{"id":38838,"date":"2024-03-21T07:27:59","date_gmt":"2024-03-21T06:27:59","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38838"},"modified":"2024-03-16T18:30:12","modified_gmt":"2024-03-16T17:30:12","slug":"lanxess-erwartet-ergebnisverbesserung-fuer-das-geschaeftsjahr-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38838","title":{"rendered":"LANXESS erwartet Ergebnisverbesserung f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Umsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 mit 6,714 Milliarden Euro um 17,0 Prozent unter Vorjahr<\/strong><\/li>\n<li><strong>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sinkt um 44,9 Prozent auf 512 Millionen Euro <\/strong><\/li>\n<li><strong>Konzernergebnis steigt aufgrund von Portfolio-Ma\u00dfnahmen auf 443 Millionen Euro<\/strong><\/li>\n<li><strong>Erste Kosteneinsparungen aus Aktionsplan &#8220;FORWARD!&#8221; erzielt<\/strong><\/li>\n<li><strong>Deutlich reduzierte Nettoverschuldung und verbesserter<\/strong><strong><br \/>\nFree Cashflow<\/strong><\/li>\n<li><strong>Spezialchemie-Profil weiter gesch\u00e4rft<\/strong><\/li>\n<li><strong>LANXESS CEO Matthias Zachert: \u201eWenn die Zeiten besser werden, wollen wir bestm\u00f6glich aufgestellt sein.\u201c<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>2023 war ein Multikrisen-Jahr f\u00fcr die deutsche Chemieindustrie: Eine schwache Nachfrage in vielen Abnehmerindustrien und Marktregionen verbunden mit einem Lagerabbau bei Kunden, hohen Energiepreisen in Deutschland und geopolitischen Spannungen. Das hat auch das Gesch\u00e4ftsjahr 2023 beim Spezialchemie-Konzern LANXESS gepr\u00e4gt. F\u00fcr das laufende Jahr rechnet der Konzern jedoch mit moderat steigenden Ergebnissen.<\/p>\n<p>Der Konzernumsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 lag mit 6,714 Milliarden Euro um 17,0 Prozent unter dem Vorjahreswert von 8,088 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sank um 44,9 Prozent auf 512 Millionen Euro nach 930 Millionen Euro im letzten Jahr. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen erreichte 7,6 Prozent nach 11,5 Prozent im Vorjahr.<\/p>\n<p>Die schw\u00e4chere Nachfrage und damit verbundene geringere Absatzmengen sowie h\u00f6here Leerkosten f\u00fchrten vor allem in den Segmenten Specialty Additives und Advanced Intermediates zu deutlich r\u00fcckl\u00e4ufigen Ergebnissen. Zudem beeinflussten niedrigere Einstandspreise f\u00fcr Rohstoffe und Energie in beiden Segmenten die Verkaufspreise. Das Ergebnis im Segment Consumer Protection ging nur vergleichsweise moderat zur\u00fcck. Positiv wirkte sich hier der Beitrag des Anfang Juli 2022 vom Unternehmen IFF erworbenen Gesch\u00e4ftsbereichs Microbial Control aus.<\/p>\n<p>\u201eEin solches Krisenjahr hat die deutsche Chemie und haben auch wir bei LANXESS noch nicht erlebt. Aber wir tun alles daf\u00fcr, um m\u00f6glichst stabil durch diese Phase zu kommen und bestm\u00f6glich aufgestellt zu sein, wenn die Zeiten wieder besser werden. Mit unserem Aktionsplan \u201eFORWARD!\u201c haben wir daf\u00fcr fr\u00fchzeitig die richtigen Schritte eingeleitet\u201c, so Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von LANXESS.<\/p>\n<p>Das Konzernergebnis 2023 lag mit 443 Millionen Euro signifikant \u00fcber dem Vorjahreswert von 250 Millionen Euro. Dies lag insbesondere am Erl\u00f6s, den LANXESS von Advent International aus der Transaktion zur Gr\u00fcndung von Envalior erhalten hat. Das Konzernergebnis aus fortzuf\u00fchrendem Gesch\u00e4ft blieb mit minus 843 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 184 Millionen Euro. Der R\u00fcckgang resultierte vor allem aus der Entwicklung des operativen Ergebnisses und au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Abschreibungen auf Gesch\u00e4fts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen.<\/p>\n<p>Zumindest f\u00fcr das erste Halbjahr 2024 erwartet LANXESS ein weiterhin herausforderndes Umfeld. F\u00fcr das erste Quartal 2024 sieht der Konzern folglich noch keine Verbesserung gegen\u00fcber dem\u00a0vierten Quartal 2023 und erwartet ein EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von bis zu 100 Millionen Euro. Ab dem zweiten Quartal rechnet LANXESS mit einem moderaten Anstieg der verkauften Volumina. \u201eWir gehen davon aus, dass der Lagerabbau bei unseren Kunden, mit Ausnahme der Agrochemie, abgeschlossen ist. Dar\u00fcber hinaus erwarten wir nachhaltige Kostenersparnisse aus unserem Aktionsplan\u00a0\u201eFORWARD!\u201c, sagt Matthias Zachert. F\u00fcr das gesamte Gesch\u00e4ftsjahr 2024 rechnet LANXESS mit einem EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen, das moderat \u00fcber dem Wert von 2023 liegt. \u201eDas Ergebnis wird sich aber immer noch deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre bewegen. Daher werden wir auch 2024 weiter an unserer Aufstellung und unseren Prozessen arbeiten und unsere finanzielle Basis st\u00e4rken\u201c, sagt Zachert.