{"id":40861,"date":"2025-02-26T07:50:08","date_gmt":"2025-02-26T06:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=40861"},"modified":"2025-02-24T17:51:26","modified_gmt":"2025-02-24T16:51:26","slug":"exporte-im-maschinenbau-verringern-sich-im-gleichklang-mit-der-produktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=40861","title":{"rendered":"Exporte im Maschinenbau verringern sich im Gleichklang mit der Produktion"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li><strong>Maschinenausfuhren gehen 2024 nominal um 5,0 Prozent auf 199,6 Milliarden Euro zur\u00fcck<\/strong><\/li>\n<li><strong>Reales Exportminus von 7,1 Prozent<\/strong><\/li>\n<li><strong>Europa schneidet \u00fcberdurchschnittlich schlecht ab<\/strong><\/li>\n<li><strong>USA und China trotz Einbu\u00dfen weiterhin an der Spitze der Exportbilanz<\/strong><\/li>\n<li><strong>Zuw\u00e4chse in Mexiko und Indien sowie im Nahen und Mittleren Osten<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland mussten im Jahr 2024 sp\u00fcrbare Einbu\u00dfen auf den Auslandsm\u00e4rkten hinnehmen. Nach vorl\u00e4ufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug der Exportr\u00fcckgang nominal 5,0 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Insgesamt wurden Maschinen und Anlagen im Wert von 199,6 Milliarden Euro exportiert. Preisbereinigt lagen die Maschinenexporte auf Jahressicht sogar um 7,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies entsprach weitgehend dem Produktionsr\u00fcckgang der Maschinenbaubranche von (vorl\u00e4ufig) real 7,5 Prozent.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckg\u00e4nge in den wichtigsten M\u00e4rkten<\/strong><br \/>\nDie Exporte in die L\u00e4nder der <strong>Europ\u00e4ischen Union<\/strong> sanken im Jahr 2024 nominal um 8,5 Prozent und damit \u00fcberdurchschnittlich stark. Besonders hohe R\u00fcckg\u00e4nge wurden in <strong>Italien<\/strong>, <strong>Frankreich<\/strong> und <strong>Polen<\/strong> verbucht. Insgesamt wiesen jedoch fast alle EU-L\u00e4nder negative Ergebnisse auf, mit Ausnahme von <strong>Spanien<\/strong> und <strong>Portugal<\/strong>, die leichte Zuw\u00e4chse verzeichneten. Die Ausfuhren in die <strong>USA<\/strong>, den gr\u00f6\u00dften Einzelmarkt, gingen im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent zur\u00fcck, nachdem sie bis einschlie\u00dflich 2023 noch Zuw\u00e4chse verzeichnen konnten. Die Exporte nach <strong>China<\/strong>, der Nummer zwei im Exportranking, sanken um kumuliert 4,5 Prozent. \u201eDer Maschinenbau sieht sich weltweit konfrontiert mit anhaltenden konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen und geopolitischen Spannungen, welche die globale Nachfrage nach Maschinen und Anlagen d\u00e4mpfen. Die EU ist jetzt vor allem gefordert, einen Zollstreit mit den USA, unserem wichtigsten Handelspartner, zu verhindern. Denn ein solcher Handelskrieg w\u00fcrde auf beiden Seiten nur Verlierer produzieren. Au\u00dferdem muss die EU jetzt umso dringlicher das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten finalisieren und neue Abkommen aushandeln\u201c, fordert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Positive Entwicklungen in ausgew\u00e4hlten M\u00e4rkten<\/strong><br \/>\nImmerhin gab es trotz der allgemeinen R\u00fcckg\u00e4nge \u2013 mit Ausnahme Lateinamerikas und des Nahen und Mittleren Ostens schrieben aus deutscher Sicht alle Weltregionen Minuszahlen \u2013 auch positive Ausrei\u00dfer. Im Einzelnen stiegen die Exporte nach <strong>Mexiko<\/strong> im Jahr 2024 um 5,4 Prozent und die Ausfuhren nach <strong>Indien<\/strong> legten um 2,6 Prozent zu. Auch das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong> und die <strong>Schweiz<\/strong> zeigten eine stabile Entwicklung, w\u00e4hrend die Exporte in den <strong>Nahen und Mittleren Osten<\/strong> sogar zweistellig zulegten. \u201eDort, wo strukturelle Reformen greifen, Investitionen in Infrastrukturprojekte get\u00e4tigt oder eine zunehmende wirtschaftliche Diversifikation in Angriff genommen werden, k\u00f6nnen Maschinen- und Anlagenbauer weiterhin von wachsender Nachfrage profitieren. Daran sollte sich Europa ein Beispiel nehmen\u201d, betont Dr. Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Ausblick auf 2025<\/strong><br \/>\nAnhaltende geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und strukturelle Herausforderungen belasten zwar die Maschinenexporte absehbar auch 2025 weiter. \u201eDoch wir hoffen aufgrund erster, noch vager Anzeichen auf eine Stabilisierung und eine zaghafte Erholung der globalen Nachfrage\u201c, sagt der VDMA-Chefvolkswirt. Chancen bieten sich insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und nachhaltige Technologien. \u201eDie Integration von digitaler Intelligenz, technischer Brillanz und ressourcenschonender Effizienz sind entscheidend, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu sichern und neue M\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen\u201c, betont Dr. Wiechers.<\/p>\n<p><strong>Forderungen an die Politik<\/strong><br \/>\nUm die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Maschinenbauindustrie zu st\u00e4rken, fordert der VDMA eine verst\u00e4rkte politische Unterst\u00fctzung, national wie international. \u201eNeben einer l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Verbesserung der Rahmenbedingungen am heimischen Standort brauchen wir dringend neue Freihandelsabkommen sowie eine st\u00e4rkere internationale Zusammenarbeit, um einerseits den Zugang zu internationalen M\u00e4rkten zu sichern und andererseits Lieferketten zu stabilisieren. Zudem m\u00fcssen die Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen im Allgemeinen und f\u00fcr solche in Forschung und Entwicklung im Besonderen verbessert werden\u201c, fordert der VDMA-Chefvolkswirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Maschinen- und Anlagenbaufirmen aus Deutschland mussten im Jahr 2024 sp\u00fcrbare Einbu\u00dfen auf den Auslandsm\u00e4rkten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-40861","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=40861"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40862,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/40861\/revisions\/40862"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=40861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=40861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=40861"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=40861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}