{"id":39651,"date":"2024-07-31T08:07:37","date_gmt":"2024-07-31T06:07:37","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=39651"},"modified":"2024-07-29T20:08:56","modified_gmt":"2024-07-29T18:08:56","slug":"ebitda-vor-sondereinfluessen-auf-niveau-des-vorjahresquartals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=39651","title":{"rendered":"EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen auf Niveau des Vorjahresquartals"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><b>St\u00e4rkerer Ergebnisbeitrag der Chemiegesch\u00e4fte; deutlicher Ergebnisr\u00fcckgang bei Agricultural Solutions in schwierigem Marktumfeld<\/b><\/li>\n<li><b>Mengen, ohne Edel- und Nicht-Edelmetalle, um 2,4 Prozent gesteigert; Preise weiter unter Druck<\/b><\/li>\n<li><b>Kosteneinsparprogramme auf gutem Weg<\/b><\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eInsgesamt entsprach die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen im zweiten Quartal 2024 unseren Erwartungen und auch denen der Analysten. Die Dynamik des ersten Quartals, das durch eine positive Mengenentwicklung in den meisten unserer Gesch\u00e4ftsbereiche gekennzeichnet war, hat sich fortgesetzt. Die Preise standen weiter unter Druck\u201c, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Dr.\u00a0Markus\u00a0Kamieth bei der Vorstellung der Zahlen zum zweiten Quartal 2024 gemeinsam mit Finanzvorstand Dr.\u00a0Dirk\u00a0Elvermann.<\/p>\n<p>Der Umsatz der BASF-Gruppe lag mit 16,1 Milliarden Euro um 1,2 Milliarden Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (17,3 Milliarden Euro). Geringere Preise in allen Segmenten, vor allem jedoch bei Surface Technologies, waren der Haupttreiber f\u00fcr diese Entwicklung. Negative W\u00e4hrungseffekte sowie geringf\u00fcgige Portfolioeffekte trugen zum Umsatzr\u00fcckgang bei. Leicht gesteigerte Mengen beeinflussten den Umsatz positiv. Hierbei \u00fcberkompensierte das Absatzwachstum von Industrial Solutions, Chemicals, Nutrition &amp; Care und Materials die niedrigeren Mengen der Segmente Surface Technologies und Agricultural Solutions.<\/p>\n<p>Das Ergebnis der Betriebst\u00e4tigkeit vor Abschreibungen und Sondereinfl\u00fcssen (EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen) lag mit 2,0\u00a0Milliarden Euro auf dem Niveau des zweiten Quartals 2023. Ma\u00dfgeblich hierf\u00fcr waren die deutlich gesteigerten Ergebnisse der Segmente Industrial Solutions, Chemicals und Nutrition &amp; Care, vor allem infolge eines erh\u00f6hten Deckungsbeitrags. Demgegen\u00fcber stand ein deutlicher Ergebnisr\u00fcckgang von Agricultural Solutions, haupts\u00e4chlich aufgrund eines Mengenr\u00fcckgangs sowie niedrigerer Preise f\u00fcr Glufosinat-Ammonium. In den Segmenten Materials und Surface Technologies sank das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen leicht. Sonstige verbesserte das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen deutlich, vor allem infolge der Aufl\u00f6sung von Bonusr\u00fcckstellungen. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen betrug 12,1\u00a0Prozent nach 11,2\u00a0Prozent im Vorjahresquartal.<\/p>\n<p>Das EBITDA betrug 1,6\u00a0Milliarden\u00a0Euro nach 1,9\u00a0Milliarden\u00a0Euro im Vorjahres-zeitraum. Im EBITDA fielen Sondereinfl\u00fcsse in H\u00f6he von minus\u00a0394\u00a0Millionen Euro an. Sonderaufwendungen ergaben sich vor allem f\u00fcr die ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfolgte au\u00dfergerichtliche Beilegung des Multidistrict-Litigation-Verfahrens im Zusammenhang mit AFFF (Aqueous Film Forming Foam)-Produkten sowie aus Strukturma\u00dfnahmen. Das EBIT lag mit 516\u00a0Millionen\u00a0Euro um 458\u00a0Millionen\u00a0Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals.<\/p>\n<p>Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,48\u00a0Euro im zweiten Quartal 2024 (Vorjahresquartal: 0,56\u00a0Euro). Das um Sondereinfl\u00fcsse und Abschreibungen auf immaterielle Verm\u00f6genswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,93\u00a0Euro (Vorjahresquartal: 0,72\u00a0Euro).