<\/p>\n<p><strong>Nettoverschuldung reduziert, Free Cashflow verbessert<\/strong><br \/>\nSeine Nettoverschuldung konnte LANXESS im Jahr 2023 von 3,814 Milliarden auf 2,498 Milliarden Euro senken. Der R\u00fcckgang ergab sich einerseits aus den erhaltenen Verkaufserl\u00f6sen im Zusammenhang mit der Gr\u00fcndung des Unternehmens Envalior. Anderseits trugen auch die Reduzierung des Nettoumlaufverm\u00f6gens und die damit geringere Kapitalbindung dazu bei. So konnte das Unternehmen auch seinen Free Cashflow stark verbessern. Dieser lag 2023 bei 526 Millionen Euro nach minus 220 Millionen Euro im Vorjahr.<\/p>\n<p><strong>Erste Kosteneinsparungen aus Aktionsplan \u201eFORWARD!\u201c\u00a0<\/strong><br \/>\nMit dem im Sommer 2023 eingef\u00fchrten Aktionsplan \u201eFORWARD!\u201c wirkt LANXESS den Auswirkungen der Konjunkturflaute entgegen. Dazu geh\u00f6ren zum einen einmalige, kurzfristige Einsparungen, die bereits in 2023 in einem Umfang von 100 Millionen Euro durch Kostensenkungen und verringerte Investitionen erreicht wurden. Dazu geh\u00f6rt zum anderen auch eine effizientere Aufstellung des Konzerns. Durch strukturelle Ma\u00dfnahmen m\u00f6chte LANXESS seine j\u00e4hrlichen Kosten ab 2025 dauerhaft um rund 150 Millionen Euro senken. Das umfasst den Abbau von 870 Stellen, davon 460 in Deutschland. F\u00fcr den Gro\u00dfteil des Stellenabbaus wurden bereits die entsprechenden Vertr\u00e4ge unterzeichnet.<\/p>\n<p><strong>Dividende von 0,10 Euro geplant\u00a0<\/strong><br \/>\nAngesichts des schwachen Gesch\u00e4ftsverlaufs und um die Nettofinanzverschuldung weiter zu senken, plant der Konzern in diesem Jahr eine Reduktion der Dividende. Daher werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 24. Mai 2024 eine Dividende f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2023 von 0,10 Euro je Aktie (2022: 1,05 Euro) vorschlagen. Der Vorschlag entspr\u00e4che einer Aussch\u00fcttungssumme von insgesamt rund 8,6 Millionen Euro.<\/p>\n<p><strong>Spezialchemie-Profil gesch\u00e4rft<\/strong><br \/>\nIm Jahr 2023 hat LANXESS sein Portfolio weiter konsequent auf Spezialchemie ausgerichtet. Der Konzern hat seinen Gesch\u00e4ftsbereich High Performance Materials zum 1. April 2023 in das Gemeinschaftsunternehmen Envalior mit dem Private-Equity-Investor Advent International eingebracht. Dar\u00fcber hinaus hat LANXESS zum Jahresende den Verkaufsprozess f\u00fcr den Gesch\u00e4ftsbereich Urethane Systems, das letzte verbliebene Polymergesch\u00e4ft im Portfolio, eingeleitet. Der Gesch\u00e4ftsbereich ist mit sechs Produktionsstandorten global aufgestellt und besch\u00e4ftigt rund 400 Mitarbeitende. LANXESS wird die Erl\u00f6se aus dem Verkauf des Gesch\u00e4ftsbereichs zur weiteren Senkung der Verschuldung verwenden.<\/p>\n<p><strong>Segmente im \u00dcberblick<\/strong><br \/>\nDie Ums\u00e4tze im Segment Consumer Protection lagen im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 mit 2,340 Milliarden Euro nur um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2,366 Milliarden Euro. Das Segment profitierte dabei besonders von der Akquisition des Gesch\u00e4ftsbereichs Microbial Control des Unternehmens IFF im Juli 2022. Eine schwache Nachfrage aus diversen M\u00e4rkten und anhaltender Lagerabbau bei Kunden f\u00fchrten jedoch zu geringeren Absatzmengen. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sank um 14,6 Prozent auf 310 Millionen Euro im Vergleich zu 363 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen sank von 15,3 Prozent im letzten Jahr auf 13,2 Prozent.<\/p>\n<p>Aufgrund einer schw\u00e4cheren Nachfrage der Bau- und Elektronikindustrie sank der Umsatz im Segment Specialty Additives von 2,970 Milliarden Euro im Vorjahr um 21,7 Prozent auf 2,325 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen sank um 56,4 Prozent von 479 Millionen Euro im Vorjahr auf 209 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 9,0 Prozent nach 16,1 Prozent im Vorjahr.<\/p>\n<p>Gesunkene Absatzmengen, die aus dem Lagerabbau der Kunden vor allem aus der Bau- und Chemieindustrie resultierten, belasteten das Segment Advanced Intermediates. Der Umsatz belief sich auf 1,775 Milliarden Euro im Gesch\u00e4ftsjahr 2023 und lag damit 26,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2,413 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen lag mit 121 Millionen Euro um 58,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 291 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen lag bei 6,8 Prozent nach 12,1 Prozent im Vorjahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2023 war ein Multikrisen-Jahr f\u00fcr die deutsche Chemieindustrie: Eine schwache Nachfrage in vielen Abnehmerindustrien und&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":18683,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-38838","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38838","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38838"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38838\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38839,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38838\/revisions\/38839"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/18683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38838"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38838"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38838"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=38838"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}