{"id":41172,"date":"2025-04-16T07:11:34","date_gmt":"2025-04-16T05:11:34","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41172"},"modified":"2025-04-12T19:12:26","modified_gmt":"2025-04-12T17:12:26","slug":"innovatives-verfahren-zur-beschleunigung-des-pla-abbaus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41172","title":{"rendered":"Innovatives Verfahren zur Beschleunigung des PLA-Abbaus"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Neues Projekt zur Entwicklung industriell anwendbarer, umweltfreundlicher Kunststoffl\u00f6sungen<\/strong><\/h2>\n<h4><strong>Neues Forschungsprojekt hat vielversprechenden Ergebnisse erzielt<\/strong><\/h4>\n<p><em><strong>Das SKZ arbeitet zusammen mit den Partnern von der RWTH Aachen und Peiler &amp; Klein Kunststofftechnik GmbH, arbeiten an der Entwicklung eines industriell anwendbaren Verfahrens zur Integration von PLA-abbauenden Enzymen in Kunststoffe. Ziel des Projekts ist es, Kunststoffprodukte zu erschaffen, die einerseits eine hohe mechanische Belastbarkeit w\u00e4hrend ihrer Nutzung aufweisen und dabei nach Ablauf der Nutzungszeit unter nat\u00fcrlichen Umweltbedingungen schnell abgebaut werden k\u00f6nnen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Das Projekt, das eine Laufzeit von 2,5 Jahren hat, verfolgt einen innovativen Ansatz, um PLA-abbauende Enzyme wie Proteinase K und ICCG in Kunststoffprodukte zu integrieren. Diese Enzyme werden mithilfe eines Adh\u00e4sionsvermittlerpeptids an die Oberfl\u00e4che von Zeolith gebunden, einem por\u00f6sen Tr\u00e4germaterial, das als Tr\u00e4ger f\u00fcr die Enzyme fungiert. Das enzymbeladene Zeolith wird anschlie\u00dfend in einem speziell entwickelten Extrusionsprozess zu einem PLA-Zeolith-Masterbatch verarbeitet. Der Enzymkomplex wird dabei in inaktivierter Form in die PLA-Matrix eingebracht. Die Aktivierung der Enzyme erfolgt erst durch eine \u00c4nderung der Umweltbedingungen, sowie durch Abrieb oder Verspr\u00f6dung des Materials. Hierdurch wird die Abbaurate des PLA deutlich gesteigert.<\/p>\n<p>\u201eDurch die gezielte, schaltbare Aktivierung der Enzyme m\u00f6chten wir eine L\u00f6sung bieten, die es der Industrie erm\u00f6glicht, Kunststoffprodukte mit einer hohen mechanischen Stabilit\u00e4t zu produzieren, die jedoch nach ihrer Nutzungsphase schneller und effizienter in der Umwelt abgebaut werden\u201c, erkl\u00e4rt Alexander Rusam, Scientist am SKZ und Leiter des Projektes.<\/p>\n<p><strong>Erste erfolgreiche Ergebnisse<\/strong><br \/>\nDie ersten Tests des Projekts haben bereits bemerkenswerte Ergebnisse geliefert. Mithilfe eines Mikroextruders konnten Probek\u00f6rper aus PLA und feinem Zeolith-Pulver erfolgreich hergestellt werden. Dabei zeigte das Zeolith eine gleichm\u00e4\u00dfige und homogene Verteilung im Bauteil. Zudem konnte festgestellt werden, dass die Zugabe der Enzyme keine negativen Auswirkungen auf die mechanischen Eigenschaften des PLA hatte \u2013 ein wichtiger Meilenstein f\u00fcr die Entwicklung eines marktf\u00e4higen Produkts.<\/p>\n<p>\u201eDiese ersten Ergebnisse best\u00e4tigen die Machbarkeit des Verfahrens und er\u00f6ffnen vielversprechende Perspektiven f\u00fcr die Entwicklung von Kunststoffen, die sowohl umweltfreundlich als auch funktional sind\u201c, so Rusam weiter.<\/p>\n<p>Das Projekt tr\u00e4gt dazu bei, eine nachhaltigere Zukunft f\u00fcr die Kunststoffindustrie zu schaffen, indem es L\u00f6sungen f\u00fcr die Abbaubarkeit von Kunststoffen bietet, ohne ihre Leistungsf\u00e4higkeit w\u00e4hrend der Nutzung zu beeintr\u00e4chtigen. Das Projektteam plant, im weiteren Verlauf des Projektes die Technologie weiter zu optimieren und die industrialisierte Anwendung vorzubereiten.<br \/>\nMehr zum Bereich <a href=\"https:\/\/www.skz.de\/forschung\/material\"><strong>Materialentwicklung<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das SKZ arbeitet zusammen mit den Partnern von der RWTH Aachen und Peiler &#038; Klein Kunststofftechnik GmbH, arbeiten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6734,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-41172","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41172"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41173,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41172\/revisions\/41173"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41172"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=41172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}