{"id":38991,"date":"2024-04-16T08:17:49","date_gmt":"2024-04-16T06:17:49","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=38991"},"modified":"2024-04-14T18:21:04","modified_gmt":"2024-04-14T16:21:04","slug":"opc-ua-npe-2024-whats-in-it-for-the-customer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=38991","title":{"rendered":"OPC UA @NPE 2024 \u2013 What\u2019s in it for the customer?"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDer gr\u00f6\u00dfte Vorteil ist die Herstellerunabh\u00e4ngigkeit\u201c<\/p>\n<p>Branchen-Interview mit J\u00fcrgen Peters, Abteilungsleiter Softwareentwicklung, ARBURG GmbH + Co KG und J\u00fcrgen Giesow, Vice President of Technology and After Sales Service, ARBURG Inc.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was ist der gr\u00f6\u00dfte Vorteil der OPC UA-Schnittstelle im Maschinenbau?<\/strong><br \/>\n<strong>J\u00fcrgen Peters<\/strong>: Die OPC UA-Schnittstelle bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Der vielleicht Gr\u00f6\u00dfte ist aber die Herstellerunabh\u00e4ngigkeit. Da OPC UA ein offener Standard ist, k\u00f6nnen im Maschinenbau verschiedene Komponenten und Systeme von verschiedenen Anbietern integriert werden, ohne auf propriet\u00e4re Protokolle oder Technologien beschr\u00e4nkt zu sein. Die Schnittstelle erm\u00f6glicht eine standardisierte, herstellerunabh\u00e4ngige, sichere und effiziente Kommunikation zwischen verschiedenen Komponenten und Systemen. Das f\u00fchrt zu h\u00f6herer Flexibilit\u00e4t, Interoperabilit\u00e4t und Skalierbarkeit.<br \/>\n<strong>J\u00fcrgen Giesow:<\/strong> F\u00fcr den Spritzgie\u00dfbetrieb bietet sich im Augenblick erstmals die M\u00f6glichkeit, global eine einheitliche Schnittstelle einzusetzen. Die Vergleichbarkeit, die Fertigungs\u00fcbertragungen und die Fertigungsduplizierung werden weitaus einfacher als bisher. Zudem wird alles zentral an eine Einheit zur\u00fcckgemeldet, Daten und Prozessr\u00fcckmeldungen k\u00f6nnen daher dokumentiert und ausgewertet werden. In der Vergangenheit wurde Integration lediglich mit digitalen Signalen wie \u201eaktiv\u201c oder \u201einaktiv\u201c realisiert. Eine R\u00fcckmeldung und Auswertung von Prozessdaten war damit nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Diese Schnittstelle ist in Europa verbreiteter als in Nordamerika. Woran liegt das?<\/strong><br \/>\n<strong>Peters:<\/strong> Europa hat im Vergleich zu Nordamerika eine l\u00e4ngere Tradition im Bereich Maschinenbau und Kommunikation mit Zusatzger\u00e4ten. Mit Industrie 4.0 wurde bereits im Jahr 2011 der Baustein f\u00fcr eine standardisierte Kommunikation \u00fcber OPC UA zwischen verschiedenen Komponenten gelegt. Viele Unternehmen haben sich daraufhin mit dem Thema besch\u00e4ftigt und gemeinsam mit dem VDMA erste Normen definiert und umgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Wie hoch ist die Nachfrage der US-Anwender nach Standardisierungsl\u00f6sungen?<\/strong><br \/>\n<strong>Giesow:<\/strong> In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Standardisierungsl\u00f6sungen hier erheblich gestiegen. Es werden immer mehr Technologien in Peripherie-Ger\u00e4te und Werkzeuge integriert, die mit der Spritzgie\u00dfmaschine kommunizieren m\u00fcssen. Die Komplexit\u00e4t der Anforderungen steigt also und es werden immer schnellere Kommunikationsgeschwindigkeiten gefordert. Daher ist eine volle Integration eigentlich unverzichtbar. Hinzu kommt, dass auch wir in den USA einen Mangel an Facharbeitern haben. Schon deshalb ist eine standardisierte Plug and Play-L\u00f6sung f\u00fcr unsere Kunden zunehmend attraktiv.<\/p>\n<p><strong>Gibt es Sicherheitsbedenken der Anwender? Schlie\u00dflich teilt man Informationen.