{"id":41413,"date":"2025-06-02T07:55:57","date_gmt":"2025-06-02T05:55:57","guid":{"rendered":"https:\/\/plas.tv\/?p=41413"},"modified":"2025-05-30T14:59:03","modified_gmt":"2025-05-30T12:59:03","slug":"es-kommen-die-richtigen-besucher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/plas.tv\/?p=41413","title":{"rendered":"Es kommen die richtigen Besucher"},"content":{"rendered":"<p class=\"fs-5 lh-md\"><strong>Die 21. rapid.tech 3D hat mit ihrer bew\u00e4hrt hohen Qualit\u00e4t und einem neuen Niveau der Vernetzung gepunktet. Rund 170 Aussteller und Referenten aus dem In- und Ausland haben vom 13. bis 15. Mai 2025 aktuelle Entwicklungen und Anwendungen des Additive Manufacturing (AM) pr\u00e4sentiert.<\/strong><\/p>\n<div class=\"content-block\" data-metric-links=\"\/cpt\/1eyJvIjoiQ29udGVudCIsImkiOjY1NDQzLCJhIjoibGluayIsInUiOm51bGwsIl9wIjoyMDB90\">\n<p>F\u00fcr Aussteller, Referenten und Besucher ist es die Mischung aus Kongress, Ausstellung und Netzwerkformaten, welche die Erfurter Fachveranstaltung auszeichnet, und f\u00fcr ein hohes fachliches Niveau sowohl auf wissenschaftlicher als auch auf Anwenderseite sorgt. Besonders gut kam die in diesem Jahr nochmals enger gestaltete Vernetzung zwischen den Vortragsr\u00e4umen und der Ausstellungshalle an, Von diesem Austausch profitieren alle Beteiligten, war vielfach als Fazit zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Viel Interesse f\u00fcr qualifizierte Standardisierungsl\u00f6sungen, kosteneffizienten Gro\u00dfformatdruck und winzige Photonen<\/strong><\/p>\n<p>L\u00f6sungen f\u00fcr ein Hauptproblem der additiven Fertigung bietet die Qualified AM GmbH an. Gregor Reischle hat das Unternehmen vor einem Jahr gegr\u00fcndet mit dem Ziel, Standards f\u00fcr die additive Fertigung f\u00fcr alle regulierten Industrien anzubieten. Er selbst verf\u00fcgt seit acht Jahren \u00fcber Expertise in diesem Bereich. Bewusst hat er die rapid.tech 3D gew\u00e4hlt, um die Leistungen von Qualified AM vorzustellen. \u201eDie Veranstaltung passt durch ihren wissenschaftlichen Ansatz und ihre Qualit\u00e4t perfekt f\u00fcr uns. Hier finden wir die fachkundigen Besucher vor, die die Prozessketten verstehen.\u201c<\/p>\n<p>Eine kosteneffiziente L\u00f6sung f\u00fcr die gro\u00dfformatige additive Fertigung stellte das italienische Unternehmen Ginger Additive in Erfurt vor. Mit dem Pellet-Drucker produziert das Team bisher vor allem f\u00fcr Bereiche wie Architektur, Design und Interieur. Jetzt will Ginger Additive st\u00e4rker in industrielle Anwendungen gehen und demonstrierte sein Leistungsspektrum mit einem Drucker auf der rapid.tech 3D. Rouven Jost verantwortet die Kommerzialisierung auf dem deutschen Markt. Der Auftritt in Erfurt habe ihn positiv \u00fcberrascht. \u201eEs kommen die richtigen Besucher, die interessiert sind und sich in der Materie auskennen.\u201c<\/p>\n<p>Auf viel Interesse stie\u00df auch das Angebot der Ernst-Abbe-Hochschule Jena. Insbesondere die Fertigung gesch\u00e4umter Kunststoffteile, die Technische Niere als Filtersystem nach Vorbild der Natur sowie die winzigen Photonen f\u00fcr verschiedene Mikroanwendungen sorgten f\u00fcr Aufmerksamkeit. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Kerstin Michalke zieht eine gute Bilanz f\u00fcr den Auftritt der Hochschule. \u201eWir sind j\u00e4hrlich auf der rapid.tech 3D vertreten. F\u00fcr uns ist es ein gutes Podium. Und es ist auch gut f\u00fcr Th\u00fcringen.\u201c Besonders gefreut hat sie sich \u00fcber die noch engere Verbindung zwischen Ausstellung und Kongress. Dieses Urteil teilt sie mit vielen weiteren Ausstellern und Besuchern.