{"id":39091,"date":"2024-05-02T07:43:54","date_gmt":"2024-05-02T05:43:54","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=39091"},"modified":"2024-04-23T19:46:59","modified_gmt":"2024-04-23T17:46:59","slug":"auch-die-grossen-steuerungshersteller-bieten-jetzt-opc-ua-loesungen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=39091","title":{"rendered":"Auch die gro\u00dfen Steuerungshersteller bieten jetzt OPC UA-L\u00f6sungen an"},"content":{"rendered":"<p><strong>OPC UA @NPE 2024 \u2013 What\u2019s in it for the customer?<\/strong><strong><\/p>\n<p>Branchen-Interview mit Frank Wagenl\u00e4nder, Leiter Automatisierung &amp; Elektrotechnik bei der KraussMaffei Extrusion<\/strong><\/p>\n<p><strong>Herr Wagenl\u00e4nder, welche Effizienz-Vorteile bringt die OPC UA-Schnittstelle?<\/strong><br \/>\nSie verbessert vor allem die Engineering-Effizienz. Wir werden darin schneller, weil die Produkte austauschbarer werden, wenn wir auf einer offenen Industrieschnittstelle wie OPC UA unterwegs sind. Jeder Lieferant, der hier mitmacht, gibt seine Daten in einen Pool. Und jeder, der diese Daten haben m\u00f6chte, kann sie sich dort wegnehmen und verwenden, wie er es f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Man wird transparent in der Art und Weise, wie die Maschinenteile miteinander kommunizieren. Wir bei KraussMaffei nutzen das ganz konkret in der Anbindung unserer Visualisierung an die eigentliche Steuerung. Wir schaffen es daher, eine hardwareneutrale Verbindung zwischen diese beiden Elemente zu bringen. Wir haben hier eine ideale Abgriffstelle f\u00fcr den Kunden, der sich alles, was unsere Steuerung mit unserer Visualisierung austauscht, greifen und in \u00fcberlagerte Systeme einbringen kann. OPC UA ist ein offenes Medium. Jeder kann das nutzten, was er gerade braucht.<\/p>\n<p><strong>Rechnet sich das alles f\u00fcr den Endanwender?<\/strong><br \/>\nDas rechnet sich relativ fr\u00fch f\u00fcr ihn. Weil wir unsere Standardanwendungen \u2013 unsere Visualisierung und deren Anbindung an die Steuerung \u2013 auf OPC UA anbieten, m\u00fcssen sie nicht mehr in jedem Einzelfall neu angepasst werden. Wir haben also weniger Aufwand und der Kunde hat dadurch geringere Kosten. Unsere Visualisierung wird nur noch einmal entwickelt. Sie passt zu einer Rockwell-Steuerung, sie passt aber auch zu einer Siemens-Steuerung. Fr\u00fcher haben wir in zwei Systemen entwickelt, hatten also doppelte Entwicklungskosten. Au\u00dferdem haben wir mit der frei gewordenen Kapazit\u00e4t nun die M\u00f6glichkeit, mehr Funktionen einzubinden. Wir haben also ein schnelleres Engineering, weil nur ein System gepflegt werden muss.<\/p>\n<p><strong>Welche H\u00fcrden gibt es bei den Endanwendern, OPC UA einzusetzen?<\/strong><br \/>\nDas ist zu einem gro\u00dfen Teil ein personelles Problem, sowohl in den USA, als auch in Europa. Die Menschen lernen in ihrer Ausbildung, in ihrem Studium, wie man mit den Hauptsteuerungslieferanten umgeht. In Deutschland lernt man zum Beispiel in der Ausbildung, wie man \u201ein Siemens\u201c programmiert. In den USA lernt man, wie man \u201ein Rockwell\u201c programmiert. Wenn jemand etwas anderes anbietet, dann braucht der Anwender erst einmal das Personal, das sich damit auskennt. Das findet man gerade in Zeiten von Facharbeitermangel nicht \u00fcberall. Man kann aber feststellen, dass auch die gro\u00dfen Steuerungsanbieter inzwischen OPC-UA-L\u00f6sungen anbieten.<\/p>\n<p><strong>Wie kann man die Bedenken der Kunden aus dem Weg r\u00e4umen?<\/strong><br \/>\nDie Einstiegsh\u00fcrden m\u00fcssen f\u00fcr die Endanwender niedriger werden. Gerade f\u00fcr kleinere Firmen ist eine Umstellung auf OPC UA ein relativ gro\u00dfes Invest. Die H\u00fcrden sinken, wenn die gro\u00dfen Steuerungsanbieter ihrerseits OPC UA-L\u00f6sungen anbieten. Das tun sie sukzessive. Auch aus Gr\u00fcnden des Wettbewerbs. Man sieht die Chance, eine Austauschbarkeit zum Wettbewerber zu schaffen. F\u00fcr den Endanwender ist nach wie vor ein Aufwand da, denn die Steuerungssysteme werden anders bedient, sie haben eine andere Oberfl\u00e4che. Wenn aber die Schnittstelle gleich ist, wird dadurch f\u00fcr den Endanwender sowohl die Inbetriebnahme als auch die Wartung deutlich erleichtert. Das spart erhebliche Kosten ein.<\/p>\n<p><strong>Wie wahrscheinlich ist es, dass sich OPC UA als \u201eWeltsprache der Produktion\u201c in der Industrie durchsetzt?<\/strong><br \/>\nDas h\u00e4ngt davon ab, ob oder wann die gro\u00dfen Player der Steuerungsbranche OPC UA zu ihrem Standard erkl\u00e4ren. Vor ein paar Jahren hat man in der Visualisierungs-Welt sehr stark auf f\u00fcr den Einzelfall programmierte L\u00f6sungen gesetzt. Jetzt sehen wir, dass die neue Version von WinCC von Siemens bereits eine Web-basierte L\u00f6sung ist. Das zeigt, dass ein Umdenken stattfindet hin zum Arbeiten mit offeneren Protokollen. Aber letztlich werden alle in der Steuerungswelt umdenken m\u00fcssen, denn die Kunden wollen moderne L\u00f6sungen. Sie wollen sich nicht mehr auf einzelne Systeme festlegen. Web-L\u00f6sungen sind viel intuitiver und sie k\u00f6nnen einfach mehr. Wenn Siemens und Rockwell dabei sind, dann ist der Weg frei f\u00fcr einen fl\u00e4chendeckenden Umstieg der Gesamtindustrie auf eine offene L\u00f6sung, auf OPC UA.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Wagenl\u00e4nder, welche Effizienz-Vorteile bringt die OPC UA-Schnittstelle? 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