{"id":39876,"date":"2024-09-04T07:46:31","date_gmt":"2024-09-04T05:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=39876"},"modified":"2024-08-30T12:50:08","modified_gmt":"2024-08-30T10:50:08","slug":"vernetzung-und-neue-geschaeftsmodelle-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=39876","title":{"rendered":"Vernetzung und neue Gesch\u00e4ftsmodelle im Fokus"},"content":{"rendered":"<div class=\"fhg-grid-item fhg-grid-3-2-1 fhg-content\">\n<p><b>Welche Themen sind aktuell f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft von Bedeutung? Prof. Dr. Manfred Renner, Leiter des Fraunhofer Cluster Circular Plastics Economy CCPE spricht \u00fcber die aktuellen Herausforderungen und Chancen. Von notwendigen Leitplanken, wie der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, bis hin zur Bedeutung von Multi-Stakeholder-Kooperationen, wie der Circular Valley Convention im M\u00e4rz 2025 in D\u00fcsseldorf. <\/b><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"pressArticleParsys parsys\">\n<div class=\"fhg-content-article fhg-grid section\">\n<article>\n<div class=\"row\">\n<div class=\"fhg-grid-item fhg-grid-3-2-1 fhg-inline-image\">\n<div class=\"fhg-content fhg-richtext\">\n<p><b>Welche Themen sehen Sie akut f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft, auch \u00fcber die Kunststoffbranche hinaus?<\/b><\/p>\n<p>Manfred Renner: Damit die Kreislaufwirtschaft fl\u00e4chendeckend in Fahrt kommt, sind andere Produktdesigns, Stichwort Eco-Design, Materialien und deren Kombination, Technologien sowie Anreize n\u00f6tig. Ohne Leitplanken und auch Regulatorik wird es auch nicht gehen. Entscheidend wird jedoch sein, dass die Akteure in der Wertsch\u00f6pfungskette zusammenarbeiten \u2013 und zwar \u00fcber einzelne direkt verbundene Stufen hinweg. Erst dann wird es gelingen, lineare Wertsch\u00f6pfung zu kr\u00fcmmen und schlie\u00dflich zu einem Wertsch\u00f6pfungskreislauf zu transformieren. Dies gilt f\u00fcr alle Branchen und Schnittstellen.<\/p>\n<p>Die Projekte im Fraunhofer CCPE nutzen diesen Multistakeholder-Ansatz bereits f\u00fcr die Kunststoffindustrie. Durch die Kombination von System-Know-how und Technologien entstehen so L\u00f6sungen f\u00fcr kleine und gro\u00dfe Kreisl\u00e4ufe.<\/p>\n<p>Ein weiteres gro\u00dfes Thema ist die Beantwortung der Frage, wie der Konsum der Zukunft aussehen kann. Wie k\u00f6nnen Mehrwerte f\u00fcr die Konsumenten entstehen, die eine h\u00f6here Zufriedenheit bei gleichzeitig vermindertem Konsum schaffen. Antworten k\u00f6nnen der Konsum einer geringeren Anzahl von Produkten h\u00f6herer Qualit\u00e4t sein oder die Nutzung von Produkten statt deren Kauf. Hierzu dient das Gesch\u00e4ftsmodell Product-Service-System. Dies wird zu weiteren neuen, innovativen Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fchren. Auch damit besch\u00e4ftigen wir uns im Fraunhofer CCPE intensiv.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Ist dieses Streben nach dem Multistakeholder-Ansatz auch der Grund f\u00fcr Ihre wissenschaftliche Begleitung an der Circular Valley Convention, die vom 12. bis 13. M\u00e4rz 2024 in D\u00fcsseldorf stattfindet? Was erwarten Sie von diesem neuen Format?<\/b><\/p>\n<p>Manfred Renner: Die <a href=\"https:\/\/cvc-duesseldorf.com\/de\/\">Circular Valley Convention<\/a> ist eine hervorragende Gelegenheit, mit allen Stakeholdern aus den verschiedenen Branchen zum Thema Kreislaufwirtschaft ins Gespr\u00e4ch zu kommen und neue Impulse zu setzen &#8211; nicht nur in Bezug auf Deutschland, sondern auch international. Zusammen mit der Messe D\u00fcsseldorf und der Circular Valley Stiftung erstellen wir gerade ein vielf\u00e4ltiges Konferenzprogramm, in dem das gesamte Spektrum zirkul\u00e4rer L\u00f6sungen, Strategien und Gesch\u00e4ftsmodelle abgebildet wird. Erste Sprecher aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft konnten wir bereits gewinnen.<\/p>\n<p>Begleitet wird die Konferenz von einer Messe und einer Abendveranstaltung. Diese bieten die M\u00f6glichkeit, vertiefender Gespr\u00e4che und somit die Vernetzung nochmal intensiver voranzutreiben. Nat\u00fcrlich wird Fraunhofer CCPE vertreten sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Sie haben gerade auch notwendige Regularien angesprochen. Beim 2. Dialogforum zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) mit Bundesumweltministerin Steffi Lemke haben Sie mitgewirkt. Wie zufrieden sind Sie mit dem Entwurf und was nehmen Sie daraus f\u00fcr sich mit?<\/b><\/p>\n<p>Manfred Renner: Der offene Austausch \u00fcber die Kreislaufwirtschaft mit den unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern unter Leitung von Frau Lemke war \u00e4u\u00dferst informativ und anregend. Den Beteiligungsprozess zu diesem Entwurf kann ich nur begr\u00fc\u00dfen und hoffe sehr, dass dieser Dialog \u00fcber die verschiedenen Gremien, Gewerkschaften, L\u00e4ndern etc. weitergef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Um die Leitziele, den Verbrauch von Rohstoffen zu verringern und Abfall zu vermeiden, zu erreichen, m\u00fcssen sich nach meiner Auffassung auch Gesch\u00e4ftsmodelle der Unternehmen ver\u00e4ndern. Ich empfehle, sich in diesem Prozess mit den<a href=\"https:\/\/www.ccpe.fraunhofer.de\/de\/aktuelles\/newsletter\/2023\/get-into-the-loop---wie-kunststoffe-zirkulaerer-werden.html\"> R-Strategien<\/a> der Circular Economy zu besch\u00e4ftigen: Refuse, Rethink, Reduce, Reuse, Repair, Refurbish, Remanufacture, Repurpose, Recycle und Recover.<\/p>\n<p>Wie wichtig die Vernetzung der einzelnen Stakeholder ist, wird durch die zwei weiteren Leitziele der NKWS nochmal best\u00e4tigt: Stoffkreisl\u00e4ufe schlie\u00dfen und Unabh\u00e4ngigkeit von Rohstoffimporten st\u00e4rken. Hierzu braucht es ausgefeilte Technologien und intelligente Managementmethoden. Das bringe ich gern in die NKWS ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Vielen Dank, Herr Prof. Dr. Manfred Renner f\u00fcr das Interview!<\/b><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Themen sind aktuell f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft von Bedeutung? 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