<\/p>\n<p><b>Cashflow-Entwicklung im zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2024<\/b><\/p>\n<p>Der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit betrug im zweiten Quartal 2,0 Milliarden Euro und lag damit um 228 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Free Cashflow, der sich nach Abzug der Auszahlungen f\u00fcr immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen vom Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit ergibt, lag im zweiten Quartal 2024 bei 471\u00a0Millionen\u00a0Euro, nach 905\u00a0Millionen\u00a0Euro im Vorjahreszeitraum. Die um 207\u00a0Millionen\u00a0Euro h\u00f6heren Auszahlungen f\u00fcr immaterielle Verm\u00f6genswerte und Sachanlagen fielen insbesondere im Zusammenhang mit Investitionen in den neuen Verbundstandort in China an.<\/p>\n<p>Im ersten Halbjahr 2024 belief sich der Cashflow aus betrieblicher T\u00e4tigkeit auf 1,4\u00a0Milliarden\u00a0Euro und lag damit um 275\u00a0Millionen\u00a0Euro \u00fcber dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Free Cashflow lag bei minus 986 Millionen Euro, nach minus 977 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2023. Hierbei ist zu beachten, dass die Entwicklung des Free Cashflows der BASF aufgrund des Segments Agricultural Solutions eine starke Saisonalit\u00e4t aufweist.<\/p>\n<p><b>Stand der 2023 und 2024 angek\u00fcndigten Kosteneinsparprogramme<\/b><\/p>\n<p>Finanzvorstand Dr.\u00a0Dirk\u00a0Elvermann informierte \u00fcber den Stand der Umsetzung der derzeit laufenden Kosteneinsparprogramme. \u201eWir sind auf gutem Weg, die angestrebten j\u00e4hrlichen Einsparungen von 2,1 Milliarden Euro bis Ende 2026 zu erreichen\u201c, so Elvermann.<\/p>\n<p>So setzt BASF derzeit die im Februar 2023 angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen um. Bis Ende dieses Jahres erwartet das Unternehmen Kosteneinsparungen von j\u00e4hrlich rund 800\u00a0Millionen\u00a0Euro, bei gegenl\u00e4ufigen Einmalkosten von rund 550\u00a0Millionen\u00a0Euro.<\/p>\n<p>Auch bei dem im Februar 2024 angek\u00fcndigten Programm mit Schwerpunkt auf dem Standort Ludwigshafen kommt BASF gut voran. Zus\u00e4tzlich zu den 2023 gestarteten Programmen werden die weiteren Ma\u00dfnahmen in Ludwigshafen bis Ende 2026 zu j\u00e4hrlichen Kosteneinsparungen von rund 1\u00a0Milliarde\u00a0Euro f\u00fchren. Die damit verbundenen einmaligen Kosten werden sich voraussichtlich auf rund 1\u00a0Milliarde\u00a0Euro belaufen.<\/p>\n<p><b>Entwicklung der BASF-Segmente im zweiten Quartal 2024<\/b><\/p>\n<p>Das Segment <b>Chemicals<\/b> steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Vorjahresquartal nahm das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments deutlich zu und lag bei 444\u00a0Millionen Euro. Petrochemicals steigerte das Ergebnis insbesondere infolge der h\u00f6heren Mengen. H\u00f6here Fixkosten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Verbundstandorts in Zhanjiang\/China d\u00e4mpften das Ergebniswachstum des Bereichs. Bei Intermediates sank das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen deutlich, vor allem infolge eines preisbedingt niedrigeren Deckungsbeitrags. Leicht reduzierte Fixkosten wirkten gegenl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Verglichen mit dem zweiten Quartal 2023 sank der Umsatz im Segment <b>Materials<\/b> um 5,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments lag mit 448 Millionen Euro leicht unter dem Wert des Vorjahresquartals. Ausschlaggebend hierf\u00fcr war das deutlich niedrigere Ergebnis von Monomers infolge positiver Einmaleffekte im Vorjahreszeitraum. Performance Materials steigerte das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen, vor allem infolge h\u00f6herer Mengen deutlich.<\/p>\n<p>Das Segment <b>Industrial Solutions<\/b> steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments wuchs deutlich auf 320 Millionen Euro, vor allem infolge gesteigerter Mengen sowie reduzierter Fixkosten in beiden Unternehmensbereichen. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen legte infolge der Ergebnisentwicklung des Segments auf 14,9\u00a0Prozent zu, nach 10,1\u00a0Prozent im Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum verzeichneten beide Unternehmensbereiche des Segments <b>Surface Technologies<\/b> im zweiten Quartal 2024 einen niedrigeren Umsatz. Er ging um 23,4 Prozent zur\u00fcck und lag bei 3,2\u00a0Milliarden\u00a0Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments entwickelte sich leicht r\u00fcckl\u00e4ufig und lag bei 366 Millionen Euro. Grund hierf\u00fcr waren die deutlich gesunkenen Edelmetallpreise bei Catalysts. Der Anstieg des EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen im Batteriematerialien-Gesch\u00e4ft konnte dies nicht ausgleichen. Coatings steigerte das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen leicht. In dem Unternehmensbereich konnte ein h\u00f6herer Deckungsbeitrag den inflationsgetriebenen Fixkostenanstieg \u00fcberkompensieren. Die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments lag bei 11,3\u00a0Prozent, nach 8,8\u00a0Prozent im Vorjahresquartal.<\/p>\n<p>Im Segment <b>Nutrition &amp; Care<\/b> lag der Umsatz mit 1,7 Milliarden Euro um 2,7\u00a0Prozent unter dem des zweiten Quartals 2023. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum steigerten beide Unternehmensbereiche das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen insbesondere infolge der h\u00f6heren Mengen in Verbindung mit gesunkenen Rohstoffkosten auf insgesamt 183\u00a0Millionen Euro. Die Fixkosten von Nutrition\u00a0&amp;\u00a0Health stiegen leicht, vor allem aufgrund von turnusm\u00e4\u00dfigen Wartungsabstellungen. Der Ergebnisentwicklung folgend nahm die EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen des Segments auf 11,0 Prozent zu. Im Vorjahresquartal lag sie bei 8,2 Prozent.<\/p>\n<p>Im Segment <b>Agricultural Solutions<\/b> ging der Umsatz im zweiten Quartal 2024 haupts\u00e4chlich aufgrund niedrigerer Ums\u00e4tze in Nordamerika gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal um 13,2\u00a0Prozent auf 1,9\u00a0Milliarden\u00a0Euro zur\u00fcck. Der Mengenr\u00fcckgang und deutlich niedrigere Preise bei Glufosinat-Ammonium aufgrund schwieriger Marktgegebenheiten waren ma\u00dfgebliche Treiber f\u00fcr das gegen\u00fcber dem zweiten Quartal 2023 deutlich geringere EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von 135 Millionen Euro und die niedrigere EBITDA-Marge vor Sondereinfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Umsatz von <b>Sonstige<\/b> stieg im zweiten Quartal 2024 vor allem infolge eines Umsatzwachstums im Rohstoffhandel um 8,9 Prozent auf 870 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen deutlich verbessert werden und lag bei 62 Millionen Euro. Dies resultierte insbesondere aus der Aufl\u00f6sung von Bonusr\u00fcckstellungen.<\/p>\n<p><b>Ausblick 2024 f\u00fcr die BASF-Gruppe<\/b><\/p>\n<p>Die im BASF-Bericht 2023 getroffenen Einsch\u00e4tzungen zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 bleiben unver\u00e4ndert:<\/p>\n<ul>\n<li>Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: +2,3 Prozent<\/li>\n<li>Wachstum der Industrieproduktion: +2,2 Prozent<\/li>\n<li>Wachstum der Chemieproduktion: +2,7 Prozent<\/li>\n<li>US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlichen 1,10 US-Dollar\/Euro<\/li>\n<li>\u00d6lpreis der Sorte Brent von 80 US-Dollar\/Barrel im Jahresdurchschnitt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die im BASF-Bericht 2023 ver\u00f6ffentlichte Prognose der BASF-Gruppe f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2024 bleibt unver\u00e4ndert:<\/p>\n<ul>\n<li>EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen zwischen 8,0 Milliarden Euro und 8,6 Milliarden Euro<\/li>\n<li>Free Cashflow zwischen 0,1 Milliarden Euro und 0,6 Milliarden Euro<\/li>\n<li>CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zwischen 16,7 Millionen Tonnen und 17,7 Millionen Tonnen<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insgesamt entsprach die Entwicklung des EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen im zweiten Quartal 2024 unseren Erwartungen..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30365,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-39651","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39651"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39651\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39652,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/39651\/revisions\/39652"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/30365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=39651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=39651"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=39651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}