{"id":38948,"date":"2024-04-09T07:59:48","date_gmt":"2024-04-09T05:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38948"},"modified":"2024-04-07T09:50:59","modified_gmt":"2024-04-07T07:50:59","slug":"deutsche-qualitaet-zu-international-wettbewerbsfaehigen-stueckkosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38948","title":{"rendered":"Deutsche Qualit\u00e4t zu international  wettbewerbsf\u00e4higen St\u00fcckkosten"},"content":{"rendered":"<p><u>RING Kamm und Haarschmuck produziert mit WITTMANN Spritzgie\u00dftechnik bis zu 18 Stunden autonom<\/u><\/p>\n<p><strong>G\u00fcnstiger als in Osteuropa und wettbewerbsf\u00e4hig zu Asien produzieren \u2013 so lauteten die Anforderungen, als sich die RING Kamm und Haarschmuck GmbH in Regensburg entschloss, Teile der Spritzgie\u00dfproduktion zur\u00fcck ins eigene Haus zu holen. WITTMANN nahm die Herausforderung an und lieferte eine hochintegrierte Produktionszelle rund um eine SmartPower Spritzgie\u00dfma\u00adschine mit Inline-Recycling, die bis zu 18 Stunden autonom produzieren kann. Damit spart RING Material, Energie und Manpower ein und erzielt international wettbewerbsf\u00e4hige St\u00fcckkosten. <\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Marke RING hat eine lange Tradition. \u201eMein Urgro\u00dfvater hat die Firma 1931 gegr\u00fcndet\u201c, erz\u00e4hlt Stephanie Renner bei unserem Besuch in Regensburg. Gemeinsam mit ihrer Mutter Elfriede Renner-Weigert und ihrem Bruder Walter Renner leitet sie heute die RING Kamm und Haarschmuck GmbH, die vor allem f\u00fcr ihre hochwertigen K\u00e4mme bekannt ist. \u201eNoch in den 1970er Jahren gab es 200 Kammh\u00e4ndler in Deutschland\u201c, wei\u00df Renner aus den Erz\u00e4hlungen. Heute konzentriert sich das Gesch\u00e4ft auf gro\u00dfe Drogeriemarktketten. Die St\u00fcckzahlen pro Kunde, aber auch der Preisdruck sind gestiegen.<\/p>\n<p>Bereits die Gro\u00dfeltern passten sich dem Wandel der Zeit an und starteten die Diversifizierung des Produktprogramms. Inzwischen umfasst das Portfolio mehr als 3000 Produkte in drei Gesch\u00e4ftsbereichen, die in mehr als 30 L\u00e4ndern der Erde verkauft werden.<\/p>\n<p>Lange Zeit produzierte RING alle Produkte im eigenen Haus. Dann musste aufgrund der gestiegenen Lohn- und Fertigungskosten ein Teil der Produktion ins Ausland verlagert werden.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie brachte erneut einen Wandel. \u201eWir hatten Schwierigkeiten, unsere Produkte fristgerecht von unserem Zulieferer zu beziehen\u201c, berichtet Renner. \u201eHinzu kommt, dass der Zulieferer aufgrund der gestiegenen Energiekosten den Preis um bis zu 30 Prozent anheben wollte. Damit w\u00e4ren wir nicht mehr wettbewerbsf\u00e4hig gewesen.\u201c<\/p>\n<p>Im Familienrat wurde beschlossen, einen Teil der Produktion zur\u00fcck ins eigene Haus zu holen. Zun\u00e4chst ging es um die wichtigsten Werkzeuge f\u00fcr die Produktion von Bad-Accessoires. Zahnputzbecher, Zahnb\u00fcrstenboxen, Seifenschalen und K\u00e4mme werden jetzt in Regensburg in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen f\u00fcr eine deutsche Drogeriemarktkette produziert.<\/p>\n<p>Auf einer SmartPower Spritzgie\u00dfmaschine von WITTMANN laufen am Tag unseres Besuchs Zahnb\u00fcrstenboxen vom Band. Aus Polystyrol, in Perlmutt-Wei\u00df, einer der aktuellen Trendfarben im Drogeriemarktsortiment.