{"id":41330,"date":"2025-05-15T07:08:38","date_gmt":"2025-05-15T05:08:38","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41330"},"modified":"2025-05-08T19:10:46","modified_gmt":"2025-05-08T17:10:46","slug":"hoechste-effizienz-und-maximale-flexibilitaet-unter-einem-hut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41330","title":{"rendered":"H\u00f6chste Effizienz und maximale Flexibilit\u00e4t unter einem Hut"},"content":{"rendered":"<p><u>Spritzgie\u00dfverarbeiter MESTO optimiert mit Gesamtl\u00f6sungen von WITTMANN die Produktion<\/u><\/p>\n<p><strong><em>\u201aMade in Germany\u2018 geh\u00f6rt bei MESTO zum Markenversprechen. Die Wertsch\u00f6pfung findet vollst\u00e4ndig am Firmensitz im baden-w\u00fcrttembergischen Freiberg am Neckar statt, und dabei soll es auch in Zukunft bleiben. F\u00fcr die Fertigung bedeutet dies, die Effizienz immer weiter zu steigern, Prozesse zu integrieren und m\u00f6glichst viel zu automatisieren. Die Herausforderung dabei: Eine hohe Flexibilit\u00e4t beizubehalten. Gemeinsam mit seinem Partner WITTMANN entwickelt MESTO auf diese komplexen Anforderungen zugeschnittene Fertigungsl\u00f6sungen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201eWir haben ein besonders umfangreiches Sortiment\u201c, erkl\u00e4rt \u00c9lise Sellmayr, Leiterin Prozessoptimierung, bei unserem Besuch in Freiberg. Die \u201awirtschaftliche Verteilung von Fl\u00fcssigkeiten\u2018 ist die Spezialit\u00e4t von MESTO. Hier geh\u00f6rt das s\u00fcddeutsche Unternehmen mit seiner mehr als hundertj\u00e4hrigen Firmengeschichte zu den weltweit f\u00fchrenden Anbietern. Hinter der sperrig klingenden Umschreibung verbergen sich Produkte, die jeder kennt: Druckspr\u00fchger\u00e4te, R\u00fcckenspritzen, Schaumspr\u00fchger\u00e4te, Handzerst\u00e4uber und Saugger\u00e4te. Sie sind im Haushalt und Kleingarten ebenso selbstverst\u00e4ndlich anzutreffen wie in der Landwirtschaft und im professionellen Gartenbau, in Werkst\u00e4tten, im Handwerk und auf der Baustelle, beim Reinigen und Desinfizieren, in der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung sowie in den unterschiedlichsten Industriebereichen.<\/p>\n<p>Alle Produkte gibt es in verschiedenen Ausf\u00fchrungen, gro\u00dfe Abnehmer wie Baum\u00e4rkte oder Werkstattketten k\u00f6nnen die Spr\u00fchger\u00e4te in ihrem Corporate Design branden lassen. Diese Vielfalt f\u00fchrt in der Fertigung zu kleinen Losgr\u00f6\u00dfen und h\u00e4ufigen R\u00fcstprozessen. Flexibilit\u00e4t ist deshalb der Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr eine effiziente Fertigung und f\u00fcr wettbewerbsf\u00e4hige St\u00fcckkosten.<\/p>\n<p>\u201eDas ist hier bei uns keine typische Massenfertigung\u201c, sagt Sellmayr und zeigt uns ein Beispiel. In ihrer Hand h\u00e4lt sie einen kleinen wei\u00dfen Kolben aus einem Copolyester, der in allen Druckspr\u00fchger\u00e4ten mit Kunststoffgeh\u00e4use als Manometer dient und dem eine gro\u00dfe Verantwortung zukommt. \u201eDas Kolbenmanometer \u00fcbernimmt die Funktion eines Sicherheitsventils\u201c, erkl\u00e4rt Sellmayr. Zugelassen sind die Spr\u00fchger\u00e4te mit Kunststoffgeh\u00e4use mit Innendr\u00fccken bis drei bar. Wird mehr Luft hineingepumpt, entweicht der \u00dcberdruck \u00fcber das Kolbenmanometer. In den Ger\u00e4tebaureihen \u201aPrimer\u2018 und \u201aProfi\u2018 f\u00fcr den professionellen Einsatz sind die Manometer bedruckt und erlauben eine Druckkontrolle. In den kleineren Ger\u00e4ten der \u201aPico\u2018-Baureihe f\u00fcr Haushalt und Garten kommen unbedruckte Kolbenventile zum Einsatz.