{"id":40853,"date":"2025-02-25T07:35:33","date_gmt":"2025-02-25T06:35:33","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=40853"},"modified":"2025-02-24T17:36:46","modified_gmt":"2025-02-24T16:36:46","slug":"jahresbilanz-im-maschinen-und-anlagenbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=40853","title":{"rendered":"Jahresbilanz im Maschinen- und Anlagenbau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Trotz Rezession nur leichter Besch\u00e4ftigtenabbau<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Unternehmen besch\u00e4ftigen 1,02 Millionen Menschen im Inland \u2013 Abbau von 6800 Stellen im Jahr 2024<\/strong><\/li>\n<li><strong>Maschinen- und Anlagenbau bleibt gr\u00f6\u00dfter industrieller Arbeitgeber in Deutschland<\/strong><\/li>\n<li><strong>Weiterer Anstieg der Kurzarbeit erwartet<\/strong><\/li>\n<li><strong>Reformen notwendig, um Besch\u00e4ftigung zu sichern<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland ist es im herausfordernden Jahr 2024 gelungen, ihre Stammbelegschaften weitgehend zu halten. Im Verlauf des Jahres 2024 sind rund 6800 Stellen (minus 0,7 Prozent) weggefallen. Insgesamt waren zum Jahresende 1,02 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen mit mindestens 50 Besch\u00e4ftigten t\u00e4tig. \u201eDamit konnte der Maschinen- und Anlagenbau seine Position als gr\u00f6\u00dfter industrieller Arbeitgeber in Deutschland halten. Das ist bemerkenswert, weil die Maschinenbauproduktion im abgelaufenen Jahr nach vorl\u00e4ufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts um preisbereinigt 7,5 Prozent zur\u00fcckgegangen ist. Und der Maschinenbau hatte bereits im Jahr 2023 einen \u2013 wenn auch leichten Produktionsr\u00fcckgang \u2013 zu verkraften\u201c, kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Besch\u00e4ftigtenbilanz.<\/p>\n<p>Die Aussichten am Arbeitsmarkt sind insgesamt jedoch weiterhin tr\u00fcbe. Aussagekr\u00e4ftige Fr\u00fchindikatoren wie das ifo Besch\u00e4ftigtenbarometer oder die Ergebnisse aus der j\u00fcngsten VDMA-Konjunkturerhebung zeigen recht deutlich, dass sich der Besch\u00e4ftigtenabbau im laufenden Jahr 2025 fortsetzen d\u00fcrfte. Enorme konjunkturelle und strukturelle Belastungen werden auch weiterhin gerade die Hersteller von Investitionsg\u00fctern treffen, also den Maschinen- und Anlagenbau. \u201cDas wird nicht g\u00e4nzlich ohne Spuren an den Besch\u00e4ftigtenzahlen vorbeigehen\u201d, sagt Dr. Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Kurzarbeit steigt weiter an<\/strong><br \/>\nViele Unternehmen setzen aktuell auf bew\u00e4hrte Instrumente, um die Besch\u00e4ftigung zu halten. Dazu z\u00e4hlen die Nutzung von betrieblich individuell vereinbarten Arbeitszeitkonten sowie die zeitlich begrenzte Kurzarbeit. Nach Sch\u00e4tzungen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit lag die Zahl der Kurzarbeitenden im Maschinenbau im Oktober bei rund 53.000 &#8211; mit zunehmender Tendenz. Laut der j\u00fcngsten VDMA-Konjunkturerhebung erwartetet jedes vierte Unternehmen im Maschinenbau (27 Prozent) einen Anstieg der Kurzarbeit im eigenen Unternehmen im ersten Halbjahr 2025. Weitere 58 Prozent erwarten ein gleichbleibendes Niveau. Das wird einen weiteren, hoffentlich nur leichten Abbau der Besch\u00e4ftigung jedoch nicht verhindern k\u00f6nnen. Zwar werden sich die Unternehmen mit allen Kr\u00e4ften bem\u00fchen, ihre Stammbelegschaften aufgrund des hartn\u00e4ckigen Fachkr\u00e4ftemangels nicht zu verkleinern. Mit 60 Prozent erwartet die Mehrzahl der Unternehmen, dass sie trotz der herausfordernden Situation ihre Stammbelegschaft im ersten Halbjahr 2025 konstant halten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Rund ein Viertel der Unternehmen sieht sich jedoch gezwungen, Personal abzubauen. \u201cWieviel davon dauerhaft sein wird, wieviel zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt durch Neueinstellungen kompensiert werden kann, l\u00e4sst sich seri\u00f6s nicht sagen\u201d, erl\u00e4utert Wiechers. \u201eWir haben einen Mix aus konjunkturellen Belastungen und tiefgreifenden strukturellen Ver\u00e4nderungen. Die Herausforderung lautet: \u00a0besch\u00e4ftigungs- und kompetenzsichernde Ma\u00dfnahmen sinnvoll ergreifen und zugleich den Strukturwandel abfedern, aber nicht verhindern. Denn ein politisch gew\u00fcnschtes und unterst\u00fctztes Festhalten an dringend\u00a0ben\u00f6tigten Fachkr\u00e4ften in dauerhaft nicht mehr wettbewerbsf\u00e4higen Verwendungen schadet allen Beteiligten letztlich mehr als es nutzt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Schnelle Reformen auf dem Arbeitsmarkt n\u00f6tig<\/strong><br \/>\nUm dem Trend auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken, muss die n\u00e4chste Bundesregierung schnell handeln und besch\u00e4ftigungssichernde Reformen beschlie\u00dfen. Davon ist bislang nichts zu sp\u00fcren, bem\u00e4ngelt der VDMA-Chefvolkswirt. Stattdessen sind die Sozialversicherungsabgaben zum Jahreswechsel weiter gestiegen und liegen mittlerweile so hoch wie vor den Hartz-Reformen. \u201eBei der Stabilisierung der Sozialversicherungen besteht gr\u00f6\u00dfter struktureller Handlungsbedarf. Denn deren Beitr\u00e4ge treiben die Kosten der Besch\u00e4ftigung weiter in die H\u00f6he. Sie wirken sich unmittelbar negativ auf die F\u00e4higkeit der Arbeitgeber aus, Besch\u00e4ftigte zu halten und Nachwuchskr\u00e4fte einstellen zu k\u00f6nnen\u201c, betont Wiechers. Zudem braucht es ein modernes Arbeitszeitgesetz mit Wochen- statt Tagesh\u00f6chstarbeitszeiten sowie einen sp\u00fcrbaren B\u00fcrokratieabbau vor allem im Arbeitsrecht. \u201eAlle sind sich einig, dass wir den industriellen Mittelstand halten wollen. Wer es ernst damit meint, darf vor teils schmerzhaften Reformen im Arbeitsmarkt nicht zur\u00fcckschrecken!\u201c, fordert Wiechers.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland ist es im herausfordernden Jahr 2024 gelungen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-40853","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40853"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40854,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40853\/revisions\/40854"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40853"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40853"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40853"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=40853"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}