<\/p>\n<p>Seit mehr als einem halben Jahr produziert die SmartPower rund um die Uhr. Pausen gibt es nur zum R\u00fcsten und Warten. Die Produktionszelle ist so ausgelegt, dass sie bis zu 18 Stunden autonom arbeiten kann.<\/p>\n<p><strong>Beratung und Service gaben den Ausschlag <\/strong><\/p>\n<p>Zwischen der Entscheidung, wieder im eigenen Haus zu produzieren, und der Inbetriebnahme der neuen WITTMANN Produktionszelle lag ein nicht ganz ebener Weg. \u201eMein Vater und Gro\u00dfvater sind l\u00e4ngst verstorben und damit ging viel Spritzgie\u00df-Know-how verloren\u201c, erz\u00e4hlt Elfriede Renner-Weigert. \u201eWir mussten uns das Know-how neu erarbeiten.\u201c Viel Unterst\u00fctzung erhielt das Familienunternehmen dabei von WITTMANN.<\/p>\n<p>\u201eMein Vater kannte Werner Battenfeld noch pers\u00f6nlich\u201c, so Renner-Weigert. \u201eFr\u00fcher kamen alle unsere Spritzgie\u00dfmaschinen von Battenfeld. Daher wei\u00df ich, dass das gute Maschinen sind.\u201c Dennoch wurde nicht allein bei der WITTMANN Gruppe, zu der Battenfeld heute geh\u00f6rt, angefragt. Vielmehr wurde der Markt sorgf\u00e4ltig sondiert und es wurden Gespr\u00e4che mit mehreren Spritzgie\u00dfmaschinenherstellern gef\u00fchrt. Am Ende setzte sich WITTMANN durch, und so wird im Hause RING auch diese Tradition fortgesetzt.<\/p>\n<p>\u201eBei WITTMANN f\u00fchlten wir uns von Beginn an sehr gut beraten\u201c, betont Stephanie Renner. \u201eWITTMANN hat unsere Anforderungen am besten umgesetzt. Die Beratung und der gute Service waren ausschlaggebend f\u00fcr unsere Kaufentscheidung.\u201c<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bis zu 18 Stunden autonome Produktion<\/strong><\/p>\n<p>H\u00f6chste Effizienz und eine autonome Produktion f\u00fcr niedrigste St\u00fcckkosten \u2013 so lassen sich die Anforderungen an die neue Produktionszelle zusammenfassen. \u201eWichtig war uns vor allem, dass wir kein zus\u00e4tzliches Personal einstellen m\u00fcssen\u201c, so Renner. \u201eDamit k\u00e4men wir mit den St\u00fcckkosten zu hoch. Au\u00dferdem leidet unsere Region sowieso schon stark unter dem Fachkr\u00e4ftemangel.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir haben uns ganz genau angeschaut, was hier tats\u00e4chlich Sinn macht\u201c, berichtet Gottfried Hausladen, Gebietsverkaufsleiter bei WITTMANN BATTENFELD in Deutschland. \u201eSo wenig wie m\u00f6glich, so viel wie n\u00f6tig \u2013 dieses Prinzip war der Schl\u00fcssel, f\u00fcr unseren Kunden das Optimum zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Geliefert wurde am Ende eine schl\u00fcsselfertige Produktionszelle rund um eine servohydraulische SmartPower 120\/350 Spritzgie\u00dfmaschine mit einem WP80 Angusspicker inklusive Temperierger\u00e4t, Dosier- und F\u00f6rderger\u00e4ten, Materialtrockner und einer Schneidm\u00fchle vom Typ G-Max f\u00fcr das Inhouse-Recycling von Ang\u00fcssen und Produktionsabf\u00e4llen. Dar\u00fcber hinaus integrierten die WITTMANN Techniker ein Flie\u00dfband und ein Teilekarussell ins Anlagenkonzept. Das Karussell besteht aus zwei Ebenen mit jeweils vier gro\u00dfen Produktsammelboxen und nimmt die Spritzgie\u00dfteile aus bis zu 18 Stunden autonomer Produktion auf.