<\/p>\n<p>Lange Zeit waren Spritzgie\u00dfen und Bedrucken zwei voneinander unabh\u00e4ngige Fertigungsschritte. Neu f\u00fcr MESTO ist, dass die Druckeinheit mit der Spritzgie\u00dfproduktionszelle jetzt eine integrierte Einheit bildet.<\/p>\n<p>Dazu kam es, nachdem die bislang f\u00fcr die Herstellung der Kolben eingesetzte alte Spritzgie\u00dfmaschine ihren Dienst quittierte. Dies wurde zum Anlass genommen, den Produktionsprozess hinsichtlich seiner Effizienz unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n<p>\u201eIch gehe immer mit offenen Augen durch die Fertigung und \u00fcberlege, welche Prozesse wir sinnvoll optimieren k\u00f6nnen\u201c, betont Sellmayr. Viele wertvolle Anregungen erh\u00e4lt sie dabei von ihrem Spritzgie\u00dfmaschinen- und Linearroboterlieferanten WITTMANN. Auch die Idee, das Bedrucken in die Spritzgie\u00dfzelle zu integrieren, entstand w\u00e4hrend eines gemeinsamen Werksrundgangs, denn auch das bis zu diesem Zeitpunkt eingesetzte Drucksystem war in die Jahre gekommen. \u201eWir waren sofort davon \u00fcberzeugt, dass wir die Druckeffizienz und -qualit\u00e4t steigern k\u00f6nnen, wenn wir den Prozess als Ganzes optimieren und nicht nur die Spritzgie\u00dfproduktion\u201c, so Sellmayr.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Auf kleinster Standfl\u00e4che integriert<\/strong><\/p>\n<p>Die Herausforderung bei der Entwicklung des neuen integrierten Fertigungsprozesses war der hohe Zeitdruck. Hier kam MESTO zugute, dass eine gebrauchte, aber noch sehr junge Insider Produktionszelle sofort verf\u00fcgbar war. Sie umfasst eine SmartPower 80\/525 Spritzgie\u00dfmaschine mit Linearroboter und F\u00f6rderband und ist damit pr\u00e4destiniert f\u00fcr die Produktion der Kolbenmanometer. MESTO griff zu und beauftragte WITTMANN mit der Integration einer neuen Druckerl\u00f6sung.<\/p>\n<p>Das Insider Konzept von WITTMANN ist bereits von Haus aus auf einen minimalen Platzbedarf und maximale Effizienz ausgerichtet. Das Schutzgeh\u00e4use ist direkt am F\u00f6rderband montiert. Temperierger\u00e4te oder andere Anlagenkomponenten finden bequem darunter Platz. Gegen\u00fcber konventionellen L\u00f6sungen verkleinert sich die Produktionsfl\u00e4che um bis zu 50 Prozent. Bei MESTO ist es WITTMANN gelungen, die neue Druckstation so zu integrieren, dass sie kaum zus\u00e4tzlichen Platz beansprucht. Sie schlie\u00dft sich nach hinten an das F\u00f6rderband an und bleibt in der Tiefe im Rasterma\u00df der Schutzeinhausung.<\/p>\n<p>Produziert wird in einem 4-fach-Werkzeug. Der WITTMANN Linearroboter entnimmt jeweils die vier Kolben und setzt sie auf die senkrecht stehenden Dome eines kleinen Transportschlittens, der sie zu den drei Druckk\u00f6pfen bringt. Die Manometer werden im Vorbeifahren bedruckt. Daf\u00fcr rotieren die Dome des Schlittens, sodass die Druckk\u00f6pfe rundum arbeiten k\u00f6nnen, ohne selbst ihre Position zu ver\u00e4ndern. Die Kolbenmanometer erhalten jeweils zwei Ringe, einen roten und einen schwarzen, sowie eine Skala.