{"id":41050,"date":"2025-03-27T08:08:28","date_gmt":"2025-03-27T07:08:28","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41050"},"modified":"2025-03-21T14:09:55","modified_gmt":"2025-03-21T13:09:55","slug":"kunststoffindustrie-ausgebremst-wie-die-produktion-jetzt-wieder-fahrt-aufnehmen-kann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41050","title":{"rendered":"Kunststoffindustrie ausgebremst: Wie die Produktion jetzt wieder Fahrt aufnehmen kann"},"content":{"rendered":"<p>Die deutsche Kunststoffindustrie steht unter Druck. Hohe Kosten, schwache Nachfrage und steigender Wettbewerbsdruck belasten die Unternehmen, wie Plastics Europe Deutschland, der Verband der Kunststofferzeuger, auf seiner Wirtschaftspressekonferenz am Mittwoch bekannt gab. Zus\u00e4tzlich zu den dringend gebotenen Investitionen beispielsweise in eine wettbewerbsf\u00e4hige und erneuerbare Energieversorgung k\u00f6nnten aber auch einfache Ma\u00dfnahmen die Branche entlasten.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick 2024: Kunststoffproduktion steigt, Umsatz sinkt<\/strong><\/p>\n<p>2024 stieg die Kunststoffproduktion in Deutschland zwar um drei Prozent, das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2021 wurde allerdings weiterhin klar untertroffen. Aufgrund r\u00fcckl\u00e4ufiger Erzeugerpreise sank der Branchenumsatz von 27,5 Milliarden auf 26,7 Milliarden Euro, um 3 Prozent. Die Exporte gingen um 0,8 Prozent zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Importe um 4,9 Prozent sanken. Insbesondere die Auftragseing\u00e4nge in Deutschland fielen schwach aus, w\u00e4hrend die Bestellungen aus dem Ausland leicht zunahmen.<\/p>\n<p><strong>Ausblick 2025: Keine schnelle Erholung erwartet<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Weltwirtschaft moderat wachsen d\u00fcrfte, bleibt die Lage in Deutschland angespannt. \u201eWir erwarten, Stand heute, einen R\u00fcckgang der Produktion von Kunststoffen in Prim\u00e4rformen von etwa -0,5% im Vergleich zum Vorjahr\u201c, erl\u00e4utert Dr. Ralf D\u00fcssel, Vorstandsvorsitzender des Verbands. \u201eInvestitionen in wettbewerbsf\u00e4hige Energiepreise, den Ausbau der erneuerbaren Energietr\u00e4ger und Investitionsanreize sind unverzichtbare Hebel, um die Wirtschaft insgesamt und die Kunststoffindustrie wieder in Schwung zu bringen\u201c, so D\u00fcssel.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDeutschland bietet noch ideale Bedingungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung\u201c, erkl\u00e4rt D\u00fcssel. \u201eEine gut vernetzte Wertsch\u00f6pfungskette, kurze Lieferwege und die enge Anbindung an Universit\u00e4ten sind ein Trumpf, der den Unternehmen in Deutschland und Europa in die Karten spielt. Doch die Bedeutung der Kunststoffindustrie m\u00fcsse auch politisch erkannt werden, sowohl in Deutschland als auch beispielsweise im Europ\u00e4ischen Clean Industrial Deal.\u201c<\/p>\n<p><strong>Nicht alle Ma\u00dfnahmen sind teuer<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Christine Bunte, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von Plastics Europe Deutschland, erg\u00e4nzt einfache Ma\u00dfnahmen, mit denen die deutsche Industrie entlastet und die Transformation zu einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft unterst\u00fctzt werden kann: EU-Vorgaben in Zukunft 1:1 umsetzen, ohne nationale Sonderregeln zu schaffen, B\u00fcrokratie und Berichtspflichten effizienter gestalten, und Planungsverfahren beispielsweise durch Fortsetzung des \u201eDeutschlandpakts\u201c beschleunigen. Klare Einsatzziele f\u00fcr Rezyklate und Biomasse auf EU-Ebene k\u00f6nnten zudem die Wettbewerbsf\u00e4higkeit deutscher Unternehmen st\u00e4rken und die Kreislaufwirtschaft vorantreiben. Deutschland m\u00fcsse auch wieder st\u00e4rker in Europa gestalten. Bunte fasst zusammen: \u201eDer Begriff \u201aGerman Vote\u2018 darf in Br\u00fcssel nicht l\u00e4nger f\u00fcr eine Enthaltung stehen, sondern f\u00fcr eine \u00a0Politik, die konsequent Transformation und Wettbewerbsf\u00e4higkeit vereint.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsche Kunststoffindustrie steht unter Druck. 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