{"id":41218,"date":"2025-04-25T07:06:14","date_gmt":"2025-04-25T05:06:14","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41218"},"modified":"2025-04-17T12:07:59","modified_gmt":"2025-04-17T10:07:59","slug":"globale-patentbilanz-maschinenbau-in-starker-position-asiens-bedeutung-waechst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41218","title":{"rendered":"Globale Patentbilanz: Maschinenbau in starker Position \u2013 Asiens Bedeutung w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Drittel der nationalen Patentanmeldungen in Deutschland l\u00e4sst sich dem Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau zuordnen. In kaum einem anderen Land ist dieser Anteil so hoch wie hierzulande. Aber L\u00e4nder wie China und Korea haben sich zuletzt dynamisch entwickelt. <\/strong><\/p>\n<p>Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine wesentliche S\u00e4ule des deutschen Innovationssystems und steht f\u00fcr einen gro\u00dfen Teil des technologischen Outputs, dokumentiert in Patenten. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2021 rund ein Drittel aller Patente dem Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. Weltweit wurden im Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau j\u00e4hrlich rund 70.000 transnationale Patente von Unternehmern und Erfindern angemeldet. Mit rund 10.000 Patenten werden etwa 15 Prozent dieser Patente von Unternehmen und Erfindern aus Deutschland angemeldet. In Teilbereichen wie Maschinenelemente oder Werkzeugmaschinen sind die weltweiten Anteile Deutschlands sogar noch h\u00f6her. Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Kurzstudie der IMPULS-Stiftung des VDMA, die vom Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung ISI erstellt wurde. (Die Datenreihe umfasst die Jahre 2005 bis 2021, die aufgrund der weltweiten Datenverf\u00fcgbarkeit und Ver\u00f6ffentlichungsfristen von Patenten die aktuellsten, vollst\u00e4ndig verf\u00fcgbaren Jahrg\u00e4nge sind.)<\/p>\n<p><strong>Schl\u00fcsselrolle im Maschinenbau-\u00d6kosystem<\/strong><br \/>\nIn der Studie wird erstmals nicht nur die technologische, sondern in Erg\u00e4nzung auch die branchenbezogene Perspektive der Patentanmeldungen beleuchtet, sprich: der Erfindergeist der Maschinenbaufirmen im internationalen Vergleich. Demnach melden diese Unternehmen nicht nur Patente in Maschinenbau-Technologien, sondern auch in anderen Technologiebereichen an \u2013 insgesamt weltweit 15.000 im Jahr 2021. Hier stehen die Unternehmen aus Deutschland f\u00fcr etwa ein Drittel (rund 5000) der Anmeldungen. \u201eDiesen Wert erreicht kein anderes Land, was die Schl\u00fcsselrolle unserer Unternehmen im globalen Maschinenbau-\u00d6kosystem untermauert\u201c,\u00a0sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des VDMA. \u201eUnsere Leistungsst\u00e4rke ist umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus kaum staatliche Forschungsmittel erhalten, zuletzt nur rund 200 Millionen Euro pro Jahr.\u201c<\/p>\n<p><strong>Dynamische Entwicklung bei wichtigen Wettbewerbern<\/strong><br \/>\nAllerdings ist die Konkurrenz auf internationalen Technologiem\u00e4rkten deutlich gr\u00f6\u00dfer geworden. Insbesondere die Maschinenbau-Patentanmeldungen aus China haben sich seit Mitte des letzten Jahrzehnts mehr als verdoppelt (plus 138 Prozent). Auch Koreas Patentanmeldungen sind seit 2015 um gut ein Viertel gestiegen (plus 26 Prozent). Die Patentanmeldungen aus Deutschland waren w\u00e4hrenddessen r\u00fcckl\u00e4ufig (minus 12 Prozent), wie auch die aus Japan (minus 6 Prozent) und aus den USA (minus 14 Prozent).<\/p>\n<p><strong>Verst\u00e4rkte Digitalisierung er\u00f6ffnet neue Chancen<\/strong><br \/>\nDie IMPULS-Kurzstudie zeigt Ans\u00e4tze auf, wie der Patententwicklung in Deutschland neue Dynamik verliehen werden kann. \u201eDie Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und dabei auch neue Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln ist ein wesentlicher Baustein zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des deutschen Maschinenbaus\u201c, sagt Studienleiter Dr. Rainer Frietsch vom Fraunhofer ISI. So etwa mit einem noch st\u00e4rkeren Fokus auf Technologien im Bereich Industrie 4.0 sowie der computer-implementierten Erfindungen. Dies kann sowohl durch eigene Forschungsaktivit\u00e4ten wie auch durch gezielte Kooperationen erreicht werden. Auch sollten kleine und mittlere Unternehmen st\u00e4rker ermutigt und bef\u00e4higt werden, ihre Technologien zum Patent anzumelden. \u201eEine einmal kopierte Technologie ist sicher weg, wenn sie nicht zum Patent angemeldet wurde. Patente ragen unter allen Schutzinstrumenten als besonders stark heraus\u201c, unterstreicht Dr. Frietsch.<\/p>\n<p><strong>Mehr \u201eResearch for Industry\u201c als Maxime f\u00fcr neue Bundesregierung<\/strong><br \/>\nPatente sind ein Ergebnis von Forschungsanstrengungen. Sie sind ein wichtiger Faktor bei der Sicherung der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit einer Volkswirtschaft und sichern Exportm\u00e4rkte. \u201eMehr &#8216;Research for Industry\u2018 muss deshalb Maxime der neuen Bundesregierung werden\u201c, erg\u00e4nzt Hartmut Rauen. \u201eDie Stellschrauben sind klar: Weiterer Ausbau und Optimierung der Forschungszulage sowie die St\u00e4rkung von Industrieller Gemeinschaftsforschung und Produktionstechnologien, die Bindeglied sind zwischen Forschung, Innovation und Patenten\u201c, betont der stellvertretende VDMA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer.<\/p>\n<p><strong>Die vollst\u00e4ndige Studie zur Entwicklung der Patentanmeldungen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus im internationalen Vergleich finden Sie <\/strong><a href=\"https:\/\/www.vdma.org\/documents\/34570\/4802302\/2025-04_IMPULS_ISI_Kurzstudie_Patentanmeldungen.pdf\/9e52daf6-c55d-9122-97c0-48a9a3ceab6c?t=1744697905544\"><strong>hier.<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine wesentliche S\u00e4ule des deutschen Innovationssystems und steht f\u00fcr einen gro\u00dfen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":6409,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24,16],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-41218","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-plas-tv-meldungen-auf-der-startseite-unterhalb-slider","category-plast-tv-textmeldungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41218"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41218\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41219,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41218\/revisions\/41219"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/6409"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41218"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/plas.tv\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fseries&post=41218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}