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Netzwerkformate Technical Deep Dives Touren und Expertentische<\/strong><\/p>\n<p>Zu dieser Vernetzung haben insbesondere Formate wie die Technical Deep Dives Touren und die Expertentische beigetragen. Bei den Technical Deep Dives erhielten die Teilnehmer direkt an den Ausstellerst\u00e4nden kurz und fundiert Einblicke in neue Technologien und Anwendungen. An den Expertentischen wurde u. a. \u00fcber die Rolle des 3D-Drucks im Dental-Handwerk, \u00fcber die additive Fertigung in der Implantologie, im Werkzeug- und Formenbau, \u00fcber Herausforderungen des gro\u00dfformatigen PBF\/LB-M-Drucks sowie zu Fragen der Normung und Standardisierung im kleinen Kreis diskutiert.<\/p>\n<p><strong>Innovative und profitable AM-L\u00f6sungen im Fokus des Fachkongresses<\/strong><\/p>\n<p>Die Themen Innovation und Profitabilit\u00e4t bestimmten die vier Keynotes und 60 Vortr\u00e4ge im Fachkongress. In der Auftakt-Keynote sprach Dr. Karl-Heinz Dusel, Leiter der Technologieentwicklung f\u00fcr die additive Fertigung bei der MTU Aero Engines, \u00fcber die Notwendigkeit sowie die M\u00f6glichkeiten, AM als eine wettbewerbsf\u00e4hige Technologie in der Luftfahrtindustrie zu etablieren. Er zeigte die Wege von MTU daf\u00fcr auf und nannte Vorgehensweisen zur Kostenreduzierung als wesentlichen Schl\u00fcssel.<\/p>\n<p>Den zweiten Tag er\u00f6ffnete Pat Warner, Advanced Digital Manufacturing Manager im BWT Alpine Formula One Team. Er gab exklusive Einblicke in die Formel 1-Welt, in der AM mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist. Den Schwenk zum Produktionsalltag vollf\u00fchrte Max Schaukellis, Senior Projektleiter bei Roland Berger, mit seiner Keynote zur automatisierten AM-Fabrik. Diese mittels KI und Robotik verkettete automatisierte Produktion werde in ca. f\u00fcnf bis zehn Jahren in die Fl\u00e4che ausgerollt, prognostizierte er.<\/p>\n<p>Die Abschluss-Keynote schloss thematisch den Kreis zur Er\u00f6ffnungs-Keynote. Dr. Remzi Ecmel Ece, Manager der Abteilung Additive Fertigung bei Turkish Aerospace, stellte Weg und Vision der t\u00fcrkischen Luft- und Raumfahrt bei AM speziell f\u00fcr den Anwendungsbereich Flugzeugstrukturen vor. Daf\u00fcr hat das Unternehmen eine Strategie-Road-Map aufgestellt, um in einem Zeitraum von 2022 bis 2027 die Fertigung zertifizierter AM-Bauteile f\u00fcr die Luftfahrtindustrie zu etablieren.<\/p>\n<p><strong>Partnerschaften sorgen f\u00fcr hohe Programmqualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Vertieft wurden die Themen aus den Keynotes in den Fachforen Aerospace, AM4industry, Wissenschaft, Elektronik &amp; Komponenten, Chemie &amp; Verfahrenstechnik, Mobilit\u00e4t, KI, Software &amp; Design, Energietechnik und Wasserstoff. Das Forum Innovationen in AM bot spezielle Sessions zu AM in der Verteidigungstechnik und in der Medizintechnik.<\/p>\n<p>F\u00fcr die hohe Qualit\u00e4t des Programms sorgte nicht zuletzt die erneute Zusammenarbeit mit dem ideellen Tr\u00e4ger VDMA Additive Manufacturing sowie den Kooperationspartnern DECHEMA und 3-D MID e. V.<\/p>\n<p><strong>Podiumsdiskussionen zu Internationalisierung, Innovationen und Wirtschaftlichkeit des AM-Marktes<\/strong><\/p>\n<p>Die Podiumsdiskussionen griffen nochmals wesentliche Themenstellungen der rapid.tech 3D aus verschiedenen Blickwinkeln auf. Die Internationalisierung des AM-Marktes stand am ersten Veranstaltungstag auf dem Programm. Hier spielten aktuell die Einfl\u00fcsse der US-Politik und das Vordringen chinesischer Anbieter eine Rolle. Wichtig sei, dass es in Deutschland und Europa den politischen Willen gibt, die AM-Technologien voranzubringen. Insofern ist die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung formulierte F\u00f6rderung der additiven Fertigung ein positives Signal. Als Chance werteten die Diskussionsteilnehmer auch den Weg, sich insbesondere in der Wehrtechnik unabh\u00e4ngiger von den USA zu machen. Das k\u00f6nne zu einem weiteren Entwicklungsschub f\u00fchren.