<\/p>\n<p>\u201eGer\u00fcstet wird so selten wie m\u00f6glich, denn jeder Werkzeugwechsel kostet Zeit\u201c, erkl\u00e4rt Renner. Dennoch war gerade die Flexibilit\u00e4t der Maschine eine weitere Anforderung mit Blick auf die langfristige Produktionsplanung. \u201eWir sind daf\u00fcr bekannt, schnell auf Kundenw\u00fcnsche zu reagieren\u201c, so Renner. \u201eF\u00fcr die schnelle Lieferung von Musterteilen haben wir zus\u00e4tzlich in einen 3D-Drucker investiert.\u201c<\/p>\n<p>Die besonders gro\u00dfen Aufspannplatten der Spritzgie\u00dfmaschinen der SmartPower Baureihe leisten einen wesentlichen Beitrag zur Flexibilit\u00e4t der neuen Produktionszelle. \u201eWir k\u00f6nnen auch gr\u00f6\u00dfere Werkzeuge auf der 120-Tonnen-Spritzgie\u00dfmaschine effizient r\u00fcsten\u201c, sagt Renner. \u201eDas bildet eine gute Grundlage f\u00fcr den weiteren Ausbau der eigenen Produktion am Standort Regensburg.\u201c<\/p>\n<p><strong>Alles aus einer Hand <\/strong><\/p>\n<p>\u201eDass WITTMANN aus einer Hand komplette Produktionszellen liefert, ist f\u00fcr uns ein gro\u00dfer Vorteil\u201c, betont Elfriede Renner-Weigert. \u201eWir haben f\u00fcr das Gesamtsystem nur einen zentralen Ansprechpartner. Das gibt uns ein sicheres Gef\u00fchl.\u201c<\/p>\n<p>So k\u00fcmmerte sich WITTMANN zum Beispiel auch um den F\u00f6rderantrag. Aufgrund der hohen Energieeffizienz der SmartPower Baureihe konnte RING die F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten der Bundesregierung umfangreich aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Beim Einfahren der Werkzeuge erhielt RING viel Unterst\u00fctzung von der WITTMANN Anwendungstechnik, und auch f\u00fcr die weitere laufende Prozessoptimierung stehen die Anwendungstechniker dem Kunden zur Seite. Hierf\u00fcr kommen vor allem die Online-Support-Tools zum Einsatz. \u00dcber eine sichere Internetverbindung k\u00f6nnen sich die WITTMANN Prozessspezialisten auf die Steuerungsoberfl\u00e4che der SmartPower Maschine aufschalten, die Parameter einsehen und Tipps f\u00fcr noch effizientere Einstellungen geben. \u201eWir haben uns inzwischen sehr viel Prozess-Know-how angeeignet\u201c, sagt Stephanie Renner. Bis heute nimmt ihr Bruder Walter an Seminaren und Workshops im Trainingszentrum von WITTMANN teil.<\/p>\n<p><strong>Material und Energie einsparen<\/strong><\/p>\n<p>Besonders stolz ist die Familie darauf, dass die vorab festgelegten Effizienzziele sogar \u00fcbertroffen werden. Verschiedene Faktoren tragen hierzu bei. Darunter die k\u00fcrzeren Zykluszeiten, die reduzierten Lagerkosten durch Just-in-time-Produktion, reduzierte Transportkosten sowie die h\u00f6here Material- und Energieeffizienz.<\/p>\n<p>\u201eWir brauchen zum Einf\u00e4rben des Granulats weniger Masterbatch\u201c, f\u00fchrt Renner an. Ein Grund hierf\u00fcr ist die pr\u00e4zise Dosiertechnik, die die WITTMANN Verkaufsingenieure ins Anlagenkonzept integrierten. Hinzu kommt, dass f\u00fcr die Produktion der Drogerieartikel Mahlgut aus dem Direktrecycling der Ang\u00fcsse mit einem Anteil von zehn Prozent eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Die sehr hohe Energieeffizienz erreicht die SmartPower Maschine dank modernster Servohydraulik und patentiertem KERS System. Das Kinetic Energy Recovery System (KERS) wandelt bei Bremsvorg\u00e4ngen die Bewegungsenergie in elektrische Energie um, die dann zum Beispiel f\u00fcr die Zylinderheizung genutzt werden kann. WITTMANN bietet diese Form der Energier\u00fcckgewinnung auch f\u00fcr servohydraulische Spritzgie\u00dfmaschinen im Standard an \u2013 bis heute ein Alleinstellungsmerkmal.