<\/p>\n<p>Nach dem Bedrucken nimmt der Greifer des Linearroboters die Teile wieder auf und setzt sie auf dem F\u00f6rderband ab. Werden Kolben f\u00fcr die \u201aPico\u2018-Serie produziert, die keine Markierung erfordert, l\u00e4sst sich die Druckstation sehr einfach aussparen. In diesem Fall setzt der Roboter die Kolben direkt nach dem Entformen auf das F\u00f6rderband.<\/p>\n<p><strong>Einen kompletten Arbeitsschritt eingespart<\/strong><\/p>\n<p>Der Spritzgie\u00dfprozess gibt den Takt f\u00fcr das Bedrucken der Bauteile vor. Innerhalb der Zykluszeit muss das Drucken vollst\u00e4ndig abgeschlossen sein. Deshalb kam ausschlie\u00dflich ein Direktdruckverfahren in Frage, das weder eine Vorbehandlung noch eine lange Trockenzeit erfordert. Wenn der Greifer unmittelbar nach dem Bedrucken die Teile aufnimmt, darf das Druckbild nicht verwischen.<\/p>\n<p>WITTMANN hat viele Druckverfahren, Farben und Anbieter evaluiert. Der Tampondruck schied aufgrund der erforderlichen Vorbehandlung aus, und manche Farben hielten den strengen Best\u00e4ndigkeitstests nicht stand. Es wurden Wisch- und Abriebtests mit unterschiedlichen L\u00f6semitteln durchgef\u00fchrt. Denn auch sp\u00e4ter im Einsatz in den Spr\u00fchger\u00e4ten k\u00f6nnen die Kolbenmanometer mit aggressiven Medien, wie Pflanzenschutz- oder Reinigungsmitteln, in Ber\u00fchrung kommen.<\/p>\n<p>Die Entscheidung fiel schlie\u00dflich auf einen Tintenstrahldrucker der Marke Videojet. Dieser ergab nicht nur hinsichtlich der Best\u00e4ndigkeit der Druckfarben das beste Ergebnis, sondern auch in puncto Flexibilit\u00e4t. \u201eWir k\u00f6nnen die Position der aufgedruckten Skala sehr fein variieren\u201c, sagt Sellmayr.<\/p>\n<p>Der Trend zur Prozessintegration verst\u00e4rkt sich \u2013 das beobachtet WITTMANN auch bei anderen Spritzgie\u00dfverarbeitern. Ziel ist es jeweils, die Kapazit\u00e4ten der einzelnen Anlagenkomponenten optimal auszunutzen. Vor allem der Roboter hat oft Kapazit\u00e4ten frei und kann w\u00e4hrend des Einspritzens und K\u00fchlens weitere Aufgaben \u00fcbernehmen, wie bei MESTO zum Beispiel das Bedrucken der Bauteile.<\/p>\n<p>\u201eJe mehr Aufgaben der Roboter in der Spritzgie\u00dfzelle \u00fcbernimmt, desto weniger Aufwand haben wir in der Montage\u201c, sagt \u00c9lise Sellmayr. \u201eDie Kolbenmanometer verlassen einbaufertig die Spritzgie\u00dfzelle. Wir sparen durch die Integration des Druckers einen kompletten Arbeitsschritt ein.\u201c Und damit zus\u00e4tzlich viel logistischen Aufwand. Denn die Kolbenmanometer wurden zuvor zun\u00e4chst auf Lager produziert und meistens erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt bedruckt.