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Veranstaltung diskutierten Mitglieder des rapid.tech 3D-Fachbeirates die Frage, die letztendlich \u00fcber den Einsatz von AM entscheidet: Ist das wirklich profitabel? Innovation und Wirtschaftlichkeit bilden dabei zwei Seiten einer Medaille. Denn innovativ zu sein, hei\u00dft mit neuen Produkten und Leistungen Geld zu verdienen. Insofern wird sich die additive Fertigung gegen\u00fcber konventionellen Verfahren und Prozessen behaupten, wenn sie f\u00fcr den Kunden einen Mehrwert bietet. Die Diskutanten verwiesen auf Beispiele, die auch auf der rapid.tech 3D vorgestellt wurde, wie individuell gefertigte Sch\u00e4delimplantate, die mit anderen M\u00f6glichkeiten gar nicht zu produzieren sind. Auch im Aerospace-Bereich finden sich Teile, die innovativ und damit profitabel sind.<\/p>\n<p><strong>Hochkar\u00e4tige Auszeichnungen verliehen<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Jahr wurden auf der rapid.tech 3D gleich mehrere hochkar\u00e4tige Auszeichnungen verliehen. Der seit zehn Jahren veranstaltete internationale Designwettbewerb 3D Pioneers Challenge k\u00fcrte zum Jubil\u00e4um der Schau in Erfurt den \u201ePionier der Dekade\u201c. Die Ehrung erhielt das Team des Dvirs Lab der Tel Aviv University f\u00fcr ein 3D-gedrucktes, schlagendes Herz aus Stammzellen.<\/p>\n<p>Ebenfalls ausgezeichnet wurden Dr. Dieter Schwarze und Dr. Matthias Fockele. Die Physiker sind Wegbereiter des Metall-3D-Drucks, der heute unter dem Namen LPBD zu den meistgenutzten metallischen AM-Verfahren geh\u00f6rt. Sie erhielten den Big Five Award 2024 f\u00fcr herausragende Leistungen in der additiven Fertigung.<\/p>\n<p>Erstmals wurde der \u201eBest Paper Award\u201c verliehen. Die wissenschaftliche Review-Kommission der rapid.tech 3D vergab diesen Premieren-Preis an Stefan Brenner von der Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen. Sein Vortrag befasste sich mit der Fertigung von vakuumdichten Hochfrequenzkavit\u00e4ten per Multi-Material PBF-LB\/M, die als Schl\u00fcsselkomponenten in linearen Teilchenbeschleunigern eingesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>Wechsel an der Spitze des Fachbeirates<\/strong><\/p>\n<p>Der langj\u00e4hrige Vorsitzende des Fachbeirats Michael Eichmann hat sein Amt abgegeben. Der Manager bei Stratasys hat die Erfurter Veranstaltung von Anbeginn als ein leidenschaftlicher Gestalter und Verfechter f\u00fcr die Entwicklung des 3D-Drucks mit aufgebaut und gepr\u00e4gt. Er wird als Ehrenvorsitzender des Beirats weiterhin mit der rapid.tech 3D verbunden bleiben. Die Messe Erfurt dankt ihm herzlich f\u00fcr sein enormes Engagement.<\/p>\n<p>Der Nachfolger von Michael Eichmann ist Dr. Karsten Heuser. Der Experte f\u00fcr additive Fertigung verantwortet bei Siemens Digital Industries die AM-Aktivit\u00e4ten. Er geh\u00f6rt au\u00dferdem dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing beim VDMA sowie weiteren Gremien an, die sich der Industrialisierung der additiven Fertigung widmen. Dr. Heuser wird den Beirat gemeinsam mit Prof. Dr. Seidel von der Hochschule M\u00fcnchen f\u00fchren, der seit 2023 einen Beiratsvorsitz innehat.<\/p>\n<p><strong>N\u00e4chste rapid.tech 3D 2026<\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste rapid.tech 3D findet vom 5. bis 7. Mai 2026 in Erfurt statt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 21. rapid.tech 3D hat mit ihrer bew\u00e4hrt hohen Qualit\u00e4t und einem neuen Niveau der Vernetzung gepunktet. 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