{"id":40356,"date":"2024-11-20T07:01:01","date_gmt":"2024-11-20T06:01:01","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=40356"},"modified":"2024-11-16T16:02:22","modified_gmt":"2024-11-16T15:02:22","slug":"vdma-umfrage-in-china-skepsis-bleibt-trotz-leichter-auftragssteigerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=40356","title":{"rendered":"VDMA-Umfrage in China: Skepsis bleibt &#8211; trotz leichter Auftragssteigerung"},"content":{"rendered":"<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Prognose 2024 f\u00fcr deutsche Maschinenbaufirmen in China: nur noch 1,5 Prozent Umsatzwachstum <\/strong><\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Aktuelle Gesch\u00e4ftslage bleibt angespannt, Auftragseingang zeigt positive Impulse<\/strong><\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>90 Prozent der Unternehmen besorgt \u00fcber gro\u00dfe Preisdifferenz zur chinesischen Konkurrenz <\/strong><\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <strong>Firmen rechnen mit 5 Prozent Wachstum f\u00fcr 2025<\/strong><\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftserwartungen der deutschen Maschinenbaufirmen in China f\u00fcr 2024 zeigen kaum Anzeichen einer Verbesserung, so das zentrale Ergebnis der j\u00fcngsten VDMA-Gesch\u00e4ftsklimaumfrage, an der sich 218 Tochterunternehmen von VDMA-Mitgliedsfirmen in China beteiligt haben. 44 Prozent der Befragten bewerten die aktuelle Gesch\u00e4ftslage als schlecht, weitere 44 Prozent als zufriedenstellend und nur 12 Prozent als gut. Diese Einsch\u00e4tzungen f\u00fchren zu einem weiterhin stark negativen Saldo von minus 32. Im Vergleich: Zur Fr\u00fchjahrsumfrage 2024 lag der Saldo bei minus 28. Dies zeigt, dass die Lage unver\u00e4ndert angespannt ist.<\/p>\n<p>Lichtblicke gibt es dennoch: Die Auftragslage hat sich im Vergleich zur Befragung im Fr\u00fchjahr deutlich verbessert: Derzeit berichten 62 Prozent der Befragten von einem normalen Auftragsbestand, verglichen mit 39 Prozent zuvor. F\u00fcr 29 Prozent stellt sich die Auftragslage als schlecht dar, im Fr\u00fchjahr waren es noch 48 Prozent. \u00dcber einen guten Auftragseingang berichten jedoch auch nur 10 Prozent der Befragten. Insgesamt rechnen die Unternehmen im Durchschnitt mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent im laufenden Jahr.<\/p>\n<p><strong>Unterdurchschnittliche Kapazit\u00e4tsauslastung bremst Stimmung<\/strong><br \/>\nDie durchwachsene Bilanz spiegelt sich auch in der Kapazit\u00e4tsauslastung wider: 10 Prozent der Befragten arbeiten \u00fcber der Normalauslastung, 43 Prozent auf Normalniveau. Knapp die H\u00e4lfte der Befragten, 47 Prozent, melden eine Unterauslastung ihrer Kapazit\u00e4ten. \u201eDer gestiegene Auftragsbestand steht m\u00f6glicherweise im Zusammenhang mit den j\u00fcngst von der chinesischen Regierung angek\u00fcndigten Konjunkturma\u00dfnahmen. Dass die Kapazit\u00e4tsauslastung trotzdem auf niedrigem Niveau verbleibt, k\u00f6nnte auf einen weiteren Abbau von Lagerbest\u00e4nden oder auf zeitliche Verschiebungen im Produktionsprozess hindeuten. Das l\u00e4sst aber hoffen, dass das letzte Quartal des Jahres an Dynamik gewinnen k\u00f6nnte\u201c, erkl\u00e4rt Claudia Barkowsky, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des VDMA in China.<\/p>\n<p><strong>Auftragsmangel bleibt bestehen<\/strong><br \/>\nGleichwohl gilt: 35 Prozent der Unternehmen berichten weiterhin von Produktionsbehinderungen, haupts\u00e4chlich aufgrund von Auftragsmangel. Zur vorangegangenen Umfrage lag dieser Wert bei 40 Prozent. Auftragsmangel bleibt mit 31 Prozent der am h\u00e4ufigsten genannte gesch\u00e4ftsbehindernde Faktor, wenn auch mit einem leichten R\u00fcckgang von 4 Prozentpunkten im Vergleich zur Fr\u00fchjahrsumfrage. Einkaufsbeschr\u00e4nkungen aufgrund lokaler Anforderungen sind um 3 Prozentpunkte gesunken und werden nur noch von 4 Prozent der Unternehmen als beeintr\u00e4chtigend angegeben.