<\/p>\n<p>Mit einer eigenen Photovoltaikanlage hat sich RING Kamm und Haarschmuck ein St\u00fcck weit unabh\u00e4ngig vom Strommarkt gemacht.<\/p>\n<p><strong>Soziales Engagement Teil der Nachhaltigkeitsstrategie<\/strong><\/p>\n<p>Die Produktion im eigenen Haus unterst\u00fctzt sehr stark auch die Nachhaltigkeitsziele, die sich die Familie f\u00fcr ihr Unternehmen und ihre Produkte gesetzt hat. \u201eWir beziehen unser Rohmaterial aus Europa. Zusammen mit der Produktion in Deutschland bedeutet das kurze Transportwege und einen sehr kleinen CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck unserer Produkte\u201c, sagt Renner-Weigert. \u201eDiesen Mehrwert wissen die Konsumenten immer mehr zu sch\u00e4tzen. Wir k\u00f6nnen garantieren, dass die von uns verarbeiteten Materialien frei von PBA und Melamin und zum Teil sogar f\u00fcr den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind.\u201c<\/p>\n<p>RING hat die Entwicklung neuer Materialien aus nicht-fossilen Quellen fest im Blick. F\u00fcr K\u00e4mme, die keine Lebensmittelzulassung ben\u00f6tigen, kommen heute bereits Post-Consumer-Rezyklate zum Einsatz. Stark nachgefragt sind zudem die Bad-Accessoires der Natural-Serie, die aus biobasierten Werkstoffen wie Liquidwood bestehen.<\/p>\n<p>Soziales Engagement ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. In gro\u00dfen Kartons gehen die Zahnputzbecher, Zahnb\u00fcrstenboxen und Seifenschalen, die auf der neuen WITTMANN Produktionszelle produziert werden, in benachbarte Behindertenwerkst\u00e4tten und die JVA, die ebenfalls nur wenige hundert Meter vom Produktionsbetrieb entfernt liegt. In diesen Einrichtungen werden die Produkte verkaufsfertig gelabelt und verpackt.<\/p>\n<p>Mit der Entscheidung, die Produktion wieder ins eigene Haus zu holen, hat RING Kamm und Haarschmuck seine Wettbewerbsposition nachhaltig gest\u00e4rkt. \u201eUnsere gr\u00f6\u00dften Mitbewerber sind in Asien. Mit unserer neuen Produktionsstrategie k\u00f6nnen wir auch gegen\u00fcber China wettbewerbsf\u00e4hige St\u00fcckkosten anbieten\u201c, betont Stephanie Renner. \u201eDas ist nur m\u00f6glich, weil wir diesen Weg gegangen sind.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00fcnstiger als in Osteuropa und wettbewerbsf\u00e4hig zu Asien produzieren, so lauteten die Anforderungen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":38949,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-38948","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=38948"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38948\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38986,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/38948\/revisions\/38986"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/38949"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=38948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=38948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=38948"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=38948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}