<\/p>\n<p><strong>Stromverbrauch um ein Drittel reduziert<\/strong><\/p>\n<p>SmartPower Spritzgie\u00dfmaschinen dominieren das Bild im Maschinenpark bei MESTO. Seit das Unternehmen 2017 ein umfassendes Projekt zur Steigerung der Energieeffizienz startete, werden alte Spritzgie\u00dfmaschinen konsequent durch servohydraulische SmartPower Maschinen ersetzt. Die hohe Energieeffizienz der WITTMANN Maschinen gab den Ausschlag. \u201eWir haben mit dem Wechsel sofort Einsparungen gesehen\u201c, berichtet \u00c9lise Sellmayr. \u201eBei gleicher Maschinenanzahl konnten wir bis heute den Stromverbrauch um ein Drittel reduzieren.\u201c<\/p>\n<p>Ein weiteres Plus: Der Fokus auf eine Maschinenmarke macht es f\u00fcr die Maschinenbediener und Einrichter im t\u00e4glichen Betrieb einfacher. \u201eMit der WITTMANN Steuerung kommen alle sehr gut zurecht\u201c, so Sellmayr.<\/p>\n<p>Wir sind beim Firmenrundgang inzwischen bei einer SmartPower 180 Spritzgie\u00dfmaschine angekommen. Vom Band laufen Druckkesseloberteile, schwarze flache Scheiben, aus deren Zentrum Kolbenstangen ragen. In einem 2-fach-Werkzeug werden die Beh\u00e4lterabdeckungen direkt an die Kolbenstangen angespritzt. Verarbeitet wird ein glasfaserverst\u00e4rktes Polypropylen.<\/p>\n<p>Auch bei dieser Produktionszelle f\u00e4llt die \u00e4u\u00dferst kompakte Anordnung aller Komponenten ins Auge. Und auch hier geht es um Flexibilit\u00e4t. WITTMANN integrierte bei dieser Anlage die Zuf\u00fchreinrichtung f\u00fcr die zu umspritzenden Metallstangen ins Gesamtkonzept. Die Herausforderung bestand darin, dass die Anlage je nach Spr\u00fchger\u00e4temodell unterschiedliche Kolbenstangen verarbeitet, die alle \u00fcber ein und dasselbe Magazin zugef\u00fchrt werden sollten.<\/p>\n<p>Die Kolbenstangen unterscheiden sich unter anderem in der L\u00e4nge und im Durchmesser. Es gibt rotationssymmetrische Stangen sowie solche mit Fl\u00fcge- und Gewindeseite, die in einer bestimmten Position eingelegt werden m\u00fcssen. Zudem variiert das Stangenmaterial und damit das magnetische Verhalten.<\/p>\n<p>Alle diese Aspekte galt es bei der Auslegung des Greifers zu ber\u00fccksichtigen. Erschwerend kommt hinzu, dass das Einlegen der Metallstangen und die Entnahme der Fertigteile auf derselben Werkzeugseite erfolgen. Entsprechend muss der Greifer auf nur einer Seite die gesamte Funktionalit\u00e4t vereinen und das sehr kompakt, um im offenen Werkzeug noch sicher agieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei allen \u00dcberlegungen f\u00fcr die Auslegung des Greifers wurde die Gr\u00f6\u00dfe und Komplexit\u00e4t des resultierenden Greifers sowie die Fertigungseffizienz gegeneinander abgewogen. Im Ergebnis konnten alle Anforderungen auf zwei Greifern vereint werden. Der Greiferwechsel erfolgt vollst\u00e4ndig automatisiert.<\/p>\n<p>Das oberste Ziel bei allen Projekten lautet: Kein Overengineering! Denn das w\u00fcrde der Effizienz, Flexibilit\u00e4t und einfachen Bedienbarkeit entgegenlaufen. \u201eIch lasse mir bei jedem neuen Projekt zeigen, was m\u00f6glich ist und welche neuen Ideen es gibt\u201c, betont \u00c9lise Sellmayr. \u201eDann \u00fcberlegen wir gemeinsam, welche Ausbaustufe sinnvoll ist. Am Ende sind das alles Sondermaschinen, die jeweils nur ein Mal gebaut werden. Genau das macht es so spannend.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201aMade in Germany\u2018 geh\u00f6rt bei MESTO zum Markenversprechen. 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