{"id":40728,"date":"2025-02-03T07:56:43","date_gmt":"2025-02-03T06:56:43","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=40728"},"modified":"2025-02-02T12:41:41","modified_gmt":"2025-02-02T11:41:41","slug":"chemie-und-biotechnologiebereiche-behaupten-sich-2024-in-schwachem-marktumfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=40728","title":{"rendered":"Chemie- und Biotechnologiebereiche behaupten sich 2024 in schwachem Marktumfeld"},"content":{"rendered":"<p>Vorl\u00e4ufige Zahlen der Wacker Chemie AG<\/p>\n<p>Die Wacker Chemie AG hat im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 angesichts des weiterhin schwachen Marktumfelds gute Ergebnisse erzielt. Insgesamt lagen Umsatz und Ergebnis unter den Vorjahreswerten. Ausschlaggebend waren dabei vor allem niedrigere Preise und deutlich geringere Absatzmengen im Bereich Polysilicium. Die Chemiebereiche erzielten dagegen trotz Gegenwind Ums\u00e4tze auf Vorjahresniveau; im Ergebnis lagen die Bereiche in Summe sogar \u00fcber dem Vorjahreswert. Die Biotechnologiesparte konnte sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern.<\/p>\n<p>Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen betrug der Gesamtumsatz des Unternehmens im abgelaufenen Gesch\u00e4ftsjahr rund 5,72 Mrd. \u20ac. Das sind 11 Prozent weniger als im Jahr 2023 (6,40 Mrd. \u20ac). Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich nach vorl\u00e4ufigen Zahlen auf 770 Mio. \u20ac (2023: 824 Mio. \u20ac). Das ist ein Minus von 7 Prozent. Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind neben niedrigeren Preisen, insbesondere f\u00fcr Solarsilicium, die weiterhin hohen Energiekosten in Deutschland sowie eine zum Teil niedrigere Auslastung von Produktionsanlagen infolge des geringeren Umsatzvolumens.<\/p>\n<p>Das vorl\u00e4ufige Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf Grund der oben beschriebenen Effekte um 26 Prozent auf rund 300 Mio. \u20ac (2023: 405 Mio. \u20ac). Die Abschreibungen betrugen rund 475 Mio. \u20ac und lagen damit deutlich \u00fcber Vorjahr (419 Mio. \u20ac). Das Jahresergebnis belief sich auf rund 265 Mio. \u20ac (2023: 327 Mio. \u20ac).<br \/>\n\u201eDas wirtschaftliche Umfeld war 2024 herausfordernd. In vielen Abnehmerbranchen war die Nachfrage nach wie vor schwach. Insbesondere in der Bau- und Automobilindustrie haben viele unserer Kunden ihre Produktion gedrosselt\u201c, sagte WACKER-Vorstandschef Christian Hartel bei Vorlage der vorl\u00e4ufigen Gesch\u00e4ftszahlen. \u201eIn diesem schwachen Umfeld haben sich unsere Chemiebereiche sehr gut geschlagen\u201c, so Hartel weiter. Gut entwickelt habe sich auch das Biotechnologiegesch\u00e4ft, in dem die Vorjahreswerte \u00fcbertroffen wurden. \u201eHier war die Er\u00f6ffnung unseres neuen mRNA-Kompetenzzentrums in Halle Mitte des Jahres ein wichtiger Meilenstein, mit dem wir die Weichen f\u00fcr weiteres Wachstum gestellt haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eIm Bereich POLYSILICON haben dagegen der Nachfrager\u00fcckgang bei Solarsilicium und die nach wie vor bestehenden \u00dcberkapazit\u00e4ten in China unser Gesch\u00e4ft belastet,\u201c erl\u00e4uterte Hartel. Diskussionen um Anti-Dumping-Z\u00f6lle der USA gegen Solarprodukt-Importe aus einigen s\u00fcdostasiatischen L\u00e4ndern h\u00e4tten zus\u00e4tzlich f\u00fcr Verunsicherung an den M\u00e4rkten gef\u00fchrt, so Hartel. Das Gesch\u00e4ft mit hochreinem Polysilicium f\u00fcr Halbleiteranwendungen habe sich dagegen positiv entwickelt. \u201eF\u00fcr uns ist das die Best\u00e4tigung, dass wir hier strategisch richtig aufgestellt sind\u201c, betonte Hartel. WACKER hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil an h\u00f6chstreinem Polysilicium, das in die Halbleiterindustrie geliefert wird, k\u00fcnftig zu erh\u00f6hen. Hier sei man auf einem sehr guten Weg, so der WACKER-Vorstandschef.<\/p>\n<p>Den Herausforderungen des anhaltend schwachen Marktumfeldes begegnet WACKER mit einem verst\u00e4rkten Fokus auf Effizienz und Kostendisziplin. Einsparungen aus laufenden Effizienz-Programmen haben die Ergebnisentwicklung 2024 positiv beeinflusst. \u201eHier lassen wir nicht nach. Wir arbeiten kontinuierlich daran, unsere Kosten weiter zu senken und unsere Effizienz zu steigern\u201c, k\u00fcndigte Hartel an.