<\/strong><br \/>\n<strong>Giesow:<\/strong> Sicherheitsbedenken gibt es eigentlich immer. Aber im Zusammenhang mit OPC UA lassen sie sich recht schnell beseitigen. Die Maschine kommuniziert \u00fcber diese Schnittstellen mit Zusatzger\u00e4ten, die f\u00fcr den Prozess notwendig sind. Keines dieser Ger\u00e4te muss mit einem der Hersteller oder \u00fcber das Internet verbunden sein, um die Zellenkommunikation sicherzustellen. Die Daten sind nur innerhalb der Fertigungsfirma ersichtlich. Die Datensicherheit ist also gegeben. Was die Prozesssicherheit angeht, so muss man sagen, dass die Integration erheblich sicherer wird. Die Maschine bekommt ja jede St\u00f6rung und Abweichung sofort gemeldet und kann schnell darauf reagieren.<br \/>\n<strong>Peters:<\/strong> OPC UA bietet fortschrittliche Sicherheitsfunktionen, einschlie\u00dflich Verschl\u00fcsselung, Authentifizierung und Autorisierung. Diese Sicherheitsma\u00dfnahmen tragen dazu bei, die Integrit\u00e4t der Datenkommunikation zu gew\u00e4hrleisten und den Schutz vor unbefugtem Zugriff zu verbessern.<\/p>\n<p><strong>Wie hoch ist der Implementierungsaufwand?<\/strong><br \/>\n<strong>Peters:<\/strong> Das h\u00e4ngt sehr stark von der eingesetzten Steuerungstechnologie, der vorhandenen Infrastruktur sowie dem Fachwissen der Entwickler ab. Anfangs ist eine enge Zusammenarbeit der beiden Hersteller wichtig, deren Steuerungen kommunizieren sollen. Nachdem es umgesetzt ist, ist es einfach kopierbar. Weltweit bietet eine Vielzahl namhafter Steuerungshersteller bereits die M\u00f6glichkeit, \u00fcber OPC UA zu kommunizieren.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Spritzgie\u00dfmaschinen gibt es den Standard schon. Was k\u00f6nnen andere Maschinengruppen aus der Peripherie aus Ihren Erfahrungen lernen?<\/strong><br \/>\n<strong>Peters: <\/strong>Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass man im ersten Schritt versuchen sollte, nicht sofort alle denkbaren Informationen zu spezifizieren. Besser ist es, mit einfachen Datenmodellen zu starten und diese im Laufe der Zeit zu erg\u00e4nzen. Hier unterst\u00fctzen die nationalen Verb\u00e4nde, wie der VDMA oder VDI, aber auch die OPC Foundation mit Hochdruck.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr wie wahrscheinlich halten Sie es, dass OPC UA \u00fcber kurz oder lang die Weltsprache der Produktion wird \u2013 vergleichbar der USB-Schnittstelle bei Computern?<\/strong><br \/>\n<strong>Peters:<\/strong> OPC UA ist bereits Standard in Europa und nimmt allein durch seine vielen Vorteile auch in Amerika sowie in Asien immer mehr Fahrt auf. Beispiele hierf\u00fcr sind die EUROMAP-Kommunikationsschnittstellen f\u00fcr Temperierger\u00e4te, Hei\u00dfkanalregler und LSR-Dosierger\u00e4te. Aus unserer Sicht wird sich OPC UA im industriellen Umfeld weltweit kontinuierlich weiterverbreiten.<br \/>\nGiesow: Das sehe ich auch so. Die Welt wird immer kleiner. Daher muss es \u00fcber kurz oder lang einen Standard geben, der global eingesetzt werden kann. Die bisherigen Schnittstellen bieten einfach nicht genug M\u00f6glichkeiten. Im Spritzgie\u00dfsektor gibt es im Augenblick keine andere Kommunikationsplattform, die derart viel bietet. Der Drang nach immer mehr Integration ist eindeutig erkennbar. Wenn man all dies in Betracht zieht, f\u00fchrt an OPC UA als globaler L\u00f6sung eigentlich gar kein Weg vorbei.<\/p>\n<p><strong>Video Statement J\u00fcrgen Giesow:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g0_HopMhfLI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g0_HopMhfLI<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die OPC UA-Schnittstelle bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. 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