{"id":40489,"date":"2024-12-11T07:31:06","date_gmt":"2024-12-11T06:31:06","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=40489"},"modified":"2024-12-07T07:33:07","modified_gmt":"2024-12-07T06:33:07","slug":"un-plastikvertrag-nimmt-form-an-verhandlungen-in-busan-ebnen-weg-fuer-starkes-abkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=40489","title":{"rendered":"UN-Plastikvertrag nimmt Form an: Verhandlungen in Busan ebnen Weg f\u00fcr starkes Abkommen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Eine eindrucksvolle Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten zeigte sich trotz starken Widerstands und Verz\u00f6gerungstaktiken einiger erd\u00f6lf\u00f6rdernder L\u00e4nder entschlossen f\u00fcr ein ambitioniertes globales Plastikabkommen.<\/li>\n<li>Eine Erweiterung der Verhandlungsrunde wurde f\u00fcr 2025 angesetzt, um das Abkommen zu finalisieren.<\/li>\n<li>Wichtige Fortschritte bei Bestimmungen zu Fischerei- und Aquakulturger\u00e4ten wieder in Vertragstext aufgenommen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Sieben intensive Verhandlungstage in Busan, S\u00fcdkorea, reichten f\u00fcr die UN-Mitgliedstaaten nicht aus, sich auf einen global verbindlichen Vertrag zur Beendigung der Plastikverschmutzung zu einigen. Die Delegationen werden ihre Arbeit bei einer weiteren Sitzung 2025 fortsetzen m\u00fcssen. Die Stolpersteine waren eine kleine Gruppe von L\u00e4ndern mit starken Verbindungen zur petrochemischen Industrie, die mit ihrer Verz\u00f6gerungstaktik den Abschluss der Verhandlungen in dieser Woche verhinderte, sowie der Widerstand gegen sinnvolle Bestimmungen zur Eind\u00e4mmung der Plastikproduktion und sch\u00e4dlicher Chemikalien. Die zus\u00e4tzlichen Verhandlungstage werden entscheidend sein, um einen Vertrag zu finalisieren, der die Plastikkrise \u00fcber den gesamten Lebenszyklus hinweg wirksam bek\u00e4mpfen kann \u2013 von der Begrenzung der Produktion bis zur Vermeidung von Verschmutzung.<\/strong><\/p>\n<p><u>Dazu erkl\u00e4rt <strong>Fabienne McLellan<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von OceanCare:<\/u><\/p>\n<p>\u201eWas wir in Busan erlebt haben, war sowohl herausfordernd als auch inspirierend. Eine beeindruckende Zahl von L\u00e4ndern hat unerm\u00fcdlich daran gearbeitet, eine Br\u00fccke zu einem Vertrag zu bauen, der das Potenzial hat, das bedeutendste Abkommen f\u00fcr den Schutz des Planeten seit dem Pariser Abkommen von 2015 zu werden. Ruanda, Panama, Mexiko, Fidschi, die Europ\u00e4ische Union, die Schweiz, Norwegen und zahlreiche lateinamerikanische und afrikanische Mitgliedstaaten haben sich kontinuierlich f\u00fcr ambitionierte Ma\u00dfnahmen eingesetzt. Auch wenn der aktuelle Vertragsentwurf noch zu schwach ist und die Verz\u00f6gerungstaktiken einiger L\u00e4nder uns diese Woche daran gehindert haben, die Br\u00fccke zu \u00fcberqueren, wurde der Grundstein f\u00fcr bedeutsame Ma\u00dfnahmen gelegt. OceanCare freut sich besonders, dass Bestimmungen zur Vermeidung von Verschmutzung durch Fischerei- und Aquakulturger\u00e4te, einschlie\u00dflich Geisternetze \u2013 eine der t\u00f6dlichsten Formen der Plastikverschmutzung f\u00fcr Meereslebewesen \u2013 wieder in den Vertragsentwurf aufgenommen wurden.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie einw\u00f6chigen Verhandlungen in Busan haben gezeigt, dass Multilateralismus unverzichtbar ist, um globale Umweltkrisen zu bew\u00e4ltigen. Trotz systematischer Versuche einer kleinen Minderheit von Staaten, den Vertrag zu schw\u00e4chen, hielt ein breites B\u00fcndnis von L\u00e4ndern aus dem Globalen S\u00fcden und Norden an ihrem Engagement f\u00fcr ambitionierte Ma\u00dfnahmen fest, die die Plastikproduktion wirksam reduzieren und Verschmutzung verhindern w\u00fcrden. Dies beweist, dass Multilateralismus auch angesichts starken Widerstands von Interessengruppen funktionieren kann. Die Welt braucht diesen Vertrag, und wir werden weiter auf seinen erfolgreichen Abschluss hinarbeiten. Der Weg mag l\u00e4nger sein als urspr\u00fcnglich geplant, aber das Ziel bleibt klar. Die Mehrheit der L\u00e4nder versteht, dass wir einen starken, rechtsverbindlichen Vertrag brauchen, der die Plastikproduktion eind\u00e4mmt und klare Verpflichtungen zum Ausstieg aus den sch\u00e4dlichsten Chemikalien und Plastikprodukten festlegt, um unsere Ozeane, unseren Planeten und unsere Gesundheit vor Verschmutzung zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p><strong><u>Ewoud Lauwerier<\/u><\/strong><u>, Experte f\u00fcr Plastikpolitik bei OceanCare, f\u00fcgt hinzu:<\/u><\/p>\n<p>\u201eDamit die Verhandlungen erfolgreich sein k\u00f6nnen, m\u00fcssen bei der zus\u00e4tzlichen Verhandlungsrunde drei deutliche Defizite der vergangenen Woche angegangen werden. Erstens brauchen wir einen uneingeschr\u00e4nkten Zugang f\u00fcr zivilgesellschaftliche Organisationen und Vertretungen von indigenen V\u00f6lkern \u2013 der Ausschluss von Beobachtenden, den wir in Busan und bei fr\u00fcheren Sitzungen erlebt haben, darf sich nicht wiederholen. Zweitens muss die \u00fcberw\u00e4ltigende Pr\u00e4senz von Lobbyisten der \u00d6lindustrie einged\u00e4mmt werden \u2013 diejenigen, die ein wirtschaftliches Interesse an der Steigerung der Plastikproduktion haben, sollten diese entscheidenden Gespr\u00e4che nicht untergraben d\u00fcrfen. Schlie\u00dflich m\u00fcssen wir \u00fcber das Konsensprinzip hinauskommen, das einer kleinen Minderheit erlaubt, Fortschritte zu blockieren. Die UN-Verfahren erlauben Abstimmungen, wenn alle Bem\u00fchungen um einen Konsens ausgesch\u00f6pft sind \u2013 diese Option muss auf dem Tisch bleiben, um einen wirksamen Vertrag zu erreichen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sieben intensive Verhandlungstage in Busan, S\u00fcdkorea, reichten f\u00fcr die UN-Mitgliedstaaten nicht aus, sich auf einen global&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":40490,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-40489","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40489"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40491,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40489\/revisions\/40491"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/40490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40489"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=40489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}