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der langfristigen Perspektiven des Unternehmens zeigte sich der Vorstandschef weiter zuversichtlich: \u201eAuch wenn das konjunkturelle Umfeld schwach ist, so ist WACKER f\u00fcr die Zukunft gut aufgestellt \u2013 finanziell, wie auch strategisch. Mittel- und langfristig werden wir weiter von den globalen Megatrends profitieren. Digitalisierung, erneuerbare Energien, Elektromobilit\u00e4t und Energiesparen geh\u00f6ren zu den zentralen Treibern unseres Gesch\u00e4fts\u201c, so Hartel. \u201eUnsere Strategie ist intakt. Daher haben wir bei unserem Kapitalmarkttag im September unsere Wachstums- und Nachhaltigkeitsziele bis 2030 best\u00e4tigt.\u201c<\/p>\n<p>Investitionen, Netto-Cashflow und Nettofinanzschulden<br \/>\nDie Investitionen von WACKER im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 lagen nach vorl\u00e4ufigen Zahlen bei 665 Mio. \u20ac (2023: 710 Mio. \u20ac). Das sind 6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Mittel gingen vor allem in den Ausbau der Kapazit\u00e4ten der vier Gesch\u00e4ftsbereiche.<br \/>\nDer Netto-Cashflow war im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 negativ; er lag bei rund -325 Mio. \u20ac (2023: 166 Mio. \u20ac). Grund f\u00fcr den deutlichen R\u00fcckgang waren das niedrigere Ergebnis sowie ein gezielter Aufbau von Working Capital.<br \/>\nZum Stichtag 31. Dezember 2024 wies WACKER Nettofinanz-schulden in H\u00f6he von rund 690 Mio. \u20ac aus (31.12.2023: 84 Mio. \u20ac).<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsbereiche<br \/>\nDer Gesch\u00e4ftsbereich SILICONES erzielte nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Jahresumsatz von 2,81 Mrd. \u20ac und liegt damit um 2 Prozent \u00fcber dem Wert des Vorjahres (2,74 Mrd. \u20ac). Das EBITDA lag voraussichtlich bei 345 Mio. \u20ac und damit 46 Prozent \u00fcber dem Vorjahr (236 Mio. \u20ac). Positiv ausgewirkt hat sich hier vor allem ein verbesserter Produktmix, mit einem deutlich h\u00f6heren Anteil an Spezialit\u00e4tenprodukten, sowie eine bessere Auslastung der Produktionsanlagen.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich POLYMERS erwirtschaftete nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Umsatz von 1,46 Mrd. \u20ac (2023: 1,58 Mrd. \u20ac). Das entspricht einem Minus von 8 Prozent. Das EBITDA belief sich voraussichtlich auf 195 Mio. \u20ac (2023: 253 Mio. \u20ac). Ausschlaggebend f\u00fcr dieses Minus von 23 Prozent waren vor allem die im<br \/>\nJahresvergleich niedrigeren Absatzpreise. Die Absatzmengen konnte der Bereich im schwachen Marktumfeld steigern.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich BIOSOLUTIONS erzielte nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen einen Umsatz von 375 Mio. \u20ac, ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2023: 337 Mio. \u20ac). Das EBITDA war mit 35 Mio. \u20ac voraussichtlich deutlich h\u00f6her als im Vorjahr (2023: 7 Mio. \u20ac). Die positive Entwicklung wurde vor allem durch Wachstum im Bereich der Biopharmazeutika getragen.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsbereich POLYSILICON schloss das Gesch\u00e4ftsjahr nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen mit einem Umsatz in H\u00f6he von 950 Mio. \u20ac ab. Das ist ein Minus in H\u00f6he von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (1,60 Mrd. \u20ac). Das EBITDA ging voraussichtlich um 39 Prozent auf 195 Mio. \u20ac zur\u00fcck (2023: 321 Mio. \u20ac). Grund f\u00fcr den R\u00fcckgang waren sowohl niedrigere Preise als auch niedrigere Absatzmengen im Bereich Solarsilicium. Negativ ausgewirkt haben sich zudem die weiterhin hohen Energiepreise in Deutschland. Der Anteil von h\u00f6chstreinem Polysilicium f\u00fcr Halbleiteranwendungen an der gesamten Absatzmenge hat sich 2024 weiter erh\u00f6ht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wacker Chemie AG hat im Gesch\u00e4ftsjahr 2024 angesichts des weiterhin schwachen Marktumfelds gute Ergebnisse erzielt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":39351,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-40728","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40728"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40729,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40728\/revisions\/40729"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/39351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40728"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=40728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}