wie die Pyrolyse zur Trennung von Harz und Fasern sind energetisch aufwendig und teuer und somit ebenfalls wenig praktikabel f\u00fcr ein umfassendes Recyclingkonzept der anfallenden Prepreg-Verschnitte.<\/p>\n<p>Stoffkreislauf zur Herstellung neuer Bauteile<br \/>\nDieser Herausforderung stellt sich nun ein Konsortium aus Industrieunternehmen im Forschungsvorhaben \u201ePreCycle\u201c. Im Projekt verfolgt das Konsortium \u2013 darunter die die all ahead composites GmbH, die HP-T H\u00f6glmeier Polymer-Tech GmbH &amp; Co. KG, die RF Plast GmbH und das SKZ \u2013 einen ganzheitlichen Ansatz zum Recycling von nicht verwertbaren Materialverschnitten. Das Ziel ist die Herstellung von rieself\u00e4higen Duroplast-Formmassen aus nicht ausgeh\u00e4rteten Prepreg-Abf\u00e4llen, die anschlie\u00dfend im Spritzgie\u00dfverfahren zu hochwertigen Fahrradpedalen weiterverarbeitet werden. Auf diese Weise lassen sich die nicht ausgeh\u00e4rteten Prepreg-Verschnitte als wertvoller Rohstoff in einen Stoffkreislauf zur Herstellung neuer Bauteile wieder integrieren.<\/p>\n<p>SKZ \u00fcbernimmt Rezepturentwicklung und Compoundierung<br \/>\nDas \u00fcber drei Jahre laufende Kooperationsprojekt wird im Rahmen des Bayerischen Verbundforschungsprogramms (BayVFP) \u2013 F\u00f6rderline Materialien und Werkstoff \u00ac\u2013 vom Freistaat Bayern gef\u00f6rdert. Innerhalb des Projektes entwickelt die Firma HP-T ein gro\u00dftechnisches Zerkleinerungsverfahren f\u00fcr Prepreg-Verschnitte, w\u00e4hrend am SKZ die Rezepturentwicklung sowie Compoundierung und Optimierung der Formmassen stattfindet. Bei all ahead wird das Demonstratorbauteil \u201eHigh-end-Fahrradpedale\u201c ausgelegt, die Firma RF Plast schlie\u00dflich stellt das Spritzgie\u00dfwerkzeug her und legt den Spritzgie\u00dfprozess aus.<\/p>\n<p>\u201eAnfallenden Gewerbeabfall wiederverwerten\u201c<br \/>\n\u201eDie Ergebnisse des Projektes bieten die M\u00f6glichkeit, den anfallenden Gewerbeabfall bei der Verarbeitung von Prepregs wiederzuverwerten und tragen somit zur Erh\u00f6hung der Nachhaltigkeit bei. Wir freuen uns deshalb, gemeinsam mit einem schlagkr\u00e4ftigen Industriekonsortium das Recycling der Prepreg-Verschnitte voranzutreiben\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Andreas K\u00f6ppel, Gruppenleiter Vernetzte Materialien und Materialentwicklung am SKZ.<strong><br \/>\n<\/strong><br \/>\nMehr Informationen zum SKZ-Forschungsbereich <a href=\"https:\/\/www.skz.de\/forschung\/material\"><strong>Material<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faserverbundbauteile aus Carbonfasern und Epoxidharz verf\u00fcgen \u00fcber hervorragende Materialeigenschaften&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38573,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-38572","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38572"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38574,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38572\/revisions\/38574"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/38573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38572"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=38572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}