<\/p>\n<p><strong>Wachstumsaussicht f\u00fcr 2024 nach unten korrigiert, aber noch positiv<\/strong><br \/>\nDer Blick nach vorn hat sich weiter eingetr\u00fcbt. Lediglich 28 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich die Gesch\u00e4ftslage in den n\u00e4chsten sechs Monaten verbessern wird; im Fr\u00fchjahr waren es noch 40 Prozent. Hingegen rechnen 18 Prozent mit einer Verschlechterung, zuvor waren es nur 10 Prozent.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Unternehmen im Fr\u00fchjahr noch durchschnittlich mit einem Wachstum von 4 Prozent f\u00fcr das Jahr 2024 gerechnet hatten, ist die Erwartung mittlerweile auf lediglich 1,5 Prozent gesunken \u2013 liegt damit jedoch \u00fcber den null Prozent des Vorjahres.<\/p>\n<p>\u201eDie Stimmung unter deutschen Maschinenbauern in China ist nun im dritten Jahr in Folge angespannt. 2022 belasteten die Covid-Restriktionen die Branche, 2023 kamen die Pandemie-Nachwirkungen, ein schwaches Verbrauchervertrauen und der schw\u00e4chelnde Immobiliensektor hinzu. Ein schnelles \u00dcberwinden der Krise ist aufgrund der vielf\u00e4ltigen Herausforderungen kaum m\u00f6glich. F\u00fcr die Tochtergesellschaften wird es dadurch besonders schwierig, da die Headquarters an Wachstum gew\u00f6hnt sind, das nun im dritten Jahr in Folge schwer oder gar nicht zu erreichen ist\u201c, erkl\u00e4rt Barkowsky.<\/p>\n<p><strong>Preisl\u00fccke zu chinesischen Wettbewerbern ist besorgniserregend<\/strong><br \/>\nIn der Umfrage wurden die Unternehmen auch zum Wettbewerb und der Preisl\u00fccke zur chinesischen Konkurrenz befragt. Neun von zehn Befragten sind besorgt \u00fcber die zunehmende Konkurrenz durch lokale chinesische Unternehmen, davon 45 Prozent stark besorgt. Ob die Preisl\u00fccke geschlossen werden kann? 37 Prozent antworten mit \u201eteilweise\u201c, die Mehrheit von 55 Prozent h\u00e4lt dies jedoch f\u00fcr eher unwahrscheinlich. \u201eDer Preisunterschied zu chinesischen Anbietern ist teils erheblich \u2013 qualitativ akzeptable Produkte werden von ihnen oft f\u00fcr weniger als die H\u00e4lfte des Preises angeboten. Dies wird vor allem in preissensiblen Drittmarkten sp\u00fcrbare Auswirkungen auf unsere Firmen haben\u201c, erkl\u00e4rt die VDMA-B\u00fcroleiterin.<\/p>\n<p>Als Gr\u00fcnde f\u00fcr die bestehende Preisl\u00fccke werden vor allem angegeben: generell niedrigere Kosten der chinesischen Wettbewerber (85 Prozent), die eigene Abh\u00e4ngigkeit von meist teureren Importen und importierten Komponenten (57 Prozent) sowie der Vorteil, den chinesische Unternehmen durch Skaleneffekte erzielen (50 Prozent). Staatliche Subventionen wurden von 29 Prozent als Grund genannt, aber auch W\u00e4hrungsschwankungen werden als nachteilig angesehen (25 Prozent). \u201eDerzeitig profitieren neben der lokalen chinesischen Konkurrenz auch die Wettbewerber aus Japan, da der japanische Yen derzeitig sehr niedrig gehandelt wird. Das erh\u00f6ht den Druck auf die VDMA-Mitglieder,\u201c erkl\u00e4rt Daniel Yoo, B\u00fcroleiter des VDMA in Shanghai.<\/p>\n<p>40 Prozent der Unternehmen gaben an, aktiv Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die Preisl\u00fccke zu verringern. Weitere 45 Prozent tun dies in begrenztem Ma\u00dfe. Dazu z\u00e4hlen Lokalisierung, Effizienzsteigerungen und Anpassungen in der Lieferkette, um kosteng\u00fcnstigere Bezugsquellen zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gesch\u00e4ftserwartungen der deutschen Maschinenbaufirmen in China f\u00fcr 2024 zeigen kaum Anzeichen einer Verbesserung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-40356","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40356"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40357,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40356\/revisions\/40357"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40356"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=40356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}